Ich hab mich das auch schon oft gefragt, was andere denken, wenn sie so mit "uns" (also unserer kleinen Familie) konfrontiert werden.
Als ich schwanger wurde bin ich erstmal mit der "anderen Seite" in berührung gekommen, also ferbern, alleine im Zimmer schlafen usw. und hielt das alles damals gleich für total grausam

.
Als eine Freundin meinte sie wird wohl eher nicht stillen ist mir zum ersten mal gekommen, dass nicht stillen auch eine Alternative sein kann und das obwohl ich damals ein Flaschenkind war (meine Mutter hatte keinen Milcheinschuss, Stillberatung war damals: "mit den Brustwarzen können sie es sowieso gleich vergessen!"). Für mich schien stillen und das Kind zumindest im eigenen Zimmer schlafen zu lassen immer ganz normal.
Von einem TT hat mir auch obrige Freundin das erste mal erzählt, dass das total toll ist und es in dem Krankenhaus, in dem ich entbinden möchte wohl manchmal Kurse zum Tragen gibt usw.
Ich war gleich Feuer und Flamme, ich kann nichtmal sagen warum, fand es aber toll und hab sofort ein TT gesucht.
Einen Kinderwagen haben wir trotzdem gekauft und ich bereue es nicht, erstens haben wir ihn gebraucht für nen Spotpreis bekommen und ich finde ihn z. B. praktisch, wenn ich Klamotten einkaufen gehe, oder wenn die Omas mal da sind, die schieben soooo gerne, und trauen sich das Tragen nicht, wobei beide es aber total Klasse finden.
Meine Mutter möchte ich auch noch überzeugen mal auszuprobieren, die hat mir erzählt, dass sie mich so imm auf dem Arm rumgeschleppt hat und das ganz schön anstrengend war, sie aber keine der damaligen Tragen wollte, weil irgendwas in ihr gesagt hat, dass es auf dem Arm zwar anstrengender, aber besser ist, und Tücher kannte sie damals noch nicht.
Mir ist sowieso aufgefallen, dass viele im Umkreis das toll verstehen, ich hab schon sooo oft gehört: "Wie toll, so nah bei Mama, besser kann's ja gar nicht sein" usw.
Gestillt hat in unserer Familie sonst glaub ich fast jeder, ich weiß allerdings nicht wie lange.
Meine Mutter hat mir erzählt, dass es in der Pflegefamilie meines Vaters wohl eine Frau gab, die ihren dreijährigen Sohn noch gestillt hat, das fand sie sehr seltsam. Ich hab mich dann ja auch etwas über das Stllen und die Dauer informiert (denn auch um sowas hab ich mir davor keine Gedanken gemacht) und viel mit meiner Mutter darüber geredet und ich denke, sie versteht es jetzt viel besser.
Wegen dem FB, ich glaub viele fanden es erstmal seltsam, dass der kleine bei uns schlafen soll, also aus meinem Freundeskreis. Und die dachten sogar, dass er im Beistellbett schlafen wird.
Mein Mann und ich wollten es einfach testen und jetzt schläft der kleine bei uns und wir sind sehr glücklich, aber viiiele finden das seltsam und raten halt auch mit den altäglichen Ratschlägen davon ab. Meine Schwiegermutter hat z.B. ganz von sich aus erzählt, dass die kleinen bei ihr geschlafen haben.
Aber einmal meinte sie auch, wir sollen das nicht zu lange machen, sonst "bekommen wir ihn nie raus". Ich frag mich nur immer, wieso denn raus?
Ich hab den kleine doch nicht bei uns im Bett, weil ich ihn NICHT da habe will. Und was ist zu lang?
Ich meinte nur, spätestes, wenn die erste Freundin da ist, will er bestimmt nicht mehr bei uns schlafen

.
Meine Nichte (13 Jahre) will heute noch sehr oft bei ihrem Mum und deren Lebensgefährte schlafen. Die beiden stört das auch nur aus dem Grund, dass die kleine dauernd um sich schlägt und beide dann nicht schlafen können

.
Ich sage aber oft davon gar nichts, sondern nicke nur und lächle und denk mir "jaja".
Ich habe oft keine Lust auf endlose Diskussionen, oder mich von anderen abwerted behandeln zu lassen, ich tue das ja im Gegenzug auch nicht, ganz im Gegenteil. Auch wenn ich eine Mutter mit Baby im Maxi Taxi sehe, oder weinen im Kiwa (deswege übrigens auch wenn der Kiwa dabei ist NIE wieder ohne TT unterwegs

), würde ich niemals herablassend reageren, sondern eger einfühlsam und versuchen Ratschläge zu geben.
Ich finde es aber z.B. auch nicht schlimm, ein Kind mal abzugeben, ich wolle letztes auch mal ganz entspannt und alleine mit meinem Mann in die Sauna und da hat meine Schwiemu aufgepasst.
Die hat sich gefreut, wir uns auch und alles war super.
Ich liebe es mich um den kleinen zu kümmern, er ist mir nicht zu viel oder so, aber genauso hab ich auch gerne mal Zeit alleine mit mir und meinem Mann, das widerspricht sich doch nciht.
Und er bekommt trotzdem NUR Mumi

.
Ich werde auch im September schon wieder arbeiten/studieren gehen, dann ist der kleine sieben Monate und der Papa bleibt mit ihm zuhause.
Finanziell brauchen wir das nicht, ganz im Gegenteil, wir sind so eher schlechter gestellt.
Aber ich freue mich wieder arbeiten gehen zu können und das hängt nicht damit zusammen, das ich den kleinen los werden will, im Gegenteil, ich werde ihn vermissen.
Aber es ist eine wunderbare Chance die ich da bekomme und die möchte ich nicht sausen lassen, ich arbeite und lerne gerne und ich denke die beste Mutter ist immernoch die, die am zufriedensten ist.
Ich stelle die Bedürfnisse meines Kindes nicht über meine, aber meine auch nicht über seine.
Denn Bedürfnisse sind immer wichtig, und ich versuche alle so gut zu erfüllen wie ich kann.
Ich denke die meisten Mütter halten einen wirklich für sehr öko, seltsam, aber wahrscheinlich auch für sehr gestresst und jemanden der eine übermutter sein will. Viele verstehen es aber auch mehr, als man denkt. Wichtig ist doch, dass man sich wohl fühlt und keiner vernachlässigt wird, egal ob im Kinderwagen oder im TT

. (Beim schreien lassen sehe ich das nochmal anders, das ist mmn. schon eine Art Vernachlässigung, außer natürlich, wenn es mal wirklich nicht anders geht oder man ein Kind hat, das Monatelang NUR weint und man mal eine kleine Pause brauch, aber das sich ja auch Ausnahmefälle... und dann ist es wohl besser, als das Kind zu misshandeln o. ä., wobei ich das nicht wirklich beurteilen kann, weil mein kleiner so nicht ist, sondern total im Rahmer, oder eher pflegeleicht, kommt aber vielleicht auch davon, dass er eigentlich nicht weinen muss, weil ich immer versuche alle Bedürfnisse sofort zu erfüllen? Ich weiß es nicht

).
Pupsi (23.01.2011), dem Krümel 2.0 (22.12.2013) und das nicht-mehr-Ü-Ei (17.04.2016) an der Hand, Krümelchen bei den Sternen (05.02.2013) wir werden dich nie vergessen