Hilfe! Unfreiwillige Milchreduzierung nach Beikoststart? :-(

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Inkling
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Re: Hilfe! Unfreiwillige Milchreduzierung nach Beikoststart?

Beitrag von Inkling »

Vielen lieben Dank für Eure Antworten! :) Ich probiere mal, auf alle Fragen einzugehen:
tania hat geschrieben:stillst du auch tagsüber nach bedarf (wenn du zu hause bist)? ich frage, wegen dem ausdruck "stillmahlzeit". was heißt das in eurem fall? und woran machst du fest, dass du nicht mehr genug milch hast?
Wenn ich zu Hause bin, stille ich nach Bedarf. Mein Mann hat die Flasche vorher auch nach Bedarf gegeben, das heißt, irgendwas zwischen 3-5 h nach dem letzten Stillen (bei mir ist Stillen=Stillmahlzeit, gibt es da einen Unterschied? :?: ). Vor Beikostbeginn war es irgendwann am Morgen vor der Arbeit, Mittags, dann am späten Nachmittag/frühen Abend und Einschlafstillen. Zusätzlich nachts min. 2 Mal, aber eher öfter weil sie das Stillen meist zum Wiedereinschlafen braucht. Ich würde sagen, richtig trinken tut sie ungefähr 2 Mal.

Ich hatte vermutet, dass ich nicht mehr genug Milch habe weil ich obwohl ich einfach wie bisher abpumpe (meinem Körper also suggeriere, dass es wie gehabt eine weitere Stillmahlzeit gibt) nicht mehr so viel abgepumpt kriege wie früher. Zusätzlich dazu gibt es bei mir zwei Szenarien: 1. Ich starte in die Nacht mit relativ vollen Brüsten -> sie schläft 3-4 h am Stück, bis zum Aufstehen um ca. 9 Uhr. 2. Ich starte bereits gefühlt leer in die Nacht -> ab ca. 4 Uhr morgens kommt sie ungefähr stündlich, bzw. wechselt nur noch zwischen den Seiten hin und her. Ich merke, dass sie auch nicht mehr richtig trinkt, unruhig ist, die Brust richtig knetet, etc. Ich bekomme dann selber keinen Tropfen rausgedrückt.

@Evi: wir bieten ihr ja seit 4 Wochen Beikost an, es ist also schon seit längerer Zeit so...es kann natürlich sein, dass es einfach ein Entwicklungsschub ist, aber eben weil es ein Angebot/Nachfrage-System ist, wundere ich mich, dass mein Körper nicht mal reagiert. Zu deinem 1. Tipp: ich probiere, mich nicht zu stressen (wenn das immer so einfach wäre ;) ), aber manchmal packt es mich halt. Zu 2., es wäre also in Ordnung, sie auch nach einer vollständigen Breimahlzeit (200 g und mehr) noch anzulegen und trinken zu lassen? Ich weiß, dass man mit Muttermilch alleine nicht zuviel füttern kann, aber itl das auch wenn schon Brei im Spiel ist?

Danke für den Tipp mit den Stillpausen, aber die nutze ich schon um früher nach Hause zu fahren, bzw. zum Abpumpen. :)

@Marlen: ich merke halt, dass ich weniger abgepumpt kriege, bzw. härter dafür arbeiten muss. Vor jeder Mahlzeit stillen wäre natürlich noch eine Option, aber ich will ihr auch nichts verwehren, und sie war wirklich sehr am Essen interessiert.

@klimaforscherin: im Moment im Normalfall gar nicht mehr, vorher einmal am Tag, ungefähr viermal die Woche. Morgen vielleicht nochmal, aber nur, weil ich auf Dienstreise bin. Abpumpen tu ich ja trotzdem immer noch wie vorher, und friere das im Moment ein. Später möchte ich die Milch gerne für den Milchbrei nutzen.

