Ich bin ganz neu hier - und nachdem ich mich wegen einer ungeeigneten Emailadresse ein paar Tage nicht registrieren konnte und nur mitgelesen habe ,würd ich jetzt gerne die Chance nutzen um mir ein paar Sachen von der Seele zu reden..teilweise brauche ich Rat, aber teilweise müssen ein paar Sachen einfach mal nur raus..
Ich heiße Emmy, bin 25 Jahre alt und seit drei Monaten Mama von meiner kleinen Elise.
Elise und ich hatten einen ziemlich guten Start. Vor der Geburt wurde ich hier und da immer mal gefragt ob ich stillen möchte, ich hab die Frage immer gar nicht richtig verstanden..was denn sonst? Ich hab mich damit nie großartig beschäftigt, das war einfach klar. Die Maus wurde mir im Kreißsaal angelegt und auch danach hatte ich nette Unterstützung in den ersten Tagen und Wochen..die Milch kam, Elise trank - alles gut..
Fast alles, denn die Maus schlief immer nach wenigen Minuten ein..ich bekam den Rat sie am Ohr zu streicheln, die Füße zu massieren und mit ihr zu reden, damit sie wach bleibt..ok, gesagt getan..das sollte ich dann möglichst so lange machen, bis sie 6-10 Minuten getrunken hat, damit sie auch von der reichhaltigeren Hintermilch (heißt das so??) genug bekommt..vielleicht ganz vernünftig, aber ich habe leider eine Wissenschaft draus gemacht..Stillen mit Stoppuhr, und dabei immer schön an Elise rummurkeln, damit sie ja nicht zu sehr zur Ruhe kommt.
Dann kam die U3. Die Kinderärztin sagte dann, wenn Elise immer noch (hmm..immer noch ?!?) öfter als alle drei Stunden die Brust braucht, dann solle ich versuchen sie hinauszuzögern..ich hab noch spaßeshalber gefragt, wer dann in der Zeit den Babysitter macht, aber die Ärztin meinte das todernst..also gut..wenn alle drei Stunden reicht dann muss es wohl halt reichen und ich fing an den Tag nach der Uhr zu leben..je später Elise nach dem Stillen ihr Schläfchen hielt, desto später meldete sie sich wieder..also keine Ausflüge mehr (im Tuch oder Wagen wurde immer sofort geschlafen) wenn sie gerade eigentlich hellwach ist. Wenn der nächste Hunger zu früh zu kommen drohte, schnell ins Tuch oder in den Wagen, damit sie nochmal schläft..und pünktlich nach drei Stunden gabs dann die nächste Mahlzeit. Damit das möglich war, musste Elise aber ganz ganz viel trinken bei jeder Stillrunde..also möglichst beide Seiten, je 10 Minuten..so lange wurden Füße massiert im Akkord..Und so absurd das klingt, mir kam das ganz normal vor. Und es hat eine Weile erstaunlich gut funktioniert..Leben im Takt.
Und dann kamen so ein paar Phasen (ich vermute mal ganz stark Wachstumsschub...) wo es einfach nicht klappte..Elise brauchte definitiv deutlich öfter was Nahrhaftes, und das sollte sie natürlich auch bekommen..nur irgendwie war nach einer Stunde noch gar nicht wirklich was da zum trinken..Die Maus konnte saugen und verzweifeln wie sie wollte, da floss nichts..viele viele Stillzeiten endeten mit bitterlichem Weinen..Elise und ich..Manchmal haben wir die Kurve aber auch noch gekriegt, und nach ein zwei Tagen war der Spuk wieder vorbei..
Nur als dann diese Phasen häufiger wurden war ich überzeugt, dass meine Milch versiegt..dem war denke ich auch wirklich so..also musste was geschehen.
Also kamen Stilltee, Malzbier und Sekt (alles gleichermaßen pfui...) auf den Speiseplan, und drei übergroße Mahlzeiten für Mutti pro Tag..Und dann gings richtig los..in Elises genau ausgetüftelte Taktung (
Äh..das ist jetzt schon fast ein Roman...aber ich muss zugeben, ein paar Kapitel kommen noch...und es wird auch noch absurder bis wir zu dem Teil kommen der sich wahrscheinlich etwas netter liest...ich würd sagen ich geh erstmal mit dem Elischen an die Sonne und schau mal ob dann noch wer etwas mehr von unserer Geschichte erträgt