mittlerweile ungluecklich

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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weepi
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von weepi »

Ich muss sagen das ich anfangs als Stillberaterin auch so energisch war.Ich dachte das es doch nicht sein kann das jemand nicht stillen will oder das jemand nicht auf meine RatSCHLAEGE hoert.
Ich merkte irgendwann das ich meine Beratung aendern muss und es lockerer sehen muss.Ich arbeitet dran und kann nach einem guten Gespraech mit den frauen auch beim sanften abstillen helfen.
jetzt mal ich als stillberaterin. Die AFS stellt es einem ja frei als Stillberaterin auch abstillen zu begleiten.
Amen;)

ich bin froh solange gestillt zu haben, fuer mich ist es ja lange gewesen. ich war in der gluecklichen Lage nicht auf Kunstmilch zurueckgreifen zu muessen und darauf bin ich stolz und froh.Das war es so fuer mich persoenlich.und ganz klar die unabhaengigkeit in der ersten zeit zu haben.Ich bin froh es geschafft zu haben aber ich merke eben auch das es nun genug ist :) Und es fuehlt sich immer noch genau richtig an!

Ich bin eigentlich auch froh das es hier ein wenig diskutieren gibt!
vicci
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von vicci »

Der Ton hier geht zu weit.
Ich möchte der LL zu liebe noch einmal sagen, daß ich keine Stillberaterin, sondern Mitglied bin. Wenn auch einige Stillberaterinnen sehr gerne über Immunglobine reden. Es ist sinnvoll mit mehr als dem "Gefühl" argumentieren zu können. Davon abgesehen versuche ich immer das "Gefühl" einzubeziehen, besonders das der Kinder, die hilfebedürftig und wehrlos sind.
Zur Empathie: Ich habe weepi mehrfach alles Gute und Liebe gewünscht, wie auch immer sie sich entscheidet. Entgegen dem wurde ich als "militant", "unreif" und noch viel mehr beschimpft. Definiere "Empathie"!
Ich habe nunmal die Meinung, daß es falsch ist ein 11 Monate altes Baby abzustillen und ja, ich glaube die emotionale, physische und psychische Entwicklung eines langzeitgestillten Kindes verläuft meist günstiger. Deshalb halte ich mich nicht für eine bessere Mutter. Meine Ansichten sind abgesehen davon zu einem großen Teil medizinisch belegt.
Meine Meinung sollte als solche akzeptiert werden. Ich möchte gerne auf sachlicher Ebene diskutieren, aber nicht, wenn mir Worte im Mund umgedreht werden oder ich beschimpft werde.
Es ist noch immer wie ein Traum für mich, ich sehe dich an doch ich glaub es nicht, du bist mein Sonnenschein , mein Augenlicht
ich geb mein ganzes leben nur für Dich. Ich bin du und du bist ich.
vicci
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von vicci »

Nö, hab ich doch garnicht gesagt :D Ich wollte verdeutlichen, daß es eben für das Kind so essentiell ist gestillt zu werden. Weil es eine genetische Verankerung ist. Wie essen oder schlafen. Nur lustvoller fürs Baby :wink: Ich wollte also auf die kindliche Programmierung raus, nicht auf die mütterliche!
Wenn auch irgendwer hier etwas ganz wichtiges gesagt hat: Das "Nicht-stillen-wollen" ist meist mehr Symptom einer anderen Problematik. Wobei das nicht heißen soll, daß die Mutter, die nicht stillen will einen weg hat (wobei: hat nicht jeder sein Thema mit irgendetwas!?). Aber Emotionen entladen sich ganz leicht beim Thema Stillen. Wenn ich genervt bin oder gestresst (Oh ja, das bin ich, ich verteile also keine Punkte im beste-Mutter-sein) und meine Maus will Dauerstillen, dann reagiere ich auch gereizt. Wenn ich Probleme habe, bin ich auch nicht lustvoll oder gar entspannt bei der Sache. Und auch tiefere, verborgene Themen können sich aufs Stillen auswirken. Das sollte aber jeder mit sich ausmachen :wink:[/quote]
Mütter, die nicht stillen wollen, sind also krank oder sonstwie gestresst. Ihnen fehlt die fröhliche Basis für das harmonische Miteinander.

Ich finde, dass Stillen über das erste Lebensjahr hinaus ist etwas Besonderes. Denn Ernährungstechnisch ist es nicht nötig. Ich finde es duraus legitim, dann auch abszustillen, wenn Mama nicht mehr mag.[/quote]


