stillen und brustkrebsrisiko
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- Tobis Mama
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Re: stillen und brustkrebsrisiko
So, noch kurz zu deinem ersten link:
Also, ich trau den Schweden irgendwie immer - aus einem blöden Bauchgefühl heraus. Aaaber: Da wurden ja nur Frauen untersucht, die Brustkrebs haben. Und die wurden dann zu ihrer Stilldauer befragt. Und dann kam raus, dass bei Langzeitstillmamas aggressivere Tumoren gefunden wurden. Also keine erhöhtes Risiko, sondern "schlimmere" Tumorarten (und das bei Stillmamas mit Brustkrebs). Wobei offen bleibt, welche Arten Tumoren udn ob die dann hormonsensitiv sind etc.
Dann zu link zwei: Und da steht was wichtiges drin. Nämlich: Die Brust verändert sch beim Stillen so sehr, dass man den Tumor oft erst später entdeckt, als das bei einer nichtstillenden Frau zu erwarten wäre. Folglich kann der Tumor natürlich größer sein. Also ist der Zeitpunkt der "Entdeckung" verschoben.
Was das erhöhte Risiko in den ersten 5 Jahren nach Geburt angeht: Das kann ich mir eigentlich fast schon erklären. Das Brustgewebe ist aktiv, wo mehr Aktivität ist, kann auch mehr schiefgehen, sprich: Da kann ein Tumor entstehen. Das Risiko verliert sich ja aber wieder.
Und keine der Studien verbietet ja jetz das Stillen, die Quintessenz ist ja eher, dass man bei gefährdeten (!!!) Frauen besser nachschauen sollte in der Stillzeit, als man das vielleicht zur Zeit tut.
So, hab ich euch jetzt komplett verwirrt?
Also, ich trau den Schweden irgendwie immer - aus einem blöden Bauchgefühl heraus. Aaaber: Da wurden ja nur Frauen untersucht, die Brustkrebs haben. Und die wurden dann zu ihrer Stilldauer befragt. Und dann kam raus, dass bei Langzeitstillmamas aggressivere Tumoren gefunden wurden. Also keine erhöhtes Risiko, sondern "schlimmere" Tumorarten (und das bei Stillmamas mit Brustkrebs). Wobei offen bleibt, welche Arten Tumoren udn ob die dann hormonsensitiv sind etc.
Dann zu link zwei: Und da steht was wichtiges drin. Nämlich: Die Brust verändert sch beim Stillen so sehr, dass man den Tumor oft erst später entdeckt, als das bei einer nichtstillenden Frau zu erwarten wäre. Folglich kann der Tumor natürlich größer sein. Also ist der Zeitpunkt der "Entdeckung" verschoben.
Was das erhöhte Risiko in den ersten 5 Jahren nach Geburt angeht: Das kann ich mir eigentlich fast schon erklären. Das Brustgewebe ist aktiv, wo mehr Aktivität ist, kann auch mehr schiefgehen, sprich: Da kann ein Tumor entstehen. Das Risiko verliert sich ja aber wieder.
Und keine der Studien verbietet ja jetz das Stillen, die Quintessenz ist ja eher, dass man bei gefährdeten (!!!) Frauen besser nachschauen sollte in der Stillzeit, als man das vielleicht zur Zeit tut.
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Nicole mit Tobias (09/2007) und Laura (06/2010)
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rose
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Re: stillen und brustkrebsrisiko
achso, die haben nur die 622 frauen näher befragt... ich dachte, die hätten alle 17035 befragt und herausgefunden, dass von den 622 frauen, die krebs bekamen, viele dabei waren, die länge als 6 monate gestillt hätten...Tobis Mama hat geschrieben:So, noch kurz zu deinem ersten link:
Also, ich trau den Schweden irgendwie immer - aus einem blöden Bauchgefühl heraus. Aaaber: Da wurden ja nur Frauen untersucht, die Brustkrebs haben. Und die wurden dann zu ihrer Stilldauer befragt. Und dann kam raus, dass bei Langzeitstillmamas aggressivere Tumoren gefunden wurden. Also keine erhöhtes Risiko, sondern "schlimmere" Tumorarten (und das bei Stillmamas mit Brustkrebs). Wobei offen bleibt, welche Arten Tumoren udn ob die dann hormonsensitiv sind etc.
