Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Moogie81
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Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Beitrag von Moogie81 »

Grund dafür ist das hier anscheinend keiner mehr stillen will...
Der komplette Bekanntenkreis (also die die Kinder bekommen haben) gibt Flasche von Anfang an weil Stillen ist ja soooo eklig :roll: Die können es nicht haben das da "was" an der Brust nuckelt.
Die die das stillen versuchen hören nach einem Monat wieder auf weils "nicht klappt" (logisch, jeder davon hat zusätzlich entweder zugefüttert oder ständig Tee in Flasche dazu gegeben obwohl das nicht nötig gewesen wäre)
Die wenigen die noch schwanger sind und stillen wollen, wollen nur 6 Monate stillen (merke: insgesamt stillen, nicht 6 Monate vollstillen und danach Teil) und danach Flasche geben. Meine Hebi meinte schon das ist im Moment so Mode nur 6 Monate zu stillen und dann auf Flasche umzusteigen. Sie hätte das ganz oft.
Jedes Mal wenn ich dann gefragt werd ob ich stillen will und ich dann sage das ich so lang wie möglich stillen möchte (auch gern so 2 Jahre, je nachdem wie Bauchbaby möchte) werd ich angeguckt als ob ich sie nicht mehr alle hätte.
Abgesehen von den Negativ-Kommentaren von den Eltern, Schwiegereltern, Schwester und Schwägerinnen.
So langsam hab ich keine Lust mehr das man mir das (LZ-)Stillen schlecht redet und mies macht.

Wie ist eure "Stillumgebung"? Kennt ihr viele Stillmamis in eurer Umgebung? (mir fällt jetzt spontan keiner ein der länger als 6 Monate gestillt hat - wenn überhaupt)
Wie stehen eure Eltern dazu? Kommen die aus der Flaschen-sind-das-beste-Generation (so wie meine)? oder sind die aufgeschlossen?

LG Chrissi
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Mondenkind
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Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Beitrag von Mondenkind »

So ging es mir zum Glück nie. Langsam kenne ich wirklich niemanden mehr, der länger stillt als ich (mein älteres Stillkind ist 3,5 Jahre alt), aber die Mehrheit der Leute, denen ich hier so begegne, stillt 6 Monate voll und dann bis ca. zum 1. Lj teil.

Diskussionen führe ich nur extrem selten. Entweder trauen sich die Leute nicht, mit mir zu diskutieren oder sie wussten schon vorher, dass ich komisch bin... Kann ja sein. ABer irgendwie versucht gar keiner, mit mir darüber zu reden. Weiß auch nicht, ist halt so.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Beitrag von Toncks »

Huhu Moogie!

Das ist mir auch schon aufgefallen. Ich hatte bis vor kurzem noch mit meinen Geburtsvorbereitungskursmädels die Rückbildungsgymnastik und da haben die meisten schon abgestillt bzw. nie richtig angefangen, weils "nicht funktioniert" hatte. Die Kinder sind da grad 4 bis 6 Monate alt. Wenn ich dann immer wieder seh, wie sie die Flaschenmilch zubereiten, während die kleinen Racker vor Hunger schreien, frag ich mich immer wieder, warum die das freiwillig machen. Denn die Kleinen müssen ja teilweise echt lang schreien, weil die Flaschenmilch ja noch so heiß ist. Ich find ja es gibt nichts besseres, entspannteres und schöneres, als da Gefühl sein eigenes Kind zu stillen. Die Trendwende wird aber sicherlich wieder kommen, dann sind die Flaschemamis die Aliens! :twisted:

Liebe Grüße,
Toncks
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June
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Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Beitrag von June »

Ich bin aus unserem Mädelskreis auch die letzte, die noch stillt. Von einer Freundin, bei der das Stillen leider trotz aller Mühe nicht klappte, weiß ich, dass sie lange gestillt hätte. Von der Seite also vollstes Verständnis, wie aber auch von den anderen Flaschenmamis. Aber wir kennen uns auch gut, sehen und regelmäßig und insofern ist es für diese Mamas kein seltsamer Anblick. Von den Frauen in meiner Familie hat nur meine Tante gestillt und auch nur 3 Monate. Heute, sagt sie, wo sie es besser weiß, würde sie länger stillen. Meine Oma und meine Mutter finden es auch total klasse und auch meine früheren Schulfreundinnen aus der Grundschule (!), die jetzt Mütter geworden sind, finden es entweder toll und hätten selbst gern gestillt oder stillen noch immer. In der MuKi-Gruppe im Waldorf-KiGa ist es auch total normal. In "konventionellen" Kinder- und krabbelgruppen bin ich allerdings dann doch der Außenseiter.
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Marlen
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Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Beitrag von Marlen »

