Artikel im Süddeutsche-Magazin
Moderator: Giraeffchen
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luna24
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Artikel im Süddeutsche-Magazin
Ich habe den Artikel auch gelesen und als mein 25 Monate alter Einschlafstiller dann direkt danach beim Einschlafen ewig rumgekaspert hat, habe ich ihm mal (eher im Spaß) erzählt bzw. gezeigt, wie andere "Babys" einschlafen (d.h. wach ins Bett legen). Seine Reaktion hat mich dann aber wirklich überrascht - er hat mich todernst und sehr nachdenklich angeschaut und gesagt: "Mamas nicht lieb haben Babys".
Und ich vermute, dass viele Kinder die "Disziplin und Struktur" íhrer Eltern so wahrnehmen, selbst wenn es von den Eltern gar nicht so gemeint ist... und von der Gesellschaft als erstrebenswert und positiv bewertet wird.
Und ja, mir tun auch die Mütter leid, die so in berufliche Zwänge eingebunden sind, dass sie sich gar nicht richtig auf das Muttersein einlassen können... Gewissermaßen kenne ich die Situation (vielleicht in abgemilderter Form) ja selbst - ich habe ein Jahr Elternzeit gemacht und arbeite jetzt in Teilzeit - d.h. aber auch, dass ich mich von allen Karriereplänen, die ich so hatte, eigentlich verabschieden musste und mein berufliches Leben jetzt eher unbefriedigend mit unsicherer Zukunft ist (ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschung - wo 60h Wochen eher die Norm als die Ausnahme sind, wenn man Karriere machen möchte, also komplett unvereinbar mit kleinen Kindern - in Teilzeit kommt man nicht weit).
Ich denke, es ist vor allem ein gesellschaftliches Problem, Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird ja immer noch fast ausschließlich im Zusammenhang mit Betreuungsangeboten für die Kinder diskutiert - und nicht im Zusammenhang mit den Bedürfnissen der Mütter nach einem erfüllenden Berufsleben, das aber trotzdem ausreichende Freiräume bietet, sich (auch) nach den Bedürfnissen der Kinder zu richten...
Und ich vermute, dass viele Kinder die "Disziplin und Struktur" íhrer Eltern so wahrnehmen, selbst wenn es von den Eltern gar nicht so gemeint ist... und von der Gesellschaft als erstrebenswert und positiv bewertet wird.
Und ja, mir tun auch die Mütter leid, die so in berufliche Zwänge eingebunden sind, dass sie sich gar nicht richtig auf das Muttersein einlassen können... Gewissermaßen kenne ich die Situation (vielleicht in abgemilderter Form) ja selbst - ich habe ein Jahr Elternzeit gemacht und arbeite jetzt in Teilzeit - d.h. aber auch, dass ich mich von allen Karriereplänen, die ich so hatte, eigentlich verabschieden musste und mein berufliches Leben jetzt eher unbefriedigend mit unsicherer Zukunft ist (ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschung - wo 60h Wochen eher die Norm als die Ausnahme sind, wenn man Karriere machen möchte, also komplett unvereinbar mit kleinen Kindern - in Teilzeit kommt man nicht weit).
Ich denke, es ist vor allem ein gesellschaftliches Problem, Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird ja immer noch fast ausschließlich im Zusammenhang mit Betreuungsangeboten für die Kinder diskutiert - und nicht im Zusammenhang mit den Bedürfnissen der Mütter nach einem erfüllenden Berufsleben, das aber trotzdem ausreichende Freiräume bietet, sich (auch) nach den Bedürfnissen der Kinder zu richten...
- Amber
- Power-SuTler
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Re: Artikel im Süddeutsche-Magazin
Jetzt habe ich gerade wieder zwei Stunden mit meiner Kleinen "gekämpft", bis sie friedlich eingeschlafen ist. Und dann lese ich diesen Artikel... Und bin froh, bisher durchzuhalten und meinen Kindern solches Verhalten einer maternity nurse erspart zu haben!!!
Wie kann man von Säuglingen einen geregelten Tagesablauf mit Durst nur alle vier Stunden und nachts überhaupt nicht erwarten? Welcher Erwachsene trinkt nicht auch mal zwischendurch einen Schluck Wasser oder schiebt sich einen kleinen Bissen in den Mund, auch wenn noch nicht vier Stunden vorbei sind? Und wo bleibt das Bedürfnis des kleinen Menschen nach Nähe und Sicherheit?
Schon verständlich, dass so eine "Dienstleistung" nur von Reichen gebucht wird. Schließlich muss das Haus groß genug sein, um nachts das Schreien des Babys nicht hören zu müssen. Gruselig! Noch schlimmer ist die Darstellung im SZ Magazin, die tendenziös ist und Stillen nach Bedarf als unnötig darstellt.
Wie kann man von Säuglingen einen geregelten Tagesablauf mit Durst nur alle vier Stunden und nachts überhaupt nicht erwarten? Welcher Erwachsene trinkt nicht auch mal zwischendurch einen Schluck Wasser oder schiebt sich einen kleinen Bissen in den Mund, auch wenn noch nicht vier Stunden vorbei sind? Und wo bleibt das Bedürfnis des kleinen Menschen nach Nähe und Sicherheit?
