Ich selbst bin keine Selbstversorgerin, bin aber einige Jahre so aufgewachsen, nämlich auf einem (kleinen) Bauernhof. Meine Grossmutter war für den Garten zuständig, und ja: es ist sehr, sehr viel Arbeit! Es ist leider nicht mit Wasser geben und beim Wachsen zuschauen gemacht und oftmals unterschätzt man den Aufwand 'drumherum'. Jäten, Ungeziefer bekämpfen, Umtopfen, Beschneiden, Säen, Ernten, Verarbeiten, Erde aufbereiten... Wir haben damals einige Stunden am Tag im Garten verbracht! Die Hände und Nägel sind prinzipiell immer schmutzig...

(Gut, das Allerschlimmste sind Baumnüsse ernten... DIESER Dreck hält etwa eine Woche...

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Auf der anderen Seite ist es eine sehr schöne, manchmal fast meditative Arbeit gewesen. Selbst angebautes Gemüse und Obst schmeckt einfach besser, man weiss, was auf dem Teller ist und woher es kommt. Man ist viel an der frischen Luft und arbeitet etwas Sinnvolles und kann seine Hände beschäftigen. Man erlebt den Wechsel der Jahreszeiten sehr intensiv und befasst sich viel mit Wetter, Klima, Bauernregeln (

)...
Du könntest ja 'klein' anfangen und dankbares Gemüse anpflanzen, welches auch in Töpfen gedeiht. Ich denke da an Tomaten (brauchen je nach Witterung aber ein Dach), diverse Kräuter, evtl. Zitrusbäumchen (kleine). Oder Du legst ein Hochbeet an, das kannst Du auch auf einer Terasse machen.
mit D.F. 16.08.2006