bin ich normal?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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greenie bird
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Re: bin ich normal?

Beitrag von greenie bird »

Danke!! Wie Du es schreibst, könnte das auch von mir stammen.
Nur die Norm sind wir wohl nicht
das Gefühl habe ich allerdings auch :)

Bei manchen Kommentaren kann ich mir auch nicht immer einen Seitenhieb verkneifen. So wie die Tante meines Mannes: Sie gab meinem Neffen (da gerade 2 Monate alt) die Flasche und meinte 'wie toll es doch ist, wenn das Kind die Flasche nimmt, dann ist es kein Problem, wenn die Mutter nicht da ist---- nööööt : ich: wär es nicht besser, wenn die Mutter da ware?!

Da kann ich mir nicht auf die Zunge beißen.

Mich würde aber auch mal interessieren wo die Ursache liegt- waren Mütter schon immer so, oder kam das erst mit dem Voranschreiten der 'Zivilisation' ist das in allen Ländern so? Ich habe nur einen Einblick in die Situation im Libanon und da ist das ganze ohnehin noch etwas anders gelagert, da da eben sowieso die ganze Familie (meistens) auf die Kinder aufpasst. Das Stillen ist schon als normaler angesehen, allerdings herrscht die MEinung, dass Muttermilch nicht alle Vitamine liefert und so wird oft recht früh mindestens eine Flasche Fertigmilch am Tag (vorzugsweise vor dem Schlafen) gegeben. Oder es ist eben kein Problem, wenn jemand anderes das Kind hütet- es wäre wiederum aber auch nicht schwer das Kind von einer anderen Mutter stillen zu lassen.

Und auch da steigen eben Kaiserschnittrate und Flaschenfütterung aufgrund irrsinniger Mythen wie: manche Frauen haben Milch, die nicht sättigt- oder aber auch der Renner: sie hat Bakterien in der Milch und darf nicht stillen- oder das Kind ist allergisch auf Muttermilch...
Das Kind braucht ja mindestens noch Tee neben der Muttermilch und in der Nacht gibt es auch recht früh Wasser, damit es früher durchschläft.

Ich glaube aber, dass selbst wenn man solche 'Tricks' erfolgreich anwendet und das Kind dann nachts tatsächlich nicht mehr aufwacht um sich der Gegenwart der Mutter bewußt zu werden (wenn ihm dann auch scheinbar nichts fehlt) es jedoch trotzdem Auswirkungen hat. Umgekehrt fänd ich es irgendwie schade, wenn mein Kind mich nicht brauchen würde. Das heißt natürlich nicht, dass ich juhu schreie, weil ich x mal die Nacht geweckt werde, aber das gehört dazu. Die Nachtschichten enden eben nicht nur weil nachts keine Windeln mehr gewechselt werden müssen.

Danke für Eure Meinungen- es tut gut zu lesen, dass es noch andere Mamis wie mich gibt :)
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
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mayra
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Re: bin ich normal?

Beitrag von mayra »

Ich teile deine Ansichten voll und ganz und auch das "Schicksal" eines anstrengenden, oft wachwerdenden Babies ;-) Bereits das zweite Mal übrigens ;-)
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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Luzia
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Re: bin ich normal?

Beitrag von Luzia »

greenie bird hat geschrieben:entweder gibt es die, die stillen und neben ihren kindern schlafen, diese dann meist auch tragen und eben die, die flaschen füttern, eigene zimmer bevorzugen und selten oder gar nicht tragen. kennt ihr auch 'mischansichten'
Ich bin vielleicht so eine halbe "Mischansicht". Durch meine Berufstätigkeit gab's ab dem Alter von wenigen Wochen viele Fläschchen, allerdings mit Muttermilch. :wink: Der Papa hat eine hervorragende Beziehung zum Kind, meiner Ansicht aber nicht alleine bedingt durch die Flaschenfütterung, sondern hauptsächlich dadurch, dass die beiden von Anfang an sehr viel Zeit miteinander verbracht haben, während ich gearbeitet habe. Das Kind hat sogar, sobald es ging, das Fläschchen alleine getrunken, während der Papa etwas Ruhe genossen hat, um hinterher umso mehr Energie in die gemeinsame Zeit investieren zu können. Allerdings haben sich bei uns die Fläschchen wirklich auf meine Arbeitszeiten beschränkt. Wenn ich heimkam, wollte ich gar nicht mehr meine Unabhängigkeit mit Weggehen genießen, sondern lieber Zeit mit meinem Kind verbringen. Die Unabhähgigkeit habe ich ja in gewisser Weise beim Arbeiten. Vielleicht ist der "negative" Nebeneffekt meiner Berufstätigkeit ja mein erhöhtes Familienbett-Kuschelbedürfnis. :mrgreen:
Aditi
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Re: bin ich normal?

