Flaschennahrng/ Bin ich ein Außenseiter?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Marlen
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Re: Flaschennahrng/ Bin ich ein Außenseiter?

Beitrag von Marlen »

Also ich muss sagen,dass ich in meinem Rückbildungskurs die einzige bin,die stillt und keine Flasche gibt.Komischerweise schläft auch nur mein Kind noch nicht durch (keine Ahnung,ob es da n Zusammenhang gibt??).
Als ich mal erwähnte,dass ich locker gern n Jahr stillen möchte,wurde ich schräg angeschaut und es gab dumme Sprüche und Beispiele ausm Bekanntenkreis..ob ich auch noch stillen will,wenn sie in die Schule geht und das ginge ja mal gar nicht.
Naja,also ich denke gerade heutzutage ist ein Flaschenkind nichts Abnormales.Viele Frauen lehnen es leider schon vor Geburt kategorisch ab,ihren Körper weiter zu teilen.
Für uns gibt es nichts Schöneres.Vll klappt es ja bei deinem zweiten Kind
"Mit Kindern vergehen die Jahre wie im Flug. Doch Augenblicke werden zu Ewigkeiten.“
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revolte
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Re: Flaschennahrng/ Bin ich ein Außenseiter?

Beitrag von revolte »

Hey Marlen... deine Maus ist ja knapp nur n Monat älter und Maya ist n toller Name.. stand bei uns auch zur Auswahl... nicht Maja... sondern Maya. genau ;)
Ich glaube auch dass meine Zweifel vor der SwS und meine ursprüngliche Einstellung zum Stillen daher kam, dass unsere Gesellschaft mittlerweile total stillundfreundlich geworden ist... Vor der SwS fand ich aber auch irgendwie stillende Frauen z.Bsp im Cafe am Nebentisch nicht ganz so n tolles Bild! Wenn man selbst erst in der Situation ist, setzt man sich mit dem Thema anders auseinander! erst da hab ich angefangen Verständnis dafür zu entwickeln..denn klar.. wo soll man sonst hin???
Was das lange Stillen angeht, bin ich auch kritisch.. ich habe schonma ne Reportage gesehen, da wurde der 5jährige noch gestillt...das finde ich irgendwie grenzwertig.. Als meine Mutter mir erzählte, sie hat mich 3 Jahre gestillt, fand ich das im ersten Moment aber auch irgendwie abstoßend! Ich weiß auch nicht warum... wahrscheinlich echt son Gesellschaftsding.. erst seit ich hier im Forum die ganzen Erfahrungsberichte lese, wächst meine Toleranz dem jahrelangen Stillen gegenüber!
Schon komisch!!!
revolte mit Zahnlückenpiratin (10/2010), Herr Neunmalklug (10/2012) und Schnecke (05/2016)
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Marlen
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Re: Flaschennahrng/ Bin ich ein Außenseiter?

Beitrag von Marlen »

Ich werde meine Maus nicht 6 Jahre stillen :shock: Da bin ich mir ziemlich sicher :wink:
Und beim Stillen in der Öffentlichkeit..wenn du geübt bist,wird kaum bis gar nicht deine Brust sehen!Ich trage aber normale Klamotten und manchmal so komische,dass es schier unmöglich ist sich mal schnell locker freizulegen.Meistens stille ich im Auto.
Bevor ich schwanger wurde,war das nie ein Thema.Dann wurde ich schwanger,haderte auch mit mir und dann beim GVK gabs eine Stunde mit einer Stillberaterin und sie hat mich einfach überzeugt.Es gibt für mich nichts,was gegen das Stillen spricht.Das Einzige,was mich ab und an nervt,ist die teilweise fehlende Unabhängigkeit.Aber auch da gibts ja Wege
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Captainsparrow

Re: Flaschennahrng/ Bin ich ein Außenseiter?

Beitrag von Captainsparrow »

Och, man wächst da rein. Bevor ich mir ein Kind wünschte glaubte ich die ganzen Ammenmärchen um´s Stillen und fand die Vorstellung einfach irgendwie komisch, dass da was raus kommt. Dann wurde ich schwanger und wünschte mir, mein Kind die ersten Monate zu Stillen. Ein Kind über 1 zu stillen fand ich "unnatürlich" (jaja.....ich weiß....) und schloß mich der allgemeinen Dorfmeinung an dass man Kinder damit unnatürlich an die Mutter bindet. Dann kam ich zu SuT. War Anfangs geschockt, dass hier so viele Mütter SO ALTE (2Jährige!!!) Kinder Stillen. Dann kam Nummer 2 und plötzlich wollte ich mein Kind so lange Stillen wie Möglich. Mindestens bis 2 :) Leider stillte er sich dann früher ab. Das hat mich echt traurig gemacht. Ich kann mir momentan immernoch nicht vorstellen ein Vierjähriges Kind zu Stillen, wobei die Vorurteile in Richtung "Gott, das ist doch pervers" total weg sind und einem "Das ist in diesem Alter noch absolut natrlich aber ich möchte es FÜR MICH nicht ". Mal gespannt wenn eine Nummer 3 kommt, vielleicht bin ich dann auch soweit, dass ich mein Kind (falls es das Möchte) dann noch stillen werde. Die Einstellung zum Stillen wandelt sich mit der Aufklärung darüber.
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Mystiki
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Re: Flaschennahrng/ Bin ich ein Außenseiter?

