13. Tag und immer noch keinen Milcheinschuß...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Krümel 1
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13. Tag und immer noch keinen Milcheinschuß...

Beitrag von Krümel 1 »

Hallo!

Ich habe am 28.04.09 meinen Sohn bei einer recht fixen Wassergeburt ,mit vorheriger Einleitung durch Prostaglandin-Tabletten, entbunden.
Da ich schon 2 Wochen vorher immer recht regelmäßige, sehr leichte Vorwehen hatte, die mich aber wie "aufgeputscht" haben, hatte ich schon die Zeit vor der Entbindung immer sehr unruhige Nächte mit wenig Schlaf.

Am Abend vor der KH-Aufnahme sollte ich noch einen Wehencocktail einnehmen um evtl doch die Wehen von selbst in Gang zu bringen. Ich hatte auch Wehen, die mir wieder eine Nacht Schlaf raubten, und am Morgen aber wieder verschwunden waren :?

Im KH wurde ich 2 Tage eingeleitet, und mehr als diese leichten Vorwehen, kam nicht bei raus. So hatte ich wieder eine Nacht komplett ohne Schlaf und auch am Tage war wegen der stetigen Wehen nicht an Schlaf zu denken.

In der zweiten Nacht platzte dann zum Glück die FruBla und der kleine Mann war 2,5 Std später da :D
Natürlich war ich so aufgeregt und glücklich, dass ich nur damit beschäftigt war, auf mein Kind aufzupassen, so dass ich höchstens 2 Std, mit 1000 Unterbrechungen, gegen Morgen geschlafen habe. Am Tag kam dann Besuch und ich kam nicht zur Ruhe.

In der nächsten Nacht verarbeitete mein Kind alles und schrie die ganze Zeit, so dass ich die ganze Nacht mit ihm übern Flur gelaufen bin. Erst gegen 7:00 Uhr beruhigte er sich und ich bekam 1,5 Std Schlaf.
Am Tage war wider Besuch da und ich konnte wieder nicht schlafen :roll:

In der 2. Nacht hatte ich dann insgesammt mal 4 Std Schlaf bekommen und bin dann am nächsten Tag auch nach Hause....

Im Kreissaal wurde er sofort angelegt und war auch ca. 2 Std an der Brust.
Auf der Wochenbettstation hatte man mich leider sehr allein gelassen. Man sagte mir, dass wenn er sich nicht melde, solle ich versuchen, ihn nach 4-6 Std zu wecken. Da er am ersten Tag so kaputt war, bekam ich ihn erst nach 6 Std an die Brust.
In der Schrei-Nacht hätte ich ihn dauernd an die Brust bekommen, aber da sagte die Nachtschwester, dass ich ihn nicht "dauer-nuckeln" lassen soll.
Am 2. und 3. Tag habe ich ihn dann 3-4 Stdl angelegt.

Am Anfang war meine "Milch" durchsichtig-klebrig und wurde dann am 2. Tag orange-milchig und am 3./4. Tag weiß, allerdings immer nur ein paar Tropfen... :cry:

Zu Hause angekommen (2. Tag nach Et), fing der Kleine an, ununterbrochen zu zittern. Ich verständigte meine Hebi und er bekam Glucose-Lösung und Tee mit Traubenzucker über 2 Tage und ich legte ihn vor der Tee-Gabe alle 3-4 Std je 20 min an und wenn er sich zwischendurch meldete.
Am 4. Tag nach ET wurde er gewogen und er hatte weiter abgenommen und hatte die 10% Grenze deutlich unterschritten. So mußten wir anfangen zu zu füttern mit Pre-Nahrung. Alle 4-5 Std, vorher je 20 min anlegen.
Ich trank schon fleißg Stilltee (auch schon im KH) und Malzbier und wärmte meine Brust vorher an. Abends trank ich auch nen kleines Glas Sekt aber nix tat sich.

Am 7. Tag nach ET bekam ich eine el. Intervallpumpe, homöopathisch Kügelchen und Milchbildungsöl. Mit der Pumpe pumpe ich alle 4 Std je 30 min und alle anderen 4 Std. lege ich je 10-20 min an und danach bekommt er seine Nahrung. Das Öl reibe ich vor jedem Abpumpen ein und die Kügelchen nehem ich 3 mal am Tag.
Leider habe ich immer noch nicht genug Milch... max. 8ml bekomme ich insgesammt aus beiden Brüsten.

