Geht's mir allein so?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Minchen
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Geht's mir allein so?

Beitrag von Minchen »

Ich war grad in einem Forum, in dem ich früher geschrieben habe (ich wusste schon, warum... :roll: ). Dort ging es um das Thema Flasche oder Stillen - wohlbemerkt noch vor der Entbindung.

Da kommen immer dieseleben Aussagen: ich mag das nicht, ich kann mir ein Kind an meiner Brust nicht vorstellen, Flaschenkinder und - mütter sind auch glücklich und gesund, ich möchte nicht so gebunden sein, usw. ...

Mich macht das immer so traurig. Ich hab wieder einmal versucht, etwas dazu zu sagen, ganz vorsichtig, ich kenne die Reaktionen ja schon. Aber es ist immer dasselbe. Dann gehen alle auf einen los (selbst die Stillmütter!), dass das doch jeder selbst entscheiden müsse und blablabla.

Die Userin schrieb doch tatsächlich, sie sei ja jetzt schon von der Vormilch so genervt, weil sie ja Stilleinlagen tragen müsste usw. ... Warum bekommen die Frauen Kinder, wenn sie zB das Stillen so ablehnen? Ich meine, man kann es doch wenigstens versuchen - sie weiß doch noch nicht einmal, wovon sie spricht! Ich erwarte ja gar nicht, dass alle das Stillen bis zum 3. Lebensjahr toll finden, aber wenigstens versucht haben sollte man es doch, bevor man es so kategorisch ablehnt!

Geht es mir alleine so? Spinnen meine Hormone oder macht Euch soetwas auch betroffen?
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
Lösche Benutzer 1828

Re: Geht's mir allein so?

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Ja - und ich habe mir schon sooooo oft woanders Prügel eingefangen......
Für mich ist das Stillen die logische Fortführung einer Schwangerschaft - ich habe das nie in Frage gestellt. Woher das bei mir kam, weiß ich gar nicht. Ich wurde nicht gestillt und hatte auch vorher keinen KOntakt zu MÜttern. Aber ich wollte das unbedingt - und der erste Stillstart war schwer. Aber es hat sich gelohnt.
Als meine Schwägerin mir erklärte, sie stille nicht, weil sie das befremdlcih fände, es sei ihr Körper, sie käme damit nicht klar usw. fand ich das auch traurig. Aber da wir leider kein gutes Verhältnis haben, habe ich gar ncihts dazu gesagt.
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Minchen
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Re: Geht's mir allein so?

Beitrag von Minchen »

So gehts mir halt auch - ich bin auch nicht gestillt worden (ist wohl unsere Generation), dennoch wollte ich es unbedingt und trotz aller Probleme hab ich es durchgezogen.

Werd auch Prügel bekommen, aber ich glaub, ich schreib da einfach nicht mehr, es regt mich zun sehr auf...
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Manu :-)
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Re: Geht's mir allein so?

Beitrag von Manu :-) »

Hm, ich möchte ja jetzt eigentlich nicht auch noch in das gleiche Horn blasen, aber irgendwie ist meine Antwort wohl ähnlich, wie die die Du kritisiert hast. Ich finde in der Tat auch, daß das jeder für sich entscheiden sollte und daß das in jede persönliche Lebenssituation passen muß. Es gibt wirklich Fraugen, deren Körpergefühl nicht mit dem Stillen (Brust spannt, läuft aus, Berührungsempfindlich etc) klar kommt. Da ist wohl das Abhängigsein eher zweitrangig, sondern wirklich das eigentliche Gefühl beim Stillen. Nicht jede Frau empfindet das als angenehm und ich kenne persönlich auch 2 Frauen, die schon allein bei der Vormilch so genervt waren und absolut keine "Beziehung" mehr zu ihrer Brust finden konnten.

Ich mach mir über so etwas schon lange keine Gedanken mehr, sondern freue mich einfach über jede die stillt...selbst wenn es nur kurz ist. Und wenn es nicht geht oder sie nicht will...bitte schön ;-) Es geht mich einfach nichts an und somit enthalte ich mich immer mehr irgendwelcher ratgebenden Kommentare, es sei denn, ich werde gefragt.

Allerdings gleich das Kinderkriegen als solches in Frage zu stellen bzw es an die Bedingung des Stillens zu knüpfen, find ich in der Tat eine etwas übertriebene Reatkion ;-)
(meißt mobil online, drum hier und da die üblichen "Rechtschreibfehler" grrrr)
liebe Grüße
Manu mit T. (06/05) und J. (01/08 ) und dem Papa
Mel77
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Re: Geht's mir allein so?

