Stillen und Neurodermitis
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Sila
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Re: Stillen und Neurodermitis
Ich kann deine Sorgen auch gut verstehen.
Als mein Sohn um die fünf Monate alt war, hatte ich auch gedacht, ich hätte zu wenig Milch. Wir haben uns eine Waage aus der Apotheke geliehen, er hat dann teilweise in einer Woche ab- und nicht zugenommen. Außerdem hat er oft gejammert an der Brust. Er hat noch nie länger als 5 Minuten getrunken, und ist anfangs auch immer eingeschlafen. Wir haben uns völlig verrückt gemacht, ich habe auch alles Mögliche versucht, um die Milchmenge zu steigern. Der Kinderarzt meinte, es wäre alles o.k., da er ein hohes Geburtsgewicht hatte (4230 Gramm) müsste er das mit 6 Monaten nicht verdoppeln. Er hat da so um die 6 kg gewogen. Unser Sohn war absolut munter, hat sich geweigert Flaschenmilch zu trinken und auch Karottenmus wollte er nicht.
Im Nachhinein denke ich, wir haben uns ganz umsonst Sorgen gemacht. Er ist jetzt 16 Monate alt und absolut gesund und munter, er wiegt jetzt auch nur 11 kg.
Wenn dein Sohn gut zunimmt, mach dich nicht verrückt. Wenn du ausreichend isst und dir nicht selbst zu viel Streß machst und nach Bedarf stillst, hast du auch ausreichend Milch.
Ich kann dir auch das Buch "Mein Kind will nicht essen" von Carlos Gonzales empfehlen. Da geht es viel ums Stillen.
Ich blätter gerade darin und bin auf die Dreimonatskrise gestossen. Dort werden vier Aspekte erläutert, das Baby das vorher 10 Min. oder mehr getrunken hat, trinkt plötzlich nur noch 5 Min. oder weniger, die Brust, die vorher deutlich angeschwollen war, ist nun weich. Die Milch die vorher tropfte, tropft nicht mehr und die Gewichtszunahme wird immer langsamer. Ich dachte, ich schreibe das mal auf, es klingt ein bißchen so, wie das, was du schreibst. Das ist also alles normal.
Ich habe übrigens auch leichte Neurodermitis, reagiere aber weniger auf Lebensmittel, bzw. weiß nicht, auf was ich reagiere. Mein Mann ist auch Allergiker. Unser Sohn hatte mit etwa 8 Monaten nach der Beikosteinführung auch Hautprobleme bekommen, ein Ekzem an den Fingern und trockene Flecken am Körper. Wir haben uns natürlich wieder verrückt gemacht, aus Angst, er könnte Neurodermitis haben, und ich dachte auch bei einigen Lebensmitteln, dass er darauf reagiert.
Unsere Kinderärztin hat uns beruhigt. Wir haben ihn den Winter über regelmässig eingecremt und seine Haut ist wieder sehr schön geworden. Er kann bisher alles essen, ich stille ihn immer noch nebenbei.
HA-Milch würde dein Sohn wahrscheinlich eh nicht trinken, die schmeckt nämlich bitter, unser Sohn mochte sie auch nicht mit 5 Monaten, die meisten Babys bekommen sie ja von Anfang an, wenn sie nichts anderes kennen, und trinken sie daher.
An deiner Stelle würde ich weiterstillen und mich so ernähren, wie es dir gut tut. Ich glaube, es geht vielen Müttern so, dass sie irgendwann mal denken, sie hätten zu wenig Milch, weil man ja anders als beim Flaschengeben nicht sieht, wieviel das Kind getrunken hat, und man dann einfach unsicher ist.
