Es muss sich was ändern (sorry, laaang)

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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mamaof3
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Es muss sich was ändern (sorry, laaang)

Beitrag von mamaof3 »

hallo,

ich bin mama eines fast 3jährigen und habe noch knapp 5 wochen alte zwillinge. die doppellinge sind in der 38. ssw reif geboren und hatten keine probleme. ich habe von anfang an gestillt.
nach 3 tagen bin ich heim, 3 tage später leider wieder zurück ins krankenhaus, beidseitige schwere mastitis, 4 tage klinik mit antibiose i.v., tägkich bis zu 10 ibuprofen, rapfer weiter gestillt.
zuhause dann irgendwann wunde brustwarzen bis aufs fleisch. stillhütchen, wodkabäder, beinwellsalbe.... weiter gestillt.
noch immer ist das anlegen eine kleine überwindung, weil so schmerzhaft und der msr tut saumäßog weh jedes mal.
es gibt tage, da trinken beide stündlich und ich stille somit 6 stunden am stück... das geht an tagen, an denen z.b. meine mama da ist, um den großen zu bespaßen, aber das ist sie nicht jeden tag.
wenn beide zeitgleich kommen, merke ich die hektik im nacken: wegen der schmerzen ist synchrondtillen nicht so meins u d ich unterstütze die kinder auch etwas, da ich eine sehr grose brust habe und sie sonst nur an dere spitze saugen und den schmerz ertrage ich nicht noch zusätzlich.
montag dann kam noch ein milchstau (war nachts mit beiden kindern auf der brust 4 std. eingeschlafen), den habe ich aber mit meiner wundervollen hebamme gut und schnell in den griff bekommen, aber... das waren natürlich schon wieder neue schmerzen....
letzte woche hat mein mann abends ein machtwort gesprochen und hat pre gekauft, weil ich seit um 14 uhr am stillen war, als er um 20 uhr heim kam. unseer sohn hat dann 50 ml getrunken und selig gepennt, die lütte etwas weniger und dann schlief auch sie. nachts und am nachsten tag hab ich dann wieder gestillt.... solange nicht beide zeitgkeich oder kurz nacheinander kommen, scheint die milch zu reichen, aber nun melden sie sich wieder stündlich. ich will zwar nicht schaffen und muss vor allem auch nichts scbaffen, aber ich habe eine. sohn, der auch das recht auf mami und nicht nur ahf stillende mami hat...

ich hab sorge, wenn ich jetzt bei gemaule nach dem stillen eine kleine flasche anbiete, dass ich dann ganz zügig abgestillt habe, was ich nicht will, da mir das stillen wichtig ist (also mir persönlich, nicht wegen allergierisiko oder so) und ich weiss, dass dies meine letzten kinder sein werden und ich dann nie wiedere stillen werde und und und.... aber so geht es nicht. ich habe jetzt in 4 wochen 23 kilo abgenommen, habbe aber nur 15 zugenommen. also nicht, dass mir das missfallen wuerde, aber hier laeuft doch was total falsch und demnaechst aus dem ruder.

och menno, was mache ich denn nun? also mit stillen und hinterherfüttern kann ich leben, ich kann auch mit einem mix leben, dass ich nur noch abends / morgens/nachts (weiss der geier) stille oder nur noch abends - womit ich nicht leben will ist, in gänze abzustille .

bitte, laßt mich an eurer erfahrung teilhaben. aufgrund der schmerzen erwische ich mich immer häufoger dabei zu denken wenn einer der 2 kräht: oh, bitte, nicht schon wieder, nicht schon wieder aua! :(

liebe grüße,


katharina
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mamaof3
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Re: Es muss sich was ändern (sorry, laaang)

Beitrag von mamaof3 »

sorry wegen der fehler - liegend im bett geschrieben und irgendwie kriege ich ihn nicht editiert!
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JaNiNis-Mom

Re: Es muss sich was ändern (sorry, laaang)

