Hallo,
hast du es denn schon einmal "richtig"versucht? Also es deinen beiden Männern ganz allein überlassen, miteinander klarzukommen zur ins-Bett-geh-Zeit? Meistens hilft es ja allen Beteiligten, wenn die Mama WIRKLICH NICHT erreichbar ist.
Wie steht dein Mann denn dazu? Traut er es sich eigentlich zu oder geht er es verunsichert oder sogar grollend an?
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es den beiden hilft, wenn ihr jetzt schonmal anfangt, das zu "üben". Vielleicht kannst du ja einmal die Woche abends etwas unternehmen, nen Kurs besuchen oder sporteln oder sonstwas, so dass du auch wirklich nicht da bist und auch nicht alle "retten" kannst, wenn sie sich schwer tun. Ich bin mir sicher, dass dein Kleiner von dir zwar genau das braucht, das stillen und dann in den Schlaf gekuschelt zu werden, aber dass er bei seinem Papa auch ganz anderes brauchen kann. Die beiden brauchen dafür vielleicht nur die Gelegenheit, um es auszuprobieren.
Ich würde es ihm nicht extra "erleichtern" wollen, sondern ihm nur zeigen, dass er seinen ganz eigenen Weg finden kann und muss, den Lütten in den Schlaf zu begleiten.
Was meinst du damit, ob du damit nicht ganz viel falsch machen kannst? Ob das Verhältnis zwischen dir und deinem Sohn darunter leiden wird? Ich glaube, wenn du ohne Schuldgefühl und Selbstvorwurf daran gehst, nicht. Du überlässt ihn ja nicht irgendjemand wildfremdem sondern dem Papa, den er ja kennt. Und du bist danach auch wieder da, kannst ihn, sollte er mal wirklich einen schlechten Abend haben, auch danach noch stillen und die Nacht ist ja auch noch lang genug zum Kuscheln.
Also, ich möchte dir Mut machen, es zu wagen. Es muss kein Desaster geben, sondern kann auch durchaus eine spannende Erfahrung für alle Beteiligten sein.