Beitrag von Mystiki »

Ich bin auch Flaschenmama :( Die Große hab ich ein Jahr lang gestillt und das wollte ich beim Kleinen auch. Aber es sollte anders kommen. Keine 24 Stunden nach der Geburt wurde er auf die Neonatalogie verlegt und bekam dort ab und zu Fläschchen (wegen angeblichen Mehrbedarf an Kohlenhydraten oder so). Stillen durfte ich aber Gsd. Milcheinschuss war prima und oho. Vor jeder Mahlzeit musste ich Windel wechseln und wiegen und dann durfte ich ihn anlegen. Er ist dann immer relativ schnell eingeschlafen, wecken war zwecklos :wink: . Danach wieder wieger. Acht Tage nach der Geburt wurden wir dann entlassen. Das stillen klappte soweit eigentlich ganz gut und von heut auf morgen begann der große Stillstreik. Er schrie wie am Spieß so bald er meine BW im Mund hatte. Ende vom Lied war das ich im die Flasche gegeben habe. Nervlich ging es dann einfach nicht mehr. Mir tut es immer noch leid das ich ihn nicht so stillen konnte wie seine Schwester :( aber ich habe mich mit der Zeit mit der Flasche abgefunden. Beim nächsten Kind (wenn es denn überhaupt noch eins gibt) werde ich mir auf jeden Fall Hilfe holen und nicht wieder versuchen es selber hin zu bekommen.
LG Katja mit den Winterkindern (12/07 und 02/10) und Spätsommerblume (09/12) und Fröschle(06/15)

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Fruchtschnitte
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Re: Flaschennahrng/ Bin ich ein Außenseiter?

Beitrag von Fruchtschnitte »

Marlen hat geschrieben:Ich werde meine Maus nicht 6 Jahre stillen :shock: Da bin ich mir ziemlich sicher :wink:

Och ich hatte nur 6 Monate vor...iss halt nun ein bisschen länger und dauert noch an:lol: da wächst man rein :mrgreen:
Ivonne mit
Große Prinzessin 11/99
Kronprinz 02/07
Kleine Prinzessin 09/12
Kleiner Prinz 09/15

Bisschen kurz angebunden da mit dem Handy online:-)

Vegan und Rohes hier in meinem Blog :-) http://blog.ivonnevegan.de
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Marlen
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Re: Flaschennahrng/ Bin ich ein Außenseiter?

Beitrag von Marlen »

Ja irgendwie ist das echt so..erst dachte ich,hauptsache stillen,schön,wenn dus paar Wochen schaffts.Dann dachte ich mir oh ja,bitte 6 Monate,mindestens.Nun will ich solange vollstillen wie möglich und nach der Einführung der Beikost natürlich auch.Mein Freund findet das nicht so gut,ich erkläre es ihm immer wieder.Ich meinte gerne 1 Jahr,am liebsten bis sie sich selbst abstillt.Aber dann darf man sich anhören,dass ich das nur tue um mein Kind an mich zu binden,ich mich nicht abnabeln kann.Naja,ich mache das wie ichs für richtig halte.
Den Stillstreik hatten wir übrigens auch.Nach anstrengenden Phasen und vielen Tränen meinerseits haben wirs aber überwunden
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Re: Flaschennahrng/ Bin ich ein Außenseiter?

Beitrag von muema »

Das mit dem "reinwachsen" glaube ich jetzt sofort!

Ich dachte auch, dass ich höööööchstens 6Mt stillen werde. Hmmmm und dann habe ich dieses Forum gefunden :D .Der Plan ist geändert!
Ju (7/78) mit Sonnenschein J.L. (*2.8.2010)
lisii
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Re: Flaschennahrng/ Bin ich ein Außenseiter?

