meine Tochter ist jetzt 2 und bekommt schon ab und an mal ein paar Süßigkeiten, wenn sie mich mit nem Kinderriegel erwischt oder wir bei Freunden sind die das nicht so eng sehen
ich möchte einfach nicht das sie wie im Eröffnungsbeitrag geschrieben irgendwann dann damit konfrontiert wird und es dann in sich reinstopft
es gibt natürlich nicht ständig was und sie fragt auch selten danach aber für mich sind Süßigkeiten in Maßen ok
vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten
Moderatoren: klecksauge, Mondenkind
- Rinoa84
- gut eingelebt
- Beiträge: 48
- Registriert: 25.01.2010, 19:34
- Wohnort: Bergisch Gladbach
-
kja1985
Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten
Hallo,
meine Große hat etwa mit einem Jahr das erste Mal was Süßes bekommen, ich glaube es waren Gummibärchen. Der Kurze hat mit etwa sechs Monaten von seiner Schwester seinen ersten Schokoladenkeks bekommen, während ich beschäftigt war und es nicht mitbekommen habe. Er war angenehm überrascht und eine große Liebe begann
Sie bekommen eigentlich fast täglich was Süßes, wobei "was Süßes" für mich auch ein Marmeladenbrot oder ein Keks ist. Tochter isst gerne Cornflakes zum Frühstück, sie trinken beide Apfelschorle morgens (mittags und abends Wasser). Ich sehe das nicht so extrem. Sie lassen sich beide die Zähne putzen, der Kleine isst gerne Obst, die Grosse sowohl Obst als auch alles an Gemüse. Also passt schon.
Bei uns siehts so aus, dass es morgens eben Cornflakes und Saft gibt für die Grosse, der Kleine isst meistens einen Marmeladenjoghurt mit Saft. Manchmal machen wir aber auch gesundes Müsli ohne Zucker. Vormittags ist Madita im Kiga, da gibt es nichts Süßes und Rasmus bekommt nach dem Gassigehen einen Keks oder ein Bonbon (wenn wir was zuhause haben). Dann können sie nachmittags noch eine handvoll Chips oder "Gummiguttis" haben und abends als Nachspeise einen Joghurt mit Kabapulver oder Marmelade drin (aber sparsam). Ich finde das okay so.
Wir haben gar nicht immer was zuhause.
meine Große hat etwa mit einem Jahr das erste Mal was Süßes bekommen, ich glaube es waren Gummibärchen. Der Kurze hat mit etwa sechs Monaten von seiner Schwester seinen ersten Schokoladenkeks bekommen, während ich beschäftigt war und es nicht mitbekommen habe. Er war angenehm überrascht und eine große Liebe begann
Bei uns siehts so aus, dass es morgens eben Cornflakes und Saft gibt für die Grosse, der Kleine isst meistens einen Marmeladenjoghurt mit Saft. Manchmal machen wir aber auch gesundes Müsli ohne Zucker. Vormittags ist Madita im Kiga, da gibt es nichts Süßes und Rasmus bekommt nach dem Gassigehen einen Keks oder ein Bonbon (wenn wir was zuhause haben). Dann können sie nachmittags noch eine handvoll Chips oder "Gummiguttis" haben und abends als Nachspeise einen Joghurt mit Kabapulver oder Marmelade drin (aber sparsam). Ich finde das okay so.
Wir haben gar nicht immer was zuhause.
-
Lila
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2122
- Registriert: 20.06.2007, 23:58
Re: vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten
hi,
ich kenne das argument, welches öfter genannt wird "wenn man den kindern dies und das vorenthält, dann holen sie es sich später und sind maßlos"
nee, so einfach ist es glaube ich nicht.
bei uns gab es diesbezüglich keine restriktionen und ich bin dennoch zu einem naschmaul geworden, dass nahrung als kompensationsmittel nutzte und mit vielen dingen nicht maßvoll umgehen kann.
okay, dann gibt es wie gesagt das argument, "kinder müssen einen maßvollen umgang lernen" ... "lernt" man indem jemand bestimmt wie viel man wovon konsumieren oder machen darf? ich bezweifele das. im idealfall lernt man durch vorbilder. d.h. eltern die z.b. maßvoll mit ernährung / fernseher / computer / konsum im allgemeinen reflektiert und bewusst umgehen.
in nahezu allen familien die ich kenne werden bzgl. der oben aufgeführten dinge regeln von den eltern aufgestellt und die kinder haben sich daran zu halten, dies hat für mich nichts mit lernen zu tun.
zudem bin ich der meinung, dass es selbst für erwachsene oft sehr schwer ist mit "lockstoffen" umzugehen, sei dies einfach nur herkömmlicher zucker, geschmacks- und farbstoffe, schnell bewegende bilder, gleichzeitige stimulation von vielen sinnen, etc. pp. um mit all diesen "verlockungen" gut umgehen zu können bedarf es meiner meinung nach vieler faktoren ... viel mehr als, ich verweigere es meinen kindern oder ich verweigere es meinen kindern nicht ... ein gutes körperbewusstsein, ein gutes selbstwertgefühl, die fähigkeit mit unterschiedlichen gefühlen adäquat umgehen zu können, die erfahrung sich z.b. auch durch "veraltete" dinge, wie spaziergänge, direktkontakte mit anderen menschen, handwerkliches und körperliches befriedigt zu fühlen etc.