Liebe Grüße
Als mein Sohn um die fünf Monate alt war, hatte ich auch gedacht, ich hätte zu wenig Milch. Wir haben uns eine Waage aus der Apotheke geliehen, er hat dann teilweise in einer Woche ab- und nicht zugenommen. Außerdem hat er oft gejammert an der Brust. Er hat noch nie länger als 5 Minuten getrunken, und ist anfangs auch immer eingeschlafen. Wir haben uns völlig verrückt gemacht, ich habe auch alles Mögliche versucht, um die Milchmenge zu steigern. Der Kinderarzt meinte, es wäre alles o.k., da er ein hohes Geburtsgewicht hatte (4230 Gramm) müsste er das mit 6 Monaten nicht verdoppeln. Er hat da so um die 6 kg gewogen. Unser Sohn war absolut munter, hat sich geweigert Flaschenmilch zu trinken und auch Karottenmus wollte er nicht.
Im Nachhinein denke ich, wir haben uns ganz umsonst Sorgen gemacht. Er ist jetzt 16 Monate alt und absolut gesund und munter, er wiegt jetzt auch nur 11 kg.
Wenn dein Sohn gut zunimmt, mach dich nicht verrückt. Wenn du ausreichend isst und dir nicht selbst zu viel Streß machst und nach Bedarf stillst, hast du auch ausreichend Milch.
Ich kann dir auch das Buch "Mein Kind will nicht essen" von Carlos Gonzales empfehlen. Da geht es viel ums Stillen.
Ich blätter gerade darin und bin auf die Dreimonatskrise gestossen. Dort werden vier Aspekte erläutert, das Baby das vorher 10 Min. oder mehr getrunken hat, trinkt plötzlich nur noch 5 Min. oder weniger, die Brust, die vorher deutlich angeschwollen war, ist nun weich. Die Milch die vorher tropfte, tropft nicht mehr und die Gewichtszunahme wird immer langsamer. Ich dachte, ich schreibe das mal auf, es klingt ein bißchen so, wie das, was du schreibst. Das ist also alles normal.
Ich habe übrigens auch leichte Neurodermitis, reagiere aber weniger auf Lebensmittel, bzw. weiß nicht, auf was ich reagiere. Mein Mann ist auch Allergiker. Unser Sohn hatte mit etwa 8 Monaten nach der Beikosteinführung auch Hautprobleme bekommen, ein Ekzem an den Fingern und trockene Flecken am Körper. Wir haben uns natürlich wieder verrückt gemacht, aus Angst, er könnte Neurodermitis haben, und ich dachte auch bei einigen Lebensmitteln, dass er darauf reagiert.
Unsere Kinderärztin hat uns beruhigt. Wir haben ihn den Winter über regelmässig eingecremt und seine Haut ist wieder sehr schön geworden. Er kann bisher alles essen, ich stille ihn immer noch nebenbei.
HA-Milch würde dein Sohn wahrscheinlich eh nicht trinken, die schmeckt nämlich bitter, unser Sohn mochte sie auch nicht mit 5 Monaten, die meisten Babys bekommen sie ja von Anfang an, wenn sie nichts anderes kennen, und trinken sie daher.
An deiner Stelle würde ich weiterstillen und mich so ernähren, wie es dir gut tut. Ich glaube, es geht vielen Müttern so, dass sie irgendwann mal denken, sie hätten zu wenig Milch, weil man ja anders als beim Flaschengeben nicht sieht, wieviel das Kind getrunken hat, und man dann einfach unsicher ist.
Liebe Grüße
- danica
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Stillen und Neurodermitis
Hi Karolin,
ich hab auch Neurodermitis und gefühlt tausende von Allergien (in echt sind es wohl nur ca. 30, aber das reicht ja auch schon). Ich esse und trinke, was ich vertrage. Ich trinke keinen Milchbildungstee, kriege ich nicht runter. Aber bei mir hilft Malzbier, da kann ich meiner Brust bei der Milchbildung zuschauen.
Gut verstehen kann ich Deine Sorgen einerseits schon, aber auf der anderen Seite möchte ich Dir einfach etwas Entspannung rübersenden. Du machst das prima, es kann sein, dass entweder Dein Zyklus wieder losgeht oder Dein Kind einen Wachstumsschub hat - das ist aber alles in Ordnung. Und Stillproben habe ich nie gemacht, weil sie a) nichts aussagen und b) einfach nur stressig sind. Und Streß verursacht bei mir eindeutig einen Schub und auch weniger Milch - also genau das, was frau nicht möchte.