Beitrag von JaNiNis-Mom »

Wow, dass Du bist jetzt durchgehalten hast, find ich toll! Was meint denn Deine Hebamme, Du hast ja schon sehr viel abgenommen :shock: .... koennte man die Zwillis nicht im Wechsel stillen (hab davon null Ahnung)? ....und waere es moeglich, dass Du ne Haushaltshilfe (durch die Krankenkasse) bekommst?
Anhand des Alters der Beiden koennte es aber momentan auch ein Wachstumschub sein, der in ein paar Tagen vorbei ist und dann pendelt sich das Stillen bzw die Dauer und Haeufigkeit wieder ein. Die ersten 6-8 Wochen waren bei uns, mit einem Baby, auch immer total chaotisch/ stressig.
mamaof3
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Re: Es muss sich was ändern (sorry, laaang)

Beitrag von mamaof3 »

lieben dank für deine antwort.

mein gewicht ist das geringste problem ;) wollte damit nur zeigen, wie wenig zahnfleisch noch übrig ist, auf dem ich fast krieche.

meine hebamme ist zum glück kein feldwebel, der mich fürs zufüttern rund macht, sondern wohl auch meine 2 herzen in meiner brust spürt und es ok findet, wenns denn dann so ist.

ich hatte vor der geburt ne haushaltshilfe - das war furchtbar. alle nase lang kam ne andere, was für meinen schon sehr schwer war, dann standen die mit gekreuzten armen in hohen schuhen gelangweilt im garten etc... die eine hat dkl. neue babywäsche mit heller zusanmen gewaschen und mir 7 kilo wäsche verfärbt. ach, ich bin nicht geschaffen für 'personal' :)
da klappt das mit meiner mama und den schwiegis schon deutlich besser, essen kriege ich fast für jeden mittag gebracht, der große ist bis 14 uhr in der kita. aber trotzdem sinds echte blindflüge durch den tag.

im wechsel stillen ist natürlich eine möglichkeit. nach der letzten stillerei haben beide noch kurz die flasche bekommen und pennen seit um halb drei - und meine brüste feiern due erholung.

ich hoffe ja auch, dass es such einpendelt, aber die zeit bis dahin muss ich noch rumkriegen *?*
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JaNiNis-Mom

Re: Es muss sich was ändern (sorry, laaang)

Beitrag von JaNiNis-Mom »

Ist jetzt vielleicht nicht die Antwort, die ne Stillberaterin geben wuerde, aber ich wuerde mal bis auf weiteres die Flasche nach dem Stillen geben, einfach um Dir etwas mehr Ruhe und Erholung zu verschaffen (vor allem Deinen BW). Es wird in ein paar Tagen sicher ganz anderst aussehen und dann wuerd ich die Flasche danach wieder mehr und mehr weglassen.

Das mit der HH kann ich gut verstehen, mein Ding waers nicht :oops: . Arbeitet Deine Mama/ Schwiegis? Erkundige Dich mal bei der KK, eigentlich muessten auch Verwandte in diesem Fall etwas von der KK gezahlt kriegen. Zwar nicht so viel wie ne "richtige HH", aber wenigstens einen Teil. Meine Mama ist bei uns vor vielen Jahren auch mal eingesprungen, als ich ins KKH musste. Sie arbeitete damals noch, hat aber kurzerhand Urlaub genommen und hat sich um unsere Tochter gekuemmert. Sie hat damals Geld von der KK bekommen, da wir uns durch Sie ja die HH gespart haben.
jusl
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Re: Es muss sich was ändern (sorry, laaang)

Beitrag von jusl »

Hallo und herzlich willkommen hier!

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du schon "zuckst", wenn sich wieder ein Baby zum Stillen meldet - schmerzende Brustwarzen können einem die Freude am Stillen echt verleiden. Der absolut wesentliche Punkt bei wunden Brustwarzen ist immer: Ursache herausfinden! Die bekannten Hilfsmaßnahmen wie Wundsalbe, Brustwarzenschoner, Rotlicht, frische Luft dran usw helfen durchaus - ABER NUR, wenn die Ursache beseitigt wurde.

