Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?

Babys ohne Windeln? Gibt's denn das? Klar....

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Levins_Mama
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?

Beitrag von Levins_Mama »

Daria hat geschrieben:
Levins_Mama hat geschrieben: Mich hat das auch sehr gefrustet, aber je mehr ich auf ihn "eingeredet" habe usw., desto "sturer" wurde er.
Mhm, ja - ist hier auch so. Und dabei versteht er genau, was los ist...
Wie habt Ihr das denn praktisch gemacht - habt Ihr einfach wieder normal gewickelt, in normalen Zeitabständen wie bei Wickelkindern? Oder hast Du jedes Mal gewechselt als die Windel nass war? Theo verbraucht hier locker 20 Windeln am Tag wenn ich sie immer gleich wechsele - sind zwar Stoffwindeln, aber auch das macht Arbeit :roll:

Im übrigen finde ich schon, dass ich ihm sagen darf, dass es mich traurig macht. Denn ich bin sicher, dass er weiss was er tut und dass er das auch merkt. Er kommentiert es ja auch und grinst mich dann an und solche Sachen. Natürlich mache ich ihm keine Vorwürfe. Aber das windelfrei Thema ist hier für uns ein Thema wie jedes andere auch. Ich sag ihm auch, dass ich traurig bin, wenn er sich mal wieder an null Absprachen hält. Wenn einfach etwas länger nicht klappt, was er eigentlich weiss und beherzigt, Kleinigkeiten. Wegen mir kann ihn das ruhig zum Nachdenken anregen - ich verlange ja nicht etwas von ihm, was er nicht kann.

Levins_Mama, was kam denn später noch so...?
Ach so, wie machst Du das denn mit der Kleinen? Ich will Theo ungern so ein blödes Vorbild an seiner kleinen Schwester statuieren, die perfekt ins Waschbecken Pipi und Groß macht. Ich versuch das ganz beiläufig zu machen, aber er bekommt natürlich mit, dass es mit ihr ganz gut klappt. War L. da eifersüchtig oder traurig, wenn er dabei war`?
ICh hab ihn einfach normal gewickelt und ihm immer angeboten aufs Klo zu gehen. Nach einer Weile hab ich dann auch Plastewindeln genommen :oops: , weil ich diesen scharfen Pipigeruch nicht mehr abhaben konnte.
ICh habe L. dann auch gesagt, dass ich es schade finde, dass er so gar nicht mehr mag. Eben weil ich wusste: Er kann es ja! Aber ich habe ihm auch gesagt, dass ich seinen Wunsch, jetzt noch Windeln haben zu wollen, akzeptiere. Und dann hat er sie eben bekommen, aber ich habe mir dann auch keinen Stress gemacht mit ständig wechseln.

Was später kam? :lol: Erst mal ne ganz gute Phase - zum Erholen :mrgreen: Und dann - mit Beweglichkeit von G. kam: ICh haue und trete meine Kleine Schwester im Vorbeigehen, schreie sie an, nehme ihr alles weg usw :roll:

G. habe ich immer ganz normal abgehalten. ICh hatte nicht das Gefühl, dass die Kleine ein blödes Vorbild für ihn ist. Das war eben so. Punkt, fertig. Er wollte Windeln haben, G. nicht. L. hat das eine Weile auch gar nicht interessiert, als er das Klothema für sich nicht in seinem Leben gerade haben wollte. JEtzt interssiert es ihn wieder :D

Das wird! Echt, versuch Dich locker zu machen und lass Theo seine ZEit. Die haben es auch einfach schwer am Anfang und immer wieder :wink:
Viele Grüße,
Anja ( 02/78 ) mit Sohn ( 03/07 ) und Tochter ( 03/09 )
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Nimue1212
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?

Beitrag von Nimue1212 »

Nach Notties Geburt hat Olivia (damals 20 Monate) auch eine Phase gehabt, in der gar nichts ging. Ich habe sie dann (zu meiner eigenen Bequemlichkeit) wieder gewindelt. Der Spuk dauerte ungefähr zwei oder drei Monate. Dann wurde es wärmer und wir haben die Windel einfach wieder weggelassen. Überall im Haus standen dann Töpfchen und Livie ist fast ausschließlich unten ohne rumgelaufen. So konnte sie allein aufs Töpfchen gehen. Mit 22 oder 23 Monaten war sie dann absolut zuverlässig trocken (auch nachts) und geht seitdem fast immer allein auf den Topf bzw aufs Klo.

Ich an deiner Stelle würde den Druck rausnehmen und es einfach laufen lassen. Macht euch keinen Stress! Klar sind Kaki-Windel extrem ekelig, aber es ist eine nur Phase!
Liebe Grüße
Anika mit Lisa (03/95), Livie (07/06), Nottie (03/08 ) und

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Lino
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?

Beitrag von Lino »

Ach Mensch, lass Dich mal drücken, wenn Du magst! Wir haben das auch durch. Mein großes Töchterchen hat kurz nach der Geburt ihrer Schwester JEDEN Morgen in die Windel gekackt und auch tagsüber ein paar Wochen lang in die Unterhose... :roll: Ich war leider sehr genervt davon und bereue im Nachhinein meine Ungeduld sehr. Ich hab echt öfter mal richtig geschimpft, weil ich das so eklig fand und oft auch so wahnsinnig umständlich, wenn ich mit der Kleinen im Tuch die Große ausziehen, abduschen, umziehen musste. Und oft, wenn wir grad auf dem Spielplatz angekommen waren...
Aber irgendwann war es einfach wieder vorbei und ich hoffe, sie hat mir mein Geschimpfe verziehen... Das tut mir echt leid, so was machen die Kinder ja nicht, um uns zu ärgern oder "mit Absicht" und obwohl mir das bewusst war, war ich oft echt sauer... :cry:
Daria hat geschrieben: Drittens weil ich dachte, dass ich alles so gut wie möglich unter einen Hut bringen kann - das neue Baby, ihm trotzdem genauso sehr zeigen, wie lieb ich ihn habe und ihn nicht weniger wichtig nehme. Scheinbar sieht er das aber anders. Ich finde es schlimm, dass er sich über diese Schiene Aufmerksamkeit holen will/muss? Dabei versuch ich so viel, ihn spüren zu lassen, dass er genauso wichtig ist. Warum reicht das also nicht, warum reiche ICH nicht?


