Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

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annikki
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Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Beitrag von annikki »

@tragling, da hast du recht.
Liebe Grüße Anni

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Giraeffchen
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Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Beitrag von Giraeffchen »

Puksie hat geschrieben:Ganz Unrecht hat der Arzt meiner Meinung nach nicht. Ich halte weder etwas davon dem Kind wenn es weint einen Keks in die Hand zu drücken, oder ihm die Brust anzubieten.
Natürlich muss dabei das Alter des Kindes berücksichtigt werden.
Ältere Kinder sollten in frustrierenden Momenten andere Regulationsmöglichkeiten haben.

Es gibt sicher genügend Kinder in dem Alter die nur zum Kuscheln oder zur Nahrungsaufnahme stillen und das ist doch völlig ok so. :)

So, und nun, steinigt mich. ;)
Steinigen?

Unterschreiben :wink: .
Sehe ich nämlich genauso. Egal, ob Brust, Keks, Schnuller oder Gummibär, prinzipiell (Ausnahmen gibt es sicher immer) bevorzuge ich das so auch.
Ronia hat geschrieben:Andere Kinder bekommen bei jedem Pieps einen Schnuller in den Mund geschoben, da sagt keiner was von "katastrophaler Mutterkindbeziehung".
Echt, ich frage mich, was Ärzte dazu bringt, solche unqualifizierten Meinungen zu äußern :-(
Nur weil das eine falsch ist, muss das andere ja nicht besser sein. Ich finde sowohl Schnuller als auch Brust (siehe oben) unangemessen, um ein Kleinkind so regelmäßig zu trösten.

Katastrophale Mutter- Kind- Beziehung finde ich natürlich auch sehr stark formuliert vom Arzt, das wäre ja sozusagen schon der worst case.
Aber dass sich ungute Tendenzen entwickeln können, wenn immer 'oral getröstet' wird, das denke ich schon. Ist vielleicht noch Typfrage, ob eben stärker oder schwächer ausgeprägt.
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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zu lange zu schweigen.
Die Zunge verwelkt,
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Schnullerpuppe
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Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Beitrag von Schnullerpuppe »

Daydreaming hat geschrieben:
annikki hat geschrieben:mir wird immer von meiner osteopathin entgegengehalten, ich würde meiner tochter das essverhalten von später antrainieren, wenn ich alle 2 1/2 stunden stille. so wäre übergewicht und das trostessen und frustessen und damit übergewicht vorprogrammiert. ich solle unbedingt auf 4 stunden kommen.
Komisch nur, daß doch gerade in unserer Generation so viele Eßstörungen auftauchen, angefangen bei Magersucht über diese Dinge wie Trost-/Frust-/oder auch Langeweileessen bis hin zu den Problemen mit Übergewicht. Und in unserer Generation kam es ja nun eher selten vor, daß nach Bedarf gestillt wurde, damals war doch das Fläschchen alle vier Stunden absolut üblich.
Vielen Dank, Daydreaming! Genau das sind auch meine Gedanken dazu, wenn ich solche Aussagen lese. Ich finde es so schade, wie gerade auch einige Osteopathen, Heilpraktiker, Kinderärzte (ich will hier nicht alle über einen Kamm scheren) sich plötzlich zu selbsternannten Stillexperten emporschwingen und junge Mütter mit solcherlei Sätzen verunsichern. Auch für uns ist Stillen immer noch mehr als Nahrungsaufnahme, für mich und meinen Sohn ist es auch kuscheln, ausruhen, trösten... Sicher, er wird bald 2 und seit ein paar Monaten pack ich auch nicht mehr beim kleinsten Mucks die Brust aus, aber wenn er sich sehr weh tut und sich nicht anders beruhigen läßt oder das Milchzeichen nutzt- why not.
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Sakura
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Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Beitrag von Sakura »

Wir leben in einer Gesellschaft, ind er, wieviel? Waren es 50%? der Erwachsenen übergewichtig sind. Warum sind die übergewichtig? Weil die nach der Uhr essen? Sofort aufhören, wenn sie satt sind?

Oder weil die eben auch mal mit Genuss eine Tafel Schokolade essen?

(Ja, doofes Beispiel. Es gibt noch tausend Gründe für das Übergewicht hierzulande. Fiel mir nur gerade ein. Denn bei Babys sind sie auf einmal alle streng...)
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Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

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annikki
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Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Beitrag von annikki »

ich habe mir da auch schon gedanken gemacht, warum man uns das stillen madig machen will. ist es vielleicht der neid, dass wir es uns leisten wollen, soviel zeit wie möglich mit unseren babies zu verbringen? weil die, meist älteren damen, es nicht konnten und es uns mißgönnen? die osteopathin ist so mitte 50 und hat drei kinder, eigentlich müsste sie ja verständnis haben, sie ist ärztin und müsste das wissen haben. aber hat sie es damals gekonnt? sicher nicht. sie gezwungen gewesen sein, ihre kinder mit einigen monaten in die krippe zu geben und arbeiten zu gehen. wie soviele. sie hatten kaum die gelegenheit soviel körperliche nähe zuzulassen, wie wir es heute können, weil wir lange zu hause sind oder die möglichkeit haben, die kleinen überall mit hin zu nehmen. es war gesellschaftlich eben gar nicht drin.
vielleicht ist es unterschwellige mißgunst. aber ich weiß es eben nicht genau.

aber ärgern tut es mich, wenn sie mir sowas an den kopf wirft. auf diskussionen lasse ich mich aber nicht mehr ein, das ist mir zu stressig. ich gelobe immer besserung und das nächste mal sage ich eben 4 stunden. damit erspare ich mir belehrungen. *bääääähhhh*würde mein großer jetzt sagen.
Liebe Grüße Anni

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