Zu den von Euch vorgeschlagenen Varianten: 1. Variante: haben wir am Anfang gemacht, mit dem Ergebnis, dass mein Mann an einigen Tagen ziemlich viel Milch wegschütten musste. Schmerzlich. ;) 2. Variante: wäre eine Möglichkeit, aber da ich nicht da bin, müsste er ihr an einigen Tagen erst die Flasche geben, dann Beikost. Würde das auch gehen? 3. Variante: im Prinzip praktizieren wir ja genau das. Mittags Brei, und den Rest der Zeit nach Bedarf. Trotzdem meine geschilderten Befürchtungen, dass die Milch am Tag viel weniger wird und ich das Gefühl habe, dass mein Körper nicht checkt, dass er Nachts ruhig mehr produzieren darf. ;)

Es ist wohl tatsächlich so, dass ich, wie Erika bemerkt hat, hauptsächlich ein Problem damit habe, dass meine Milch (ich?) durch die Beikost verdrängt wird. Das wird mir gerade erst so richtig klar. Es war auch wirklich so, dass mein Kopf mir schon einige Zeit gesagt hat, dass da wohl jemand so langsam beikostreif ist, und ich eher schweren Herzens zugestimmt habe. Ich wollte ihr halt nicht die Neugier aufs Essen nehmen, und auch jetzt frage ich mich, ob ich wirklich etwas ändern sollte (zum Bsp auf Variante 2, obwohl wir es schon 4 Wochen anders handhaben) oder einfach akzeptieren sollte, dass es so ist.

Ich danke Euch für Eure Zeit, ich befürchte, es ist vielleicht alles ein wenig wirr geschrieben. Aber ich weiß selber nicht so ganz, was ich machen soll, mein Bauchgefühl mit dem ich sonst so gut fahre widerspricht sich hier leider von Tag zu Tag.
Inkling
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Re: Hilfe! Unfreiwillige Milchreduzierung nach Beikoststart?

Beitrag von Inkling »

Danke auch dir, Julez, fürs Mutmachen!
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tania
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Re: Hilfe! Unfreiwillige Milchreduzierung nach Beikoststart?

Beitrag von tania »

es kommt bald das alter, wo dein kind dir zeigen wird, wie extrem und besonders wichtig das stillen ist. ja, mein kind hat stillen auch mit acht oder zehn monaten geliebt, aber so richtig deutlich zeigen tut er es seit weniger als einem jahr. essen kann stillen nicht verdrängen, weil stillen so sehr viel mehr ist. wenn dein kind die brust nicht mehr braucht, wird es anderes von dir brauchen. bis sie DICH nicht mehr braucht, vergehen noch mindestens sehr viele jahre und im normalfall tritt das wohl nie ein 8) .

ich hatte auch einen zwiespältigen beikostbeginn. ich hatte irgendwie angst, dass er nicht die richtigen sachen kriegt, dass es nicht gesund, nicht genug, nicht regelmäßig, nicht ausgewogen, nicht hübsch genug angerichtet ( :roll: ) ist. wir stillenden sind verwöhnt, weil alles immer perfekt ist fürs kind mit der brust. aber es ist toll, seinem kind dabei zuzusehen, wie es sich das essen erobert. es ist schön, wenn er neues probiert. mein kind isst sooo geschickt und mit einer begeisterung! unsere mahlzeiten sind sehr viel schöner geworden, seit wir sie mit ihm teilen.

(und stillen tun wir noch sehr viel!)
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Re: Hilfe! Unfreiwillige Milchreduzierung nach Beikoststart?

Beitrag von evizentrum »

Es kommt doch nicht auf die Häufigkeit an...
Du wirst sehen, selbst wenn dein Kind nur noch zwei Mal tagsüber stillt, es wird das Stillen umso mehr genießen.
Und außerdem kommen auch wieder Zeiten, wo das Kind ganz von allein die Milchproduktion wieder ankurbelt.
Zum Beispiel wenn die Zähne kommen und es lieber stillen mag als Brei essen.

Glaub mir, du kannst noch gaaaaaanz lange stillen, keine Sorge!

Ich verstehe irgendwie gar nicht, warum du überhaupt abpumpst, nur um einen Vorrat für Milchbrei und Flaschenfüttern zu haben?
Es ist doch jetzt ok, wenn das Kind was anderes isst und trinkt, zu den Zeiten wo du nicht da bist. So machen wir es auch schon lange und es ist gar kein Problem.
Lass doch die Milch "drin" für nachts ;-).
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Re: Hilfe! Unfreiwillige Milchreduzierung nach Beikoststart?