Ach, ich weiss doch auch nciht. Er ist sowieso natürlich auch anders als vorher. Er ist der totale Trotzer und Anti- Bitte ich ihn um etwas, eh-eh und Kopfschütteln. Dann macht er es aber gleich. Dann macht er ganz oft Dinge, die hier verboten sind, z.B. Blumen abrupfen. Sag ich ihm, dass er das bitte lassen soll weil er weiss, dass das verboten ist, grinst er mich an und macht weiter. Und lauter solche Sachen halt. Klar, woher das kommt. Aber traurig macht es mich trotzdem weil es sich alles darauf reduzieren lässt, dass er sich so die Aufmerksamkeit holen will, die ich ihm offenbar nicht (genug) geben kann.
Und vielleicht kannst Du versuchen, nicht ZU traurig zu sein, wenn das alles nicht so perfekt klappt, wie Du Dir das vorgestellt hast? Ich glaube, man kann schon einiges tun, um dem Ersten die Ankunft des Zweiten zu erleichtern, aber eine schwierige Situation IST es einfach, das kannst und musst Du ihm auch nicht nehmen. Bei aller Liebe und Fürsorge ist halt nichts daran zu rütteln, dass da auf einmal ein zweiter Mensch ist, den Du wahnsinnig lieb hast... Aber ihn dabei begleiten und hindurchführen, das kannst Du. Lass ihm einfach sein Recht, seine Art der Verarbeitung zu wählen und lass ihm Zeit. Lass ihn wieder in die Windeln machen und lass Dich traurig sein, bald ist diese Phase auch schon wieder vorbei, bestimmt! :wink:
Liebe Grüße von mir (1977) mit großer Tochter (22.05.06) und kleiner Tochter (25.03.09) und kleinster Tochter (10.07.16)!
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?

Beitrag von kaeydy »

treesign hat geschrieben:
kaeydy hat geschrieben:
treesign hat geschrieben:Vielleicht ist es auch so, dass unseren Kindern diese Windel-erfahrung ein wenig "fehlt"? Sie einfach nicht ausgelebt wurde?
:?: kannst du mal erklären was du damit meinst?
ja, eine blöde formulierung, zugegeben :D was ich eigentlich sagen möchte, clara sieht wie leo öfters gewickelt wird (das mit dem abhalten klappt nur mit dem großen geschäft) und möchte eben auch nochmal gewickelt werden. das habe ich gemacht und sie hat gelernt, dass es auch für sie bequemlichkeit mit sich bringt, einfach lospieseln wärend dem spielen, nicht unterbrochen werden mit der blöden toilette. bei ihr ist das mit den windeln eben schon länger her, sie kennt es nicht mehr so glaube ich. zu der zeit als sie gewickelt wurde (und trotzdem abgehalten) war es einfach so und eben normal. danach waren die unterhosen normal und jetzt möchte sie vielleicht das alte-neue mit den windeln nochmal testen?
AH, okay, verstehe jetzt was du meinst, danke :D
Beste Grüße 8)

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lebensflieger
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?

Beitrag von lebensflieger »

Oh.......erstmal herzlichen Glückwunsch zur Geburt deiner kleinen Tochter Lotte! :D
Lino hat geschrieben:Und vielleicht kannst Du versuchen, nicht ZU traurig zu sein, wenn das alles nicht so perfekt klappt, wie Du Dir das vorgestellt hast? Ich glaube, man kann schon einiges tun, um dem Ersten die Ankunft des Zweiten zu erleichtern, aber eine schwierige Situation IST es einfach, das kannst und musst Du ihm auch nicht nehmen. Bei aller Liebe und Fürsorge ist halt nichts daran zu rütteln, dass da auf einmal ein zweiter Mensch ist, den Du wahnsinnig lieb hast... Aber ihn dabei begleiten und hindurchführen, das kannst Du. Lass ihm einfach sein Recht, seine Art der Verarbeitung zu wählen und lass ihm Zeit. Lass ihn wieder in die Windeln machen und lass Dich traurig sein, bald ist diese Phase auch schon wieder vorbei, bestimmt! :wink:
Schließe mich 100% bei Lino an, und außerdem ist er noch keine zwei Jahre alt. Du erwartest echt zu viel vom ihn, auch wenn du *weisst*, dass er es schon kann. Jetzt WILL er es nicht und das ist sein gutes Recht! Du hast eine genaue Vorstellung, was ja auch gut und auch echt verständlich ist, ABER verletze sein Würde nicht. Habe KEINE Erwartungen an ihn!

Daria hat geschrieben:
Im übrigen finde ich schon, dass ich ihm sagen darf, dass es mich traurig macht. Denn ich bin sicher, dass er weiss was er tut und dass er das auch merkt. Er kommentiert es ja auch und grinst mich dann an und solche Sachen. Natürlich mache ich ihm keine Vorwürfe. Aber das windelfrei Thema ist hier für uns ein Thema wie jedes andere auch. Ich sag ihm auch, dass ich traurig bin, wenn er sich mal wieder an null Absprachen hält. Wenn einfach etwas länger nicht klappt, was er eigentlich weiss und beherzigt, Kleinigkeiten. Wegen mir kann ihn das ruhig zum Nachdenken anregen - ich verlange ja nicht etwas von ihm, was er nicht kann.
Ich finde, liebe Daria, dass du ihm schon Vorwürfe machst. Indirekt! "Oh...jetzt bin ich aber traurig!" Jetzt überlegt er, ob er Mama zu liebe sich mehr zusammenreisst, und das finde ich unfair. ER soll entscheiden, wie er was machen will und wann. Er darf nicht mehr frei entscheiden, fühlt sich beschämt und ja, in seiner Würde verletzt!
Ich möchte DICH jetzt in keinster Weise angreifen o.ä. :roll: aber oft ist man (mir geht es auch öfters so, keine Frage) so in seinem eigenen Film, dass man die Bedürfnisse der Kinder völlig übersieht.

Und diese Absprachen, Hammerhart. Von einem knapp 2jährigen gewisse Absprachen zu erwarten...mannomann....ich kann nur für Theo sprechen: Es ist unfair!
Daria hat geschrieben: Ach, ich weiss doch auch nciht. Er ist sowieso natürlich auch anders als vorher. Er ist der totale Trotzer und Anti- Bitte ich ihn um etwas, eh-eh und Kopfschütteln. Dann macht er es aber gleich. Dann macht er ganz oft Dinge, die hier verboten sind, z.B. Blumen abrupfen. Sag ich ihm, dass er das bitte lassen soll weil er weiss, dass das verboten ist, grinst er mich an und macht weiter. Und lauter solche Sachen halt. Klar, woher das kommt. Aber traurig macht es mich trotzdem weil es sich alles darauf reduzieren lässt, dass er sich so die Aufmerksamkeit holen will, die ich ihm offenbar nicht (genug) geben kann.
SEIN Verhalten ist sooo typisch! Bitte DARIA, er macht das nicht böswillig. Das sind alles Hilferufe!
-> DU hast dich auch verändert!!! Du bist jetzt eine Zweifachmama. Du hast jetzt noch eine kleine Tochter! Du bist nicht mehr 100%ig für Theo da!
Daria hat geschrieben:Drittens weil ich dachte, dass ich alles so gut wie möglich unter einen Hut bringen kann - das neue Baby, ihm trotzdem genauso sehr zeigen, wie lieb ich ihn habe und ihn nicht weniger wichtig nehme. Scheinbar sieht er das aber anders. Ich finde es schlimm, dass er sich über diese Schiene Aufmerksamkeit holen will/muss? Dabei versuch ich so viel, ihn spüren zu lassen, dass er genauso wichtig ist. Warum reicht das also nicht, warum reiche ICH nicht?
Du bist echt ganz schön streng mit dir!!!! Und automatisch auch mit Theo!
Sicher will er dich und du reichst ihm nicht, weil du ihn nicht mehr so annehmen kannst, wie er gerade ist! Da macht Theo einfach nicht mit! Verständlich, aus meiner Sicht! :D Er will auch wieder Baby sein, das stolz gelernte, schlummert jetzt tief in ihm. Aber vertraue darauf, dass ALLES wieder kommt! *daumenhoch*

