Freundin ferbert - hilfe...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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avoila
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von avoila »

Egal was, ich würde immer bei mir bleiben, wie es mir geht in ihrer Situation etc.
Sie ist verzweifelt und kann sich scheinbar FB nicht vorstellen, sonst wäre sie vermutlich auf deine Aussagen eingegangen.

Ich würde wohl zunächst fragen, wie es ihr geht, wenn sie ihre Tochter so schreien hört und sagen, dass ICH es ja total schwer finde nicht zu einem weinenden Kind zu gehen und trösten. Dies sei halt MEIN erster Impuls. ICH hätte halt irgendwie ein ganz blödes Gefühl so ein kleines Würmchen schreien zu lassen. Aber klar, ständig so viel Schlafmangel, das geht an die Nieren.
Und dann, je nachdem, wie sie reagiert weiter machen:
- sagt sie, ihr ginge es ebenso. Würde ich halt fragen, ob sie sich vorstellen kann, dass es auch anders geht / gehen kann. Da würde ich halt sagen, dass sie sich ruhig mal auf www.ferbern.de umschauen kann. Dass ICH die Tipps dort toll finde, weil sie auch nervenschonend während des Schlaftrainings sind. Oder halt auch, dass ich von dem Buch "Schlafen statt schreien" schon so viel Gutes gehört habe.

- wenn sie sagt, sie habe damit gar kein Problem, dann muss man das akzeptieren. Es ist traurig aber wenig, nur wenige machen sich solche Gedanken, um die seelische Verfassung ihrer Kinder usw. Es sind viele, die da noch aus unserer Sicht gedankenlos sind. Aber wer bin ich, es mir anmaßen zu wollen, es besser zu wissen? Ich habe mein "Wissen" nur aus anderen Quellen, denen ich mehr vertraue. Sie vertraut anderen Quellen als ich. WEIß ich wirklich, ob es FB und Co. besser sind? Wer bin ich, es so allwissend zu wissen um jemanden von dem für ihn rechten Weg abzubringen?

Diese Haltung fällt mir selbst schwer, eben weil ich von meinem Weg zu tiefst überzeugt bin. Muss aber letztlich doch anerkennen, dass andere das Recht haben, von ihrem Weg ebenso zu tiefst überzeugt zu sein. Ob MEIN heutiges TUN richtig war, darüber entscheiden meine Kinder in ein paar Jahren - nicht meine Nachbarn, Freunde, Eltern etc.
Was mir auch hilft, ist die Sicht, dass sich dieses Kind (diese Seele), diese Eltern ausgesucht hat - dafür gibt es einen Grund.
LG avoila mit der Elfe (10/10), dem Weihnachtsgeschenk (12/12), dem Wildfang (08/17) und der Lady on a Mission (05/21)
mama2008
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von mama2008 »

avoila hat geschrieben: - wenn sie sagt, sie habe damit gar kein Problem, dann muss man das akzeptieren. Es ist traurig aber wenig, nur wenige machen sich solche Gedanken, um die seelische Verfassung ihrer Kinder usw. Es sind viele, die da noch aus unserer Sicht gedankenlos sind. Aber wer bin ich, es mir anmaßen zu wollen, es besser zu wissen? Ich habe mein "Wissen" nur aus anderen Quellen, denen ich mehr vertraue. Sie vertraut anderen Quellen als ich. WEIß ich wirklich, ob es FB und Co. besser sind? Wer bin ich, es so allwissend zu wissen um jemanden von dem für ihn rechten Weg abzubringen?

Diese Haltung fällt mir selbst schwer, eben weil ich von meinem Weg zu tiefst überzeugt bin. Muss aber letztlich doch anerkennen, dass andere das Recht haben, von ihrem Weg ebenso zu tiefst überzeugt zu sein. Ob MEIN heutiges TUN richtig war, darüber entscheiden meine Kinder in ein paar Jahren - nicht meine Nachbarn, Freunde, Eltern etc.
Was mir auch hilft, ist die Sicht, dass sich dieses Kind (diese Seele), diese Eltern ausgesucht hat - dafür gibt es einen Grund.
nein, ich denke nicht, dass man das pauschal akzeptieren muss.
es wurde früher (und auch heute noch) "geklappst", da sag ich auch nicht, nun ja, weil du deinem kind eine auf den hintern haust, dich nicht von der "schlechtheit" dieser handlung überzeugen lässt, akzeptiere ich das.
ich denke, eltern die ferbern sollte man versuchen zu sensibilisieren, für das was sie in ihrem handeln tun, welche wirkung das auf ihr kind hat, eben weil sie sich scheinbar zu wenig gedanken machen.
man muss nicht überzeugen von familienbett und co (ich hab z.b. auch keins :wink: ) aber es gibt wege, dass ein kind keinem schlafprogramm unterzogen werden muss.

