Freundin ferbert - hilfe...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Sakura
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Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Sakura »

ich bin so sauer... und verwirrt... und traurig.... eine "freundin" von mir hat zwei kinder. die große (2,5 jahre) hat sie mit ca. einem jahr geferbert (ohne dass ich damals wusste, dass das so heißt). die kleine (9 monate) hat ganz schlimm neurodermitis, und schläft dementsprechend schlecht. meine freundin hat beide kinder von anfang an allein im kinderzimmer schlafen lassen. muss nachts also aufstehen, ins kinderzimmer gehen, stillen, kind wieder zum schlafen bringen, zurück ins ehebett... und dort liegt sie nach eigenen angaben mit tellergroßen augen und findet nur schlecht zurück in den schlaf. sie hat also seit drei jahren schlafmangel.

und jetzt schrieb sie mir in einer mail, dass die haut der kleinen gerade sehr gut sei, und damit ein günstiger zeitpunkt für ein schlaftraining. du meine güte. mir fällt jetzt erst auf, was es für ein perverser euphemismus ist, das hilflose schreien eines babys als "training" zu bezeichnen. ich schwärme ihr seit monaten vor, wie toll es ist, das kind mit im bett zu haben, dass ich keinen schlafmangel habe, dass es eben kinder gibt, die die mama nachts mehr brauchen....

ich würde mich gern einmischen, aber ich bin mir sicher, dass meine freundin jegliche einmischung nicht gut finden wird. sie will ihr 9 monate altes baby solange schreien lassen, bis es aufgibt. allein der gedanke macht mich krank. ihr kind tut mir so leid!!!!! und meine gefühle gegenüber dieser "freundin" sind gerade arg gemischt. will ich eine freundin, die es fertig bringt, ihr eigenes, hilfloses baby schreien zu lassen?????? die ihre ohren verschließen kann gegenüber der qual ihres eigen fleisch und blut???
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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DesignerMum
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von DesignerMum »

öhmmm woraus machst du denn eine freundschaft fest? meine freundinnen haben auch die ein oder anderen erziehungsansichten als ich die ich net immer gut finde...deswegen kipp ich aber net meine freundschaften
LG B.
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Sakura
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Sakura »

vielleicht bin ich besonders sensibel, weil ich ein schreikind hatte. "nicht gut finden" trifft es bei mir beim ferbern nicht. ich finde das unsagbar brutal. auf einer ebene mit kinder-mit-dem-rohrstock-verprügeln. es ist mir egal, ob freundinnen ihre kinder mit süßigkeiten vollstopfen, oder diese komplett verbieten. es ist mir egal, ob die kinder abends um 6 ins bett müssen, oder ers um 10. ich komme darüber hinweg, wenn eine mutter ihrem kleinkind teure designerkleidung anzieht, und dann schimpft, wenn das kind diese schmutzig macht. (alles erlebt). aber ferbern?
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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Lösche Benutzer 7681

Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Lösche Benutzer 7681 »

Nein, ich versteh dich schon, ich könnte da auch nicht mehr so dolle freundschaftliche Gefühle hegen...

Ich liebe Hunde, hab selber drei und jemand, der Hunde quält, könnte NIEMALS mein Freund sein. Bei Babys natürlich dasselbe in grün.
Manchmal kann man eben nicht einfach denken "ist ja ihr Kind/Tier, muß sie selber wissen"

Ich denke, so ähnlich geht dir das mit deiner Freundin, oder?
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Sakura
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Sakura »

ja. ferbern empfinde ich als quälerei. absichtlich das kind quälen. damit es was lernt. mit der begründung wurden kinder früher verprügelt. damit sie es endlich mal lernen... ich mag meine freundin sehr, sonst wäre es ja keine freundin geworden. aber diese schlaf"trainings"-sache, die steht in letzter zeit irgendwie zwischen uns....
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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Roana
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Roana »

also wenn du ferbern als so schlimm empfindest (was ich persönlich verstehen kann) dann denke ich nicht das du da lange drüber hinweg sehen kannst.

