IBCLC Regina hat geschrieben:Ich finde ihn nicht schlimm, ihre Argumente schließen jedoch eindeutig auf unzureichende Still-Infos.
Wichtig ist, dass sich Frauen GUT schon vor der Geburt zum Thema Ernährung auseinandersetzen und sich auch möglichst Unterstützung von einer kompetenten Fachpersonl holen, um die Für und Wider abzuwägen und dann eine informierte Entscheidung zu treffen. Dieser Artikel scheint informiert, ist er aber leider nicht, denn was das Kind evtl. wollen würde, was IHM guttut steht nirgends und es ist leicht zu sagen "wenn es mir gut geht, geht es auch dem Kind gut", aber auch umgekehrt wird ein Schuh draus. Von gesunder, natürlicher, antikörperreicher Nahrung, kiefergerechter Entwicklung, vom Unterschied eine weiche, warme, gutriechende Mamabrust im Mund zu haben oder Gummi oder Silikon steht nichts. Frauen die nicht Stillen brauchen sich nicht rechtfertigen und dieser Artikel ist eine einzige Rechtfertigung, ihre Argumente fadenscheinig. Schade.
LG, regina
Sie hat ja doch aber beschrieben, dass sie sehr wohl in Rechtfertigungszwänge gekommen ist. Wenn ich in eine Krabbelgruppe gehe und mit den Worten "Da kommt ja das Flaschenbaby" begrüßt werde, fühle ich mich durchaus zu einer Rechtfertigung gezwungen. Das könnte ich nicht so locker wegstecken.
Ich stille Felix jetzt seit über 3 Jahren, mir braucht man also nix zu erzählen, ich weiß um die Vorteile. Aber ich denke, der von Dir verlinkte Artikel hat ja gar nicht den Anspruch, Stillen und Nicht-Stillen gegeneinander abzuwägen, sondern eher, sich mal auszukollern, wie es einer Mutter geht, die die bewusste Entscheidung gegen etwas Bestimmtes getroffen hat.
Ich finde das vergleichbar mit der Situation arbeitender Mütter. Mir ist aufgefallen, dass ich großes Mitgefühl erlange, wenn ich traurig schaue und sage, dass ich ja arbeiten muss, aber viel, viel lieber zuhause bliebe (=keine freie Entscheidung, sondern Zwänge).
Sag ich aber, ich bin ganz froh, arbeiten zu können, weil nur zuhause sein nicht mein Ding ist, dann ernte ich nur Missfallen (=freie Entscheidung, mich nicht uneingeschränkt um mein Kind zu kümmern und es zu genießen).
Ich würde auch jeder Frau zum Stillen raten, aber so langsam versuche ich, mir abzugewöhnen, den Wert als Mutter an solchen Sachen zu messen...