Belohnung /Bestechung

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Lösche Benutzer 3486

Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Lösche Benutzer 3486 »

chrissi hat geschrieben:Und wenn ich-wie auf dem Spielplatz-eingreife und Schaden von einem fremden Kind fernzuhalten, darf ich das dann zuhause nicht wenn ich schaden durch mangelndes Lernen befürchte? Ich hab jetzt durchaus mehr "Angst" davor dass mein Kind schulische Probleme bekommt als davor, dass ein fremdes Kind auf dem Popo landet, trotzdem lasse ich es bei der sich-selbst-schadens-aktion frei laufen, und bei der fremde-schadens-Situation greife ich ein?

Der Unterschied liegt einfach darin, dass du dir eingestehen musst, dass du keine Handhabe auf diesen Bereich des Lebens deines Kindes (was für ein Genitiv) hast. In der Schule muss das Kind selbst machen, was es will. Dein Predigen, so meine Sicht, wird nur die Beziehung zu dir betrüben als dass das Kind einen Nutzen daraus zieht.
Auf dem Spielplatz hast du Handhabe.
Das Muli
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Das Muli »

Frieher hat geschrieben:Wenn ich hier mal meine Sicht der Dinge reinhauen darf: Wenn er diese Strafe von der Lehrerin bekommt, ist es ihr und sein Ding. Aber ich will meine Eltern-Kind-Beziehung nicht damit betrüben.
Die Kinder werden noch oft feststellen, dass von ihnen etwas gefordert wird und das bei Nichterfüllung Konsequenzen folgen - das dürfen sie auch, aber es soll eben da ablaufen, wo es geschehen ist. Die Lehrerin scheltet in der Schule - damit hab ich nichts zu tun. Die StVO scheltet auf der Straße - damit hab ich nichts zu tun. Ich aber, die mein Kind so nimmt wie es ist, so liebt wie es ist, sich an ihm erfreut wie es ist, werde keine Strafen auferlegen, weil es einfach keine definierten Regeln bei uns, im Rahmen der Familie, gibt, die Sanktionen nach sich ziehen...
Hmm ich finde, das hört sich ja ganz schön an, so harmonisch...und ich finde es auch gut, dem Kind nach und nach die Verantwortung für sein Verhalten zu übertragen. Aber eben altersgerecht: Beispiel Schule - bei einem Erstklässler ist sicher noch ein wenig mehr "kümmern" gefragt, als bei einem 13jährigen ;-)

Aber irgendwie kann ich es doch nicht 100% unterschreiben - denn es klingt auch nach "leicht machen". Vermutlich ist das hier garnicht so gemeint worden... aber gerade die Sache mit der StVO - Kinder unter 10 können einfach den Verkehr nicht einschätzen. Da bin ich als Mutter gefragt, da liegt die Verantwortung eindeutig bei mir und ich muss eben soweit möglich für die Einhaltung sorgen. Und ich finde schon auch, dass man nicht jegliche Verhaltensverantwortung auf das Kind übertragen kann um sich ungetrübt am Kind erfreuen zu dürfen und keine Trotzanfälle oder NEINs zu provozieren - in der Hoffnung "Die Gesellschaft wirds schon richten und später wird es die Konsequenzen dann ja spüren". Ich denke, ein Kind sollte unsere Werte schon spüren, soll die Möglichkeit haben sich auch mal daran zu reiben und sie zu hinterfragen - auch um später mit anderen Regeln im Leben umgehen zu können. Und ich bin es meinem Kind irgendwie auch schuldig, ihm einen Weg zu zeigen, sich in der Gesellschaft zurecht zu finden, mit anderen Menschen, anderen Meinungen, anderen Regeln zurecht zu kommen...
Was Du schreibst, klingt mir jetzt irgendwie zu sehr nach Beliebigkeit....

LG Muli
Das Muli mit großem Fohlen (11/04) und kleinem Fohlen (12/07)
...und jaaaa ich weiß dass sich Mulis eigentlich nicht vermehren...aber ich bin nunmal das Tragtier der Familie

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wunderpflanze
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von wunderpflanze »

Mit der Pubertät ist die Erziehung gelaufen.
Ja, das kann ich mir gut vorstellen - auch ohne Juul. :wink:

Aber reden wir hier nun von kleinen Kindern (so fing es ja ursprünglich an) - oder von Jugendlichen?
Ich finde das nämlich schon einen Unterschied.
Ein 14jähriger kann ja nun doch eher abschätzen was nicht gemachte HA oder nicht lernen für Folgen haben KANN.
Liebe Grüße
A. + C. (Juli '06) + M. (Juni '09)
Captainsparrow

Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Captainsparrow »