Naheliegend wäre, dass die Mastitis, die Du Dir durch die Krankenhauskeime eingefangen hast (ärgerlich!..), auch die Brustwarzen bakteriell entzündet hat. Wurde dies ärztlich kontrolliert?
Falls die Wunden infiziert sind, sollte dies schnell medizinsch behandelt werden.
Ebenso naheliegend wäre Wundsein verursacht oder deutlich verschlimmert durch die Verwendung von Stillhütchen. Die Hütchen selbst können Reizungen und Wundwerden begünstigen, außerdem können sie das Saugverhalten der Babys verändern (Stichwort "Saugverwirrung", was ebenfalls häufig wunde und schmerzende Brustwarzen nach sich zieht).

Vom Zufüttern mit der Flasche kann ich sowohl als Stillberaterin als auch als Zwillingsmutter nur deutlich abraten. Der Grund hierfür liegt in der relativ hohen Wahrscheinlichkeit, dass mind. ein Baby Saugstörungen entwickelt durch die Verwendung der künstlichen Sauger. Gerade in den ersten Lebenswochen ist eine Saugverwirrung häufig, bei zwei Babys ist die Wahrscheinlichkeit dafür entsprechend doppelt so hoch. Brustwarzenprobleme, nervig-schwieriges Stillen (z.B. heikles Andocken, ineffektives langes Stillen) und Milchrückgang wären die klassischen möglichen Folgen.

Saugverwirrung ist behandelbar. Bei einem Baby kostet dies viel Zeit, Schweiß und Tränen, aber dann geht's wieder. Bei zwei Babys kostet dies aber MEHR ALS DOPPELT so viel Zeit, Schweiß und Tränen, denn als Mehrlingsmama, insb. mit weiteren Kindern im Haus, hast Du zusätzlich Probleme zu managen, die schlicht dadurch entstehen, dass eben ZWEI Babys da sind. Diese Aufgabe kann zu groß werden. Deshalb kann ich nur raten: auf Nummer sicher gehen, und ab sofort sämtliche künstlichen Sauger (Flaschen, Hütchen, Schnuller) konsequent meiden. Sollte vorübergehend Zufüttern tatsächlich notwendig sein, kann dies auch stillfreundlich geschehen, z.B. mit Löffel, Becher oder Softcup.

Nochmal nachgefragt: Stillst Du derzeit NUR mit Hütchen? Oder mal mit, mal ohne? Oder mittlerweile gar nicht mehr mit Hütchen?

Noch sind Deine Babys jung genug, um korrektes, VÖLLIG SCHMERZFREIES Stillen noch gut zu lernen. Noch ist Deine Milchmenge auf quasi 200% (diese wird unweigerlich zurückgehen, wenn Du weiterhin künstliche Milch zufütterst, um eben genau die Menge, die Du zufütterst). Nutze dies aus, dass das Ruder JETZT noch gut herumzureißen ist!
Gerade gleichzeitiges Stillen ist eindeutig vorteilhaft, um die Milchmenge für Mehrlinge dauerhaft auf entsprechend hohem Niveau zu halten (denn es wird durch den doppelten Saugreiz mehr Prolaktin ausgeschüttet. "10x tandem" macht i.d.R. mehr Milch als "20x einzeln".). Außerdem spart es Zeit, und kein Baby muss hungrig warten, wenn das andere gerade gestillt wird. Es wäre also sicher günstig, gleichzeitiges Stillen irgendwann anzugehen, aber ich vestehe auch völlig, dass dies derzeit mit den schlimmen Schmerzen kaum möglich ist. Deshalb, zusammengefasst:
* Ursachen rausfinden (können wir hier gerne gemeinsam probieren) und dann zügig behandeln
* bis zur Heilung stillverträgliche Schmerzmittel nehmen wenn nötig
* auf superkorrekte Stilltechnik bei den Babys achten, insb. sehr sorgfältiges Andocken, und zwar EHE das Baby weint (wichtig!)
* empfehlenswerte unterstützende Maßnahmen: Brustwarzenschoner im BH tragen, Lanolin (nur!) auf blutende Wunden, gängige Heilsalben von Bepanthen bis Multilind probieren, Rotlichtbestrahlung (noch besser: Kaltlaser).