Also, probier´s mal mit Gemütlichkeit.... (frei nach Balou, dem Bären aus dem Dschungelbuch)
Alles Liebe für Euch, Du schaffst das ganz bestimmt.
Deine Danica
ich hab auch Neurodermitis und gefühlt tausende von Allergien (in echt sind es wohl nur ca. 30, aber das reicht ja auch schon). Ich esse und trinke, was ich vertrage. Ich trinke keinen Milchbildungstee, kriege ich nicht runter. Aber bei mir hilft Malzbier, da kann ich meiner Brust bei der Milchbildung zuschauen.
Gut verstehen kann ich Deine Sorgen einerseits schon, aber auf der anderen Seite möchte ich Dir einfach etwas Entspannung rübersenden. Du machst das prima, es kann sein, dass entweder Dein Zyklus wieder losgeht oder Dein Kind einen Wachstumsschub hat - das ist aber alles in Ordnung. Und Stillproben habe ich nie gemacht, weil sie a) nichts aussagen und b) einfach nur stressig sind. Und Streß verursacht bei mir eindeutig einen Schub und auch weniger Milch - also genau das, was frau nicht möchte.
Also, probier´s mal mit Gemütlichkeit.... (frei nach Balou, dem Bären aus dem Dschungelbuch)
Alles Liebe für Euch, Du schaffst das ganz bestimmt.
Deine Danica
GLG
Danica
mit drei Jungs, *2010, *2012+2013, *2013,
Mann, Katern und Hund
"Genau so wie man beim Weben das Ende der prächtigen Fäden, mit denen gewebt wurde, erreicht,
so ist das Leben der Menschen." - Buddha
Danica
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- Sakura
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Re: Stillen und Neurodermitis
Was mir noch einfällt, Du schreibst, Dein Kind wäre oft mit einer Brust nicht zufrieden. Ich habe meiner Motte WOCHENLANG beim Stillen erst die eine Brust, dann die andere Brust gegeben, sie trank da also zweimal 15 Minuten. Dann habe ich sie gewickelt. Und dann nochmal erst die eine und dann die andere. Das ganze hat immer so eine Stunde gedauert. Meine Hebi meinte dann mal, ich solle nur eine Brust geben. Das habe ich gemacht, und bin nach einem Tag ganz schnell wieder zum alten Muster zurück. Denn mit nur einer Brust ist mein Kind einfach nicht satt geworden. So ging das ein paar Wochen, dass sie pro Mahlzeit beide Brüste zweimal leer getrunken hat, und dann auf einmal hatte ich Milch für zwei. Sie trinkt jetzt pro Mahlzeit wirklich nur noch eine Brust, und das 20-40 Minuten lang. Aber vorher war es wie gesagt wochenlang anders.
Höre auf Deinen Bauch, und höre auf Dein Kind, und lass Dich nicht verrückt machen. Dein Körper schafft das schon. Er hat aus zwei halben Zellen einen ganzen kompletten Menschen geformt, komplett mit allem drum und dran. Dann wird er es wohl schaffen, ein paar hundert Milliliter Milch pro Tag zu produzieren.
Liebe Grüße
Anke
Höre auf Deinen Bauch, und höre auf Dein Kind, und lass Dich nicht verrückt machen. Dein Körper schafft das schon. Er hat aus zwei halben Zellen einen ganzen kompletten Menschen geformt, komplett mit allem drum und dran. Dann wird er es wohl schaffen, ein paar hundert Milliliter Milch pro Tag zu produzieren.
Liebe Grüße
Anke
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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Alioscha
- hat viel zu erzählen
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Re: Stillen und Neurodermitis
Hallo allerseits, vielen herzlichen Dank für Eure aufmunternden und informativen Worte! Heute läuft es bisher so einigermaßen. Nachdem das Stillen gestern Abend dann noch einmal etwas besser geklappt hat habe ich meinen Sohn ins Bett gelegt, mir aber den Wecker gestellt und ihn dann nachts wieder gestillt – da hatte ich dann auch wieder mehr Milch – nicht gerade rauhe Mengen, aber doch deutlich mehr.
