paula108 hat geschrieben:Ich spreche beide Sprachen. Englisch so ziemlich perfekt...
Und verstehe auch rein englischsprachige Kinder meist gut.
Und es hört sich halt alles recht undeutlich an.
Daher habe ich halt das Gefühl, es stimmt was nicht. Vielleicht sogar mit dem Hören etc...
Also es geht eher um die Aussprache und auch um den sehr kleinen Wortschatz als um die Vermischung von beiden Sprachen.
Wenn ich es mit meinem Sohn vergleiche, der einsprachig aufwächst und sehr spät dran war, dann ist es das Niveau, dass er mit ca. 2 hatte.
Ach ja, total blöd eigentlich hier zu fragen, weil ihr es ja nicht hören könnt.

Also ich meld mich hier auch mal wieder.
Jedes Kind ist anders. Jedes Kind lernt anders sprechen, lernt anders Sprachen, sich ausdrücken wie jeder Erwachsene ja auch anders ist, zum Glück.
Das Schwierige bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern ist jedoch: inwieweit ist die Sprachentwicklung des Kindes normal oder gibt es einen Grund, sich Sorgen zu machen. Ich habe mich auch schon häufig gefragt, wie mein Sohn sprechen würde, würde er einsprachig aufwachsen. So wurde mir auch schon von der Familie meines Partners gesagt, dass er schlecht spricht und er wohl ein Problem mit dem Gehör hätte.
Kann Mehrsprachigkeit ein verspätetes oder undeutliches Sprechen immer rechtfertigen?
Heute ist Samy 4 Jahre alt und spricht für meine Begriffe ein schlechteres deutsch und ein schlechteres französisches als einsprachig aufwachsene Kinder. ABER: Er spricht verständlich, nicht nur für mich und seinen Vater, sondern auch für Aussenstehende (das ist ein ausschlaggebener Punkt, der wichtig für das Wohlbefinden und die Entwicklung des Kindes ist). Er mischt die Sprachen nicht, ausser er kennt das jeweilige Wort nicht in der anderen Sprache. Er spricht gerne. Er hat ein ausgeprägtes Vokabular.
Ich denke, man muss gucken, inwieweit sich das Kind persönlich weiterentwickelt durch die Sprachen. Hat er Wutanfälle, da ihn andere nicht verstehen, bzw. nicht wissen, was er möchte?