Beitrag von Aditi »

ich finde es toll, wie du das machst, und das du dir so viele gedanken machst!
für die "zivilisatorisch" erziehenden ist es halt manchmal schwer auszuhalten, daß wir vieles anders machen und das auch noch gut finden. sie müssen sich mit der frage auseinandersetzen: "ja, hab ich denn aber alles falsch gemacht oder was?!" es ist normal, daß sie es so gemacht haben, wie es in unserer "kultur" eben usus ist.
gesunde instinkte werden einem ja schon als baby ausgetrieben, und so schließt sich der kreis. da einen anderen weg zu gehen und mit den "normalos" eine friedliche koexistenz anzustreben, ist eine echte herausforderung :wink: .
wobei ich beobachte, daß es ja auch immer "normaler" und etablierter wird, fb, tragen und stillen nach bedarf zu machen (eine erfreuliche entwicklung!)
aus psychologischer sicht ist längst bekannt, daß je mehr und je länger die kinder kind sein dürfen, umso weniger müssen sie es, wenn sie erwachsen sind.

schreib doch bettina eine pn mit kurzer begründung, dann wird sie dich für das unterforum freischalten, und du mußt nicht mehr so lange warten bis du die beiträge zusammen hast.
Liebe Grüße von Aditi mit zwei Mäusen (2006 und 2010)
Anlu
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Re: bin ich normal?

Beitrag von Anlu »

Als erstes ich finde, dass Du normal bist, sofern man überhaupt von normal und nicht normal in diesem Zusammenhang sprechen kann.

Ich hatte (habe) auch ähnliche Schwierigkeiten mit den lieben Mitmenschen und überlege jetzt auch schon oft ob ich Freundschaften zu eingien Familien überhaupt erst zulassen sollte, wenn ich merke, dass es da ganz andere Ansichten gibt.

Ich halte mich selbst für eine Mischansicht, was die Sache mit den Gleichgesinnten enorm erschwert, da man auf beiden Seitens cheif angeguckt wird.

Ich lasse zum Beispiel meine Kidner bei uns im Bet schlafen, wenn sie das wollen. BZW. Baby. Hab den großen 6 Monate vollgestillt und dann mit 10 Monaten abgestillt. Leider aus Dummheit und im Nachhinein sinnlosem Grund. :oops: Jetzt möchte ich mein Baby solange voll stillen, bis es bereit ist für Beikost. Fängt schon an intressiert zu gucken. :-D Und möchte mindestens ein Jahr voll stillen. Den Großen haben wir sehr oft im TT getragen hatten aber auch einen KIWA. Baby lässt sich momentan so gut wie nie tragen und ich habe direkt schon Tragefrust, der sich hoffentlich nach einem Besuch beim OStheopaten nächste Woche erledigt hat. Er fährt also oft im Kiwa.

Ich finde aber, mal eine Stunde für mich für Uni, mal einen Kakao mit Freundin trinken gehen wirklichs ehr gut und bräuchte das manchmal. Kann da auch nichts schlimmes dabei finden, wenn das Baby das Ganze mitmacht. In deinem Fall scheint das ja nicht so leicht zu gehen. ICh habe mir überlegt früher ind en großen Familien waren die Babies sicher auch nicht den ganzen Tag NUR bei Mama. Und das ist das was mich manchmal stört, den Mams die eben auch mal Pause haben wollen so ein schlechtes GEwissen zu unterstellen. Die Menschen sind eigentlich gar nicht so angelegt, dass sie alleine in einer Wohnung sind und erst recht nicht eine Mama mit Neugeborenen und noch andern Kindern. Das ist eigentlich eine Extremsituation und früher wurde sie glaube ich durch die Familie mitgetragen.

Naja ich denke allen wäre geholfen, wenn es für jeden ein wenig mehr Toleranz geben, den fast alle haben doch eine Gemeinsamkeit, sie lieben ihr Kind und tun das in ihren Augen beste. Auch wenn ich Tragen, Stillen und Familienbett für sinnvoller und schöner für alle erachte.
Anja mit Philosoph 9/07, Superheld 1/11 und Sonnenschein 3/15

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Mohnblume
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Re: bin ich normal?