Das straffe Programm mit Abpumpen, Stillen und füttern hält mich natürlich auch Tag und Nacht auf trab, aber ich versuche wirklich so gut es geht zwischendurch immer wieder zu schlafen oder zu entspannen ...

Ich würde wirklich so gerne Stillen... mein Busen ist zwar sehr klein, aber dafür habe ich perfekte Still-Warzen und auch der kleine geht immer noch gerne an die Brust. Leide sinkt meine Hoffnung auf einen Milcheinschuss von Tag zu Tag. Das höchste, was ich gehört habe waren 14 Tage. Ich bin bei Tag 13.
Ich versuche wirklich entspannt zu sein, da ich weiß, dass es das Stillen behindert, wenn man sich stresst, aber der Gedanke, dass Tag x kommt und ich den Kleinen nicht mehr an die Brust nehm, treibt mir die Tränen in die Augen....

Was kann ich noch tun, oder ist es hoffnungslos für mich weiter zu machen?

Nochmal zur Zusammenfassung, was ich schon alles tue:
Abpumpen alle 4 Std für je 30min, vorher Brust anwärmen.
Anlegen, alle 4 Std für je 10-20 min. Danach bekommt er Nahrung.
Milchbildungsöl auf die Brust reiben, vor jedem abpumpen.
3x tgl homöopathische Kügelchen.
1 Tasse frische Hühnerbrühe pro Tag
0,5-1 l Malzbier pro Tag.
1 l Stilltee pro Tag
insgesammt 3 l trinken am Tag

Gibts noch Hoffnung für uns????

Vielen Dank!

LG
GwAMg

Re: 13. Tag und immer noch keinen Milcheinschuß...

Beitrag von GwAMg »

Was ich dir raten kann: Ihn öfter anlegen und auch doch Dauernuckeln zu lassen...

Woran siehst du denn, dass es nur ein paar Tropfen sind, an seinem Trinkverhalten, hört er nach kurzer Zeit auf zu schlucken oder siehst du das an der Menge der abgepumpten Milch?
Dazu muss ich sagen, dass man das eben nicht beim Pumpen sehen kann ob genug kommt oder nicht...wenn er gern an die Brust geht ist das doch schonmal was und ich würde es auf jeden Fall weiterversuchen!
Auch NAchts ganz oft anlegen, am besten bei dir schlafen lassen udn wen er die ganze Nacht trinkt, ihn wirklich lassen, denn vorallem Nachts wird das meiste Prolaktin ausgeschüttet, die Brust zu mehr Milchbildung angeregt...
Bekomt er denn Schnulli? Darf ich fragen warum du so nach Zeitplan stillst/fütterst? Legst du ihn denn auch an wenn er zwischendurch mal meckert oder wartest du bis die Zeit rum ist?
jusl
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Re: 13. Tag und immer noch keinen Milcheinschuß...

Beitrag von jusl »

Hallo und herzlichen Glückwunsch zum Baby!

Oh je, Ihr habt schon eine sehr anstrengende Zeit hinter Euch. Wichtig ist, dass Du nicht an Deinen mütterlichen Qualitäten zweifelst (Du hast NICHTS falsch gemacht! Zufüttern war hier absolut unvermeidlich.), vielmehr möchte ich Dich ermutigen, nach der Ursache für den ausbleibenden Milcheinschuss zu suchen.
Hast Du schon Stillerfahrung bei älteren Geschwistern? Hast Du in der jetztigen Schwangerschaft eine Veränderung der Brust bemerkt?

LG;
Julia
Lilliane
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Re: 13. Tag und immer noch keinen Milcheinschuß...