Außerdem: mehr/häufiger essen. 23 kg Abnahme in 4 Wochen sind eindeutig NICHT dem Stillen geschuldet (sonst wäre von mir allein nach 10 Monaten Vollstillzeit mit Zwillingen wohl nur ein Strich übrig ;-) - tatsächlich hab ich kein bisschen abgenommen, nur mit mehr Appetit gegessen als sonst.) Milch bilden für Zwillinge verbraucht in der Vollstillzeit etwa 1000 kcal täglich. Dies sind z.B. zwei ordentliche Portionen Schokomüsli; das muss gehen. Solltest Du bereits häufig und kalorienreich genug essen und DENNOCH so stark abnehmen, sollte ein Arzt einen gründlichen Checkup machen (v.a. Schilddrüse und Blutbild).

Ich hoffe, diese ersten Infos sind hilfreich für Dich, Rückfragen immer gerne,
LG,
Julia
mamaof3
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Re: Es muss sich was ändern (sorry, laaang)

Beitrag von mamaof3 »

julia *wow* also... danke!!! ich muss grad echt mit den traenchen kaempfen, einfach weil ich das gefuehl habe, nicht am ende zu sein, sondern, wie du so schön sagst, das ruder in richtung harmonische stillbeziehung rumreißen zu koennen und es purzeln viiiiele steine!

zu deine fragen: nein, meinen bw hat niemand sonderliche beachtung geschenkt. mit stillhütchen, dann diesen wunderbaren "teesieben" von medela zur schonung der bw, dieser lila salbe und beinwell und wodkabädern sind sie nun nicht mehr wund, sondern einfach "nur" greuslichst empfindlich. es reicht, dass ich mich runterbeuge und die bw sich minimal über die stilleinlage bewegt, dass ich an die decke fliegen könnte vor schmerz.
mit stillhütchen hab ich nur ganz, ganz kurz und möglichst selten gestillt, damit durch den veraendeten sog die milchmenge nicht arg zu doll zurueck geht, ausserdem blieb dieser hoellische ansaugschmerz :(

seit einiger zeit habe ich eine medelapumpe daheim. vor einer guten woche konnte ich nach 4 stunden stillpause zusammen ca. 150 ml pumpen, heute habe ich sie mal wieder benutzt, weil die babys nach der flasche schlafen wie könige... zusammen waren es nun 270 ml. das haeufige anlegen hat sich wohl bezahlt gemacht. *freudeueberkleinenteilerfolg*

ich moechte ja auch nicht zufuettern, sondern *ein traum* vollkommen schmerzfrei moeglichst lang beide stillen koennen!!! aber wenn du allein daheim hockst, 36 std. nur stillst (wachstumsschub???) - irgendwann ist man mit seinem latein am ende, denn egal was man (jetzt) macht, nichts hilft sofort und in dieser minute.

aktuell ist es so, dass ich schnell reagiere, wenn sie hungerzeichen zeigen, mich aber dann echt ueberwinden muss (und dabei oft 21-22-23 zaehle), ehe ich mich 'traue' anzulegen. dabei halte ich die bw etwas platt gedrueckt, um die kinder nicht mit zu viel brust zu ueberfordern, das kriegen sie sonst nicht so recht hin. tja, dann zwiebelt es wie hulle, kurz danach dann die zweite brust, die durch den milchxpendereflex arg schmerzt. der geht dann vorbei, der saugschmerz bleibt, auch wenn er sich waehrend des stillens bessert, solange ich die umgebung rund um die bw etwas platt gedrueckt halte. lasse ich die brust los, verliert das kind entweder die bw oder es tut wieder mehr weh.