dies alles kann man in der kindheit fördern und unterstützen.
dogmatisch verbieten würde ich nichts.
und dennoch hier gibt es keine schokolade, keine schoko-kuchen, zucker, überraschungseier, brausen, limos, etc. pp.
aufgegeben habe ich strikt darauf zu achten, dass in aufstrichen und tomatensoßen und anderen lebensmitteln kein zucker drin ist. d.h. es ist viel lockerer geworden, aber meine kinder sind nun über drei jahre (in den ersten drei jahren prägen sich die geschmackswahrnehmungen). interessanterweise lehnen sich im öffentlichen raum auch zucker ab, d.h. wenn es ihnen angeboten wird, sagen sie nein ... frag mich nicht ... es ist einfach so.
es tut mir leid, es ist einfach schrott, die kinder bekommen von ihren eltern dinge in die hand, die ich schon fast im "sondermüll" entsorgen würde ... gummitiere, die stinken wie die pest, etc.
wenn zucker, dann bitte bio und nicht zu sehr belastet (stichwort farbstoffe, künstliche aromen, etc.) ... d.h. es gab hier auch schon mal eine soya-agavendicksaft-schokolade ...
und "zuckerkuchen" in gruppensituationen essen sie gelegentlich durchaus. und ja, sie "stopfen" sich auch voll, aber das tun sie auch mit lasange, mit obst und allen anderen dingen, die ihnen schmecken
ich kenne das argument, welches öfter genannt wird "wenn man den kindern dies und das vorenthält, dann holen sie es sich später und sind maßlos"
nee, so einfach ist es glaube ich nicht.
bei uns gab es diesbezüglich keine restriktionen und ich bin dennoch zu einem naschmaul geworden, dass nahrung als kompensationsmittel nutzte und mit vielen dingen nicht maßvoll umgehen kann.
okay, dann gibt es wie gesagt das argument, "kinder müssen einen maßvollen umgang lernen" ... "lernt" man indem jemand bestimmt wie viel man wovon konsumieren oder machen darf? ich bezweifele das. im idealfall lernt man durch vorbilder. d.h. eltern die z.b. maßvoll mit ernährung / fernseher / computer / konsum im allgemeinen reflektiert und bewusst umgehen.
in nahezu allen familien die ich kenne werden bzgl. der oben aufgeführten dinge regeln von den eltern aufgestellt und die kinder haben sich daran zu halten, dies hat für mich nichts mit lernen zu tun.
zudem bin ich der meinung, dass es selbst für erwachsene oft sehr schwer ist mit "lockstoffen" umzugehen, sei dies einfach nur herkömmlicher zucker, geschmacks- und farbstoffe, schnell bewegende bilder, gleichzeitige stimulation von vielen sinnen, etc. pp. um mit all diesen "verlockungen" gut umgehen zu können bedarf es meiner meinung nach vieler faktoren ... viel mehr als, ich verweigere es meinen kindern oder ich verweigere es meinen kindern nicht ... ein gutes körperbewusstsein, ein gutes selbstwertgefühl, die fähigkeit mit unterschiedlichen gefühlen adäquat umgehen zu können, die erfahrung sich z.b. auch durch "veraltete" dinge, wie spaziergänge, direktkontakte mit anderen menschen, handwerkliches und körperliches befriedigt zu fühlen etc.
dies alles kann man in der kindheit fördern und unterstützen.
dogmatisch verbieten würde ich nichts.
und dennoch hier gibt es keine schokolade, keine schoko-kuchen, zucker, überraschungseier, brausen, limos, etc. pp.
aufgegeben habe ich strikt darauf zu achten, dass in aufstrichen und tomatensoßen und anderen lebensmitteln kein zucker drin ist. d.h. es ist viel lockerer geworden, aber meine kinder sind nun über drei jahre (in den ersten drei jahren prägen sich die geschmackswahrnehmungen). interessanterweise lehnen sich im öffentlichen raum auch zucker ab, d.h. wenn es ihnen angeboten wird, sagen sie nein ... frag mich nicht ... es ist einfach so.
es tut mir leid, es ist einfach schrott, die kinder bekommen von ihren eltern dinge in die hand, die ich schon fast im "sondermüll" entsorgen würde ... gummitiere, die stinken wie die pest, etc.
wenn zucker, dann bitte bio und nicht zu sehr belastet (stichwort farbstoffe, künstliche aromen, etc.) ... d.h. es gab hier auch schon mal eine soya-agavendicksaft-schokolade ...
und "zuckerkuchen" in gruppensituationen essen sie gelegentlich durchaus. und ja, sie "stopfen" sich auch voll, aber das tun sie auch mit lasange, mit obst und allen anderen dingen, die ihnen schmecken
Lila mit zwei Kindern (*2003 und *2006)