Dann zu link zwei: Und da steht was wichtiges drin. Nämlich: Die Brust verändert sch beim Stillen so sehr, dass man den Tumor oft erst später entdeckt, als das bei einer nichtstillenden Frau zu erwarten wäre. Folglich kann der Tumor natürlich größer sein. Also ist der Zeitpunkt der "Entdeckung" verschoben.
Was das erhöhte Risiko in den ersten 5 Jahren nach Geburt angeht: Das kann ich mir eigentlich fast schon erklären. Das Brustgewebe ist aktiv, wo mehr Aktivität ist, kann auch mehr schiefgehen, sprich: Da kann ein Tumor entstehen. Das Risiko verliert sich ja aber wieder.
Und keine der Studien verbietet ja jetz das Stillen, die Quintessenz ist ja eher, dass man bei gefährdeten (!!!) Frauen besser nachschauen sollte in der Stillzeit, als man das vielleicht zur Zeit tut.
So, hab ich euch jetzt komplett verwirrt?
und wie ist das insgesamt mit dem brustkrebsrisiko und den schwangerschaften? also eine SS vor 35 (oder 30) verringert das risiko,ab 35 erhöht sie es.. mehrere schwangerschaften verringern auch das risiko,egal, wenn dann die zweite oder dritte schwangerschaft nach 35 stattfand? oder erhöht jede schwangerschaft ab 35 das risiko?
- Tobis Mama
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Re: stillen und brustkrebsrisiko
Genau. Nur die mit Brustkrebs.
Was die Sws angeht: Achtung, spekulative von mir: Jede Sws verringert dein Risiko. Die erste nach 35 erhöht, weil du eh - je älter du wirst - ein höheres Krebsrisiko hast und wenn dann auch noch soviel Aktivität in den Zellen dazu kommt wie bei einer Sws, dann ist das Risiko höher. Aber auch da gilt dann wieder: Das große Bild spricht für geringeres Risiko.
Oh Mann, ich bin müde, ist schwer zu formulieren.
Was die Sws angeht: Achtung, spekulative von mir: Jede Sws verringert dein Risiko. Die erste nach 35 erhöht, weil du eh - je älter du wirst - ein höheres Krebsrisiko hast und wenn dann auch noch soviel Aktivität in den Zellen dazu kommt wie bei einer Sws, dann ist das Risiko höher. Aber auch da gilt dann wieder: Das große Bild spricht für geringeres Risiko.
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Alja
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Re: stillen und brustkrebsrisiko
Wusste ich doch, auf dich ist Verlaß- und den Kuchen hätte ich gern probiert 
"Durch Strukturen, wie Schulpflicht und Noten, sind die Grunderfahrungen, die die Kinder der heutigen Zeit machen, Unfreiheit (ich muss zu Schule), Unmündigkeit (ich werde von anderen beurteilt), Ohnmacht (ich kann nichts an der Struktur ändern) und Einsamkeit (ich muss mich alleine gegen andere durchsetzten). Das Schulsystem, das eingeführt wurde, um den Menschen ein Mindestmaß an Bildung zukommen zu lassen, ist einer der wesentlichen Gründe dafür, dass die vielen heutigen Probleme und Herausforderungen, mit denen sich die Menschheit konfrontiert sieht, nicht gelöst werden."
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Re: stillen und brustkrebsrisiko
also gestern war ich dann doch zu verwirrt und konnte gar nimmer klar denkenTobis Mama hat geschrieben:Genau. Nur die mit Brustkrebs.
Was die Sws angeht: Achtung, spekulative von mir: Jede Sws verringert dein Risiko. Die erste nach 35 erhöht, weil du eh - je älter du wirst - ein höheres Krebsrisiko hast und wenn dann auch noch soviel Aktivität in den Zellen dazu kommt wie bei einer Sws, dann ist das Risiko höher. Aber auch da gilt dann wieder: Das große Bild spricht für geringeres Risiko.