m. schnalzt ab und an mit der zunge (super schmerzhaft) - dann habe ich nicht mitbekommen, dass sie die bw nicht mehr richtig im mund hat und mit der bw-spitze regelrecht spielt.
beide kinder schmeißen auch gerne mal den kopf in den nacken - mit bw im mund... :(

was bitte ist ein softcup?

aktuell sind die bw also nicht mehr wund bis aufs fleisch, man sieht nur die 'narben', also da wo sich die wunden geschlossen haben sind jetzt irgendwie falten. allerdings hab ich so leicht weißliche areale auf den bw, keine ahnung, was das ist.

tandemstillen, das waere mein wunsch.

aufgrund der schmerzen mag ich auch nicht tragen - meinen sohn hab ich bis ueber den 2. geburtstag getragen und es so geliebt, aber jetzt... es geht nicht!

ich bin nach der entbindung schon mit blutigen und blasigen bw entlassen worden :( eigentlich traurig so etwas!

1000 kcal??? wow, nein, das schaffe ich nicht zusaetzlich. aber wenn man es weiss.... schilddruese werd ich aber trotzdem mal checken lassen.

liebe julia, viiiiiielen dank! jetzt gehe ich mit hoffnung und neuem mut schlafen und freue mich auf die ursachenforschung!

danke schoen!!!


gute nacht, katharina
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Re: Es muss sich was ändern (sorry, laaang)

Beitrag von mamaof3 »

JaNiNis-Mom hat geschrieben: Das mit der HH kann ich gut verstehen, mein Ding waers nicht :oops: . Arbeitet Deine Mama/ Schwiegis? Erkundige Dich mal bei der KK, eigentlich muessten auch Verwandte in diesem Fall etwas von der KK gezahlt kriegen. Zwar nicht so viel wie ne "richtige HH", aber wenigstens einen Teil. Meine Mama ist bei uns vor vielen Jahren auch mal eingesprungen, als ich ins KKH musste. Sie arbeitete damals noch, hat aber kurzerhand Urlaub genommen und hat sich um unsere Tochter gekuemmert. Sie hat damals Geld von der KK bekommen, da wir uns durch Sie ja die HH gespart haben.
ich glaube, bei so engen verwandschaften wird nix bezahlt. unse "o's" arbeiten aber auch nicht und sind jederzeit anspielbar fuer uns, das ist schon arges gluck!

lieben dank fuer deine amtwort!!!
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Re: Es muss sich was ändern (sorry, laaang)

Beitrag von tania »

du bist hier an der genau richtigen adresse. jusl ist eine richtig klasse stillberaterin.

stillen ist am anfang oft schmerzhaft und anstrengend. ich drücke dir ganz fest alle daumen, du schaffst das.

liebe grüße und meine volle hochachtung, tania
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Re: Es muss sich was ändern (sorry, laaang)

Beitrag von jusl »