Diese ganzen Trotzanfälle bei Kindern gründen daher, dass man sie nicht so annimmt, wie sie sind.
VERBOTE sind IMMER interessant und wollen damit die Eltern herausfordern. Das ist ein Spiel OHNE böseAbsichten vom Kind. Eltern fühlen sich so schnell persönlich angegriffen? Warum? Es ist ein Kind! Es will spielen. Besonders: Es will Aufmerksamkeit! Ja! Er muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass es nun noch einen kleinen Menschen gibt, der DEINE Nähe benötigt. Bitte habe dafür Verständnis und rechne damit, dass er sich noch viele andere "verbotene" Dinge überlegen wird, wenn du das nicht vorher in schönerer Art und Weise auffangen kannst. (Spielen/Bücher lesen/Nur-Mama-Sohn-Zeit/etc.)

Und außerdem ist das generell ein langer Lernprozess für Kinder, zu unterscheiden, was ok ist und was nicht. Auch wenn er Blumen abreisst, ER versteht nicht, warum das Mama nicht will. Und so lange es für ihn keinen Sinn macht, hört er auch nicht damit auf. Stell die Blume hoch oder ganz weg! Damit sparst du dir Ärger! Oder, so mache ich das, lasse alles stehen und wenn mein Kleiner woran geht, dann gehe ich ruhig zu ihm hin, nehme seine Händchen weg und sage: "Ja, du möchtest an die Blume, aber ich mag diese Blume und möchte nicht das du ihr weh tust." DIESEN SAtz wirst du sicher ganz oft sagen müssen, oder eben so ähnlich. Aber kinder brauchen ganz lange, bis sie es "checken" :D ODER eben das Interesse daran verlieren. :lol:
Je entspannter du mit seinem Verhalten jetzt umgehst, desto schneller kann er wieder ER SELBST werden!

Liebe Daria! Ich hoffe sehr, dass du dich jetzt nicht persönlich angegriffen fühlst *Peace* :wink:
~Sabrina~
Herzliche Grüße
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?

Beitrag von treesign »

sabrina, mir hast Du mit deinen worten geholfen, mal wieder. erwartungsfreiheit (auch mit sich selbst!) ist ein wichtiger punkt der mir leider auch ab und an unter die räder gerät. hach, manchmal sehe ich klar und dann ist es doch im prinzip alles so simpel! *lach*
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Wer sich zu wichtig ist für kleine Arbeiten, ist meist zu klein für wichtige Arbeiten. (Jaques Tati)

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Daria
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?

Beitrag von Daria »

Sabrina, danke für Deine Antwort.

Manches sehe ich im Grunde wie Du. Anderes aber nicht. Ich denke, unsere Ansichten, was Erziehung oder Begleitung unserer Kinder angehen, driften halt auseinander, was sie ja auch dürfen. Und ich glaube auch, dass wir unterschiedliche Kinder haben. Du kennst Theo nicht und unsere SItuation auch nicht - und dafür bewertest Du sie mir aber ein wenig zu viel. Mein Empfinden. So komme ich durch Dein Post quasi in Rechtfertigungsdruck, der aber eigentlich unangemessen ist. Ich mag trotzdem was dazu schreiben.
Und diese Absprachen, Hammerhart. Von einem knapp 2jährigen gewisse Absprachen zu erwarten...mannomann....ich kann nur für Theo sprechen: Es ist unfair!
Vielleicht sollte ich es nicht "Absprachen" nennen sondern "Regeln des täglichen Lebens". Natürlich kann ein 2jähriges Kind wissen, was erlaubt und was verboten ist. Wir haben hier eine weitestgehende Ja-Umgebung. Dennoch gibt es ein paar Sachen, die einfach verboten sind. Dazu gehört z.B. nicht in die Steckdose fassen, nach dem Reinkommen Schuhe ausziehen, beim Stillen halbwegs ruhig sitzen weil es mir sonst wehtut, der Katze nicht am Schwanz ziehen und nicht ihr essen wegnehmen, nicht an den Herd gehen wenn ich vorher sage, dass heisse Töpfe draufstehen - und auch den Blumen keine Blätter abrupfen. Viel mehr Verbote gibt es hier nicht.
Pflanzen sind hier so gut es geht ausser seiner Reichweite, aber ich bin nicht bereit, meine Wohnung entweder leer zu räumen oder eine Gummizelle draus zu machen. Denn das was hier so alles passiert und auch zu Bruch geht, kann man gar nicht alles wegräumen ;-) Ist ja auch okay so, es gibt nicht übermäßig wertvolle Sachen hier in seiner Reichweite und er soll ja auch lernen, wie belastbar die Sachen sind.
Es ist auch klar, dass er diese Regeln manchmal vergisst - im Eifer des Gefechts oder weil er sich eben grad einfach nicht dran halten kann weil es ihm so in den Fingern juckt. Keiner reisst ihm deshalb den Kopf ab.
Und *natürlich* ist es dann auch so, dass seine Hände von den Blumen wegnehme und ihn daran erinnere, dass er sie bitte am Leben lässt obwohl es interessant ist, sie näher zu untersuchen. Hier passiert nichts, was seine Würde verletzt - nicht direkt und nicht indirekt (wobei das natülich Definitionssache ist). Und wenn er eben seine Schuhe nicht gleich nach dem Reinkommen auszieht, dann hol ich ihn einfach zurück und mache es - klar.

Und *natürlich* haben wir hier seit Lottes Geburt vermehrt ein Auge drauf, dass er nicht zu kurz kommt - weder von der ihm gewidmeten Zeit noch von der Liebe und Zuwendung, die er bekommt. Wir haben Mama-Theo Zeiten, wir haben Papa-Theo Zeiten ohne das Baby, wir haben Bücherlesen ewig lang, spielen und sonstwas. Ist ja nicht so, dass ich nicht auch wüsste, dass es für ihn schwierig ist und lange braucht, sich umzustellen.