Wenn ich genau drüber nachdenke dann ist es nämlich so, dass mein „Milchproblem“ entstanden ist seitdem mein Baby immer mal wieder lange durchschläft (5-7 Stunden). Zu den Zeiten als ich nachts noch drei Mal gestillt habe gab es solche Probleme nicht. Vielleicht hat das dann tatsächlich irgendwie mit dem Zyklus zu tun, sagt man nicht der Eisprung wird nur so lange unterdrückt durchs Stillen wie man mindestens alle vier Stunden anlegt? Werde das auf jeden Fall die nächsten Tage so beibehalten und schauen ob häufigeres Stillen in der Nacht hilft.
Ansonsten lasse ich heute konsequent alles weg was ich selbst nicht vertrage. Hauptproblem ist weiterhin, dass ich inzwischen so nervös bin, dass der Kleine ewig saugen muss bis die Milch zu fließen beginnt bzw. einmal hat sie das sogar überhaupt nicht getan. Ich muss also dringend noch ein wenig an meiner Grundstimmung arbeiten, aber das habt Ihr ja schon alle erkannt
@jusl: Danke für die positiven Worte! Ich habe gestern Abend noch ein weiteres Mal (höchstens eine Stunde nach den beklemmenden 20g) ein vorher/nachher Wiegen gemacht und kam dabei immerhin auf 80-90g. Seitdem habe ich diese Wiegerei vor und nach dem Trinken wieder sein gelassen, denn ich mach mich sonst nur weiter verrückt. Genügend nasse Windeln/volle Windeln wie es in dem Grundinfo Thread zum Thema Gedeihen steht hat Piet übrigens auch gestern noch produziert – obwohl er ganz sicher weniger bekommen hat als üblich. Offenbar ist der Kleine auch tatsächlich so wie Du sagst ein guter Techniker, denn er ist wie gesagt immer schon mit kurzer Trinkdauer zurecht gekommen und hat sich scheinbar auch gestern insgesamt mehr geholt als es aussah.
@Kate: Du hast vollkommen recht, eigentlich sollte ich das Stillen einfach genießen. Bin leider grundsätzlich, auch in anderen Bereichen, der Typ, der sich ewig nen Kopf macht und damit so manches erst richtig verschlimmert. Aber ich tu mein Bestes, ehrlich! Mit dem Schub könntest Du übrigens absolut Recht haben, der Kleine ist insgesamt etwas unruhig und schräg drauf die letzten ein bis zwei Wochen. Glaube schon auch, dass er gerade einiges verarbeiten muss. Zudem ist/war er ja ein wenig angeschlagen und das hat sein Verhalten sicher auch beeinflusst. Das Buch hört sich genau nach dem an was ich brauche, habe ich direkt bestellt!
@Sila: Furchtbar, oder, wie man sich in so was reinsteigern kann! Übrigens: da sieht man mal wieder wie wenig das Geburtsgewicht letztlich aussagt: meiner hatte 2970g und wiegt jetzt mit drei Monaten schon doppelt so viel während Deiner bei der Geburt viel schwerer war aber jetzt eher auf der leichten Seite. Die Dreimonatskrise von Herrn Gonzales hört sich tatsächlich absolut nach meiner Situation an (Buch ist bestellt). Ich habe heute auch ein paar gute Cremes für mein Baby gekauft, bisher hatte ich gar nicht gecremt. Aber er hat im Gesicht ein paar Rötungen, die durchaus erste Zeichen von Neurodermitis sein KÖNNTEN und auch am Körper einige trockene Stellen. Aber vielleicht habe ich ja Glück und wir kommen glimpflich davon so wie bei Euch auch.
