Frieher hat geschrieben:Wenn ich hier mal meine Sicht der Dinge reinhauen darf: Wenn er diese Strafe von der Lehrerin bekommt, ist es ihr und sein Ding. Aber ich will meine Eltern-Kind-Beziehung nicht damit betrüben.
Die Kinder werden noch oft feststellen, dass von ihnen etwas gefordert wird und das bei Nichterfüllung Konsequenzen folgen - das dürfen sie auch, aber es soll eben da ablaufen, wo es geschehen ist. Die Lehrerin scheltet in der Schule - damit hab ich nichts zu tun. Die StVO scheltet auf der Straße - damit hab ich nichts zu tun. Ich aber, die mein Kind so nimmt wie es ist, so liebt wie es ist, sich an ihm erfreut wie es ist, werde keine Strafen auferlegen, weil es einfach keine definierten Regeln bei uns, im Rahmen der Familie, gibt, die Sanktionen nach sich ziehen...
Hmm ich finde, das hört sich ja ganz schön an, so harmonisch...und ich finde es auch gut, dem Kind nach und nach die Verantwortung für sein Verhalten zu übertragen. Aber eben altersgerecht: Beispiel Schule - bei einem Erstklässler ist sicher noch ein wenig mehr "kümmern" gefragt, als bei einem 13jährigen
Aber irgendwie kann ich es doch nicht 100% unterschreiben - denn es klingt auch nach "leicht machen". Vermutlich ist das hier garnicht so gemeint worden... aber gerade die Sache mit der StVO - Kinder unter 10 können einfach den Verkehr nicht einschätzen. Da bin ich als Mutter gefragt, da liegt die Verantwortung eindeutig bei mir und ich muss eben soweit möglich für die Einhaltung sorgen. Und ich finde schon auch, dass man nicht jegliche Verhaltensverantwortung auf das Kind übertragen kann um sich ungetrübt am Kind erfreuen zu dürfen und keine Trotzanfälle oder NEINs zu provozieren - in der Hoffnung "Die Gesellschaft wirds schon richten und später wird es die Konsequenzen dann ja spüren". Ich denke, ein Kind sollte unsere Werte schon spüren, soll die Möglichkeit haben sich auch mal daran zu reiben und sie zu hinterfragen - auch um später mit anderen Regeln im Leben umgehen zu können. Und ich bin es meinem Kind irgendwie auch schuldig, ihm einen Weg zu zeigen, sich in der Gesellschaft zurecht zu finden, mit anderen Menschen, anderen Meinungen, anderen Regeln zurecht zu kommen...
Was Du schreibst, klingt mir jetzt irgendwie zu sehr nach Beliebigkeit....
LG Muli