Ich kenne auch keinen,der noch stillt oder so "lange" gestillt hat, wie wir.Ich kriege auch immer nur zu hören:du stillst noch?Da kommt doch eh nur noch Wasser..langsam ist sie doch ein großes Mädchen und bräuchte DAS nicht mehr :roll: Selbst mein Mann steht da nicht mehr ganz hinter uns..Mir aber egal,Mausi und mir gehts sehr gut damit,also bleibt das auch noch ne Weile so
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Sibi
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Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Beitrag von Sibi »

Ehrlich gesagt habe ich seit Geburt meiner Tochter noch nie mit einer Flaschenmami zu tun gehabt. Ob Rückbildung, Freundin, Krabbeltreff, Tagesmutter - alle stillen zumindest die ersten 5 Monate voll und dann noch eine Weile teil.

Ehrlich gesagt glaube ich doch, dass soziale Schicht, bzw. Wohngegend viel über die Stillquote aussagt. Ich mag solche Verallgemeinerungen nicht, aber der Gedanke drängt sich doch auf, wenn man über Monate nie persönlichen Kontakt zu Flaschenmamis hat, sondern höchstens welche auf der Straße oder im Drogeriemarkt sieht.
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Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Beitrag von greenie bird »

schon vor vier Jahren kam mir das so vor- allerspätestens wird mit einem Jahr abgestillt- meist aber eben um den dritten Monat.
Klar mag es da Unterschiede in bestimmten sozialen Umfeldern geben, allerdings machen da 4,6 oder 8 Wochen jetzt auch nicht den Unterschied. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und das hat nichts mit Bildung oder Einkommen zu tun.
Sehr oft klingt es nach: Stillen 'kettet' Mütter an Kinder und das muss ja dank Flaschenmilch 'endlich' nicht mehr so sein- Mütter können ohne Säuglinge ständig dabei ihr Leben genießen.
Bzw. wird ja leider schon durch die Werbung das Stillen als nicht mehr nötig beschrieben '...und nach dem Stillen können sie sich auf XY verlassen, es versorgt ihr Kind mit allen nötigen Nährstoffen. ' Und das ist nicht mal gelogen...alles was über den Nährwert hinaus geht, kann man getrost vergessen und ist ab 6 Monaten 'unnötig'.
In Deutschland scheint es ja wirklich auch nicht so wichtig zu sein in Hinsicht auf Gesundheit und Hygiene und daher ist es auch wurscht was die Milchfirmen mit dem hier eingenommenen Geld wo anders auf der Welt treiben.
Ich diskutiere draußen weiß Gott nicht- wir versuchen zu Hause zu stillen (mal sehen wie lang diesmal) .
Ich sehe auch keinen Sinn mit Müttern abgestillter Kinder darüber zu reden, was hab ich davon wenn sie dann doch schlechte Gefühle hat, weil sie einfach auch falsch oder wenig informiert war? Relaktieren wird sie wohl nicht und groß werden Kinder tatsächlich auch mit Flaschen...es ist eben nur schade, dass das Stillen von Kindern eines Alters nicht genauso akzeptiert ist wie die Produkte 'ab einem Jahr' im Drogerie Regal .
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
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klimaforscherin
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Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Beitrag von klimaforscherin »

Ich fühle mich auch ein wenig wie ein "Alien". In meinem persönlichen Umfeld hier kenne ich niemanden, der länger gestillt hat (von SuT-Kontakten mal abgesehen).
Aber ist ja auch egal.
Bislang kamen keine negativen Kommentare und wir stillen munter in der Öffentlichkeit: Restaurant, Spielplatz,...
Grüße
klimaforscherin
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Haselnuss
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Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Beitrag von Haselnuss »

Was ich oft höre weil wir immer noch stillen , ob ich nicht loslassen könnte!!!????!!!! :evil:

Kennt ihr das auch?
Liebe Grüße Melanie mit kleiner Maus 08/2010, kleinem Frosch 06/2012, kleinem Bär 08/2014 und kleiner Schnecke 08/2016
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Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Beitrag von klimaforscherin »

Haselnuss hat geschrieben:Was ich oft höre weil wir immer noch stillen , ob ich nicht loslassen könnte!!!????!!!! :evil:
Wieso ich? ER hält sich doch an meiner Brust fest. :mrgreen:
Nee, so etwas kam bislang (noch) nicht.
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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