Aber, ich habe vor Lottes Geburt ehrlich mit ihm geredet und tue das jetzt nicht anders. Wenn ich Lotte auf dem Arm habe, kommt er sofort und will auch. Dann sage ich ihm ehrlich, dass es gerade nicht geht und dass ich ihn auf den Arm nehme, wenn ich das Baby abgelegt habe. Und genauso habe ich ihm vorher gesagt, dass ich traurig bin, wenn er meine Blumen abreisst und werde das jetzt auch tun. Denn er soll in kleinem Stil kennenlernen, dass seine Handlungen Auswirkungen haben. Nur so kann er es doch für sich auch lernen. Das ist ein natürlicher Prozess - warum sollte ich den erst beginnen, wenn er - sagen wir - 3 Jahre alt ist - wenn ich sehe, dass er es jetzt auch versteht (nur sich nicht immer dran halten kann weil es so weit eben noch nicht reicht). Er kann durchaus verarbeiten, dass es mir nicht gutgeht, wenn er bestimmte Sachen tut. Andersrum sieht man es ja auch - er macht Sachen, um mir oder Papa eine Freude zu machen und ist dann mächtig stolz darauf.
SEIN Verhalten ist sooo typisch! Bitte DARIA, er macht das nicht böswillig. Das sind alles Hilferufe!
-> DU hast dich auch verändert!!! Du bist jetzt eine Zweifachmama. Du hast jetzt noch eine kleine Tochter! Du bist nicht mehr 100%ig für Theo da!
Tja, und was genau soll mir das sagen? Wie soll mir das helfen?
Ich hab diesen Thread nicht gestartet um zu hören, was ich weiss. Genau das hab ich ja vorher auch schon geschrieben. Ich weiss, dass das so ist. Und es tut mir leid, dass es so ist. Und das ist mein Problem - nämlich, dass ich nicht 200% habe - und dass ich sehe, dass Theo darunter leidet. Vielleicht werfe ich mir auch ein bisschen Egoismus vor, weil ich eben ein zweites Kind in kurzem Abstand zu Theo bekommen habe.
Was also soll ich anders machen, als besonders verständnisvoll sein, ihm besonders viel Aufmerksamkeit geben, ihm Zeit allein geben? Es hängt sich hier ja nicht alles an dem Thema windelfrei auf. Und mein Anfangspost war ja auch eigentlich ein Ausheul- und war-es-bei-Euch-auch-so-Rückversicherung-Post. Das windelfrei ist ja nur eine Facette seiner Veränderung. Und daran stört mich nicht, dass ich waschen muss oder dass ich nicht stolz erzählen könnte, dass mein Kind trocken ist - sondern es tut mir leid für Theo, von dem ich eigentlich weiss, dass es ihn stört, in seiner nassen Windel zu sitzen. Vorher hat er das sehr deutlich kundgetan und nun ist es wie weggeblasen. Das muss ich akzeptieren und verstehen lernen - aber das kann ich.

Ich denke jedenfalls auch, dass es keine Lösung ist, dass ich nun unter anderem besonders nachsichtig bin und sozusagen "alles durchgehen lasse" - dabei käme ich mir inkonsequent vor, diese vermeintliche Freiheit ließe ihn noch mehr allein - und ich will es auch nicht, jedenfalls nicht, wenn es über meine Grenzen rausgeht wie z.B. beim Stillen. Mir tut das Gehampel in der Brustwarze weh - also muss er ruhig werden dabei. Macht er das nciht, muss er eben aufhören. Klingt hart? Ja, aber ich will mir auch nicht wehtun lassen.
Diese ganzen Trotzanfälle bei Kindern gründen daher, dass man sie nicht so annimmt, wie sie sind.
Das ist ein schöner Satz. Was heisst er in der Praxis? Ich liebe meinen Sohn natürlich so wie er ist - als Chaot, als Rabauke, als Hau-drauf - und als fantastischen süßen Theo, der sehr weit ist für sein Alter. Aber muss ich deshalb alles annehmen, was er liefert ohne es zu formen? Nein, denn dann würde ich mich selbst aufgeben und auch ihm keinen Halt geben können.


Lino - bevor ich es vergesse - vielen Dank für Deine offenen Worte! Ich kenne viele Sachen auch, die Du erzählt hast! Das hier hilft mir ganz viel, danke!
Ich glaube, man kann schon einiges tun, um dem Ersten die Ankunft des Zweiten zu erleichtern, aber eine schwierige Situation IST es einfach, das kannst und musst Du ihm auch nicht nehmen. Bei aller Liebe und Fürsorge ist halt nichts daran zu rütteln, dass da auf einmal ein zweiter Mensch ist, den Du wahnsinnig lieb hast... Aber ihn dabei begleiten und hindurchführen, das kannst Du. Lass ihm einfach sein Recht, seine Art der Verarbeitung zu wählen und lass ihm Zeit. Lass ihn wieder in die Windeln machen und lass Dich traurig sein,
Viele Grüße von Daria mit Theo (02/08), Lotti (12/09) und Flora (07/12)
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?

Beitrag von lebensflieger »

quote="Daria"]Sabrina, danke für Deine Antwort.

Manches sehe ich im Grunde wie Du. Anderes aber nicht. Ich denke, unsere Ansichten, was Erziehung oder Begleitung unserer Kinder angehen, driften halt auseinander, was sie ja auch dürfen. Und ich glaube auch, dass wir unterschiedliche Kinder haben. Du kennst Theo nicht und unsere SItuation auch nicht - und dafür bewertest Du sie mir aber ein wenig zu viel. Mein Empfinden. So komme ich durch Dein Post quasi in Rechtfertigungsdruck, der aber eigentlich unangemessen ist. Ich mag trotzdem was dazu schreiben.[/quote]

Ja, da scheinen wohl unsere Ansichten in Bezug im Umgang mit dem Kind anders sein.