@danica: oh ja, bei Balou sollte ich mir echt ne Scheibe abschneiden! Müsstest Dich mal mit meinem Mann unterhalten, der dreht auch schon bald durch mit mir
Hab die Wiegerei gestern nur noch ein Mal gemacht weil ich ein etwas beruhigenderes Ergebnis sehen wollte. War dann gottseidank auch so und jetzt hab ich es wieder eingestellt. Malzbier trink ich auch fleißig, hilft auch, aber nicht ganz so durchschlagend wie Du es beschreibst.
Ich hab übrigens auch etliche Allergien neben der Neurodermitis, Pollen, Gräser, Tierhaare, Hausstaub etc pp. Vielleicht stresse ich mich deshalb auch im Moment so ganz besonders mit dem Stillen weil ich mir schon die ganze Schwangerschaft über vorgenommen hatte 6 Monate voll zu stillen weil einem das in wirklich allen Ratgebern zum Thema Allergien so gesagt wird. Und wenn es dann mal nicht so gut läuft dann kriegt man gleich Versagensängste, blödes Spiel echt... Aber ich versuchs jetzt mit Gemütlichkeit!
@Sakura: Hallo Du, hab gestern Abend noch Pellkartoffeln mit Quark und jeder Menge Dill gegessen, war a) super lecker und b) hatte ich dann ja auch nachts wieder viel mehr Milch als in der Nacht davor. Dill bleibt also auf dem Speiseplan! Mal sehen ob Piet irgendwann auch Mal wieder mit nur einer Brust auskommt, aber letztlich ist es mir ja Wurst, Hauptsache er wird satt! Ja, das liebe Thema Grundvertrauen in den eigenen Körper, da bin ich ganz schlecht drin leider. Liegt vielleicht dran, dass mein Sohn durch eine künstliche Befruchtung entstanden ist und dabei so vieles geplant und kontrolliert abläuft. Dabei hast Du recht, der Körper hat mit der ganzen Schwangerschaft und Geburt schon sooo etwas Großartiges geleistet, warum sollte es jetzt mit der Milch nicht klappen, zumal es ja schon drei Monate geklappt HAT.
Herzliche Grüße an Alle,
Karolin
Wenn ich genau drüber nachdenke dann ist es nämlich so, dass mein „Milchproblem“ entstanden ist seitdem mein Baby immer mal wieder lange durchschläft (5-7 Stunden). Zu den Zeiten als ich nachts noch drei Mal gestillt habe gab es solche Probleme nicht. Vielleicht hat das dann tatsächlich irgendwie mit dem Zyklus zu tun, sagt man nicht der Eisprung wird nur so lange unterdrückt durchs Stillen wie man mindestens alle vier Stunden anlegt? Werde das auf jeden Fall die nächsten Tage so beibehalten und schauen ob häufigeres Stillen in der Nacht hilft.
Ansonsten lasse ich heute konsequent alles weg was ich selbst nicht vertrage. Hauptproblem ist weiterhin, dass ich inzwischen so nervös bin, dass der Kleine ewig saugen muss bis die Milch zu fließen beginnt bzw. einmal hat sie das sogar überhaupt nicht getan. Ich muss also dringend noch ein wenig an meiner Grundstimmung arbeiten, aber das habt Ihr ja schon alle erkannt
@jusl: Danke für die positiven Worte! Ich habe gestern Abend noch ein weiteres Mal (höchstens eine Stunde nach den beklemmenden 20g) ein vorher/nachher Wiegen gemacht und kam dabei immerhin auf 80-90g. Seitdem habe ich diese Wiegerei vor und nach dem Trinken wieder sein gelassen, denn ich mach mich sonst nur weiter verrückt. Genügend nasse Windeln/volle Windeln wie es in dem Grundinfo Thread zum Thema Gedeihen steht hat Piet übrigens auch gestern noch produziert – obwohl er ganz sicher weniger bekommen hat als üblich. Offenbar ist der Kleine auch tatsächlich so wie Du sagst ein guter Techniker, denn er ist wie gesagt immer schon mit kurzer Trinkdauer zurecht gekommen und hat sich scheinbar auch gestern insgesamt mehr geholt als es aussah.