Beitrag von Inkling »

So, es ist Juli, und ich stille weiterhin. Musste oft an Eure Beiträge und das Mutmachen denken, also nochmal vielen Dank dafür!

Leider bin ich immer noch nicht ganz so überzeugt davon, dass ich "ausreichend" Milch habe. Die Nächte verlaufen so, dass sie zum Einschlafstillen beide Seiten leertrinkt (erst dann ist sie zufrieden, auch wenn sie vorher 200 g Milchbrei gegessen hat und vorher noch von unserem Abendbrot die Hälfte verdrückt hat). Dann habe ich ca. 4 h Pause, dann 3, dann 2, und morgens hängt sie mir dauernuckelnd an der Brust. Ich habe wirklich den Eindruck, sie probiert zu trinken, aber sie kriegt nichts raus.

Ich versteh das nicht, ich dachte, die Nachfrage regelt das Angebot? Gut, ausreichend ist die Milch insofern, als dass sie nicht brüllt, aber es ist auch nicht genug, dass sie sich satt und zufrieden umdreht und weiterschläft.

Dachte auch schon an Saugverwirrung (sie trinkt aus Strohhalm, Bechern, und aus diesen Trinkrucksackventilen), aber meistens klappts ja?

Hat jemand noch ein paar weise Worte für mich? :)
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Re: Hilfe! Unfreiwillige Milchreduzierung nach Beikoststart?

Beitrag von JUST-ME »

Wegen dem dauernuckeln in den Morgenstunden kann es doch auch sein das der MSR erst sehr spät ausgelöst wird oder sie einfach nur nuckeln will... ich kenne beides zum Ende der Nacht. Mein MSR lässt sich eh nicht mehr so leicht auslösen und Sohni muss manchmal bis zu 5 min nuckeln bis was kommt, und manchmal will er scheinbar auch einfach nur nuckeln, obwohl er einen Schnuller hat.
Liebe Grüße von ME mit Mini-ME (*06/10) an der Hand und Micro-ME (*02/12) im Arm

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Re: Hilfe! Unfreiwillige Milchreduzierung nach Beikoststart?

Beitrag von nwsurgeon »

Vielleicht holt sie auch einfach in den Morgenstunden noch ein bisschen fehlendes Kuscheln vom Tage (wenn Du arbeiten bist) nach. Oder sie kuschelt auf Vorrat, weil sie ja weiß, dass Du bald zur Arbeit gehst? Meine Große hat morgens auch extrem gestillt, wenn sie wußte ich bin gleich weg.
LG
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Re: Hilfe! Unfreiwillige Milchreduzierung nach Beikoststart?

Beitrag von Inkling »

Könnte sein. Allerdings hatte ich grad drei Wochen Urlaub. ;) Aber vielleicht weiß sie ganz genau, dass ich ab nächster Woche wieder arbeiten gehe. :lol:

Ich hab ja schonmal überlegt, ob es vielleicht daran liegt, dass ich manchmal mit Ohrstöpseln schlafe, und ich sie deswegen nicht trinken höre = kein/später MSR. :oops: Auf was für Gedanken man morgens so kommt!
zamioculcas
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Re: Hilfe! Unfreiwillige Milchreduzierung nach Beikoststart?

Beitrag von zamioculcas »

Hm, ich würde wegen Dauernuckelei in den frühen Morgenstunden nicht auf Milchmangel schließen. Das machen viele Kinder (meins auch). Ich denke eher, dass es am leichteren Schlaf und kürzeren Schlafphasen gegen Morgen liegt (das ist bei allen Menschen so).

Grundsätzlich glaub ich nicht, dass du Angst haben musst, durch die Mittags-Beikost abzustillen. Stillen ist nicht ganz-oder-garnicht. Größere Stillkinder essen normalerweise immer - mehr oder weniger - zusätzlich zum Stillen, und das funktioniert ganz ohne extra-pumpen gut. Natürlich reduziert sich die Milchmenge dann, passt sich eben dem geänderten Bedarf an, sonst hätte man ja auch ständig Staus.
mit kleiner Maus *4/2010 und Kuschelbaby *8/2012
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