Es geht ja auch gar nicht darum, das Kind ständig zu erpressen dies und das zu machen. Sondern darum, dass man auch mal einen kleinen Anreiz schafft für die erledigung ungeliebter Aufgaben. Z.b. lernen oder -gerade heute Mittag-Tisch abräumen. Ich möchte gerne, dass mein Sohn (fast 4) dabei hilft. Nicht damit es schneller geht (das Gegenteil ist eher der Fall) sondern damit er sieht, dass man als Familie "an einem Strang zieht". Also räumt jeder seinen Teller in die Spülmaschine, auch der Kleinste (naja, den hab ich auf´m Arm und er gackert und hält den Plastikteller fest und beißt rein, während ich das kichernde Paket rübertrage). Er "ich mach das nicht ""warum nicht""ich will nicht""bitte tu es" "ich hab keine Lust dazu, ich will spielen gehen".
Also bin ich runter zu ihm und habe fast wortwörtlich gesagt: " Auch ich habe keine Lust dazu, aber das Geschirr muss sauber werden damit wir morgen wieder davon essen können. Deshalb tragen wir es hierher. Wenn ich es alleine mache dauert es viel länger. Außerdem hab ich nur meinen Teller schmutzig gemacht, der Papa seinen und Du Deinen. Wenn jeder seinen schmutzigen Teller herbringt, geht das Aufräumen viel schneller. Und wenn wir so schnell fertig sind, bleibt sooo viel Zeit übrig, dass wir noch was tolles zusammen machen können bevor Oma kommt". Er hat sich dann Fingerfarbenmalen ausgesucht und war so eifrig beim restlichen Abräumen, dass er sogar noch unbedingt den Tisch abwischen wollte.
Wobei wir wohl eh einen grundsätzlich voneinander verschiedenen Erziehungsstil haben. Hier bei uns gibt es nämlich durchaus einige Regeln, an die sich alle halten sollen. Zuerst spielerisch, klar, aber nach und nach auch "reifer". Dazu gehören banale Dinge wie Höflichkeit (Bitte, danke zumindest im Familienkreis, wenn mein Kind bei Fremden zu schüchtern wäre würde ich es nicht dazu zwingen), Sauberkeit (man kann draußen im Matsch rumsauen wie man möchte, aber zuhause werden die schmutzigen Schuhe ausgezogen, vor dem Essen Hände gewaschen und abends wird gemeinsam aufgeräumt, ach ja, zähneputzen muss auch sein)und Respekt vor Eigentum (jeder in der Familie hat persönliche Dinge, an denen die anderen nichts zu suchen haben. Das gilt genauso für seine Lego-Bauten wie für mein Laptop). Das war es eigentlich schon, nicht viel, aber ich finde für einen fast-4-jährigen erstmal genug.
Lösche Benutzer 3486

Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Lösche Benutzer 3486 »

Nun ja, gerade die Sache mit der StVO, ist natürlich für Kinder jenseits der 18 gemeint.
Wenn ich mit meinen Kinder beispielsweise im Straßenverkehr unterwegs bin, dass ist das schon so, dass ich diejenige bin, die für das Einhalten der Regeln verantwortlich ist, die daran erinnert und auf die Erfüllung achtet.

Sicherlich ist es auch so, dass ein Erstklässler ganz andere Führung bedarf als ein 13jähriger. Aber man darf dabei eben nicht vergessen, welche Rolle man als Elternteil spielt. Begleiten stand nie außer Fragen - hier ging es um Sanktion!

Meine Kinder kennen meine Werte/ Normen ganz gut. Wir halten damit nicht hintern Zaun - wohl aber steht es ihnen, auch jetzt schon, frei, sich danach zu richten.
Ich finde grüßen höflich und billig. Meine Tochter kennt meine Einstellung dazu. Nichtsdestotrotz werde ich mich nicht neben sie stellen und von ihr Verlangen: jetzt grüß mal die Frau XY schön. In einer ruhigen Minute wird das hier immer wieder mal thematisiert. Ich möcht ihr nicht das Grüßen verleiden.
Anderes Beispiel: sie weiß, dass wir keine Tiere essen. Selbst tut sie das aber gerne ohne von uns dazu einen Kommentar zu hören.
Lösche Benutzer 3486

Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Lösche Benutzer 3486 »