Du hast gefragt.
Daria hat geschrieben:
Habt Ihr Strategien gehabt oder hat irgendwas bei Euch geholfen?
Ich habe geantwortet :D

Und da ich manche "Erziehungsmaßnahmen" einfacht "hart und ungerecht" empfinde, unabhängig von den unterschiedlichen Kindern, war ich wohl zu direkt. Bitte entschuldige!
SEIN Verhalten ist sooo typisch! Bitte DARIA, er macht das nicht böswillig. Das sind alles Hilferufe!
-> DU hast dich auch verändert!!! Du bist jetzt eine Zweifachmama. Du hast jetzt noch eine kleine Tochter! Du bist nicht mehr 100%ig für Theo da!
Tja, und was genau soll mir das sagen? Wie soll mir das helfen? [/quote]

hm......das du etwas mehr Verständnis für Theo´s Situation hast!?! Dir fällt doch kein Zacken aus der Krone, wenn du mal nicht soo konsequent bist. Er wird nicht gleich auf dem Tisch herumtanzen :lol: oder doch? Dann lass ihn! Was ist denn so schlimm daran?
- dabei käme ich mir inkonsequent vor, diese vermeintliche Freiheit ließe ihn noch mehr allein - und ich will es auch nicht, jedenfalls nicht, wenn es über meine Grenzen rausgeht wie z.B. beim Stillen. Mir tut das Gehampel in der Brustwarze weh - also muss er ruhig werden dabei. Macht er das nciht, muss er eben aufhören. Klingt hart? Ja, aber ich will mir auch nicht wehtun lassen.
Nein, hart klingt das nicht, weil der Grund sehr nachvollziehbar ist. Jeder hat ja seine eigenen Grenzen und die sind auch ok. Künstliche Grenzen, die meist nur ums Kind gesetzt werden, finde ich nicht ok. Denn dann darf man sich nicht wundern, wenn das Kind "bockt".
Ich liebe meinen Sohn natürlich so wie er ist - als Chaot, als Rabauke, als Hau-drauf - und als fantastischen süßen Theo, der sehr weit ist für sein Alter. Aber muss ich deshalb alles annehmen, was er liefert ohne es zu formen? Nein, denn dann würde ich mich selbst aufgeben und auch ihm keinen Halt geben können.
Warum musst du dich dann selbst aufgeben??? Weil er seine Selbstverantwortung behält?
Kinder lernen allein durch Vorbild. Ich fühle mich viel freier, wenn meine Kinder selbst entscheiden dürfen, ich nicht entscheide und keine maßnahmen anwende.
Sicher gibt es Grenzen, aber MEINE Grenzen.
Wie gehst du denn mit deinem Mann/Partner um, wenn du mit ihm unzufrieden bist und er Dinge macht, die für dich nicht ok sind?

Wie kommst du darauf, dass man seinem Kind halt geben muss?
Ich bin der Meinung, dass Kinder Gäste sind, denen man den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen soll.
Sie sind eigentständig und für sich selbst verantwortlich. Natürlich ist es auch eine Kunst, sich DABEI nicht selbst zu verlieren. Sich selbst treu bleiben. Dann bleibt man nämlich authentisch und wenn man dann in dieser Echtheit, Grenzen setzt und die Gründe dafür Kindgerecht erklärt, dann kommen die kinder auch damit besser klar.

Sicher ufert dieser Post wieder aus......aber dennoch finde ich es recht interessant, sich darüber auszutauschen und zu hinterfragen, warum und wieso das Kind so oder so reagiert.........friedlich, ohne anzugreifen! *weißeFahneschwenk* :D

~Sabrina~
Herzliche Grüße
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?

Beitrag von Zaarambar »

