Wir haben eine Führung auf einem Biobauernhof gemacht. Dort wurde gesagt, dass Kuh und Kälbchen nach der Geburt getrennt werden, damit es keine Bindung gibt und das Melken funktioniert. Damit eben das "Drumherum" beim Melken (in den Stall treiben, Melkgeschirr anlegen, Klang der Melkmaschine) die Kuh dazu bringt, den MSR auszulösen und Milch zu geben.
Die Kuh wird knapp ein Jahr gemolken (oder war es länger?), dann gibt es eine "Milchpause" von einigen Monaten, in der sich das Euter "regeneriert" und dann kommt das neue Kälbchen und neue Milch.
Auf meine Frage, warum man denn nicht einfach weitermelkt oder ob man wirklich ein neues Kälbchen habe möchte, sagte der, der uns herumführte, dass die Milch dann sowieso weniger wird, in der Natur braucht ein Kälbchen doch auch nur etwa ein Jahr Milch und dann wirds weniger (angeblich beim Menschen auch, wies er mich darauf hin, dass ich es doch merken müsste, hatte noch vor der Führung gestillt
Öhm, meine Aussage "Nachfrage regelt das Angebot", da hatte er wohl nicht verstanden, worauf ich hinaus wollte.
Das klang dann in meinen Ohren nach "Zeitschaltuhr im Euter".
Aber dass die Kuh weniger Milch dann gibt, wird doch eine "gesicherte Erkenntnis" sein, aus Landwirtschaftssicht, oder?
Oder ist es vergleichbar mit dem Pumpen, die beste Milchpumpe regt die Milchbildung nicht so effektiv an wie der eigene Nachwuchs?
Ich dachte immer, wenn die Milchbildung einmal im Gang ist und man sie weiter stimuliert, dann versiegt sie nicht mehr so leicht.
Mir kommts grad selbst etwas komisch vor, dass ich hier über Kühe schwafel, aber wir sind doch alle Säugetiere, da sollte das Prinzip doch ähnlich funktionieren.