Beitrag von Mel77 »

ich erzähls mal aus meiner Sicht: (wahrscheinlich krieg ich dafür gleich was aufs Dach)

beim 2. Kind hab ich mich auch bewust dagegen entschieden, ich hab mir noch im Kreissaal abstillspritzen geben lassen.

Beim 1. Kind hat es nicht geklappt, es war furchtbar und davor hatte ich angst, das es wieder nicht klappt, das das kind stundenlang brüllt, vor Hunger weil keine milch mehr kommt.

Beim 2. Kind empfand ich schon in der Schwangerschaft eine tiefe abneigung gegen das stillen, ich kann garnicht beschreiben warum, hätte ich mich trotzdem aufs stillen eingelassen, hätte sich diese Abneigung aufs kind übertragen. Ich denke es ist in diesem fall besser, mit Flasche zu füttern bevor man mit widerwillen sein Kind stillt. Dann lieber Liebevoll und mit Flasche.
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Minchen
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Re: Geht's mir allein so?

Beitrag von Minchen »

Aber wenn man es nicht einmal versucht hat? Wie kann ich denn beurteilen, dass es nichts für mich ist? Ich hab auch ne Freundin, die hat sich beim zweiten Kind dagegen entschieden, weil sie beim ersten ne dicke fette Brustentzündung hatte mit KH-Aufenthalt. Davor hatte sie solche Angst, dass sie beim zweiten nicht wollte. Das ist absolut oin Ordnung, finde ch. Oder wenn es eben nicht richtig klappt oder man nicht klar kommt - nicht jede ist dahingehend eine Kämpferin. Alles nachvollziehbar für mich.

Aber es eben von vornherein so abzulehnen, ohne zu wissen, wovon man spricht? Das versteh ich irgendwie nicht...

Ich hab auch nur einen Ratschlag gegeben, weil sie gefragt hat, ob sie stillen soll oder die Flasche geben, aber offenbar stand die Entscheidung schon fest und sie wollte nur Bestätigung... Jemanden zu bekehren versuche ich auch schon lange nicht mehr...
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Zierbanane
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Re: Geht's mir allein so?

Beitrag von Zierbanane »

Schau mal hier
Millefiori
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Re: Geht's mir allein so?

Beitrag von Millefiori »

Minchen hat geschrieben:Aber wenn man es nicht einmal versucht hat? Wie kann ich denn beurteilen, dass es nichts für mich ist?
ich muss nicht alles versuchen, um zu wissen, dass es nichts für mich ist - da könnte ich jetzt einige beispiele anführen 8)

ich stille gerne und kann es auch nicht nachvollziehen, wie es jemand so ablehnen kann - aber man muss es akzeptieren!

besser ein glückliches flaschenkind, als ein baby, das nur ale 6 stunden gestillt wird...
liebe Grüße von mir mit Bild 11/03 , Bild 07/07 und Bild 06/09

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Auf meinem Grabstein soll stehen: Schau nicht so doof, ich läge jetzt auch lieber am Strand!
Lieschen
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Re: Geht's mir allein so?

Beitrag von Lieschen »

Also ich bin jetzt zum zweiten mal im PeKip der "Freak", der "immer noch" mehr als zweimal am Tag stillt (Der Kleine ist 9 Monate!), und die die Große 2 Jahre gestillt hat. Die anderen setzen sich mit meiner Position nicht mal auseinander, da bin ich einfach der Abweichler. Für mich ist es auch schwer zu akzeptieren, dass die anderen Frauen da nicht mal darüber nachdenken wollen, bzw. mal meine Gründe erfahren wollen (gibt ja schließlich genügend gute Argumente). Aber ich musste eben inzwischen lernen, dass ich diejenige bin, die gegen den Strom schwimmt und genau das ist eben nicht jedermanns Sache. Die meisten Frauen / Familien fühlen sich eben sicherer, wenn sie alles so machen, wie es die meisten machen. Schade ist es natürlich schon, denn die Kinder sind doch nur einmal so klein und warum ist es denn so schlimm, ihnen in dieser kurzen Zeit einfach alles zu geben, was sie brauchen?
Liebe Grüße von Lieschen mit Mäuschen 02/06 und Fröschle 10/08
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