Beitrag von Lilliane »

Hi Krümel,
:14:

oh je, das erinnert mich sehr an unsere Anfangszeit mit Stillen.
Ich versuch unseren Werdegang mal in Stichpunkten.
Kind kam 4 Wochen zu früh.
Die erste Woche Intensivstation wegen geringfügiger Entzündungswerte (aber 2 versch. Antibiotika reinknallen :roll: )
Kind hatte Magensonde durch die Nase und bekam gespendete Mumi von anderen Frauen.
Am 3. Tag habe ich zum ersten Mal abgepumpt.
Am 5. Tag haben wir den kleinen Schatz zum ersten Mal angelegt.
Am 6. Tag sind wir nach Hause.
Zu Hause habe ich versucht voll zu stillen. Ich habe eine goße Liste geführt, WANN er WIE LANGE gestillt hat. Wenn ich ne Wage geahbt hätte, hätte ich ihn garantiert auch nach jedem Stillen gewogen! :stirnklopf
Nach 3 Tagen zu Hause erhilten wir dann die Warnung, wenn das Kind nicht mindestens 10g in den nächsten 2 Tagen zunehmen würde, müßten wir wieder auf die Intensiv. (obwohl die 10% weniger vom Geburtsgewicht noch nicht unterschritten waren. Der Arzt hatte Sorge wegen Austrocknung.)
Wir sind dann Heim, haben Flaschennahrung gekauft und das Kind gemästet.
Erst stillen, dann noch ne Flasche hinterher.
Ich wollte auch unbedingt stillen und habe alles mögliche versucht. Son Quatsch wie stillen, 1,5 std. später abpumpen, 1,5 std. später wieder stillen und imemr so weiter. Der haupteffekt solcher Prozeduren ist das Du als Mutter unglaublich unter Streß stehst.
Wir haben dan eine Zeit lang 50% Flasche gegeben und 50% gestillt.
Ich wollte aber 100% stillen. So haben wir die Flaschennahrung nach und nach ausgeschlichen. Seit ungefähr der 7. Woche stillen wir voll.
Heute ist der kleine ca. 11,5 Monate alt und wir stillen immer noch voll. Er bekommt nur etwas Obst oder Gemüse zum knabern. Mal n Stück Apfel hier, mal ne Gurke da. Aber kein Brei oder sonstige Kohlenhydrate.
Und, er wiegt ca. 11,5 kg!

Wie ich es heute machen würde / Was ich heute denke:
Heute würde ich vom ersten Tag an stillen und sonst nix.
Ich wollte auch eine elektrische Milchpumpe kaufen um die Milchmenge zu steigern und bin dabei zum Glück an eine Krankenschwester und Stillberaterin geraten die meinte „Sowas brauchen Sie nicht. “
Von diesen ganzen Milchbildungstees und diversen Wundermittelchen halte ich nix. Ich denke auch, daß die Michmenge durch Nachfrage erhöht wird.
Die Stillkugeln haben für mich den Zweck, die Mutter mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Frau könnte aber genausogut auch Nudeln essen und Tee mit Honig trinken.
Die MilchMENGE ist auch ohnehin nur ein vages Maß, da der Fettgehalt in der Milch stark variieren kann.
Immer schön nach Bedarf stillen. (Bei uns variiert der Bedarf von 30 minuten bis 5 Stunden.)
Und das Kind beobachten, nicht sein Gewicht. Ist das Kind zufrieden, fröhlich, aufgeweckt…
Obwohl ich sehr viel Bücher gelsen habe war ich denoch mehr verunsichert. Z.B war in einem sehr beakknten Buch zu lesen, daß man mindestens 20min am Stück stillen müsse, damit ausreichend stillhormon produziert werden würde, sonst würde die Milch ausbleiben. Das hat mich voll fertig gemacht, denn ich habe hier ein schnelltrinker Kind. Fünf minuten und fertig!
Ich habe übrigens bei Normalgewicht Körbchengröße A. Im Moment ist es B, das hat aber wohl eher was mit dem zusätzichen 17 Kilo zu tun als mit dem Stillen.

Was mir am meisten geholfen hat:
war die Information in welchem Tempo die Miich neu gebildet wird.
Mal abgesehn davon, daß bereits während des Stillens neue Milch produziert wird ist es so:
Die Brust ist im Moment auf einen bestimmte Menge eingestellt. z.B. 60ml
In der 1. Stunde nach dem Stillen werden bereits 50% der Milch neu gebildet (in dem Fall 30ml)
In der 2. Stunde nach dem Stillen werden nur noch 25% der Milch neu gebildet (in dem Fall 15ml)
Und ab dann immer weniger.
Nach jedem Stillen beginnt die rechnung von neuem.
Würde Frau also stündlich stillen und das 10 std. lang hätte sie in diesm Beispiel 300ml zusammen!
Warten und Milch spraren, bis die Brüste wieder knall voll und straff sind nützt also gar nichts.
Wird eine Zeit lang (bei mir reicht ein Tag) sehr häufig (z.b stündlich) gestillt, setzt der Körper die Produktion nach oben und würde dann in der 1. Stunde nach dem Stillen z.b. schon 50ml produzieren.