@Kate: Du hast vollkommen recht, eigentlich sollte ich das Stillen einfach genießen. Bin leider grundsätzlich, auch in anderen Bereichen, der Typ, der sich ewig nen Kopf macht und damit so manches erst richtig verschlimmert. Aber ich tu mein Bestes, ehrlich! Mit dem Schub könntest Du übrigens absolut Recht haben, der Kleine ist insgesamt etwas unruhig und schräg drauf die letzten ein bis zwei Wochen. Glaube schon auch, dass er gerade einiges verarbeiten muss. Zudem ist/war er ja ein wenig angeschlagen und das hat sein Verhalten sicher auch beeinflusst. Das Buch hört sich genau nach dem an was ich brauche, habe ich direkt bestellt!
@Sila: Furchtbar, oder, wie man sich in so was reinsteigern kann! Übrigens: da sieht man mal wieder wie wenig das Geburtsgewicht letztlich aussagt: meiner hatte 2970g und wiegt jetzt mit drei Monaten schon doppelt so viel während Deiner bei der Geburt viel schwerer war aber jetzt eher auf der leichten Seite. Die Dreimonatskrise von Herrn Gonzales hört sich tatsächlich absolut nach meiner Situation an (Buch ist bestellt). Ich habe heute auch ein paar gute Cremes für mein Baby gekauft, bisher hatte ich gar nicht gecremt. Aber er hat im Gesicht ein paar Rötungen, die durchaus erste Zeichen von Neurodermitis sein KÖNNTEN und auch am Körper einige trockene Stellen. Aber vielleicht habe ich ja Glück und wir kommen glimpflich davon so wie bei Euch auch.
@danica: oh ja, bei Balou sollte ich mir echt ne Scheibe abschneiden! Müsstest Dich mal mit meinem Mann unterhalten, der dreht auch schon bald durch mit mir
Ich hab übrigens auch etliche Allergien neben der Neurodermitis, Pollen, Gräser, Tierhaare, Hausstaub etc pp. Vielleicht stresse ich mich deshalb auch im Moment so ganz besonders mit dem Stillen weil ich mir schon die ganze Schwangerschaft über vorgenommen hatte 6 Monate voll zu stillen weil einem das in wirklich allen Ratgebern zum Thema Allergien so gesagt wird. Und wenn es dann mal nicht so gut läuft dann kriegt man gleich Versagensängste, blödes Spiel echt... Aber ich versuchs jetzt mit Gemütlichkeit!
@Sakura: Hallo Du, hab gestern Abend noch Pellkartoffeln mit Quark und jeder Menge Dill gegessen, war a) super lecker und b) hatte ich dann ja auch nachts wieder viel mehr Milch als in der Nacht davor. Dill bleibt also auf dem Speiseplan! Mal sehen ob Piet irgendwann auch Mal wieder mit nur einer Brust auskommt, aber letztlich ist es mir ja Wurst, Hauptsache er wird satt! Ja, das liebe Thema Grundvertrauen in den eigenen Körper, da bin ich ganz schlecht drin leider. Liegt vielleicht dran, dass mein Sohn durch eine künstliche Befruchtung entstanden ist und dabei so vieles geplant und kontrolliert abläuft. Dabei hast Du recht, der Körper hat mit der ganzen Schwangerschaft und Geburt schon sooo etwas Großartiges geleistet, warum sollte es jetzt mit der Milch nicht klappen, zumal es ja schon drei Monate geklappt HAT.