Potsdame Du interpretierst! Wo bitte habe ich das gesagt? Bitte leg mir nicht Worte in den Mund, die von einer reinen Vermutung her rühren.
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vicci
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von vicci »

jonale hat geschrieben:@vicci
ich finde die lll ist ein toller verein,tolle bücher, tolle frauen.... hat mir wirklich in einigen situationen geholfen klarheit zu bekommen.
die stillberaterin fragte mich immer nachmeinem gefühl, meinen gedanken oder auch denen meines mannes (z.b. als es um karies ging und die mediziner sagten wir sollen unbedingt nachts abstillen). nie hat sie über programierungen und immunglobuline gesprochen, gott sei dank! jeder der lange stillt, weiß um die vorteile. hier ist es auch eine stillberaterin die um meinungen bat ( nicht um fachinformationen).
irgendwie fehlt mir hier empathie für die mutter total.
so wenig wie ich mich als langzeitstillende mutter verstanden fühlte, so wenig habe ich nun auch verständnis für so progressive und intolerante gedanken den flaschenmamis gegenüber.
gruß
jonale
Ich bin nicht intolerant, ich vertrete nur das Beste für das Kind.
Ich bin langzeitstillende Mutter und hatte selbst oft schwierige Stillphasen, in denen ich mir Erleichterung gewünscht hätte. Ich bringe also den Erfahrungsschatz mit, hier meine Meinung zu vertreten, auch wenn sie jetzt auch noch als intolerant betitelt wird :D Fachwissen in Erinnerung zu rufen diente nur meiner Argumentation.
Die LLL besteht aus Menschen so unterschiedlich wie die Stillkinder selbst. Manche sind sehr bodenständig, manche eher aufopfernd, manche arbeiten, manche bleiben bewußt zuhause, manche stillen ein Jahr, manche 6, manche verlassen sich "auf das Gefühl", manche versuchen Dinge belegbar zu machen. Schön, daß Du bei der LLL auf genau die Beraterin getroffen bist, die zu Dir paßt!
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krikri
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von krikri »

Hey Weepi, ich freu mich, dass es Dir/euch besser geht.
Ich bin grad in einer Situation, die deiner vielleicht nicht so ganz unähnlich ist. Mein Kleiner ist jetzt 19 Monate und ich habe auch nicht mehr so recht Lust, sein Schnuller zu sein. Meine Formulierung ist jetzt wahrscheinlich zu respektlos, vielleicht würde ich es morgen oder hätte es gestern schon anders geschrieben. :wink:
Jedenfalls versuche ich ihn wann immer es geht ohne Brust zu frieden zu stellen und stelle fest, dass er sie dringend will zum einschlafen und wenn er nachts aufwacht. Ich habe immer das Gefühl, um uns herum gibt es nur Schnullerkinder :lol: Jedenfalls muss ich oft denken, dass die Mamas von Schnullerkindern gar nicht in diese Situation kommen oder jedenfalls lange nicht so oft.
Ist ein Schnuller auch schon eine Missachtung kindlicher Bedürfnisse? Grübel.
Ich find es klasse, wie Du mit den verschiedenen Reaktionen hier umgegangen bist, da wollt ich Dir einfach mal ein Kompliment machen.
Vielleicht hast Du einiges mehr abgekriegt, als üblich, weil Du selber Stillberaterin bist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es dich selber qualifizierter macht, was Du jetzt grade erlebst und durchlebt hast.
Eine Stillberaterin, die z.B. in der Beratung raushauen würde, ach gott, jetzt stellen sie sich mal nicht so an, das ist eben nicht immer schön ... :lol: , naja, würde wahrscheinlich nicht immens viel zum guten Gelingen vieler Stillbeziehungen beitragen.

Ich selber fand Stillen zum Beispiel eigentlich nie besonders toll. Es war praktisch, unschlagbar praktisch, ich weiss nicht, wie ich den Orga-Aufwand gemanagt hätte, den Flaschenmamis haben. Ich meine vor Allem unterwegs. Aber wenn Mamis glänzende Augen kriegen, wenn sie an die Stillzeit zurück denken ..
Nö, also, so geht es mir nicht. Mein Grosser hat mich mit seiner gesamten Bedürfnislage allerdings auch absolut an die Grenzen des Machbaren gebracht, da war sowieso nicht so ganz viel mit glänzenden Augen, ausser vor Tränen vielleicht :wink:

Hier in meiner Gegend bin ich auch eher ein Stillfossil, den Grossen hab ich bis er zwei war gestillt. Wenn ich hier im Forum um Rat fragen würde, kämen wahrscheinlich auch Reaktionen, die mich zum weitermachen ermutigen würden :wink:
Ich bin etwas konfus, sorry, weil müde, obwohl es noch gar nicht so spät ist, aber einen dicken Drücker will ich Dir gern mal rüber schieben.
Vor zwei Monaten war ich mit dem kleinen Krümel im KH und er hatte eine OP. Ich glaube, die Ärztinnen und die Schwestern hatten es noch nicht erlebt, dass ein Kind mit 17 Monaten noch gestillt wurde!
GLG
krikri
Sternenfaengerin
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Sternenfaengerin »

vicci hat geschrieben:
Ich bin nicht intolerant, ich vertrete nur das Beste für das Kind.

und das kannst du nicht. denn ganz einfach: du kennst die persönliche situation nicht.

dass es GENERELL das beste ist für ein kind ist gestillt zu werden, das wird dir hier wohl niemand absprechen. aber ich denke man kann vom "durchschnitt" (hier spreche ich von den durchschnittlichen vorteilen des stillens, den durchschnittlichen nachteilen des abstillens) nicht auf das individuum schließen.