Viel Glück, Ruhe, Vertrauen in Deinen Körper!
Ich liebe das Stillen und bin froh, daß wir so lange gekämpft haben!
Wirlklich rund lief das Stillen bei uns erst nach 12 Wochen. Solange hatte ich noch zu tun mit Schmerzempflindlichen Brustwarzen (was ich heute auch nur noch dem Streß zuschreibe).
Liebe Grüße

Lilliane

mit zwei Mai-Kindern, geliebt, getragen und geschoben, voll- und dauergestillt, Familienbett gebettet, zu Hause aufwachsend ;-)
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Iris
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Re: 13. Tag und immer noch keinen Milcheinschuß...

Beitrag von Iris »

Lilliane hat geschrieben: Heute würde ich vom ersten Tag an stillen und sonst nix.
Lilliane, in deiner Situation wäre das vielleicht eine Option gewesen, aber bei Krümel sieht die Sache schon anders aus. Die oberste Regel ist: Nähre das Kind. Hier ist kein Risiko einzugehen. Krümel, es war richtig zuzufüttern!
@ alle: Bitte warten wir doch erstmal Krümels Antwort auf Julias Fragen ab.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
Katimaus
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Re: 13. Tag und immer noch keinen Milcheinschuß...

Beitrag von Katimaus »

Hallo Krümel,

ich hatte zwischenzeitlich auch Stillprobleme.
Seit dem trinke ich 2-3 l Stilltee, ab und zu ein kaltes Malzbier, esse mehr und lege Leon so oft wie möglich an (egal wo ich gerade bin).
Manchmal auch mehrmals kurz hintereinander (3-5 mal in 2 Stunden) war keine Seltenheit.
Wenn er getrunken hat habe ich anschließen noch abgepumpt, auch wenn es nicht viel war.
Jetzt wird Leon schon 9 Monate und ich kann ihn immer noch stillen.
Deswegen kann ich dir nur raten deinen Süßen so oft wie möglich anzulegen und abzupumpen.
Wenn er nicht trinken will, dann pumpe ab. Ich hab es die erste Zeit alle halbe Stunde bis Stunde versucht. Nach einigen Tagen hat sich meine Milchbildung darauf eingestellt.
Bei mir hat es was gebracht.
Ich hoffe es ist was dabei, dass dir hilft.
Ich wünsch dir viel Glück und zuversicht und gib nicht auf.
*daumendrück*
Krümel 1
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Re: 13. Tag und immer noch keinen Milcheinschuß...

Beitrag von Krümel 1 »

Hallo!!

Erstmal vielen Dank für Eure raschen antworten!!!

@ana85:Also, wenn ich meine Brust "ausstreife/ -drücke" bekomme ich vor dem Stillen/abpumpen leicht 5 Tropfen auf einmal raus. Danach bekomme ich schwer 1 Tropfen raus und die gesamte Menge sehe ich natürlich nur an dem abgepumpten und das sind MAX 8 ml, wovon 90% in den ersten 20 sek der "Stimmulationsphase" rauskommen, der rest dann langsam danach.

Anlegen tue ich ihn natürlich auch zwischendurch, wobei das wrklich sehr selten vorkommt, da er ein ganz realaxtes Kerlchen ist und zwischen den Mahlzeiten meist schläft oder halt nicht will. Auch den Schnulli spuckt er dann aus. Und: ja, er hat einen Schnulli, aber den nutzt er wirklich gaaaanz selten. Halt nur wenn er schlafen will und nicht zur Ruhe kommt, oder wir grad mit dem Kinderwagen spazieren sind und er quengelig wird.