Hallo Katharina,

freut mich, dass Dir meine Antwort geholfen hat. Ich geh mal der Reihe nach:
zu deine fragen: nein, meinen bw hat niemand sonderliche beachtung geschenkt. mit stillhütchen, dann diesen wunderbaren "teesieben" von medela zur schonung der bw, dieser lila salbe und beinwell und wodkabädern sind sie nun nicht mehr wund, sondern einfach "nur" greuslichst empfindlich. es reicht, dass ich mich runterbeuge und die bw sich minimal über die stilleinlage bewegt, dass ich an die decke fliegen könnte vor schmerz.
mit stillhütchen hab ich nur ganz, ganz kurz und möglichst selten gestillt, damit durch den veraendeten sog die milchmenge nicht arg zu doll zurueck geht, ausserdem blieb dieser hoellische ansaugschmerz :(
Empfindlich? Ganz normal. Höllisch schmerzhaft? NICHT normal!! Starke Schmerzen, insb. solche, die im Laufe der Stillmahlzeit nicht abnehmen, sind praktisch IMMER ein Hinweis auf ein Problem. Ursache Nr.1 für wunde BW ist falsches Anlegen/falsche Saugtechnik. Kommen dann noch Probleme mit dem Vakuumhalten (Schnalzen oder rein-und-raus-flutschenlassen) oder Zungenfehlstellungen dazu (ebenfalls Schnalzen, außerdem Kauen, Reiben oder gar Hochrollen), wird es unerträglich. Kannst Du das mit dem "BW plattdrücken" noch mal genauer beschreiben? Bei einem korrekt angelegten Baby ist der Mund sehr weit offen. Es hat einen großen Teil des Warzenvorhofes mit im Mund, die Zunge liegt unten-vorne über der unteren Kieferleiste. Die BW landet so ganz weit hinten im Rachen und erfährt im Grund kaum Zug oder Reibung. Das Stillen ist so völlig schmerzfrei. Bei schon vorhandenen Wunden an den "BW-Seiten", oder schmerzenden Stellen die sich dort gut lokalisieren lassen, ist es hilfreich, das Baby so anzulegen, dass die schmerzende Stelle in Richtung MUNDWINKEL zeigt. So wird dieser Bereich größtmöglich geschont.

Bei Euch spielt dies sicherlich mit rein, denn Schnalzen, Kopf wegziehen, Spielen mit der BW sieht eindeutige "Stilltechnik-Fehler". Es ist notwendig, dass Du selbst gut Bescheid weißt übers korrekte Anlegen und anatomisch korrektes Saugen, damit Du Deinen Babys helfen kannst, eine gute Technik schnell zu lernen. Sehr günstig wäre, wenn Du eine Stillberaterin bitten könntest, Dir bei einem Hausbesuch dabei zu helfen.