chrissi hat geschrieben:Es geht ja auch gar nicht darum, das Kind ständig zu erpressen dies und das zu machen. Sondern darum, dass man auch mal einen kleinen Anreiz schafft für die erledigung ungeliebter Aufgaben. Z.b. lernen oder -gerade heute Mittag-Tisch abräumen. Ich möchte gerne, dass mein Sohn (fast 4) dabei hilft. Nicht damit es schneller geht (das Gegenteil ist eher der Fall) sondern damit er sieht, dass man als Familie "an einem Strang zieht". Also räumt jeder seinen Teller in die Spülmaschine, auch der Kleinste (naja, den hab ich auf´m Arm und er gackert und hält den Plastikteller fest und beißt rein, während ich das kichernde Paket rübertrage). Er "ich mach das nicht ""warum nicht""ich will nicht""bitte tu es" "ich hab keine Lust dazu, ich will spielen gehen".
Also bin ich runter zu ihm und habe fast wortwörtlich gesagt: " Auch ich habe keine Lust dazu, aber das Geschirr muss sauber werden damit wir morgen wieder davon essen können. Deshalb tragen wir es hierher. Wenn ich es alleine mache dauert es viel länger. Außerdem hab ich nur meinen Teller schmutzig gemacht, der Papa seinen und Du Deinen. Wenn jeder seinen schmutzigen Teller herbringt, geht das Aufräumen viel schneller. Und wenn wir so schnell fertig sind, bleibt sooo viel Zeit übrig, dass wir noch was tolles zusammen machen können bevor Oma kommt". Er hat sich dann Fingerfarbenmalen ausgesucht und war so eifrig beim restlichen Abräumen, dass er sogar noch unbedingt den Tisch abwischen wollte.
Wobei wir wohl eh einen grundsätzlich voneinander verschiedenen Erziehungsstil haben. Hier bei uns gibt es nämlich durchaus einige Regeln, an die sich alle halten sollen. Zuerst spielerisch, klar, aber nach und nach auch "reifer". Dazu gehören banale Dinge wie Höflichkeit (Bitte, danke zumindest im Familienkreis, wenn mein Kind bei Fremden zu schüchtern wäre würde ich es nicht dazu zwingen), Sauberkeit (man kann draußen im Matsch rumsauen wie man möchte, aber zuhause werden die schmutzigen Schuhe ausgezogen, vor dem Essen Hände gewaschen und abends wird gemeinsam aufgeräumt, ach ja, zähneputzen muss auch sein)und Respekt vor Eigentum (jeder in der Familie hat persönliche Dinge, an denen die anderen nichts zu suchen haben. Das gilt genauso für seine Lego-Bauten wie für mein Laptop). Das war es eigentlich schon, nicht viel, aber ich finde für einen fast-4-jährigen erstmal genug.

Scheinbar hat sich mein Geschriebenes so lapsig angehört. Aber klar gibt es auch bei uns zu Hause Regeln, aber eben keine Sanktionen. Wir waschen uns die Hände vor dem Essen, vorher kann nicht das Tischgebet gesprochen werden, vorher fängt keiner an. In diesem Boot sitzen wir alle. Nur als Beispiel.
Ich trage ohne Frage die Verantwortung für meine Kinder, auch für deren Entwicklung. Aber dieser muss ich doch nicht mit Sanktionen bzw. Bestechung nachkommen.
Captainsparrow

Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Captainsparrow »

Aber jetzt abgesehen von der Spielplatz-Sache ging es ja ursprünglich auch eher um Belohnungen als Anreiz. Mich persönlich würde es sehr stören wenn ich ein 13-Jähriges Kind hätte das wie ein Stoffel durch die Welt läuft und nicht zurückgrüßt wenn es gegrüßt wird. Ich würde das Thema dann zuhause mehr als deutlich anschneiden. Und bestimmt nicht "ich grüße sehr gerne und finde das gut,schade dass Du das nicht so empfindest, aber wenn Du nicht grüßen möchtest steht es Dir natürlich frei " sonder eher "ich finde es total unmöglich wenn Du gegrüßt wirst und nicht zurückgrüßt. Da ist ein Mensch freundlich zu Dir und Dein Verhalten ist sehr unhöflich und stößt die Mitmenschen vor den Kopf, das lässt Dich selbst in einem sehr unguten Licht dastehen". Wenn der Teenie mal irgendwann eine Ausbildungsstelle sucht und aufgrund von mangelnden sozialen Umgangsformen keine bekommt, wird diese unangenehme Angewohnheit nämlich schnell vom Ärgernis zum Problem.
Zumindest bisher funktioniert nämlich bei uns dieses wir-ahmen-unsere-Eltern-nach Prinzip nicht, denn mein Mann und ich sagen immer bitte und danke, grüßen eigentlich jeden dem wir begegnen (also im Dorf, klar) und weder ich noch mein Gatte sitzen nasepopelnd auf der Couch.

Wenn nun aber die Hände nicht gewaschen werden (kein Bock) folgt doch daraus im Ernstfall, kein Gebet und damit kein Essen, oder? Also ist doch Nicht-Essen die Sanktion für nicht-Händewaschen, oder?
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Das Muli »

Hallo,
also ich denke, die Frage mit den Belohnungen kommt eben dann auf, wenn man ein sich-verweigerndes-Kind hat und es aber zu einer bestimmten Handlung bringen will. Sei es Medizinnehmen, sei es im Haushalt helfen, sei es Hausaufgabenmachen. Ja, es gibt sicher Kinder, bei denen funktioniert das "Vormachen-Nachahmen" so gut, dass es kaum Anlass gibt, auf andere Mittel zurück zu greifen. Bei meinem Großen zB ist das aber nicht der Fall. Er ist generell kein "Mitmacher" und sein Lieblingswort ist Nein. Es gibt aber durchaus Momente, da möchte ich einfach, dass etwas funktioniert, dass etwas getan wird, weil es einfach wichtig ist oder weil eben auch andere davon betroffen sind, wenn er was nicht tut.