Nach dem straffen Zeitplan füttere ich nach Absprache mit meiner Hebi.
Er hatte ja am Anfang im KH recht gut gesaugt. Man sah richtig die Abnutzung an den Brustwarzen. Dadurch, dass er so schwach wurde und keine richtige Menge an Nahrung bekam, saugte er 1. schlecht bis gar nicht mehr und 2. meldete er sich auch nicht mehr. Meine hebi meinte, dass er 1. wieder zu kräften kommen muß, und 2. das gefühl für hunger zurück bekommen muß, damit er wieder ordentlich an die brust geht, und dazu muß er regelmäßige mahlzeiten haben, dann wird er vor der mahlzeit so ordentlichen hunger haben, dass er auch vernünftig saugt.
und da er sich zwischen den mahlzeiten nicht meldet und sonst das intervall zu groß wäre, pumpe ich dann ab um die anregung aufrecht zu erhalten...
auch an seinem saugverhalten merke ch, dass da nicht viel milch in der brust ist. die ersten paar züge sind gut, dann fällt er in ein sanftes nuckeln. und kurze zeit später wird er total grantig und spuckt die brust aus, weil er schmacht hat... ein paar mal bekomme ich ihn dann wieder an die brust, dann verweigert er sie komplett. eine zeit lang habe ich immer, wenn ich vor der flasche gestillt habe, ihm immer etwas nahrung mit eine Spritze mit "eingeträufelt" da er dann etwas besser und länger gesaugt hat.
Allgemein ist er schon ein einschläfer an der Brust, d.h., er schläft nach ein paar mal saugen ein und muß geweckt werden. Das funktioniert auch, außer er ist sowieso grad in ner tieferen Schlafphase wie z. B. nachts.

@jusl/Iriss: Vielen Dank für die Bestätigung. Als meine Hebi sagte, dass wir zufüttern müssen brach ich in Tränen aus. Da ich jetzt aber sehe, wie sehr er sich verändert/verbessert hat und auch entwicklungsfortschritte macht, weiß ich, dass es richtig war. Ich will sooo gerne Stillen da ich weiß dass es das Beste für mein Kind ist und ich die Zweisamkeit auch genieße, aber es muß halt auch gehen. Ich kann nicht um jeden Preis das Stillen durchsetzen. Daher habe ich mich im Kopf schon mit dem füttern "angefreundet" aber ich will mir sicher sein, dass es einfach nicht anders geht, bevor ich aufgebe. Und wenn ich aufgeben muß, wird es mir sehr sehr schwer fallen.... :( Daher hoffe ich wirklich noch mit gutem Rat weiter zu kommen und den Wendepunkt zu finden. Denn derzeit trete ich wirklich nur auf der Stelle. Ich mache mir den Stress meinem Kind zuliebe gerne, aber wenn nix bei rum kommt, wird es wirklich zu echtem Stress...

Ich habe bei mir selbst keine Stillerfahrungen, da es mein erstes Kind ist. Meine Brust hat sich in der Schwangerschaft auch nicht sehr verändert. Ich hatte kein Spannen in der Brust und auch größer ist sie nicht geworden. Die Brustwarzen sind etwas dunkler aber nicht größer geworden und ich hatte ab dem 6. Monat diese paar Tropfen "Vormilch", welches eine klar-gelbliche klebrige Flüssigkeit war.

@all:Ok werde jetzt versuchen wirklich jede kleinste Möglichkeit zum anlegen zu nutzen. :wink:
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Landmaus
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Re: 13. Tag und immer noch keinen Milcheinschuß...

Beitrag von Landmaus »

Ich kann jetzt nichts produktives beitragen, aber ich wollt einfach nur loswerden, dass ich es toll finde, wie Du mit der ganzen Sache umgehst!
Ich drück Dir die Daumen, dass es bei Euch doch noch zu einer harmonischen Stillbeziehung kommt! :D
Landmaus mit großem Räuber (05/05), kleinem Räuber (03/07), großer Erbse (10/09) und kleiner Erbse (08/13)


Kinder sind wie Blumen.
Man muss sich zu ihnen nieder beugen, wenn man sie erkennen will. (Friedrich Fröbel)
Lilliane
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Re: 13. Tag und immer noch keinen Milcheinschuß...