Herzliche Grüße an Alle,
Karolin
Alioscha mit Wunschkindsohn *04/2011 und dem zweiten Wundersohn *08/2013 sowie einem Wintersternchen 02/2010
- Sakura
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Re: Stillen und Neurodermitis
und du sagst, du hast nicht genügend milch??????Alioscha hat geschrieben: Geburtsgewicht letztlich aussagt: meiner hatte 2970g und wiegt jetzt mit drei Monaten schon doppelt so viel
also, das klingt für mich eher nach extrem guter milchversorgung deines kleinen sonnenscheins.
und 80g pro mahlzeit klingt auch gut.
liebe grüße
Sakura
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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co+lu
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Re: Stillen und Neurodermitis
als meine kleine angefangen hat, nächts länger zu schlafen, ging es mir ein paar tage genauso, dass die milch scheinbar knapp wurde. das hat sich aber nach einiger zeit auch eingespielt. sie hat dann teilweise 9 stunden durchgeschlafen und es gab keine probleme mehr. (leider schläft sie jetzt nicht mehr so schön ...)Alioscha hat geschrieben:Wenn ich genau drüber nachdenke dann ist es nämlich so, dass mein „Milchproblem“ entstanden ist seitdem mein Baby immer mal wieder lange durchschläft (5-7 Stunden).
co mit lu (01/11)
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Kaffeekanne
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Re: Stillen und Neurodermitis
Wegen der 3-Monate: bei meinem 1. Kind hat man mir in der Stillgruppe gesagt, dass sich da die Milch umstellt und weniger wird, bzw. dass sie nimmer so arg fliesst. Ich selber habe nichts bemerkt.
Jetzt bei meinem 2ten mit Tandemstillen und zuviel Milch war ich sehr erleichtert, als nach 3 Monaten mein totaler Milchüberschuss normalisiert hat. Also scheint da wirklich eine Umstellung nach 3 Monaten zu sein.
Jetzt bei meinem 2ten mit Tandemstillen und zuviel Milch war ich sehr erleichtert, als nach 3 Monaten mein totaler Milchüberschuss normalisiert hat. Also scheint da wirklich eine Umstellung nach 3 Monaten zu sein.
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Alioscha
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 154
- Registriert: 15.06.2011, 15:13
Re: Stillen und Neurodermitis
Hallo co+lu und Kaffeekanne
Ich finde es einfach nur beruhigend wenn ich höre, dass andere Mütter ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Beruhigend, dass sich das mit dem weniger Milch haben weil Kind durchschläft dann irgendwann einpendelt. Weil immer möchte ich mir eigentlich nicht den Wecker stellen und das Kind stillen, nicht nur wegen meiner eigenen Nachtruhe - mein Baby soll ja auch einen eigenen Rhythmus entwickeln dürfen. Im Moment versuche ich allerdings wirklich nachts häufiger zu stillen, denn da fließt die Milch auch immer reichlich...
Das sich mit drei Monaten einiges umstellt, das höre ich jetzt tatsächlich öfters! Vielleicht ist also alles normal, nur mein Baby muss sich erst an die Veränderungen gewöhnen? Bislang floss die Milch nämlich immer so reichlich, dass nicht viel Durchhaltevermögen von ihm gefordert war...
Jedenfalls ging es heute soweit ganz gut mit dem Stillen. Jetzt am Abend gab es allerdings schon viel Schreierei, da wird mein Sohn allgemein grad ziemlich unruhig und schlecht gelaunt, er will dann ständig trinken, dann kommt aber nicht so viel weil er eben ständig andockt usw usw. Aber wir schlagen uns trotzdem bisher wacker ohne Zufüttern und ich glaube er hat trotzdem ein bisschen zugenommen und produziert ordentliche nasse Windeln...
Ganz schön aufregend trotzdem dieses Stillen - hatte ich mir einfacher vorgestellt.
Liebe Grüße,
Karolin
Ich finde es einfach nur beruhigend wenn ich höre, dass andere Mütter ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Beruhigend, dass sich das mit dem weniger Milch haben weil Kind durchschläft dann irgendwann einpendelt. Weil immer möchte ich mir eigentlich nicht den Wecker stellen und das Kind stillen, nicht nur wegen meiner eigenen Nachtruhe - mein Baby soll ja auch einen eigenen Rhythmus entwickeln dürfen. Im Moment versuche ich allerdings wirklich nachts häufiger zu stillen, denn da fließt die Milch auch immer reichlich...