Nicht ausgeschlossen ist außerdem eine Infektion der BW, bakteriell oder mit einem Pilz. Häufig wird dies per Ausschlussdiagnose herausgefunden - wenn die Babys perfekt saugen und die BW weiterhin höllisch weh tun, liegt eine Infektion nahe. Diese wird dann - meist auf gut Glück - mit antibiotischen/antiseptischen/funigiziden Salben behandelt. Manchmal wird auch ein Hautabstrich gemacht, um den Erreger zu idenitifizieren, aber im Alltag spart man sich diesen Schritt meistens. Weiße Beläge und/oder rote, schuppige Haut an den BW können z.B. ein Hinweis auf Soor sein, eine verbreitete Pilzinfektion, die i.d.R. als sehr schmerzhaft erlebt wird.
seit einiger zeit habe ich eine medelapumpe daheim. vor einer guten woche konnte ich nach 4 stunden stillpause zusammen ca. 150 ml pumpen, heute habe ich sie mal wieder benutzt, weil die babys nach der flasche schlafen wie könige... zusammen waren es nun 270 ml. das haeufige anlegen hat sich wohl bezahlt gemacht. *freudeueberkleinenteilerfolg*
Prima, dass die Milchmenge offenbar nicht das Problem ist, das ist super.
ich moechte ja auch nicht zufuettern, sondern *ein traum* vollkommen schmerzfrei moeglichst lang beide stillen koennen!!! aber wenn du allein daheim hockst, 36 std. nur stillst (wachstumsschub???) - irgendwann ist man mit seinem latein am ende, denn egal was man (jetzt) macht, nichts hilft sofort und in dieser minute.
Völlig klar, so wie es JETZT ist, kann es nicht weitergehen. Aber Du bist ja bereits dabei, Dein Problem anzugehen, und für den Akutfall möchte ich nochmal auf stillverträgliche Schmerzmittel hinweisen. Diese werden etwa 20-30 min vor dem voraussichtlich nächsten Stillen genommen, schaden den Babys nicht und nehmen die Spitze des Schmerzes etwas weg. Dies ist empfehlenswert, denn es ist bekannt, dass ständige Flutung mit Schmerz- und Stresshormonen die an der Milchbildung beteiligten Hormone beeinträchtigen können.
was bitte ist ein softcup?
Ein Softcup ist eine Fütterhilfe, die unten aussieht wie eine Flasche, aber oben statt eines herkömmlichen Saugers ein spezielles Mundstück hat. Dieses Mundstück ist praktisch nichts anderes als ein weicher Löffel, und dahinter ist ein Ventil, so dass die Milch nicht einfach aus der Flasche läuft. Sprich: eine Art Komfort-Löffel, mit dem man relativ bequem und einfach Muttermilch zufüttern kann, ohne ein falsches Saugmuster zu etablieren bwz. das Stillen zu stören. Hier findest Du ein Bild.
ich bin nach der entbindung schon mit blutigen und blasigen bw entlassen worden :( eigentlich traurig so etwas!
In der Tat. :evil: :( Eine beidseitige Mastitis ist - im Gegensatz zur einseitigen - eigentlich immer verursacht durch Probleme in der Klinikhygiene ("Krankenhauskeime"). Da hat sich dann mal jemand vom Personal die Hände nicht richtig gewaschen, Handschuhe nicht gewechselt usw.; so werden solche Keime übertragen. Insb. durch wunde BW finden diese dann eine Eintrittsforte und lösen eine Mastitis aus. Ein altbekanntes Problem.
1000 kcal??? wow, nein, das schaffe ich nicht zusaetzlich.
Unsinn! 1000 kcal sind SEHR LEICHT unterzubringen, v.a. wenn man den ganzen Tag auf dem Sofa sitzt und stillt. ;-) Eine Tafel Schokolade allein hat ja schon 500-600 kcal, die kann man gut nebenher essen; weitere 500kcal hat z.B. eine Schüssel Müsli, die Du irgendwann am Tag essen kannst. Damit wäre der Bedarf schon gedeckt. Eine Salamipizza allein sind schon gut über 1000 kcal. Eine Flasche Apfelsaft anstatt eine Kanne Tee bringt Dir allein schon 500 kcal. Es gibt unzählige Möglichkeiten, viele Kalorien über den Tag verteilt unterzubringen, z.B. Nüsse knabbern, Sahnesoße statt Tomatensoße, Salami statt Schinken, Cremesuppe statt klare Brühe.... Ein großer Obstteller (lass Dir den vom Besuch schnippeln!) hat viele Kalorien und ist sehr gesund.
Bei manchen Müttern sehr beliebt sind sog. "Stillkugeln". Das sind kleine Teigkugeln aus verschiedenen Getreiden (Mehl/Schrot/Flocken), Butter, Zucker, Nüssen und je nach Rezept was man sonst noch so mag (Kokos, Honig oder Vanille z.B.), absolute Kalorienbomben in Raffaelo-Größe sozusagen. Davon wenige am Tag, und die 1000 kcal sind schon voll.
liebe julia, viiiiiielen dank! jetzt gehe ich mit hoffnung und neuem mut schlafen und freue mich auf die ursachenforschung!
Sehr gut, das werden wir schon hinkriegen! Du hast Dich früh genug gemeldet (manchmal melden sich Mütter erst, wenn " das Kind schon in den Brunnen gefallen ist"; das ist sehr schade!), Du gehst gleichermaßen pragmatisch wie mit Herzblut an die Sache heran - kurz: Eure Chancen sind wirklich gut!

Nächster Schritt wäre also: Stilltechnik optimieren. Denkst Du, es würde Dir helfen, wenn Dich eine Stillberaterin vor Ort dabei unterstützt?

LG,
Julia
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