du hast das glaube ich auch nicht so formuliert, aber auch ich muss sagen, dass es wie "durch die blume" so ankommt.

jede mutter muss für sich und ihr kind entscheiden (denn wir wissen, dass das kind das noch garnicht deutlich (kommunizieren) KANN) und ich finde, dass man das auch nicht absprechen sollte. die mutter trägt - gerade in der stillbeziehung - die verantwortung hierfür.

im übrigen herrscht gerade aus psychologischer ecke ein großer widerspruch bzgl. der psychischen entwicklung von langzeitstillkindern. (und wer darf nun entscheiden, wer "richtig" liegt??)
Sternenfaengerin
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Sternenfaengerin »

Sternenfaengerin hat geschrieben:
vicci hat geschrieben:
Ich bin nicht intolerant, ich vertrete nur das Beste für das Kind.

und das kannst du nicht. denn ganz einfach: du kennst die persönliche situation nicht.

dass es GENERELL das beste ist für ein kind ist gestillt zu werden, das wird dir hier wohl niemand absprechen. aber ich denke man kann vom "durchschnitt" (hier spreche ich von den durchschnittlichen vorteilen des stillens, den durchschnittlichen nachteilen des abstillens) nicht auf das individuum schließen.

du hast das glaube ich auch nicht so formuliert, aber auch ich muss sagen, dass es wie "durch die blume" so ankommt.

jede mutter muss für sich und ihr kind entscheiden (denn wir wissen, dass das kind das noch garnicht deutlich (kommunizieren) KANN) und ich finde, dass man das auch nicht absprechen sollte. die mutter trägt - gerade in der stillbeziehung - die verantwortung hierfür.

im übrigen herrscht gerade aus psychologischer ecke ein großer widerspruch bzgl. der psychischen entwicklung von langzeitstillkindern. (und wer darf nun entscheiden, wer "richtig" liegt??)
sorry, zu früh abgeschickt grrr....

so sollte das heissen:
und das kannst du nicht. denn ganz einfach: du kennst die persönliche situation nicht. und daher kannst du nicht wissen, was das beste für genau dieses kind ist.
im übrigen finde ich es wirklich gut die andere "seite", nämlich das kind zu beleuchten und das einfach nochmal in erinnerung zu bringen!
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Gluehsternchen
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Gluehsternchen »

Und nicht zu vergessen, es ist kein MINIbaby mehr, sondern ein fast 1Jähriges Kind, was am Tisch mitisst!
Yvi mit Teeny *06/05 und Sandwich *10/08 und kleinem Bär *02/15
vicci
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von vicci »

Gluehsternchen hat geschrieben:Und nicht zu vergessen, es ist kein MINIbaby mehr, sondern ein fast 1Jähriges Kind, was am Tisch mitisst!
Ja, nur wissen wir alle, das die berühmte 1-Jahres-Grenze realistisch nicht Fakt ist. Ein Kind isst nicht von heute auf morgen mit und selbst wenn es so isst, muß das noch lange nicht heißen, daß es die "emotionale" Stillnähe nicht braucht :wink:
Ich glaube schlichtweg, daß wir durch Zivilisation und Kultur den Draht zu dem verloren haben, was ganz natürlich ist. Und ja auch gewollt vom Leben. Das heißt nicht, daß irgendwer krank ist oder eine schlechte Mutter, wenn er aktiv abstillt. Es ist aber doch IMMER ein Verlust für das Kind, wenn es abgestillt wird und nicht selbst bestimmen kann. Das möchte ich ganz ohne Schuldzuweisung und Vorwürfe, ganz wertneutral betonen! Es wird dem Kind etwas genommen, unfreiwillig und das sollte man nicht vergessen...
Daß keine Stillberaterin der Welt sagen würde:"Stell Dich nicht so an" ist ja wohl klar. Aber jede gute Stillberaterin sollte beide Seiten beleuchten und ansprechen. Im übrigen würde ich persönlich dem Kind und der Mutterbrust zuliebe auch beim Abstillen unterstützen wäre ich Stillberaterin. Dennoch bin ich der Ansicht, daß viele zu schnell aufgeben oder ihre eigenen Bedürfnisse voranstellen. Wenn ich auch nie behaupten würde, bei weepi ist es so. Nur um das klarzustellen :)
Es ist noch immer wie ein Traum für mich, ich sehe dich an doch ich glaub es nicht, du bist mein Sonnenschein , mein Augenlicht
ich geb mein ganzes leben nur für Dich. Ich bin du und du bist ich.
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Re: mittlerweile ungluecklich

Beitrag von Ginevere »

vicci: Ich finde deine Gedanken zu dem Thema sehr interessant und kann dem zu einem großen Teil auch zustimmen. Allerdings würde ich es besser finden, dafür einen Extrathread zu öffnen um das zu diskutieren.
In diesem Thread hat eine Mama ganz konkret um Hilfe gebeten. Und da finde ich Grundsatzdiskussionen irgenwie fehl am Platz. MEINE Meinung. :wink:
LG Gini
… mit A🩰 3/09 und E 🏐 3/12
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