Liebe Daria,

ich habe deine Frage oben gelesen und kann es nachvollziehen warum du nun so verzweifelt bist. Erst klappt alles so schön und dann kommt was dazwischen und alle gute Arbeit ist hin. Dennoch kann ich Theo auch verstehen. Für ihn ist das eine Riesenumstellung. Plötzlich ist da jmd. da, mit dem er die Mama teilen muss. Er wurde ja vorher auch nicht gefragt. 
Ich höre auch oft von Müttern, die diese Probleme haben (nicht gerade was das windelfrei betrifft, aber die sogenannte Trotzphase). Du bist also nicht alleine. Trotzdem wunder ich mich warum so viele Mütter auf die Idee kommen mehr Zeit mit dem zweiten Kind zu verbringen als mit dem Ersten. Ich meine, zweite Kinder im Babyalter brauchen nicht Mamas Aufmerksamkeit, nur ihre Nähe. Und die Nähe kann man sehr wohl schaffen, in dem man das Kind trägt, in dem man beim Kind ist. Und während man es trägt, kann man sich sehr gut um das andere Kind kümmern. Außerdem hilft das auch, die Zeichen beim Kind besser zu sehen, wenn es nah bei einem ist. Mütter brauchen ihre zweiten Kinder nicht zu bespassen, und wenn das wegfällt, haben die ersten Kinder keinen wirklichen Grund zu bocken. Außer natürlich, dass in dem Alter, die meisten Mütter mit der Erziehung anfangen.
Also wenn das nicht am tragen liegt oder bespassen, dann kann das vielleicht sogar die Erziehung sein. Vorher wurde auf das Kind eingegangen, seine Wünsche und Bedürfnisse erfüllt und dann plötzlich nicht mehr, da wird mehr erwartet, mehr verboten was auch immer. Und wenn ein Kind damit konfrontiert wird, dann kann es schon dagegen ankämpfen. Und er hat seine Möglichkeit gefunden, in dem er wieder in die Hose macht. Das seine Art zu kommunizieren, dass etwas nicht in Ordnung ist. Was genau das ist, liegt an dir, das rauszufinden, ich kann dir nur Anhaltspunkte geben. Es ist immer wichtiger die Ursachen zu bekämpfen statt die Symptome. Ich würde an deiner Stelle überhaupt nicht auf seine „Unfälle“ eingehen, nur saubermachen, vielleicht möchtest du ihn einbeziehen, wenn er will. Aber bitte nicht sagen, dass du traurig bist, damit kann man ein Kind nur unnötig unter Druck versetzen. Es ist nun mal eine normale Situation. Nichts außergewöhnliches, auch wenn er dass vorher anders gemacht hat. Solche Dinge passieren eben. Und so sollte es rüberkommen.
Zu seinem Trotz. Wenn Kinder trotzen, dann liegt das daran, dass es Menschen gibt, die über sie entscheiden wollen. Menschen, die nicht verstehen, dass auch Kinder Menschen sind und dass auch diese Menschen das Recht haben über ihren eigenen Körper zu bestimmen. Und wenn man es vergisst, dann wird man bockig, weil man selber nicht weiter weiß. Warst du mit deinem Mann nie in so einer Situation? Hat er nie bestimmt ohne dich einzubeziehen? Wenn nicht, dann stell dir mal vor wie du dich fühlen würdest. Du kannst deinem Sohn allerdings bestimmte Dinge zeigen, vorleben aber nichts von ihm erwarten. Genauso werden Kinder auch oft Nein sagen (oder Kopfschütteln), weil die Mama das Wort vielleicht zu oft benutzt. Es gibt immer Möglichkeiten ja zu sagen und dem Kind die Welt zu zeigen, weil es nun mal wissbegierig ist. Aber das ist n anderes Thema. Allerdings denke ich, wenn sich das legt, dann wird er wieder „normal“ werden.
Du schriebst, dein Kind grinst, wenn er weiß, dass er verbotene Dinge macht. OK, er weiß es, er ist nicht dumm, aber das Grinsen ist kein Zeichen von Hohn oder Böswilligkeit sondern ein Friedensangebot. Er möchte, dass du lieb zu ihm bist und nicht schimpfst, wenn er gerade „lernt“, wenn er was untersucht, nämlich Deine Welt!!!! Er möchte ein Teil deiner Welt sein. Immerhin gehst du daran, warum also nicht er? Warum zeigst du ihm nicht, was er mit den Pflanzen machen kann?
Du schriebst:
Vielleicht sollte ich es nicht "Absprachen" nennen sondern "Regeln des täglichen Lebens". Natürlich kann ein 2jähriges Kind wissen, was erlaubt und was verboten ist. Wir haben hier eine weitestgehende Ja-Umgebung. Dennoch gibt es ein paar Sachen, die einfach verboten sind. Dazu gehört z.B. nicht in die Steckdose fassen, nach dem Reinkommen Schuhe ausziehen, beim Stillen halbwegs ruhig sitzen weil es mir sonst wehtut, der Katze nicht am Schwanz ziehen und nicht ihr essen wegnehmen, nicht an den Herd gehen wenn ich vorher sage, dass heiße Töpfe draufstehen - und auch den Blumen keine Blätter abrupfen. Viel mehr Verbote gibt es hier nicht.
Steckdosen können gesichert werden, dann braucht man sich darum auch nicht zu kümmern. Das Schuhe ausziehen ist etwas, dass er von alleine machen wird, wenn du ihm das vormachst. Du warst diejenige, die diese Regel eingeführt hat, hatte er was dazu zu sagen? Oder sage ihm einfach, dass du das gerne hättest, damit der Dreck draußen bleibt und zieh ihm die Schuhe aus. Das mit dem Stillen ist DEINE Grenze, es ist nicht verkehrt diese zu zeigen. Damit zeigst du ihm, dass auch du ein vollwertiger Mensch bist mit Gefühlen und du ein Recht darauf hast diese auszusprechen. Für die Katze haben wir einen Hochsitz gebaut, wo mein Sohn nicht rankommt. Du kannst ihm allerdings auch einmal sagen, dass es wegtut, aber nicht ständig, weil er das ja weiß. Aber mit diesem Hochsitz (ein Regal oder was auch immer)umgehst du den Stress für euch beide bis er alt genug ist und weiß, wie man mit Katzen umgeht. Er beobachtet dich ja auch beim Umgang mit der Katze. Aber nur nicht meckern. Genauso kannst du ihr essen auch hochstellen. Ich habe meinem Sohn anhand einer Heizung gezeigt, was kalt, warm und heiß ist. Er hat schnell gelernt und wenn ich meine, der Ofen ist heiß, geht er gar nicht ran. Er sieht auch schon, wenn es dampft, dass es heiß ist. Manchmal geht er aber auch ran, um zu prüfen, ob er tatsächlich heiß ist. Es gibt nämlich Eltern, die in der Hinsicht lügen und die Dinge als heiß bezeichnen, damit das Kind nicht daran geht, wenn es dann tatsächlich mal heiß ist. Aber damit handelt man sich nur Misstrauen ein und ein Kind lernt, dass man lügen darf. Es sind halt nur Erfahrungswerte was das Kind sammelt und überhaupt nicht bös gemeint. Man lernt auch viel besser durch Erfahrungen als einfach verbieten. Und je früher desto besser und wenn du ihm deine Erfahrung vorab mitgeteilt hast und die sich als korrekt erwies, dann wird er dir früher oder später Glauben schenken, bevor es zu spät ist (wie bei Drogen im Teenageralter). Aber das Ganze funktioniert aber nur, wenn du offen zu allen bist und nicht voreingenommen. Wenn du deinem Kind dein Vertrauen zeigst.
Du schriebst:
Pflanzen sind hier so gut es geht außer seiner Reichweite, aber ich bin nicht bereit, meine Wohnung entweder leer zu räumen oder eine Gummizelle draus zu machen. Denn das was hier so alles passiert und auch zu Bruch geht, kann man gar nicht alles wegräumen Ist ja auch okay so, es gibt nicht übermäßig wertvolle Sachen hier in seiner Reichweite und er soll ja auch lernen, wie belastbar die Sachen sind.
Ja, Teller zerdeppern kommt oft vor, war bei uns auch so. Aber es ist wichtig dem Kind dennoch zu zeigen, dass ein Teller eben nur ein Teller ist, man sich dennoch wünscht er bleibt ganz. Mein Sohn (2.5) weiß was Glas ist und wirft nur Plastikgläser runter (sofern sie farbig sind) und kein Glas.
Du schriebst:
Und *natürlich* haben wir hier seit Lottes Geburt vermehrt ein Auge drauf, dass er nicht zu kurz kommt - weder von der ihm gewidmeten Zeit noch von der Liebe und Zuwendung, die er bekommt. Wir haben Mama-Theo Zeiten, wir haben Papa-Theo Zeiten ohne das Baby, wir haben Bücherlesen ewig lang, spielen und sonstwas. Ist ja nicht so, dass ich nicht auch wüsste, dass es für ihn schwierig ist und lange braucht, sich umzustellen.
Ich halte nichts von den vorgefertigten Zeiten. Manchmal braucht ein Mensch Nähe und Zuneigung gerade dann, wenn er sie nicht hat. Und das ist eine Kunst, dass unter einem Hut zu bringen. Ich lasse dann meistens andere Arbeiten im Stich. Nichts ist wichtiger als mein Kind. Nur wenn ich mich wirklich so fühle, dass ich nicht kann, dann sage ich es ihnen auch. Oder ich beziehe sie in die Arbeit mit ein. Manchmal gehört halt mehr dazu als mit dem Kind zu spielen oder vorzulesen. Einfach zuhören, richtig zuhören, mit ihm reden. Egal wie albern das für dich erscheint. Spielen ist nebensächlich. Leider sieht unsere heutige Gesellschaft spielen als sehr wichtig für die Entwicklung an. Aber spielen ist Distanz zu den Eltern und sie brauchen gerade diese und deren Welt zum lernen. Spielzeug kann Eltern nicht ersetzen.
Zurück zu der Pflanzensache. Indem du ihn zeigst oder sagst, dass du traurig bist, dass er die Blätter abreißt, zeigst du ihm auch, dass sein Verhalten Einfluss auf dich und deine Gefühle hat. Er wird wahrscheinlich denken, dass du ihn nur dann liebst, wenn es in deinen Augen richtig handelt. Denn mit dieser Maßnahme willst du was bezwecken und zwar, dass er nicht mehr die Pflanze anfässt. Und wenn er sie nicht mehr anfässt, bist du glücklich???? Machst du dir dein Glück vom Verhalten deines Sohnes abhängig? Damit setzt du ihn (wie schon gesagt) ganz schön unter Druck. Gefühle sind wichtig und sie zu kommunizieren noch mehr, aber NUR wenn sie die eigene Persönlichkeit betrifft.
Du schriebst:
Ich denke jedenfalls auch, dass es keine Lösung ist, dass ich nun unter anderem besonders nachsichtig bin und sozusagen "alles durchgehen lasse" - dabei käme ich mir inkonsequent vor, diese vermeintliche Freiheit ließe ihn noch mehr allein - und ich will es auch nicht, jedenfalls nicht, wenn es über meine Grenzen rausgeht wie z.B. beim Stillen. Mir tut das Gehampel in der Brustwarze weh - also muss er ruhig werden dabei. Macht er das nicht, muss er eben aufhören. Klingt hart? Ja, aber ich will mir auch nicht wehtun lassen.
„Alles durchgehen lassen“ sollst du ja nicht. Ich denke nur ne Umstellung ist wichtig, ne Umstellung von deiner Einstellung. Es leben nun mal ein paar mehr Menschen in deinem Haushalt, die ebenfalls Anrecht darauf haben, in der Wohnung frei zu leben wie du. Auch wenn du dich an Regeln hälst, sind das deine eigenen Regeln. Mit Konsequenz kann man auch sagen, dass du unehrlich bist oder eben etwas vorspielst. Denn du bist nicht du selber. Denk mal drüber nach, fühlst du dich vollständig dazu bereit konsequent ihm gegenüber zu sein? Würdest du das auch bei anderen Menschen machen, deinem Mann zum Beispiel? Ich denke nicht, warum als bei Kindern? Ich fühle mich nicht ehrlich, wenn ich jmd. meine Meinung aufdrücken will und dazu noch irgendwelche Taktiken anwende.
Und du zeigst schon genug Konsequenzen, wenn du ihn von der Brust nimmst, weils dich stört. Deshalb braucht man nicht noch erzwungene indirekte Konsequenzen. Natürliche Konsequenzen gibt’s überall, da braucht man als Eltern nicht noch welche kreieren. Ein Kind soll ja bei den Eltern einen Ruhepunkt und Zufluchtsort von allen unangehmen Dingen in der Welt und Gesellschaft finden. Und gerade diese geben genug vor um ein Kind aus Konsequenzen lernen zu lassen.
Das schriebst Du:
Das ist ein schöner Satz. Was heißt er in der Praxis? Ich liebe meinen Sohn natürlich so wie er ist - als Chaot, als Rabauke, als Hau-drauf - und als fantastischen süßen Theo, der sehr weit ist für sein Alter. Aber muss ich deshalb alles annehmen, was er liefert ohne es zu formen? Nein, denn dann würde ich mich selbst aufgeben und auch ihm keinen Halt geben können.
Klar, jede Mutter liebt ihr Kind so wie es ist. Ich auch, du auch. Daran Zweifel ich auch nicht. Nur sehen wir es anders als die Kinder. Denken Männer und Frauen gleich? Denken sogar wir Frauen alle gleich? Du liest meine Ansätze wahrscheinlich als Vorwurf, dabei will ich dir nur helfen, auch wenn ich manchmal direkt bin, sarkastisch oder was auch immer. Ich schreibe es anders als du es auffasst, oder? Trotzdem verurteile ich dich nicht, auch wenns so rüberkommt. Im Gegenteil! Und genauso sehen es Kinder. Du kannst ihnen oft genug sagen, dass du sie bedingungslos und uneingeschränkt liebst, aber deine Reaktionen und dein Verhalten stimmen nicht mit dem überein. Kinder lernen viel mehr aus deinem Verhalten als aus deinen Worten. Und nehmen Verhalten mehr wahr als Worte. Wenn du deinem Sohn Verbote gibst, zeigst du ihm, dass diese Pflanze (als Beispiel) wichtiger ist, als er. Wenn du zu ihm sagst (ebenfalls als Beispiel): Räum dein Zimmer auf, sonst gehen wir nicht ins Kino. Dann bekommt er die Nachricht von Dir, dass du ohne diese Konsequenz kein Vertrauen zu ihm hast. Oder das du ihm nur Gutes tun willst, wenn… wenn er DEINE Bedingung erfüllt hat? Mal abgesehen davon, dass du dann einen selbstsüchtigen Jungen erziehst, der Dinge nur macht, weil was für ihn dabei rausspringt oder (bei Fernsehverbot) weil er Unannehmlichkeiten vermeiden will. Es geht ihm da ja nicht um andere. Oder du belohnst oder lobst ihn für gute Taten. Wenn du schlechte Taten ignorierst. Ein Kind lernt daraus, dass es nur wenn es lieb ist (halt unter Bedingungen und eingeschränkt) geliebt wird.
Es gibt aber sooooooooo viele Wege, wenn man offen dazu ist, seinem Kind die gute Welt zu „lehren“ und ihm gleichzeitig das Gefühl von vollständiger Liebe vermittelt. Sei du selber, höre auf dein Gefühl, lerne dich selber kennen, damit du deine Gefühle kommunizieren kannst. Lerne verstehen, dass Kinder eigenständige Menschen sind, die eingeschränkt leben (aber uneingeschränkt lieben  ) schon alleine, weil sie uns um Hilfe bitten müssen. Aber sie tun es gerne (wenn man sie lässt) und sie wollen von keinem anderen was gelernt bekommen als von uns, den liebenden Eltern.
Ich hoffe inständig, dass du mich verstehst, dass du nicht denkst, ich mache dir Vorwürfe oder schreibe dir vor wie es zu sein hat. Ich möchte nur, dass du das ganze aus den Augen deines Kindes betrachtest. Das du es weißt, ist mir klar, dass du was ändern möchtest auch. Und ich kann dir von meiner Erfahrung sagen, dass ich zwei Kinder (6 am Montag) und 2 (seit August) habe, die so selbstständig sind, weil sie es wollen und dennoch sehr verständlich sind. Ich habe meine Tochter nämlich auch zu Anfangs erzogen, bis ich mit der Nase draufgestossen worden bin. Und ich muss ehrlich sagen, es geht uns allen besser. Ich muss auch sagen, dass das eigentlich Wohlbefinden des Menschen auch viel wichtiger ist als alle Regeln der Welt. Das kommt von alleine, wenn sie wissen DU vertraust ihnen, wenn sie dir vertrauen und wenn sie merken, dass wenn man ihn Gutes tut, dass es ein schönes Gefühl ist, so schön, dass sie andere Menschen auch was Gutes tun wollen. Sie teilen nämlich gerne.

