Ok, dass es unbedingt was mit der Familiären Situation zu tun hat, muss nicht sein. Kann aber, und darum habe ich auch auf diesen Hinweis geantwortet.GiGi hat geschrieben:Ich würde da jetzt auch nicht zwingend psychische oder familiäre Probleme als einzig mögliche Ursache suchen. Denke auch, dass es etwas Harmloses sein kann - Spass am Schneiden, Langeweile, das WIssen, dass Mama da gut drauf "anspringt", ... Ich denke auch, dass man mit noch nicht mal vier Jahren immer die Konsequenzen seines HAndelns bedenkt - wahrscheinlich ist ihr im Moment des Schneidens gar nicht bewusst, dass das etwas Endgültiges ist und die Haare nicht so schnell wieder wachsen. Von daher erübrigt sich die Frage "Warum macht sie das, wenn sie doch lange HAare haben will??".
Spontan dachte ich, dass mein Kind wahrscheinlich keinen unbeobachteten Zugang zu einer Schere haben würde, wenn es dazu neigt sie zum Stutzen der eigenen Haare zu verwenden.
Was mir einfach auffällt, dass sie immer dann die Haare schneidet, wenn es eben wieder nach was aussieht. Also dass man wieder ein Zöpfchen machen kann, Haarspangen wieder halten, sie sich wieder richtig kämmen kann und die Haare dann in der Richtung bleiben.
Also immer dann, wenn die Spuren vom letzten mal vorüber sind.
Was mich aber verwundert, dass sie es ganz klar frei formulieren kann, dass sie weiss, dass dann Löcher da sind und wir nach dem Haareschneiden eben nicht mehr so frisieren können, wie sie es gerne hätte. Denn den Puppen schneidet sie die Haare nicht, denn dann kann sie diese ja nicht mehr kämmen. Also glaube ich schon, dass sie es einschätzen kann/könnte.
Das mit dem Wegschliessen der Scheren habe ich mir auch schon überlegt. Aber ich finde es eine wirklich schlechte Lösung, denn meine Kinder sollen ja eben aus Selbsterfahrung lernen. Und wenn sie keine Scheren mehr haben, lernen sie es nicht. Sondern es wird nur vertagt. Ausserdem basteln beide sehr gerne und machen Scherenschnitte, zerschneiden Karton und bauen damit ganz tolle Dinge. Also würde ich ihnen da sehr viel Kreativität und Freude wegnehmen.