Beitrag von Lilliane »

Iris hat geschrieben:
Lilliane hat geschrieben: Heute würde ich vom ersten Tag an stillen und sonst nix.
Lilliane, in deiner Situation wäre das vielleicht eine Option gewesen, aber bei Krümel sieht die Sache schon anders aus. Die oberste Regel ist: Nähre das Kind. Hier ist kein Risiko einzugehen. Krümel, es war richtig zuzufüttern!
Hallo Iris,

ja, die Aussage betraf in erster Linie meine Situation. Das was ICH heute anders machen würde in MEINER Situation von damals.
Ganz wichtig, wenn das Kind gefährlich unterernährt ist oder geradewegs darauf zusteuert, muß Ersatznahrung her!

Die Frage ist aber auch, in welcher Verfassung das Kind von Krümel wäre, wenn Sie ihr Kind von Anfang an nach Bedarf gestillt hätte.
In der Schrei-Nacht hätte ich ihn dauernd an die Brust bekommen, aber da sagte die Nachtschwester, dass ich ihn nicht "dauer-nuckeln" lassen soll.
Am 2. und 3. Tag habe ich ihn dann 3-4 Stdl angelegt.
Hört sich für mich nicht nach Stillen nach Bedarf an.
Die Frage ist für mich, wie sich unsere Kinder entwickeln würden/entwickelt hätten, wenn wir von Anfang an auf unseren Körper vertraut hätten und mindestens die erste Woche nur geschlafen und gestillt hätten.
Die wenigsten von uns hatten die Möglichkeit als Kinder oder Jugendliche ganz natürlich mitzuerleben, wie ein Baby versorgt wird.
Und nun hangeln wir uns an all diesem verrückten Zeug entlang, was so kursiert.
Anstatt uns ganz normal und gesund zu ernähren und auf ausreichend Flüssigkeit zu achten, machen wir uns verrückt mit Stilltees, Hühnerbrühe, Milchkugeln, Homöopathischen sachen. Drei Liter Flüssigkeit am Tag...um Himmels willen, im leben nicht würd ich das schaffen!
Da fällt mir ein, ich habe gelsen, das ein zuviel an Flüssigkeit die Milchproduktion verringern kann.
Ich halte das Eine wie das Andere für fragwürdig.
Dann gehts weiter mit Abpumpen, stillen und Flaschegeben (inklusive Zubereiten und abwaschen).
Wie soll Frau da Ruhe finden? Schon beim Lesen fühle ich den ganzen Streß wieder, den mir dieser Kram vor Monaten selber gemacht hat.
Und es ist soooo schade!
Dieser ganze Hype nimmt einem die Ruhe und den Sinn für das Wesentliche, das Wunder, das kleine Wesen, welches doch gerade in unser Leben gekommen ist.

Ich meine, kommt denn keiner ins Grübeln? Bei allen Säugetieren funktioniert es und ausgerechnet bei uns soll die natürlichste Sache der Welt so schwierig sein?
Ich habe 15 Jahre meines Lebens damit zugebracht Stillen für ein Mysterium zu halten.
So viele Frauen der heutigen und vergangenen Generationen haben angeblich zu wenig Milch!?
Und angefangen hat alles mit Nestle und einer Werbe- und Veraufstrategie.
Ich bin erschüttert. Ich bin so erschüttert über die Zustände heute! Soviele Kinder und Mütter dieser wunderbaren Erfahrung beraubt!
Viele Hebammen und anderen Helfer die heute ratsuchenden Stilltees ect. empfehlen meinen es wirklich gut wollen von Herzen helfen.
Aber auch der beste Stilltee kann nichts ausrichten, wenn ein Neugeborenes die ersten Tage nur alle 3-4 Stunden angelegt wird. Und dann muß eben doch wieder die Pulvermilch her.