vieleicht liegt meine ansicht aber auch daran, dass ich nicht glaube, dass sich jede seele seinen eltern aussucht. ich denke, oft sicherlich, aber oft genug auch nicht. aber vieleicht steht mir das ja auch im weg, dass ich nicht tolerant genug bin. ich weiß es nicht.
Krissi83
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Krissi83 »

ich weiß nicht was genau ferbern ist. hab ich meine kinder geferbert? sie schlafen seit sie 4-5 monate alt sind in den eigenen kinderzimmern. zuerst mit einschlafstillen dann mit vorlesen und streicheln (erst gehen wenn sie schlafen) und wenn sie älter sind hab ich erklärt daß ich auch schlafen gehe und bin gegangen als sie noch munter waren. wenn sie weinen wieder zurück (ohne auf ne uhr zu schaun und abzuwarten - find ich echt schlimm) und beruhigt und als sie ruhig waren wieder raus. war ne anstrengende zeit aber jetzt hab ich zwei kinder die alleine einschlafen und sich sicher sind wenn sie was brauchen ist mama da. ich hatte nie das gefühl meine kinder leiden zu lassen! was ich damit sagen will, vielleicht macht sie es auf ihre art aber es heißt nicht das sie ferbert und ihre kinder mißhandelt. ich könnte mir ein fb nicht vorstellen. wenn unser kleiner wenn er krank ist oder beim zahnen in der nacht (so ab2) zu uns ins bett kommt ist das für uns alle nicht angenehm. er schlägt rum und wir können alle nicht richtig schlafen und der nächste tag ist einfach nur bähhh!!

ich hoff man hat so halbwegs verstanden was ich sagen wollte :? ist ein bisschen wirr geworden. :roll:
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Sakura
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Sakura »

Krissi83 hat geschrieben:ich weiß nicht was genau ferbern ist. hab ich meine kinder geferbert?
nach dem was du beschreibst: nein. du hast deine kinder definitiv nicht geferbert. ferbern heißt "schreien lassen". reinkommen, das kind für eine klar definierte, kurze zeit trösten, und dann wieder rausgehen, und eine klar definierte mindestzeit abwarten, ehe du wieder ins zimmer des nach seiner mama schreienden kindes gehst. trösten nach der uhr. schreien lassen.

mein ausgangspost war wahrshceinlich auch wirr. ich muss nicht jeden zum FB überreden. kam mir eben nur in dieser speziellen situation meiner freundin in den sinn, weil ihr schlafmangel daher rührt, dass sie zum stillen nachts aufsteht, ins kinderzimmer geht, im sitzen stillt, kind wieder zum schlafen bringt, zurückgeht, und dann im eigenen bett nicht mehr einschlafen kann. FB könnte eine lösung sein, muss aber nicht. es könnte ja schon eine lösung sein, das kind im eigenen bett mit im elternschlafzimmer schlafen zu lassen. grundsätzlich ist es mir fast egal, wie die lösung aussieht. mir tut einfach nur ihr kind leid. das schlecht schläft, weil es übel neurodermitis hat(te). das sowieso schon leidet unter juckreiz und unwohlsein, und jetzt auch noch allein schreien muss.
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Mondenkind
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Mondenkind »

DesignerMum hat geschrieben:öhmmm woraus machst du denn eine freundschaft fest? meine freundinnen haben auch die ein oder anderen erziehungsansichten als ich die ich net immer gut finde...deswegen kipp ich aber net meine freundschaften

Freundschaft mache ich daran fest, dass ich mich mit einem Menschen verbunden fühle, der eine gewisse Schnittmenge mit meinen Grundüberzeugungen hat, auf den ich mich verlassen kann und der nichts tut, was ich zutiefst ablehne. Sind diese Dinge nicht gegeben, kann ich keine Freundschaft mit jemanden haben. Ferbern lehne ich zutiefst ab.

Ich verstehe dich gut, sakura. Ich würde auch sanft versuchen, ihr Info darüber zukommen zu lassen, wie schlecht für ihr Kind und für die Bindung zu ihrem Kind das ist, was sie vorhat. Die Holzhammermethode wird es (erfahrungsgemäß) nicht bringen, denn sie wird dicht machen, verständlicherweise .