Ich persönlich schwanke in solchen Fällen immer zwischen "darauf verzichten", "irgendeinen Anreiz schaffen" und "Konsequenzen androhen" - wobei vorallem die letzeren beide Alternativen nicht besonders befriedigend sind und die erstere eben in vielen Fällen keine Option ist.

Daher nochmal meine Frage an diejenigen, die ganz ohne solche Mittel auskommen: Wie motiviert ihr Eure Kinder zu einem Verhalten, welches diese nicht von sich aus an den Tag legen?

LG Muli
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Zierbanane »

chrissi hat geschrieben:Und wenn ich-wie auf dem Spielplatz-eingreife und Schaden von einem fremden Kind fernzuhalten, darf ich das dann zuhause nicht wenn ich schaden durch mangelndes Lernen befürchte? ...
Das Problem ist, dass man sich eigentlich lange Zeit nicht mit dem Thema Belohnungen herumschlagen muß. Das habe ich auch bisher nie getan. Kommt das Kind dann aber in die Schule, dann sieht man das plötzlich eventuell schon etwas anders (siehe oben). Mein Sohn wird 9, derzeit belohnen wir noch nicht, aber gerade eben habe ich gedacht, dass es manchmal doch ganz gut wäre. Denn ich belohne (sporne an) dann doch noch lieber, als tatenlos dabei zuzusehen wie mein Kind wegen vergessener Hausaufgaben eine 6 kassiert und damit der ganze Notenschnitt allmählich runter rasselt.

Das Leben ist nun mal leider nicht nur Zuckerwatte und manchmal müssen auch die Eltern mal die "Buhmänner" sein.

Ich würde gerne noch viel, viel ausführlicher schreiben, aber die Kinder rufen.
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Drachenblut
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Re: Belohnung /Bestechung

Beitrag von Drachenblut »

Zierbanane hat geschrieben:
chrissi hat geschrieben:Und wenn ich-wie auf dem Spielplatz-eingreife und Schaden von einem fremden Kind fernzuhalten, darf ich das dann zuhause nicht wenn ich schaden durch mangelndes Lernen befürchte? ...
Das Problem ist, dass man sich eigentlich lange Zeit nicht mit dem Thema Belohnungen herumschlagen muß. Das habe ich auch bisher nie getan. Kommt das Kind dann aber in die Schule, dann sieht man das plötzlich eventuell schon etwas anders (siehe oben). Mein Sohn wird 9, derzeit belohnen wir noch nicht, aber gerade eben habe ich gedacht, dass es manchmal doch ganz gut wäre. Denn ich belohne (sporne an) dann doch noch lieber, als tatenlos dabei zuzusehen wie mein Kind wegen vergessener Hausaufgaben eine 6 kassiert und damit der ganze Notenschnitt allmählich runter rasselt.

Das Leben ist nun mal leider nicht nur Zuckerwatte und manchmal müssen auch die Eltern mal die "Buhmänner" sein.

Ich würde gerne noch viel, viel ausführlicher schreiben, aber die Kinder rufen.
Danke, Zierbanane! So hab ich es gemeint.

Im Übrigen geht es bei uns z.B. nicht um Windel oder nicht Windel. Felix will keine Windel. Er will auf den Teppich pieseln. Und das will ich nicht. Ganz ehrlich, wenn ich das mit Belohnungen wegkriege, dann mach ich das! Er ist auch nicht vernachlässigt und muss nicht auf sich aufmerksam machen, oder so...

Was meine Großen angeht: Ich habe nie gesagt, dass ich sie unter Druck setze. Als sie im letzten Jahr nen blauen Brief bekommen hat, hab ich mich mit ihr hingesetzt und geschaut, was _sie_ will. Klassenziel erreichen? Abgehen? Nur Einser auf dem Zeugnis? Und dann hab ich sie unterstützt in dem, was sie wollte. Ich denke einfach, dass ein bspw. finanzieller Anreiz für sie hilfreich wäre...

Übrigens hat der Sohn von Reinhard Mey, der sehr frei erzogen wurde, gesagt, er wünschte sich, dass seine Eltern manchmal strenger gewesen wären...
LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut :-)

Erfahrungen sind wie Apfelkuchen:
am besten selbstgemacht!


(Tochter 1997, Sohn 1998, Sohn 2007)
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