Anne hat geschrieben:Aber heißt Etagenheizung nicht, dass alle Kosten einer Etage in einen Topf geworfen werden und dann jeder auf der Etage einen gleichen Anteil bezahlt? Muss ich falsch verstanden haben...

Gasetagenheizung: Wird getrennt bezahlt, also nach Verbrauch. Aaaber: Gas ist in Berlin meistens etwas teurer, weil die Häuser keine wirklich neuen und effizienten Thermen und einzelnen Heizkörper haben und deshalb relativ viel verbrauchen. Das kannst du aber rausfinden, wenn du eine Wohnung besichtigst. Mit Gas kannst du deinen Verbrauch am flexibelsten steuern, du heizt NUR, wenn du brauchst, theoretisch könntest du auch schon im September heizen

Warmwasser dauert meistens auch ein bisschen, bis die Therme angelaufen ist, es sei denn, Warmwasser ist getrennt geregelt.
Zentralheizung: Wird getrennt bezahlt, teils nach tatsächlichem Verbrauch (Ablesegerät an der Heizung), zum Teil aber nach Quadratmeteranzahl und auch die Wartungskosten werden entsprechen umgelegt. Es gibt aber eben einen zentralen Heizkessel im Keller des Hauses. Ist ein bisschen billiger als Gas, wenn du nicht viel heizt, die Fenster dicht sind und der Heizkessel nicht von anno dazumal, gar nicht so schlimm. Wir haben in unserer Bude bisher jedes Jahr eine Rückzahlung bekommen - zwar nur 20 Euro, aber immerhin. Sind aber auch im Haus alle recht sparsam in der Beziehung

Heizen kannst du allerdings nur, wenn die Heizung auch angestellt wird - ab einer bestimmten Temperaturanzahl.
Fernwärme: Wird auch getrennt berechnet, du schließt aber einen Vertrag mit dem Lieferer von Fernwärme ab, der dein Haus beliefert. Bei uns war das in der letzten Wohnung Vattenfall. War sogar ein bisschen günstiger als die Zentralheizung, aber nicht merklich. Das ist sozusagen "Energieabfall" von großen Werken, der dann weiter recycelt wird - eine Mischung aus Kohle, Öl, Erdgas.
Nachtspeicherheizung: Elektro-Strom, teuer, weil nicht mehr subventioniert, meistens mit Asbest gebaut, Energiesauerei.
Oldschool-Berlin: Ölofen, Kachelofen; Holzofen: Einzelne Öfen in den jeweiligen Zimmern. Nervig, Sauerei, Schlepperei, muss gut gemanagt werden, wenn du zu lange nicht nachfeuerst, kühlt alles aus und du musst wieder so richtig bullern, es dauert immer etwas länger, bis gewünschte Temperatur, sondert Feinstaub ab etc. etc.
Fazit:
Gasetagenheizung ist vielleicht besser für Kontroll-Neurotiker, die gaaanz wenig heizen wollen, Zentralheizung ist in der Gesamt(öko)bilanz etwas günstiger, Fernwärme gibts nur selten, weil sich da zuerst die Vermieter darum kümmern und für die entsprechenden Anschlüsse und Verträge kümmern müssen.
Nachtspeicherheizung und Einzelöfen: Rat ich lieber von ab.
Selbst hab ich schon Wohnungen bewohnt mit: Zentralheizung, Fernwärme, Gasetagenheizung, Kohleofen
Bei Freunden hab ich den Kostenfrust miterlebt bei: Nachtspeicherheizung.
Alle Klarheiten beseitigt?
PS: Ich würd' eher nicht unbedingt nördlicher als Mitte ziehen, wenn du täglich nach P'dam musst. Die Fahrerei und die Probleme mit S-Bahn und DB sind wirklich nicht zu unterschätzen - von Zoo aus z.B. fahren auch mehr Regionalbahnen, die sind wesentlich schneller als die S-Bahn.