Stillen in den ersten Wochen für Milchmenge ausschlaggebend?

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Teazer
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Re: Stillen in den ersten Wochen für Milchmenge ausschlaggeb

Beitrag von Teazer »

Habe mir schon das Buch "Adventures in Tandem Nursing" in den USA bestellt um mich auf die Besonderheiten einzustellen. Kommt hoffentlich bald mit der Schneckenpost. :D Außerdem werde ich mir wohl auch noch das Buch von Diana West zu Thema Stillen mit Brust-OP besorgen (wäre ich da ein paar Tage vorher drüber gestolpert, hätte ich es zusammen bestellen können :roll: ).

Ich werde meinen Gyn auf jeden Fall auf ein Rezept für eine Milchpumpe ansprechen. Ob ich dafür dann überhaupt den Kopf habe, steht ja ohnehin auf einem anderen Blatt. Kommt ja auch auf den neuen Erdenbürger an und wie bei ihr/ihm das Stillen klappt.
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WkZaT

Re: Stillen in den ersten Wochen für Milchmenge ausschlaggeb

Beitrag von WkZaT »

huhu,

hatte die sache mit dem zeitfenster in den ersten wochen auch von meiner ibclc so gehört...

wollte nur schnell etwas zum tandemstillen beitragen:
dachte anfangs auch an das zuteilen einer brust für jedes kind..., aber das hat sich schnell erübrigt!einfach weil das kleinere kind schon öfter trinkt und da war es für mich immer besser, ihm die seite zu geben die voller ist.

und, was mir auch aufgefallen ist: die kleine regte von beginn an die milchbildung um einiges stärker an als die große!
als ich kurz am anfang noch jedem kind eine brust zugeteilt habe, wurde die seite der großen immer schwächer..., hatte ja nach der geburt einen kleinen milcheinschuss, beide seiten waren ungefähr gleich groß, die seite der großen wurde aber nach und nach immer weniger "leistungsstark".

auch jetzt ist es noch so, wenn ich ein oder zwei tage lang eine seite öfter gegeben habe, und größer und voller ist, lass ich lieber die kleine an der "schwächeren" seite vermehrt trinken, um das gleichgewicht wieder herzustellen!
die große kann ich noch so oft stillen lassen, die leistung wird nicht mehr..., sie sagt dann einfach "mama, die seite will ich nicht, da kommt nicht viel raus" :lol:

habe schon oft überlegt warum das so ist..., die trinktechnik der kleinen ist einfach noch effektiver, obwohl die große auch noch "richtig" stillt.

würde deshalb auch die operierte brust der kleinen geben! gerade am anfang, um die milchbildung gut zu starten...und die große evtl nur "nachtrinken" lassen, bzw ihr die seite geben, die als letztes von der kleinen gelehrt wurde.
denn die kleinen saugen schon ganz anders :) und es ist wohl auch viel effektiver wie mit einer pumpe!

war hoffentlich nicht zu wirr... :lol:
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Teazer
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Re: Stillen in den ersten Wochen für Milchmenge ausschlaggeb

Beitrag von Teazer »

Hallo Carolin,

nein, war gar nicht wirr. ;-) Ihr könntet recht haben. Mein Gedanke war, dass das Kleine das Stillen ja erst einmal üben muss und mit der operierten Brust evtl. etwas überfordert sein könnte. Aber das würde ich ja merken und könnte ihr/ihm dann die gesunde Brust noch zusätzlich anbieten. Mal sehen. Völlig planen lässt sich das ja eh nicht.

Ich hoffe nur, dass die Große nicht zum Vollstillen zurück kehrt. Das müsste ich dann definitiv beschränken.
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Latascha
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Re: Stillen in den ersten Wochen für Milchmenge ausschlaggeb

Beitrag von Latascha »

Ach toll, ein Ü-Ei :D Eine wunderschöne Restschwangerschaft!! mal nebenbei erwähnt

Interessant, was du, Ziegelie, zum Tandemstillen berichtest. Macht irgendwo Sinn...


