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So ein Stillstart - Echt schade...

Verfasst: 19.09.2009, 21:03
von rosalie3
Waren heut auf nem Kindergeburtstag. Eine Bekannte mit ihrem 3 Wochen alten Baby war auch da und würde am liebsten völlig frustriert mit dem Stillen aufhören :( .
Als Erstgebärende ist sie nach nur drei Tagen aus der Klinik entlassen worden, mit wunden Brustwarzen und kaum einer Vorstellung wie sie ihr Baby anlegen soll!
Schon am ersten Tag daheim (Baby und sie nur noch am Weinen) hat sie in der Klinik angerufen, um sich Rat zu holen und hat zur Antwort bekommen: "Na warum füttern Sie dann nicht zu?!"
Hab gar nicht nach der Nachsorgehebamme gefragt, aber da sie keine erwähnt hat, kommt vielleicht auch keine.

Mich macht das grad richtig wütend und auch traurig, daß durch solches Verhalten die Stillbeziehung fast von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, obwohl anfangs durchaus der Wunsch zum Stillen bestand.
Momentan pumpt sie aus Verzweiflung Milch ab und füttert sie mit der Flasche...klappt wohl nicht so gut (kommen grad 80ml aus beiden Seiten) und das Baby scheint wohl recht verwirrt wegen dem Wechsel Brust - Flasche...

Hab ihr also empfohlen, falls sie noch nicht ganz aufgeben will, vorher nochmal zu einer Stillberaterin zu gehen.

Ich wünsche den beiden, daß es trotz der Anfangsschwierigkeiten noch klappt mit dem Stillen und für alle Mütter eine professionelle Stillbegleitung gerade in der ersten Zeit und beim ersten Kind!!!

Liebe Grüße

Re: So ein Stillstart - Echt schade...

Verfasst: 19.09.2009, 21:11
von Steffi83
Ich finds auch total schade, dass sie da so wenig Hilfe bekommen hat. WObei ich nicht verstehen kann, wieso sie keine Nachsorgehebamme hat?

Ich bin als Erstgebärende nach 5 Stunden nach Hause gegangen. Im Krankenhaus hab ich sie einmal an jeder Seite angelegt, die Hebamme hat sich das angeguckt und fand, dass es gut ausschaut. Am nächsten Tag kam schon die Nachsorgehebamme, hat auch nochmal geschaut und mir noch ein paar Tipps gegeben. Es gab überhaupt keine Probleme. Aber hätte es welche gegeben, z.B. beim Milcheinschuss, hätte ich meine Hebamme zu jeder Tags- und Nachtzeit anrufen dürfen.
Also das wichtigste find ich ist eine gute Nachsorgehebamme.

Re: So ein Stillstart - Echt schade...

Verfasst: 19.09.2009, 21:14
von bina1307
Ich wünsche deiner Freundin dann erstaml ganz viel Kraft, dass Freude beim Stillen erfahren wird!

Gut, dass du ihr eine Stillberaterin empfohlen hast.

Ich habe hier auch erst vor anderthalb Wochen von meiner Freundin und Schwägerin berichtet, die sogar nach 2Tagen noch im KH abgestillt hat, wegen blutigen entzündeten Brustwarzen :(
Es ist echt traurig immerwieder von der schlechten Stillberatung in den KH zu hören. :evil: Ihr wurde am ersten Tag zwar das Stillen ein paar mal gezeigt, aber es wurde dann nie mehr auf die Anlegetechnik geschaut und das obwohl sie schon am 2, Tag wunde Brustwarzen hatte und das Ng unter starken Blähungen litt.
Da fragt man sich doch, warum man els erstgebärende überhaupt nach der Entbindung in der Klinik bleiben soll, wenn einem eh nicht gehofen wird! :( :evil:

Hoffentlich liegt deiner Freundin weiterhin viel am Stillen und sie hält durch! Sie ist ja vermutlich auch von der Geburt noch etwas geschwächt und ich könnte es verstehen, wenn die mit den schmwrzenden Brüsten erstmal nicht mehr stillen möchte.

Eine Stillberaterin kann ihr da bestimmt ganz schnell helfen.

Re: So ein Stillstart - Echt schade...

Verfasst: 20.09.2009, 11:48
von Hubs
Ich hatte Glück, bei uns lief von Anfang an alles super, aber meine BWs waren auch nach 2 Tagen schon total wund und beim Anlegen hätte ich vor Schmerzen schreien können. Aber mir war klar, dass das alles vorbei geht. Wenn ich drüber nachdenke, was den Frauen entgeht, wenn sie aufgrund schlechter Beratung verzweifelt mit dem Stillen aufhören, stehen mir Tränen in den Augen! es ist so traurig...

Re: So ein Stillstart - Echt schade...

Verfasst: 20.09.2009, 15:09
von Sonnenblume23
Hallo,

sowas macht mich auch immer traurig und auch wütend. Das ist so schade. Ob die Krankenschwester gar nicht weiß, was sie damit anrichtet? Wahrscheinlich eine Frau, die keine Stillerfahrung hat...

Aber es hört sich ja auch fast so an, als ob sie keine Nachsorgehebi hat, was auch Mist ist. Die helfen doch normalerweise, wo sie können.

Vielleicht hat die Frau den Mut und sucht sich eine Stillberaterin, dann kommen sie vielleicht noch auf den richtigen Weg :5:

Man selbst weiß auch immer gar nicht, was man sagen soll, wie man am besten reagiert. Das ist so schwierig.

Re: So ein Stillstart - Echt schade...

Verfasst: 23.09.2009, 21:41
von Xapor
Mich macht das auch immer total traurig und wütend zugleich. Ich habe in einer großen Uniklinik entbunden. Im Kreissaal war es wirklich toll, und ich hatte eine super Betreuung, aber das Wochenbett....

Wie man stillt, hat mir wirklich keiner gezeigt, obwohl ich durchaus auch um Hilfe gebeten hatte. Erst am dritten Tag kam eine total nette Hebammenschülerin, die sich dann wirklich ganz toll um uns gekümmert hat.

Re: So ein Stillstart - Echt schade...

Verfasst: 24.09.2009, 21:36
von Steffi83
Ich find auch ausgerechnet 3 Tage nach der Geburt heim gehen schwierig. Da kam bei mir schon langsam der Milcheinschuss und Tag 4 und 5 kam nochmal mehr. Dann kommt man grad nach Hause, was ja auch eine Umstellung ist und dann kommt der Milcheinschuss und am besten noch die Heulerei.
Da fänd ich ambulant entbinden, oder ein paar Tage länger dort bleiben vielleicht geschickter.