Schon verständlich, dass so eine "Dienstleistung" nur von Reichen gebucht wird. Schließlich muss das Haus groß genug sein, um nachts das Schreien des Babys nicht hören zu müssen. Gruselig! Noch schlimmer ist die Darstellung im SZ Magazin, die tendenziös ist und Stillen nach Bedarf als unnötig darstellt.
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Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
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- mayra
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Re: Artikel im Süddeutsche-Magazin
Also der Artikel ist naja, irgendwie seltsam. Ich kann ja verstehen, dass man sich jemanden nimmt, der sich ums Baby kümmert, aber warum dann so? Warum nicht trotzdem auf die Bedürfnisse eingehen, sondern das Kind dressieren lassen? Versteh ich nicht. Und warum bekommt man eigentlich ein Baby, wenn man nicht mal in den ersten Monaten Zeit dafür hat? Ist mir unbegriflich.
@luna24: da hat dein Kleiner aber wahnsinnig reagiert. Meiner versteht sowas nie (oder will es nicht verstehen?), wenn ich ihm mal zu erklären versuche, dass zb. nicht alle Kinder "Mimi" trinken dürfen, solange sie möchten.... da schaut er mich nur total verwirrt an.
@luna24: da hat dein Kleiner aber wahnsinnig reagiert. Meiner versteht sowas nie (oder will es nicht verstehen?), wenn ich ihm mal zu erklären versuche, dass zb. nicht alle Kinder "Mimi" trinken dürfen, solange sie möchten.... da schaut er mich nur total verwirrt an.
- Sakura
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Re: Artikel im Süddeutsche-Magazin
wow... gruseliger artikel.
aber: ich finde den nicht tendenziös. ich finde den... weiß nicht. irgendwie distanziert. nicht wirklich ironisch distanziert, ironie ist da nicht. aber distanz. ich habe NICHT das gefühl, dass der/die autor(en) des artikels maternity nurses wirklich toll finden.
und ja. warum kriegen diese frauen kinder????
aber: ich finde den nicht tendenziös. ich finde den... weiß nicht. irgendwie distanziert. nicht wirklich ironisch distanziert, ironie ist da nicht. aber distanz. ich habe NICHT das gefühl, dass der/die autor(en) des artikels maternity nurses wirklich toll finden.
und ja. warum kriegen diese frauen kinder????
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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- Schnullerpuppe
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Re: Artikel im Süddeutsche-Magazin
Ich habe schon mal irgendwo einen Artikel über Frau Wüchner gelesen. Finde es immer wieder bemerkenswert das sie keine eigenen Kinder hat. Zur Sache an sich: schade, daß Babys schon in ein Schema gepresst werden müssen. Ich bin froh, einen anderen Weg gewählt zu haben.
Mit kleinem Padawan (*11/2009) an der Hand und Überraschungkrümelchen (*12/2013)
»Ich glaube sowieso, wenn die jungen Menschen auf alles hören würden, was die älteren ihnen sagen, würde jede Entwicklung aufhören und die Welt still stehen.«
Astrid Lindgren
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Re: Artikel im Süddeutsche-Magazin
gruselig, irgendwie. ich kann es gar nicht näher beschreiben. ja, so distanziert.
- Holle
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Re: Artikel im Süddeutsche-Magazin
Unheimlich finde ich diese AngelegenheitDiese Anschauung führt allerdings dazu, dass die meisten Mütter in den ersten Wochen nach der Geburt sehr viel mit dem Stillen oder dem Zubereiten von Fläschchen beschäftigt sind und oft nicht genau wissen, wann das Baby wieder Hunger haben wird (tztz, so geht das aber auch nicht). Es ist ein unsicherer Alltag, der einem erst mal auch unheimlich vorkommen kann.
Warum Frau Wüchner keine Kinder hat? Als vielbeschäftigte Frau bräuchte sie ja selbst eine zuverlässige maternity nurses (haha).
Nee, mal im, Ernst: mein Sohn darf schlafen, wenn er müde ist - und siehe da: von ganz alleine schläft er inzwischen (fast) jede Nacht von 20h bis 6h durch. Noch Fragen
Kleiner Mann - geboren im Februar 2011 - sehnlich erwartet, gestillt, bekocht, getragen, heiß geliebt.
ClauWi Trageberaterin GK (4/2012)
ClauWi Trageberaterin GK (4/2012)
-
Chenjila
Re: Artikel im Süddeutsche-Magazin
neroli hat geschrieben:und warum bitte bekommen diese frauen kinder?
Ich denke, dass viele solcher Frauen eine "normale Erziehung" selber wohl nie erfahren haben und daher nichts anderes kennen wie eben in diesem Artikel beschrieben (Nanny o.ä.; die sich hauptsächlich um die Kinder kümmert) - diese Frauen scheinen nach außen vielleicht strukturiert und gut organisiert zu sein (sein zu wollen) - aber ich denke, dass sie vielmehr aus Angst, etwas falsch zu machen, den Weg der "fremdbestimmten Hilfe" wählen.
Oh man, schwierig in Worten das Auszudrücken, was ich sagen will, ich hoffe, ich werde jetzt nicht total falsch verstanden.
Für mich wäre der Weg der Fremdbestimmung nichts - ich bin für Tipps und Ratschläge offen und dankbar - möchte aber mit meinem Kind meine eigenen Erfahrungen machen dürfen - und wenn ich dann erst mal 1h auf dem Ball hüpfend mein Kind in den Schlaf hüpfen darf