Ich denke auch, dass sich dein Verhältnis zu Theo dann sehr verändern wird. :)
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?

Beitrag von Zaarambar »

Hallo nochmal,
ich hab grad nochmal Sabrinas Antwort gelesen. Da stimmen wir ja in vielen überein. Nichts für ungut…
Du erwähntest künstliche Grenzen, Sabrina. Künstliche Grenzen setzen ist ein Zeichen von Machtausübung. Kinder wissen das und bekommen somit vermittelt, dass man „schwachen“ Gegenüber Macht zeigen darf. Ausserdem sind die ja auch unnatürlich und jeder der die anwendet, ist nicht authentisch. Und die Kinder werden früher oder später schon unterscheiden können, welche Grenzen deine sind und welche erstellt worden sind, um ihn etwas machen zu lassen, was er nicht will oder nicht machen zu lassen. Das führt auch dazu, dass er das Verbotene ausserhalb deiner Sichtweite machen wird und das dazu noch verheimlichen wird. Jeder hat Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen. Und das macht man, egal ob man darf oder nicht. Und wenn ein Bedürfnis befriedigt ist, dann möchte man das meistens nicht mehr machen. Wenn du als Mutter also verbietest, dann wird dein Sohn Wege finden, sein Bedürfnis zu befriedigen. Wenn er obendrein noch schlechte Reaktionen bekommt (allein schon, weil du dann traurig bist), dann wird er dir das verheimlichen, aber auch dann, wenn er selber eine schlechte Erfahrung gemacht hat. Er will dich ja nicht verletzen, weil dich hintergangen hat und/oder scheut die Strafe. Wo soll er denn nun hin mit seinem schlechten Gewissen, was ihn quält, wenn er nicht zur Mutter kann. Und mag sein, dass seine Bedürfnisse noch klein sind, aber was ist erst, wenn er ein Teenager ist?

Sabrina schrieb:
Warum musst du dich dann selbst aufgeben??? Weil er seine Selbstverantwortung behält?
Kinder lernen allein durch Vorbild. Ich fühle mich viel freier, wenn meine Kinder selbst entscheiden dürfen, ich nicht entscheide und keine maßnahmen anwende.
Sicher gibt es Grenzen, aber MEINE Grenzen.
Wie gehst du denn mit deinem Mann/Partner um, wenn du mit ihm unzufrieden bist und er Dinge macht, die für dich nicht ok sind?

Kinder lernen am besten durch Vorbilder, müssen nicht nur die Eltern sein, können auch andere Vertrauenspersonen sein. Und wenn du was machen „darfst“ und er nicht (weil er zu jung ist oder zu klein), dann ist das unfair und nicht verständlich für ihn. Entweder machst du das auch nicht mehr oder du zeigst ihm wie es richtig geht. Er wird das auch nicht gleich richtig machen, aber dafür ist er ja nun noch unwissend und wird lernen. Und lernen tut man von Wiederholungen und Erfahrungen. Und manchmal sind sogar „Fehlverhalten“ der Kinder Lernprozesse und keine Böswilligkeit. Wir denken nur so eingeschränkt (wegen unserer eigenen Erziehung) und nicht um die Ecke, dass diese Verhalten aber alleine als Übung zählen und man eben noch nicht gleich alles richtig machen kann. Aus Fehlern lernt man und die sollte man einem auch gönnen und nicht als „schlecht“ ansehen lassen.
Grenzen zeigen lehrt einem Kind auch seine eigenen Grenzen zu kommunizieren. Wenn man sich dann in der Entwicklung des Kindes nicht einmischt sondern nur eigene Erfahrungen weitergibt und eigene Gefühle, dann wird das Kind auch lernen, wo seine Grenzen anfangen und wo diese enden. Wie sonst soll man das lernen? Warum sonst wissen heutzutage selbst Erwachsene nicht mehr wo ihre eigenen Grenzen sind, geschweige denn diese zu kommunizieren??
Je jünger desto besser lernt man, desto mehr behält man. Und eigene Entscheidungen treffen gehört dazu. Nicht die wovon man als Eltern auch wieder Vorteile drausziehen kann (welches Hemd willste anziehen, dass blaue oder rote) sondern die Entscheidungen, die die eigenen Persönlichkeit betrifft. Was man isst, was man anzieht, wann man schläft (fällt den meisten am schwersten), mit wem man teilt, ob man teilt usw. Indem Eltern für Kinder entscheiden, halten sie diese klein. Und Kinder zeigen sehr wohl, wann sie zu Entscheidungen bereit sind und für welche. Wenn man ihnen das lässt werden sie auch von alleine um Hilfe bitten. Wenn man sich einmischt, werden sie es irgentwann lassen, um Hilfe zu bitten. Und wenn diese Kinder kleingehalten werden, dann kann man von ihnen auch nicht erwarten, dass sie im Teenageralter ganz plötzlich alleine entscheiden möchten. Bzw viele Eltern geben ihnen dann noch nicht mal das Recht. Und es „bocken“ soviele Teenager, wie eben damals die Kleinkinder, weil ihnen ihre eigenen Erfahrungen und Gefühle, Bedürfnisse verweigert wurden. Und wie sollen Teenager selbstständig denken, wenn die Eltern für sie gedacht haben. Entweder werden sie aus Trotz das Gegenteil machen, um sich endlich von den Eltern zu lösen, was fatale Folgen haben kann. Oder auch was wahrscheinlicher ist, sie werden immer Mitläufer bleiben. Nur sind es nicht immer die Eltern, denen sie folgen, sondern ihre sogenannten Freunde. Und wenn diese Drogen nehmen und es dazu auffordern oder bitten, dann wird das Kind es auch tun. Es ist ja nun mal das gewollt erzogene Kind, dass auf einem hört.
Wir leben nun mal in einer Welt, die NICHT geteilt ist durch Erwachsenen- und Kinderwelt. Wie sollen Kinder sich in einer Erwachsenenwelt eingewöhnen können, wenn man sie in einer Kinderwelt „gesteckt“ hat. Wie sollen sie Verantwortung lernen, wenn man ihnen nie die Verantwortung über sich selbst zugestanden hat? Und in dieser einzigen Welt gehört eben auch, dass Kinde rund Erwachsene gleichberechtigt sind, Individuelle und man diese so behandeln sollte. Meine Kinder können sich entscheiden, ob sie entscheiden möchten. Ich bin für jegliche Unterstützung offen.

Sabrina schrieb:
Ich bin der Meinung, dass Kinder Gäste sind, denen man den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen soll.

Dem stimme ich voll zu. Damit sich Gäste wohlfühlen tut man doch alles damit sie bleiben und Geld bezahlen. Nun sinds aber unsere Kinder, von denen kein Geld abverlangt wird. Aber damit sich diese Gäste, wenn wir weiterdenken, von einem anderen Land kommen, dann zeigt man ihnen, wie man am besten in unserem Land zurecht kommt, oder? Man zeigt ihnen Sehenswürdigkeiten, wo der Bus abfährt, was auch immer. Man hat Geduld mit ihnen und erwartet nicht von ihnen, dass sie das machen, was wir sagen. Sie sind eben eigenverantwortlich. Wir können nun helfen. Und wenn diese Gäste uns vertrauen und sogar recht gern haben, werden sie unseren Rat auch schon folgen. Kinder sind nicht anders.
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