Wenn sie trotzdem ferbert, musst du schauen, wie du damit umgehst und welche Konsequenzen du aus der Sache ziehst. Für mich wäre eine Freundschaft nicht mehr möglich.
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Sakura
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Sakura »

Besagte Freundin ferbert übrigens immer noch. Soviel zu der Theorie, dass ferbern eine todsichere Methode ist, seinem Kind das Schlafen zu "lehren".

Und leider hat unsere Beziehung doch gelitten. Ich habe nicht bewusst weniger Kontakt gesucht, es hat sich einfach ergeben. Unsere Unterschiede in der Kindererziehung sind einfach ziemlich unüberbrückbar. Habe eben spontan mit ihr telefoniert. Ich erzählte, ich wollte mir gerade Haare waschen, und in dem Augenblick, als ich das Wasser andrehte, schlug das Babyphon an. Also habe ich das Wasser wieder abgedreht, das Kind aus dem Bettchen genommen, mich mit ihr ins Wohnzimmer auf den Fußboden gesetzt, und spontan sie - meine Freundin - angerufen. Meine Freundin fragte ganz erstaunt, ob ich immer sofort das Kind aus dem Bett nehme? Ich hätte mir doch auch erst die Haare waschen können, und das Kind solange im Bettchen lassen? :shock:

Und dann erzählte sie vom Töpfchentraining, und dass ihr Kind ziemlich schnell den Zusammenhang gelernt hätte zwischen "AA", und dass sie dann aus dem Laufgitter gehoben wird. "Und daraufhin hat sie es als Druckmittel eingesetzt, und immer AA gesagt, damit sie aus dem Laufgitter gehoben wird" (Mit 9 Monaten...). Nachfrage meinerseits, ja, das Kind ist überwiegend im Laufstall. Es ist mir grundsätzlich egal, wie lange andere Kinder im Laufstall sind. Aber einem 9 Monate alten Baby Erpressung und Hinterhältigkeit unterstellen, nachdem es konditioniert wurde, wenn ich AA sage, werde ich hier rausgehoben? (Und ja. Ich habe auch einen Laufstall. Da ist Luise kumuliert vielleicht eine Stunde pro Woche drin).

Och Mensch.... Das war mal eine wirklich liebe Freundin.... Ich überlege wieder, ob ich mich einmischen soll, aber werde es nicht tun, denn es geht hier nicht mehr um einzelne Punkte, sondern wahrscheinlich um das große Ganze. Die Philosophie hinter dem Umgang mit dem Baby. Und es ist ja nicht nur ihre Philosophie, es sind ja auch ihr Mann und die im gleichen Haus lebenden Eltern beteiligt. Ach Mensch.... doof.... Ich dachte echt, dieser Umgang mit Babys wäre eine Sache aus dem letzten Jahrhundert....
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tussi
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von tussi »

dass erziehung freundschaften auf die harte probe stellt, muss ich auch seit ein paar monaten feststellen. iwie ist das ganz anders, wenn ich eine schon mama kennenlern, als wenn eine meiner ältesten freundinnen seit einem halben jahr mama ist u sich mir manchmal einfach nur die nackenhaare aufstellen. sie hat ihr speikind zb nie auf dem bauch liegen lassen, da sie o-ton so ja noch mehr kotzen würde. jetzt ist die kleine ein halbes jahr alt u darf ständig auf mamas schoß "sitzen", aber auf dem bauch liegen kann sie immer noch nicht...hab ihr btw jetzt auch gerade "schlafen statt schreien" ausgeliehen, aber wahrscheinlich muss sie viele erfahrungen einfach erstmal selber machen. so wie all die ganzen tragetippps, die ich ihr gegeben habe, links rein u rechts wieder rausgegangen sind.

soviel zu meiner freundin :oops:

zu deiner wollte ich noch anmerken, dass es sehr wohl einen unterschied macht, ob man wie du gerade einen 7 o 8 monate alten knopp hat o ob man seit ein paar jahren kein einziges mal mehr durchgeschlafen hat. ich hab zb seit märz 2009 nicht mehr durchgeschlafen, weil ich von anbeginn der ersten schwangerschaft ständig nachts pipi machen war u ziemlich schnell schlafstörungen hatte. meine maus war nachts "relativ" pflegeleicht. meist hab ich alle 2 stunden gestillt, in schubzeiten stündlich. als ich erneut schwanger wurde hat sie bei weitem noch nicht durchgeschlafen u wenn sie mich nachts nicht auf trab gehalten hat, lag ich mit erneuten schlafstörungen wach. so bin ich in die 2. babyzeit ganz anders gestartet als in die erste, sehr viel erschöpfter. ich weiß nicht, wie sich neuro auf das schlafen auswirkt, aber unser 2. babylein schläft seit 8 monaten so, dass mein mann u ich uns die nacht teilen müssen, weil ich alleine schon nach 2 wochen am ende meiner kräfte war. ich bin es immer noch, aber uns bleibt nix anderes übrig, als zu versuchen, als familie da durchzukommen.
ich erzähl das alles, weil ich die erfahrung gemacht hab, dass zum thema schlafen die meisten lügenmärchen erzählt werden u ich wette, dass deine freundin da auch ihr päckchen zu tragen hat. ich glaub, ich würd da ansetzen, denn 3 jahre schlafentzug sind nicht ohne.
lg tussi