Beitrag von lisii »

@revolte: ich bin leider auch eine mama, die flaschennahrung füttert. ich vertrete die meinung, dass stillen super ist, wenn man sich dafür bereit fühlt. wer das nicht tut, soll es eben lassen. ich finde es furchtbar, wenn die eine über die andere herzieht, wenn sie stillt oder eben flasche gibt. alles hat seine vor-und nachteile.
zum glück gibt es noch soo viele andere möglichkeiten, dem kind viel nähe zu geben, die es braucht, wenn das baby nicht gestillt wird. "den stillenden papa find ich super"!! so kann es doch mit der "nähe" zum kind auch mit flasche klappen :D ich musste auch immer grinsen, wenn mein mann sagte, dass er nina um ...uhr "gestillt" hat :lol: leider hat er nicht so arg dabei mit ihr gekuschelt.

meine kleine stillgeschichte:
als meine tochter fast 4 monate alt war, musste ich wieder zur uni. bis dahin hab ich gestillt, zum glück auch ohne probleme und ich hab es sehr gerne getan.auch der anfängliche aufenthalt auf der neo hat nicht wirklich gestört. ich hab mich auch nicht auf einen zeitraum festgelegt, bis wann ich stillen möchte. ich wollte einfach mal abwarten, wie es läuft und mich "natürlich" nach meinem kind richten, wann es die brust nicht mehr möchte. nach vielen fast schlaflosen nächten begann ich abends pre zu geben.
irgendwie hab ich mir das mit dem abpumpen einfacher vorgestellt. bis zu dem zeitpunkt, wo ich halbtags wieder zur uni musste, hat der wechsel zwischen flasche und brust gut geklappt. früh morgens hab ich abgepumpt und mein mann hat ihr dann die flasche gegeben als ich weg war. mittags musste sie pre gekommen, dann war ich wieder zu hause und konnte wieder stillen. leider hat es nicht lange gedauert, bis sich die doppelbelastung auf den milchfluss einwirkte. ich konnte so viel stilltee trinken, wie ich wollte. eines morgens pumpte ich statt der bisher 200ml oder mehr nur noch 20 ab. damals hatte ich leider nichth so viel energie, um mich "auch noch um dieses thema" zu kümmern. hinzu kam noch milchstau, der mich dann "als zeichen" zum abstillen gebracht hat. im nachhinein bin ich immer noch am grübeln und denke, dass ich es doch hätte versuchen sollen >>> beim nächsten kind ist die uni zum glück beendet und ich hoffe, - ich weiß - dass ich dann alles mögliche dafür tun werde, damit das stillen besser klappt :D solange es meinem kind (und mir) dabei gut geht. dann werde ich auch den mumm haben, eine stillgruppe aufzusuchen und mich um eine stillberaterin kümmern. zum glück hab ich ja schon ein kind und weiß nun, wie das mit dem anlegen so funktioniert und lasse mich von den gestressten schwestern der entbindungsstation nicht mehr anstecken!!!!!!

mit dem stillen in der öffentlichkeit hatte ich weder vorher noch nach der geburt meines kindes probleme. weder mit anderen noch mit mir selbst. aber mir ist auch aufgefallen, dass man wirklich noch blöd angeschatu wird, wenn man - auch wenn man so dezent wie möglich - stillt. ich bin meist in ein familiencafe gegangen, weil ich mich doch von den blicken nicht abbringen lassen wollte. leider bin ich für sowas da noch anfällig gewesen :(

eine langzeitstillerin werde ich wohl nicht werden. ich kann mir nicht vorstellen, ein 3-jähriges kind zu stillen. wahrscheinlich deswegen nicht, weil man es einfach nicht sieht, es in der gesellschaft nicht anerkannt, als empörend gesehen und offen praktiziert wird. schade eigentlich. aber mal abwarten. vielleicht gibts die abendmilch ja doch "etwas länger" :wink:

ich wünsch dir alles gute

:piepmatz: lisii
10/12/19
Priscilla59
Herzlich Willkommen
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Re: Flaschennahrng/ Bin ich ein Außenseiter?

Beitrag von Priscilla59 »

ich bin auch eine flaschenmama :( hängt mit der erkrankung meines babies zusammen
wobei ich die erste woche aber gestillt habe und danach noch einen monat abpumpen
ich muss jedesmal fast weinen wenn ich eine flasche fertigmache ...

mein spatzi bekommt aber mittags, nachmittags und abends brei, von daher hält sich das in grenzen..
leider habe ich auch keinen stillfreundlichen kinderarzt und eine hebamme hatte ich nicht

ich habe mir jetzt ne milchpumpe gekauft, mir in der apo stilltee mit bockshornkleesamen anmischen lassen und so ein brusternährungsset werde ich mir auch noch holen.
an der brust saugen tut mein kleiner gar nicht mehr, er schreit die brust dann nur noch an :(
an stillhütchen saugt er aber sehr wohl
vllt klappt es mit der kombi aus allem wieder
Henrike mit Mini -Moppel (12/2011)
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