Ich würde aber mit dieser Freundin doch das Gespräch suchen und ihr deine Sicht erklären, dann wenn sie will kann sie ja noch ihre Sicht erklären. Und dann müsst ihr halt schauen, wie die Dinge sind.
Ich fänd es wichtig dabei ruhig mit offenen Karten zu spielen und ihr zu sagen das du das nicht ertragen kannst, und auch nicht miterleben möchtest, bzw. dann an deren Leben teilhaben möchtest, wenn denn dies der Fall ist.
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Beitrag von Alja »

Ich hab auch damals die ferbermamas aus meinem bekanntenkreis eliminiert. Mich hat das zu sehr mitgenommen.
"Durch Strukturen, wie Schulpflicht und Noten, sind die Grunderfahrungen, die die Kinder der heutigen Zeit machen, Unfreiheit (ich muss zu Schule), Unmündigkeit (ich werde von anderen beurteilt), Ohnmacht (ich kann nichts an der Struktur ändern) und Einsamkeit (ich muss mich alleine gegen andere durchsetzten). Das Schulsystem, das eingeführt wurde, um den Menschen ein Mindestmaß an Bildung zukommen zu lassen, ist einer der wesentlichen Gründe dafür, dass die vielen heutigen Probleme und Herausforderungen, mit denen sich die Menschheit konfrontiert sieht, nicht gelöst werden."
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von bienenmeister »

Vielleicht reicht auch ein Link? http://www.ferbern.de/

Wenn ich hier so im Forum lese, passiert das wohl in vielen Freundschaften, dass man da an Knackpunkte gerät. Könnte mir vorstellen, dass sie ein Überzeugungsgespräch als Angriff auffassen könnte. Man muss sich mal in sie versetzen, kommt die Freundin und erzählt ihr, sie misshandelt ihr Kind :evil: Vielleicht verschließt sie sich dann erst recht. Deswegen die Idee, lass sie selbst auf den Schluss kommen, dass Ferbern nichts Gutes ist und dass sie ihrem Kind schadet. Dass du ihr viell. Material zukommen lässt und im Gespräch mit deinen Schlüssen zu dem Themen erst mal hinter dem Berg hälst. Das ist anstrengend, ich weiß. Ich selbst habe damit gute Erfahrungen gemacht. Immer darauf achten, dass der andere nicht sein Gesicht verliert.
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von mama2008 »

sprich mit ihr, empfehl ich lektüre, die sie lesen kann, wo sie hilfe findet, statt beim ferbern.
versuch sie nicht zu überzeugen von familienbett und co (das ist einfach nicht für jeden das ideale) aber es gibt ganz viele andere wege als ferbern. und dies sollte sie erkennen.

ansonsten mußt du für dich ganz allein entscheiden und fühlen, wie du damit umgehst.
DesignerMum hat geschrieben:öhmmm woraus machst du denn eine freundschaft fest? meine freundinnen haben auch die ein oder anderen erziehungsansichten als ich die ich net immer gut finde...deswegen kipp ich aber net meine freundschaften
meine sicht der dinge: erziehungsansichten sind die eine seite, einem kind schaden (und das ist es in meinen augen) durch ferbern zuzuführen ist keine ansicht sondern eine basis (wie eben auch handgreiflichkeiten gegenüber dem kind ect.) im umgang mit dem kind. und ja, wenn die basis nicht stimmig ist, dann brech ich auch den kontakt ab. das hält für mich keine freundschaft aus.
Sibi
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Sibi »

Für mich wäre Ferbern auch ein Hinweis dafür, dass grundlegende Diskrepanzen bestehen, die eine Freundschaft unmöglich machen. Wie soll man Freunden vertrauen, die hilflose Babys absichtlich und ohne Grund schreien lassen?

Ich wüsste allerdings auch nicht sicher, wie ich reagieren würde. Den "Ferbern-Link" würde ich auf jeden Fall schicken und auch nachfragen, ob sie den erhalten/gelesen hat.
Vielleicht bringt es ja auch was, nachzufragen, warum es ihr sooo schlecht geht - denn Ferber hat dieses Training ja für Eltern mindestens einjähriger Kinder entwickelt, die kurz vorm Verzweifeln/Nervenzusammenbruch waren. Das war nie als normale Anwendung gedacht - umso schlimmer, wenn Menschen heute glauben, dass das so sei. Vielleicht kann man über die Schiene an die Mutter heran kommen? (So im Sinne von: "So mies geht es dir? Das habe ich gar nicht gemerkt, warum hast Du nichts gesagt? Ferbern ist doch die Ultima ratio, sozusagen der letzte Ausweg, bevor man durchdreht und dem Kind etwas antut...") Und dann könnte man vielleicht noch hinterherschieben, dass Ferber sich selbst davon distanziert hat, weil er es zu grausam fand.
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