Das sich mit drei Monaten einiges umstellt, das höre ich jetzt tatsächlich öfters! Vielleicht ist also alles normal, nur mein Baby muss sich erst an die Veränderungen gewöhnen? Bislang floss die Milch nämlich immer so reichlich, dass nicht viel Durchhaltevermögen von ihm gefordert war...
Jedenfalls ging es heute soweit ganz gut mit dem Stillen. Jetzt am Abend gab es allerdings schon viel Schreierei, da wird mein Sohn allgemein grad ziemlich unruhig und schlecht gelaunt, er will dann ständig trinken, dann kommt aber nicht so viel weil er eben ständig andockt usw usw. Aber wir schlagen uns trotzdem bisher wacker ohne Zufüttern und ich glaube er hat trotzdem ein bisschen zugenommen und produziert ordentliche nasse Windeln...
Ganz schön aufregend trotzdem dieses Stillen - hatte ich mir einfacher vorgestellt.
Liebe Grüße,
Karolin
Alioscha mit Wunschkindsohn *04/2011 und dem zweiten Wundersohn *08/2013 sowie einem Wintersternchen 02/2010
- Kate
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- Registriert: 12.01.2011, 18:01
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Re: Stillen und Neurodermitis
Alioscha hat geschrieben:...
Ganz schön aufregend trotzdem dieses Stillen - hatte ich mir einfacher vorgestellt.
Das dachte ich auch am Anfang.
Aber das kommt noch!
„Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern.“ (Alexandra)
- Nachtfrau
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- Beiträge: 615
- Registriert: 29.05.2011, 12:19
Re: Stillen und Neurodermitis
Nicht die Milch stellt sich um, sondern die Brust. Die Milch wird auch nicht weniger oder fließt nicht mehr so gut, das hast Du falsch verstanden. Es ist im Gegenteil so, dass die Brust nun "professioneller" arbeitet: Zwischen den Mahlzeiten wird nicht mehr so viel produziert, die Milch wird in erster Linie während des Stillens gebildet. Deswegen ist die Brust nicht mehr so angeschwollen, sondern wieder weicher. Die Milchmenge stellt sich genauer auf den tatsächlichen Bedarf ein, während es davor schonmal ein Überangebot geben kann. Auch läuft die Brust nicht mehr so stark oder gar nicht mehr aus. Dies alles führt manchmal zu dem Fehlschluss, es sei weniger Milch da. Von Äußerlichkeiten kann man aber nicht auf die Menge schließen, die das Kind trinkt. Doch viele Mütter sitzen dem Irrtum auf zu denken, die Perfektionierung der Milchbildung deute auf weniger Milch hin, obwohl das Kind bestens gedeiht. Das ist natürlich Unsinn, aber wenn man es nicht besser weiß und niemanden hat, der sich auskennt und einen beruhigen kann...Kaffeekanne hat geschrieben:Wegen der 3-Monate: bei meinem 1. Kind hat man mir in der Stillgruppe gesagt, dass sich da die Milch umstellt und weniger wird, bzw. dass sie nimmer so arg fliesst.
@Alioscha
Du hast definitiv genug Milch. Ich bin mir sehr sicher, dass Du die Zeichen Deines Körpers und Deines Kindes einfach nur falsch interpretierst. Alles, was Du schreibst, sagt mir sehr deutlich dass Dein Kind allerbestens versorgt ist. Die Hinweise, die Du nennst, die Dich zu der Annahme verleiten, zu wenig Milch zu haben, sagen überhaupt nichts aus. Die Milchmenge erkennt man nicht daran, wie fest oder weich die Brust ist, oder ob sie ausläuft. Auch eine weiche Brust kann reichlich Milch produzieren. Ob ein Kind genug bekommt erkennt man daran, ob es gut gedeiht. Wenn ja, hast Du auch genug Milch. So einfach ist das. Wenn der Bedarf des Babys mal steigt, ist es sehr gut selbst in der Lage, die Milchmenge innerhalb kurzer Zeit zu steigern. Du brauchst weder Milchbildungstee, noch Dill, noch Malz oder sonst irgendwas. Was Du brauchst, sind Entspannung, Gelassenheit und Vertrauen.