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Sakura
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Sakura »

ich weiß, was nicht durchschlafen bedeutet, ich glaube, wir alle wissen das hier. ich habe seit beginn der SWS schlafstörugnen gehabt, also auch seit fast anderthalb jahren nicht durchgeschlafen. aber ich versuche mir, das leben einfach zu machen, oder mindestens schön zu reden. meine freundin wohnt im haus der eltern, und außer montags ist jeden tag ab mittags noch eine zweite erwachsene person im haus. sie könnte die kinder also stundenweise abgeben, und sich mal aufs ohr hauen. ihre bewusste entscheidung, es nicht zu tun. ich bin allein, wir sind hier zugezogen, mann kommt abends zwischen 18 und 20 uhr von der arbeit. wenn ich mittagsschlaf will, dann lege ich mich mit dem mäusekind zusammen ins bett. meine bewusste entscheidung, das kind mit ins bett zu nehmen. und meine freundin hat auch schon ihr erstes kind geferbert, als sie noch nur eines hatte.

ich habe den ganzen nachmittag nachgedacht. ich glaube, ich werde ihr einfach das buch "in liebe wachsen" mal schenken. habe es eben ausgelesen, und es hat mich schwer beeindruckt. ja, es polarisiert. aber vielleicht ist das gut. ich habe meine freundin in den ersten monaten mit dem ersten kind als liebevolle mama erlebt. vielleicht ist da nur was verschüttet, was wieder geborgen werden kann.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von miss_undercover »

Sibi hat geschrieben:Und dann könnte man vielleicht noch hinterherschieben, dass Ferber sich selbst davon distanziert hat, weil er es zu grausam fand.
Sorry, dass ich so darauf herumreite (hab das auch schon mal in einem Thread geschrieben), aber das stimmt schlicht nicht. Ferber selbst hat die Methode, die er ursprünglich für Eltern am Rande des Nervenbruchs entwickelt hatte, zum Mainstream-Tipp umgemodelt. Sein Buch "How to solve children's sleep problems" hat die Methode so bekannt und beliebt ist, und er empfiehlt sie darin für Babys ab sechs Monaten und für Eltern, die einfach mal wieder einen ruhigen Abend haben wollen. Das Buch verkauft sich bis heute in der zigsten Auflage, Ferber hat es nie zurcükgerufen und sich auch nie von seinem Programm distanziert. Wovon er sich distanziert hat ist seine frühere Aussage, Co-Sleeping sei generell schlecht. Da sagt er nun, wenn es Eltern und Kind damit gut geht und die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten würden, sei das ok. Und er hat in einem Interview mal gesagt, er fände es furchtbar, wenn Eltern seine Empfehlungen so verstünden, dass sie ihr Kind über Wochen abends stundenlang schreien lassen sollten. Wenn das Programm nach 10 Tagen noch keine spürbare Verbesserung bringe, solle man abbrechen und es zu einem späteren Zeitpunkt noch mal probieren, sonst arte es in Quälerei aus.

So weit die Fakten. Es gibt genug Anti-Ferber-Argumente, die nachweislich stimmen.

Liebe Grüße
Nora
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von miss_undercover »

Sakura, nach meiner Erfahrung ist "In Liebe wachsen" vielen zu extrem. Und bewirkt dann das Gegenteil: Dass die Mütter sich darin bestätigt sehen, dass sie solche Öko-Freaks wie da beschrieben auf keinen Fall sein wollen und dass deshalb das ganze Kombi-Paket lange stillen, nicht ferbern, tragen etc. nichts für sie ist. Sondern das Gegenteil. Weil sie ja "normale" Mütter sind.

Deutlich überzeugender und weniger dogmatisch finde ich da die "Menschenkinder" von Renz-Polster oder "Die neue Elternschule" von Sutherland.

Liebe Grüße
Nora
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