Beitrag von Mohnblume »

Ich mag mal bei Anlu unterschreiben!
Ich kann mir vorstellen, dass man wenn man mit seinen alternativen Ansichten "allein auf weiter Flur" ist, manchmal noch mehr ins Extrem rutscht, aus "Trotz" sozusagen. Und dann keine Zwischenstufen mehr gelten lässt.
In meinem Freundeskreis gibts auch mehrere solche Zwischenstufen, z.B. bin ich die einzige die ihr Kind mit fast anderthalb noch fast ausschließlich trägt, aber meine Freundinnen haben alle eine TH und manche auch ein Tuch und benutzen es auch immer noch ab und zu (die Kinder sind alle ca. eineinhalb). Stillen tue ich noch, eine Freundin stillt auch noch, die anderen haben abgestillt, eine schon mit 6 Monaten, die andere mit 12, die dritte "unfreiwillig" mit ca. 10. Familienbett ist bei uns allen vorhanden, meistens in der Variante Kinderbett - eine Seite abmontiert - ans Elternbett drangestellt. Kind schläft teilweise im "eigenen" Bett, teilweise im Elternbett. Meine Schwester hat ihren Sohn mit 12 Monaten abgestillt, der Kleine schläft jetzt im seinem eigenen Zimmer, sie holt ihn aber mitten in der Nacht allermeistens ins Elternbett wo er dann den Rest der Nacht schläft. Und alle sind glücklich so! Und trotzdem hat immer wieder mal jemand Sorgen oder Zweifel ob das alles passt, oder man muss mal hier und da was anpassen, damit wieder alle zufrieden sind. Denn das ist ja die Hauptsache.

Ich muss aber dazu sagen dass es hier wo ich wohne (Berlin, sozusagen "alternativer Kiez") eher normal ist, sich eben "alternativ" um die Kinder zu kümmern. Also zumindest bei allen die ich so treffe, meine Freundinnen, oder die Mamas im Yoga oder im Babycafé etc.
Das Klima ist aber sehr tolerant, es wird auch niemand giftig angeguckt, der bei nem 10monatigen Kind das Gläschen auspackt ;-) ich hab meinem Purzel auch mit 7 Monaten das erste Mal Beikost gegeben und er liebt Essen und Stillen seitdem gleichermaßen.

Lange Rede kurzer Sinn: alles entspannt, alles relaxt. Ich kann mir aber wie gesagt vorstellen dass es schwieriger ist, je mehr "Opposition" man hat. Also wenn quasi, wie du schreibst, "alle anderen Mütter" um dich herum es halt "konventionell" machen und du das alternative Alien bist. Das stell ich mir auch super anstrengend vor. Aber dafür gibts ja auch SuT, wo man sich Rückhalt holen kann :-)
Ich plädiere auf jeden Fall für Toleranz! Selbst Mütter die ihre Kinder ferbern, sind auch keine Monster sondern der Überzeugung, das beste für ihr Kind zu tun. Und sie lieben es deswegen nicht unbedingt weniger ;-), wie anlu ja auch schon schrieb.
Und wenn es für DICH ok und schön ist, die allermeiste Zeit mit deinem Baby zu verbringen, ist das super und richtig so für euch! Aber bitte nicht andere Mamas verurteilen, die eher das Bedürfnis nach Zeit für sich verspüren. Das gehört auch zur Toleranz dazu...
mit dem Großen (01/10) und dem Kleinen (07/13)
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greenie bird
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Re: bin ich normal?

Beitrag von greenie bird »

Das sind mal gute Anstöße :)

Es stimmt wohl, dass man schnell in ein Extrem rutschen kann- nicht immer beabsichtigt.

Ich kann schon verstehen, dass es manchen Frauen helfen kann mal etwas Zeit zum Durchatmen zu haben und auf einen Kaffee mit Freunden ohne Kind gehen möchte, aber ich finde es eben verwunderlich, wenn dieser Drang schon nach drei Monaten einsetzt und kann eben nur von mir ausgehen, dass mir das nicht hilft.

