Ich habe hier auch so ein Papa-Kind zu Hause. Und seit der Kleine weniger gestillt wird, entwickelt er sich auch mehr und mehr zum Papa-Kind. Könnte auch an meiner erneuten Schwangerschaft liegen???
Ich vermute immer, dass er so ein Papa-Kind ist, weil der Papa nach der Geburt für ihn da war und nicht ich (War ein Kaiserschnitt und wurde verlegt und wir haben uns 3 Tage garnicht gesehen und danach auch sehr wenig, da ich nicht so oft und so lange in die Klinik fahren konnte) Außerdem sieht er aus wie Papa und benimmt sich wie Papa...
Uns hilft es immer sehr etwas alleine zu unternehmen. Das ist uns sehr wichtig und ich versuche jede Woche mindestens einmal Zeit für ihn alleine zu finden. Und wenn ich mit ihm alleine einkaufen gehe wenn Papa von der Arbeit kommt. Oder am Wochenende bleibe ich mit ihm im Kinderzimmer und spiele während Papa mit dem Kleinen kocht. Oder Papa bleibt mit dem Kleinen im Kinderzimmer und ich koche mit dem Großen. Ist mit zweien sicher nochmal einfacher einzurichten wie mit dreien...
Ich denke, die einfachste Lösung ist, entweder Du gehst alleine mit ihm raus. Auf den Spielplatz, ins Schwimmbad oder was er halt sonst so toll findet. Wenn er nicht mit will... er muss, Du bist die Mama!
Ich habe oft das Gefühl, dass mein Sohn mich 'testen' will wie wichtig es mir jetzt ist die Zeit mit ihm zu verbringen. Je schlimmer er getobt hat, umso besser verstehen wir uns hinterher.
Letztens z.B. hatte ich wieder das Gefühl dass er Mama-Zeit braucht. Also habe ich ihn Bettfertig machen wollen. Er hat getobt, gehauen, getreten, geschrieen... die einfachste Lösung wäre gewesen seinem Wunsch nach zu geben und Papa weitermachen lassen. Aber nein, ich habe gesagt ich mache das, also hab ich dieses schreiende, zappelnde um sich hauende Kind irgendwie ausgezogen und in den Schlafanzug gesteckt. Habe ihn schreiend und zappelnd ins Bad getragen und nach einem kurzen, klaren Machtwort von Papa: "die Mama macht das jetzt!" ging das Zähneputzen ohne Probleme und auf der Toilette war alles schon wieder gut. Das Ergebnis dieser Tortur: "Mama Bett bringen!!!"
Leider ging das dann schon wieder nicht, da der Kleine einschlafgestillt wird und auch schon total müde war. Unser Kompromiss war dann Mama liest noch Buch und Papa kommt dann zum einschlafen. Nach dem Buch habe ich von einem total glücklichem Kind einen dicken Schmatzer und eine fette Umarmung bekommen. Da hat sich die Mühe doch gelohnt
