Urania hat geschrieben:Nein Daria du darfst das nicht falsch verstehen.Ich glaube nicht an pauschalisierte "schreikinder"!Jedes Kind hat Grund zum schreien,aber danach muss man auch suchen.Ich bin gegen pauschalisierung!Wie viele Mütter gehen verzweifelt zum Arzt und bekommen gleich ne Diagnose ausgedrückt:"schreikind" hääää???? Ich kenne persönlich viele davon,dank unsere Ärzten ist jede 2 Kind ein "schreikind" Meine Schwägerin hatte auch eins ,sie war schnell mit Diagnose zufrieden und statt Grund zu suchen,hat sie allen erzählt das sie ein "schreikind" hat

bis ich beim wickeln zufällig das große Zeh gesehen

es war entzündet und schon eitrig!Das arme Mädl hat fast 1 Monat geschrien von schmerzen! Andere Bekannte hat mit mir entbunden auch ein Bub 5 Wochen zu früh.Zuhause hat sie natürlich alles "richtig" gemacht das mit 18 Grad im Zimmer,Windel,Body und Schlafsack.3 Wochen hatte sie ein "schreikind" zu hause bis sie beim gemeinsamen Spaziergang mich fragte wie ich meins über Nacht anziehe.Meiner kam 3 Wochen zu früh und hatte zu niedrige Temperatur ,ich habe ihn entsprechend wärmer angezogen.Man darf doch nicht 3-4 kilo Brocken mit frühchen vergleichen und sie gleich anziehen!Also "Problem" war gelöst und sie hatte plötzlich kein "schreikind"mehr. Das hab ich gemeint. Das ist das Problem die kleinen können nichts sagen und wir können nicht hören

Dem stimme ich voll und ganz zu. Und ich glaube, dass hier im Forum auch keine Leute unterwegs sind, die Dir da nicht zustimmen würden. Hier lässt glaube ich keiner sein Baby einfach schreien und sagt dann vor sich "Babies schreien nunmal - das ist doch normal. Mein Baby liegt bequem in seinem Bettchen, die Temperatur ist okay, es hat vor zwei Stunden ne Flasche bekommen, die Windeln sind trocken - was soll's, ham wir halt ein Schreikind. *schulterzuck*" (überspitzt ausgedrückt)
Ich glaube, was Daria sagen wollte: auch beim besten Bemühen ist es uns manchmal nicht möglich, herauszufinden, was unser Kinder in einem speziellen Moment gerade brauchen. Nachdem die Brust angeboten und abgelehnt, die Windeln ausgezogen, das Baby geschuckelt... usw. ist, ist man irgendwann eben manchmal an einem Punkt, an dem man akzeptieren muss, dass man als Mutter Fehler macht und im Moment einfach nicht weiß, wie dem Baby zu helfen ist - auch wenn das hart ist. Dann kann man nur noch dabeisein, das Baby spüren lassen, dass man da ist, notfalls ein wenig mitweinen und dem Baby sagen, dass man nicht weiß, was es hat, dass man es aber liebhat.
Mir fiel das in den ersten Wochen besonders schwer, weil ich - wie Du - davon überzeugt bin, dass Babies einen Grund haben, warum sie weinen. Und ich aber zusätzlich noch davon überzeugt war, dass es ein leichtes Sein wird, diesen herauszufinden - und dann gelang es mir oft doch nicht und mein Baby schrie z.B. die Brust an oder schrie, obwohl ich ihn hielt und sanft schaukelte...

Manchmal finde ich dann doch etwas, das hilft (z.B. immer wieder den gleichen Kanon singen, oder alle nackt ausziehen und im abgedunkelten, ruhigen Schlafzimmer unter der Decke eng zusammenkuscheln und beruhigend sprechen...), manchmal bleibt es mir aber ein Rätsel
Inzwischen gibt es solche Momente immer seltener - vielleicht habe ich besser gelernt zu wissen, was mein Baby bekümmert, vielleicht ist er auch einfach besser in der Welt "angekommen" inzwischen.
Langer Rede kurzer Sinn: Dein Baby ist noch sehr klein und vielleicht ist es eben doch nicht genau so wie Dein erstes - Menschen sind ja nicht identisch

Da ein Teil der Ruhe und Sicherheit eines so kleinen Wesens, das ja quasi in Symbiose mit Dir lebt, einfach DEINE Ruhe und Sicherheit sind: versuche, ein wenig zur Ruhe zu kommen!
Allein, wenn ich mir vorstelle, was für einen Stress dieses ganze Wiegen vor und nach dem Stillen Dir und Deinem Kind machen müssen - schau lieber auf die Windeln und darauf, ob Dein Baby wach ist, die Fontanelle nicht eingesunken ist, etc. Und versuche ansonsten, ein klein bisschen weniger Ursachenforschung zu betreiben und mehr zur Ruhe auszustrahlen.
Du bemühst Dich sehr, alles richtig zu machen, deshalb kannst Du sicher sein, dass Dein BAby NICHT einen Monat mit einem eitrigen Zeh oder zu kalt angezogen vor sich hin leiden müssen wird. Du machst das schon richtig! Vertrau ein bisschen mehr auf Dich und auf "Mutter Natur"