Oh Mann, ich bin müde, ist schwer zu formulieren.
aber was ich irgendwie nicht versteh: es heisst ja, dass nach jeder schwangerschaft, egal welchen alters, die ersten 3-5 nach der schwangerschaft, das risiko etwas erhöht ist. also bei 2 schwangerschaften hat man dann insgesamt 6-10 jahre höheres risiko, bei 2 SS 9-15 jahre höheres risiko..
dann heisst es aber doch auch, dass mehrere schwangerschaften das risiko senken, im vergleich zu einer frau, die nur ein kind hat oder gar keins...
ich sehe gerade, du kommst ja auch aus kaiserslautern
- Tobis Mama
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Re: stillen und brustkrebsrisiko
Ja, und ich denke, dass das auf die höhere Aktivität im Gewebe zurückzuführen ist. Und die Hormone etc.
Brustkrebs tritt ja häufiger auf, je älter du wirst. Entsprechend würde ich das so verstehen, dass du dein Risiko zu einer Zeit erhöhst, wo es sonst nicht so hoch ist, dann wenn du aber (durchs Alter) gefährdeter bist, hast du durchs Stillen den Schutz.
Ach, diese ganzen Studien snd mir irgendwie nicht umfassend genug. Ist aber auch schwer, man darf nicht vergessen: Das sind alles rückblickende Studien. Und: Das ganze wird nie richtig aussagekräftig in ner ganz reinen Studie verpackt werden können. Dann müsste man die Frauen begleiten und ALLE anderen Faktoren gleich halten. Das ist nicht machbar.
Na dann: Schöne Grüße aus KL!
Brustkrebs tritt ja häufiger auf, je älter du wirst. Entsprechend würde ich das so verstehen, dass du dein Risiko zu einer Zeit erhöhst, wo es sonst nicht so hoch ist, dann wenn du aber (durchs Alter) gefährdeter bist, hast du durchs Stillen den Schutz.
Ach, diese ganzen Studien snd mir irgendwie nicht umfassend genug. Ist aber auch schwer, man darf nicht vergessen: Das sind alles rückblickende Studien. Und: Das ganze wird nie richtig aussagekräftig in ner ganz reinen Studie verpackt werden können. Dann müsste man die Frauen begleiten und ALLE anderen Faktoren gleich halten. Das ist nicht machbar.
Na dann: Schöne Grüße aus KL!
Nicole mit Tobias (09/2007) und Laura (06/2010)
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rose
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Re: stillen und brustkrebsrisiko
ja, da hast du recht...
ich höre jetzt mit dem googlen auf, sonst finde ich noch mehr erschreckende nachrichten... zb habe ich zufällig einen bericht gelesen, dass linkshänder ein doppelt so hohes risiko haben , an brustkrebs zu erkranken, als rechthänder *schreck* ( http://www.bmj.com/content/early/2004/1 ... +html?ehom ) und erst recht, wenn dabei der bmi unter 25 ist und man mehr als ein kind hat... klasse, trifft alles auf mich zu...
dann werde ich meine tochter stillen, bis sie 10 ist, vielleicht gleicht es sich dann wieder aus
n
ich höre jetzt mit dem googlen auf, sonst finde ich noch mehr erschreckende nachrichten... zb habe ich zufällig einen bericht gelesen, dass linkshänder ein doppelt so hohes risiko haben , an brustkrebs zu erkranken, als rechthänder *schreck* ( http://www.bmj.com/content/early/2004/1 ... +html?ehom ) und erst recht, wenn dabei der bmi unter 25 ist und man mehr als ein kind hat... klasse, trifft alles auf mich zu...
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- Teazer
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Re: stillen und brustkrebsrisiko
Gute Einstellung, rose!rose hat geschrieben:dann werde ich meine tochter stillen, bis sie 10 ist, vielleicht gleicht es sich dann wieder aus![]()
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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