Wieso glaubst du, die Große könnte zum Vollstillen zurück kehren?
Liebe Grüße
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ClauWi Trageberaterin
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Teazer
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Re: Stillen in den ersten Wochen für Milchmenge ausschlaggeb

Beitrag von Teazer »

Danke für die guten Wünsche. :D
Latascha hat geschrieben:Wieso glaubst du, die Große könnte zum Vollstillen zurück kehren?
Ich habe hier häufiger gelesen, dass die Großen das gemacht haben. Hat wohl mit der neuen Familienkonstellation und wieder Baby sein wollen zu tun. Aber wir werden sehen.
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Latascha
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Re: Stillen in den ersten Wochen für Milchmenge ausschlaggeb

Beitrag von Latascha »

Ah ok. Das hatte ich so noch nicht gehört. Mhm, zum Vollstillen zurück klingt ja nicht so prickelnd.

Ich drück die Daumen, dass es komplikationslos verläuft :)
Liebe Grüße
Latascha
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ClauWi Trageberaterin
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Teazer
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Re: Stillen in den ersten Wochen für Milchmenge ausschlaggeb

Beitrag von Teazer »

Danke! :D
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Re: Stillen in den ersten Wochen für Milchmenge ausschlaggeb

Beitrag von Julia »

Teazer, kennst du diese Seiten?

www.bfar.org
www.lowmilksupply.org

Ich bin darauf gestoßen, weil meine Schwägerin auch nach einer Reduktions-OP stillt (und zufüttern muss)


Vom Gefühl her würde ich ja sagen: Beide Kinder möglichst viel stillen, aber die Große immer erst dann, wenn das Baby wirklich satt und zufrieden ist. So habe ich es damals gemacht. Ich habe keine OP hinter mir, aber meine Milch hat immer gerade so gereicht, ich hatte nie den Riesen-Überschuss. Daher war das für mich das Mittel der Wahl, um sicherzustellen, dass das Baby auf jeden Fall genug Milch bekommt. :)
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Teazer
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Re: Stillen in den ersten Wochen für Milchmenge ausschlaggeb

Beitrag von Teazer »

@Julia: Von bfar.org ist ja mein o.g. Zitat. Danke für den zweiten Link.

Bzgl. des Tandemstillens: Hast Du die Große dann immer vertröstet bis das Baby das nächste Mal Hunger hatte?
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Imix
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Re: Stillen in den ersten Wochen für Milchmenge ausschlaggeb

Beitrag von Imix »

Hallo Teazer,

ja dieses Zeitfenster ist leider da, ist aber vor allen Dingen für Frauen, die ihr erstes Kind stillen möchten, wichtig. Wenn sie nicht stillen können, unbedingt in den ersten Wochen genügend pumpen, dh. 8-10 mal in 24 Std. (individuellen Pumpplan erstellen mit einer Stillberaterin)

Bei Frauen wie bei dir, die 2./3. Kind usw. stillen, etablieren sich die Rezeptoren schneller und du kommst schneller und besser auf Vollstillniveau. Achtung: Die Großen können in den ersten Tagen nach der Geburt des Babys Durchfall bekommen. Da die Vormilch abführend wirkt, damit das Mekonium bei deinem Baby ausgeschieden wird.

Zum Tandemstillen weiß ich nur, dass die Großen den Neugeborenen nicht die Milch wegtrinken können. Dein Körper stellt sich auf den erhöhten Bedarf um. Aber, wenn es sich für dich besser anfühlt, würde ich auch zuerst das Neugeborene trinken lassen.

Bei Reduktions-OP´s ist es wichtig, wie schon beschrieben, wieviel Milchkanäle und Nerven durchtrennt sind bzw. regeneriert haben. Diese Seite wird wohl nicht mehr so leistungsstark sein, wie die gesunde Seite, aber teilstillen ist schon möglich. Zum Glück haben wir Menschen für unsere Babies zwei Brüste :wink: Das ist richtiger Luxus...
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