Als meine Schwiegermutter mir den Kleinen abnehmen wollte damit ich mal Pause vom Schreien habe, konnte ich mich sehr schwer überwinden, denn ich hatte immer das Gefühl dass er mich braucht. Ich hab es aber trotzdem ihr zu Liebe versucht und dabei kam etwas ganz komisches raus- anstatt erholter zu sein und mich wieder ganz ihm widmen zu können, empfand ich es viel nerviger als vorher (wo ich praktisch allein mit ihm war) ich hatte weniger Verständnis und war schneller genervt vom Schreien.
Das wollte ich natürlich auf gar keinen Fall- vielleicht war es eben aus der Situation heraus, dass alle meinten, jetzt gibt schon her du musst ja mal in Ruhe essen (was ich zu Hause ja tat, wenn er dann schlief- dort gab es eben Essen wenn die Familie essen wollte). Ich war somit im Konflikt Zeit mit den anderen verbringen zu 'sollen', aber mich ebenso um mein Kind kümmern, dass viel Zuwendung braucht/e.

Daher kann ich mich eben nicht in andere Mütter hineinversetzen, die es eben schaffen nach der 'Kinderfreizeit' besser auf ihr Kind eingehen zu können.

In vielen Situationen entwickeln wir wohl auch daher Zweckoptimismus, denn ständig an seinem unabänderbaren Zustand herumzunörgeln bringt ja auch nichts.
Wird schon einen Grund haben warum ich solche Kinder habe ;)
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Re: bin ich normal?

Beitrag von Anlu »

*So, ich versuche jetzt mal fehlerfrei zu schreiben, dass ist ja gruselig, man könnte meinen ich habe nicht mehr alle Tassen im Schrank*

Die Situation, die du beschreibst wäre für mich auch anstrengend, wenn ich das richtig verstanden habe. Man befindet sich dann immer im Konflikt zwischen den eigenen Wünschen und den Erwartungen der Mutter/Schwiegermutter.

Ich finde es vollkommen okay, wenn du für dich entscheidest, dass du das nicht möchtest oder kannst. Solange ihr euch alle damit wohl fühlt und es dir gut geht ist das doch okay und richtig. Kann ja keiner verlangen, dass du dein Kind abgibst, ist ja auch gar nicht Sinn der Sache.

Erholsam kann die Zeit ohne Baby auch eher danns ein, wenn man weiß Baby liegt friedlich schlafend im Bettchen und Papa oder jemand anderes ist bei ihm und ist für es da. Und man selber ist nicht zu weit weg und hat eine gute Freundin zum quatschen dabei. ;-) Aber das ist ja kein MUSS aber vielleicht ein KANN. ;-)
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Re: bin ich normal?

Beitrag von greenie bird »

das war ja nur im Urlaub, zu Hause habe ich dieses direkte Problem nicht, es sei denn mir laufen eben Mütter dieses anderen Schlags über den Weg und das waren in letzter Zeit recht viele, daher habe ich mich etwas gewundert.
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Re: bin ich normal?

Beitrag von Squeeziemami »

normal. ja, das sind wir. eigentlich sind wir einfach natürlich wie ich finde. wir hören auf das, was die von der natur vorgesehene bindung in uns anregt. den drang, die urbedürfnisse zu stillen und die sind beim kind wie auch bei den bezugspersonen gleichermaßen veranlagt, wenn das bonding stimmt. exotisch ist es doch vielmehr, dass bei anderen menschen (auch wenn es mittlerweile leider eine große zahl ist) diese ambitionen nicht bestehen! ich kann nicht entspannt in die stadt gehen, weil es mir einfach weh tut, die nicht vorhandene interaktion zwischen eltern und kindern zu sehen, die emotionale bedürftigkeit der kleinen. mag sein, dass die meisten mütter das beste für ihr kind wollen aber sie geben es nunmal nicht und daran ist doch echt nichts zu rütteln. auch wenn hier viele sagen, man dürfe nicht verurteilen, nicht so strikt sein - wer sein kind so bedingungslos liebt wie es hier der fall ist, der kann doch nicht das verhalten der gesellschaft als guten willen und mühe rechtfertigen. mir blutet so oft das herz - oder ich werde aggressiv. ich kann es nicht entschuldigen, dass sie es nicht besser wissen, denn es gibt viele, auch hier, die es nicht besser wussten und dennoch für ihr herz gekämpft haben! die dafür gekämpft haben, ihr kind lieben zu dürfen und ihren kindern die nähe und bindung zu bieten, die beidseitig gebraucht wird!! schön aber ist, dass mütter wie diese hier mir nun auch ab und an begegnen und dann lächelt man sich wenigstens über das gleichfarbige tragetuch zu :)
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