Was ich mir so wünschen würde, ist, das die Fachleute von heute und solche Foren wie dieses hier helfen wirklich aufzuklären.
Wie gesagt, Milchkugeln und Stilltees versorgen die Mutter mit sehr guten Nährstoffen, aber sie vollbringen keine Wunder!
Die Hauptwirkung auf die Milchmenge haben die Häufigkeit des Anlegens und der Ruhe-oder Anspannungpegel der Mutter! (eine normale, gewöhnliche ernährung vorrausgesetzt)
Mensch Leute! Da stehen dann frischgebackene Muttis da, sind noch völlig mitgenommen von der Geburt und beschäfigen sich mit Rezepten für Milchkekse und Stillkugeln. Ich meine, 100g Getreide sind 100g Getreide! Ob ich die als Brot, Müsli, Nudeln oder eben Stillkugeln esse ist dem Körper ziemlch egal. Die Milchkekse und ko schmecken bestimmt lecker und vielleicht back ich mir auch mal welche. Ich finde es nur verrückt, daß Frauen sich damit verrückt machen und hoffen, die 100g Getreide zu Milchkeksen verbacken würde ihnen zu einer größeren Milchmenge verhelfen.
Zu einer Zeit, in der viele schon wieder aufhören mit stillen (3. Monat) habe wir erst richtig angefangen. So lange habe ich gebraucht die ganzen Irrungen und Wirrungen hinter mir zu lassen und einfach nur zu stillen. Und ich liebe es so!!!
Ich habe am Anfang oft gehört, daß ich zu wenig Milch habe und mic hdamit abfinden soll, daß ich nicht stillen kann. Heute höre ich andauernd, wieviel ”Glück” ich doch habe, daß ich nach 11 Monaten immer noch Milch habe, daß ich stillen kann.
Das Glück das ich habe ist, daß ich weiß wie es geht. Und es ist so erschreckend einfach, daß ich bestürzt und empört bin wieviel wildes Zeug heutzutage noch kursiert. Wieviel Frauen geben auf, weil ichnen nicht die Richtigen Informationen zuteil werden.
Die Hauptbotschaft an junge Mütter sollte sein:
Bleibt ganz locker, ernährt Euch normal, legt Euch mit euerm Kind ins Bett, stillt so oft und solange es will und genießt es!
Oder wie eine ehemalige Klassenkammeradin immer zu sagen pflegte ”immer mid der Ruhe fährd die Oma in die Schuhe!”
Ich denke, wenn wir es schaffen können jungen Müttern diese Ruhe zu vermitteln und das Vertrauen in die Natur, in den eigenen Körper, dann wird es kaum noch Problemfälle geben, die zusatzernährt werden müssen.
Dann können wir einfach nur noch das Wunder, das kleine Wesen genießen.

Sorry, daß ich die Emotionalität nicht ganz raushalten konnte (auch wenn ich ein paar Fomulierungen schon umgestrickt habe). Ich bin einfach so glücklich zu stillen und es war ein so harter Kampf. Und mir tun all die jungen Muttis leid, die so gerne stillen möchten und nicht richtig in Schwung kommen, weil ihnen keiner die einfachen, simplen Grundregeln sagt.
Normale Ernährung, Ruhe und Anlegen, Anlegen, Anlegen.
Stilltees und Milchkese, das sollte so ein bißchen lustiges Beiwerk sein, aber daß das allen ernstes als sehr wirksame Lösung angeboten wird...mh.
Und das von Fachleuten immer noch so seltsame starre Stillrhythmen empfohlen werden macht mic hecht fassungslos.
Ganz zu schweigen davon, daß Milchpulver genauso gesund oder gesünder sein soll als Muttermilch.
Liebe Grüße

Lilliane

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jeannex
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Re: 13. Tag und immer noch keinen Milcheinschuß...

Beitrag von jeannex »

Was mir bei Deinen Schilderungen am meisten auffält:

Du merkst keinen Milchspendereflex, oder? So ein Kribbeln, Ziehen, und daß dann die Milch praktisch von alleine fließt?

Es gibt nämlich auch Frauen, die ein Problem damit haben, daß sie das nötige Hormon (Oxytocin glaube ich?) nicht ausschütten, welches den MSR bedingt.
Da kann man aber glaube ich mit Nasendpray-Gaben o.ä., was das Hormon enthält, nachhelfen.

Und wenn Dein Süßer nicht mindestens ne halbe Minute oder so (dauert glaub ich je nach Frau unterschiedlich, bei mir wars ca. ne halbe -1 Minute) richtig kräftig saugt, wird dieser Reflex nicht angeregt.
Vielleicht solltest Du in dieser Richtung nochmal nachforschen.
LG Jeannex
mit den Räubermädels Madame 07/04 und Motte 08/07 Bild

Ich arbeite auf 75% und bin in mehreren Foren aktiv, Sorry,falls es mal dauert mit Antworten. Ich versuche gerade, hier wieder Anschluß zu finden.
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