Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG
Verfasst: 15.02.2009, 17:04
Hallöchen!
So, nun endlich habe ich Zeit zu schreiben - ich war ja laaaaaaaaaaaange weg... Ich habe am 21.01.09 (8 Tage über ET) meinen Sohn Arvid nach erfolglosem Spontan-Entbindungs-Versuch mit einem KS entbunden. Es war aber ein für mich schönes Geburtserlebnis und dieser KS war im Vergleich zu dem traumatischen KS meiner Tochter echt total super! Ich habe ihn noch während der OP bei mir gehabt und er wurde mir hinterher komplett nackt auf die Brust (an-)gelegt. Alles so, wie ich es für diesen Fall haben wollte.
Nur leider habe ich das gleiche Problem wie bei meiner Tochter: kaum Milch. Dazu kamen leider bescheidene Umstände: Er wog über 4 kg (genau: 4.070 g) und musste leider wegen des Blutzuckerspiegels zugefüttern werden (wurde anfangs mit der Spritze gemacht) Dazu kam, dass er sich trotz KS meine B-Streptokokken eingefangen hat, so dass er am 2. Lebenstag auf die Neo-Station eine Etage über meinem Zimmer bekam. Ich habe dann angefangen zusätzlich zum Anlegen die (nicht vorhandene) Milch abzupumpen. Ich wurde immer gerufen, wenn er hungrig wurde. Allerdings hat es bei weitem nicht gereicht und er wurde zugefüttert. Erst 20 ml, dann 40 ml, usw... Erst habe ich ihn gestillt und dann zugefüttert.
Leider kommt dazu, dass er nicht gut trinkt. Wenn nicht gleich die Milch kommt, brüllt er nur. Also stimulierte er die Brust nur unzureichend. Habe dann immer wieder abgepumpt und die 2 ml von den Schwestern auf Spritzen ziehen lassen.
Milcheinschuss war auch unspektakulär, ein paar leicht gehärtete Stellen an den Brüsten... Zum Glück habe ich mir von Avent die Milchauffangschalen gekauft, und habe die wertvollen Tropfen, die während des Stillens aus der anderen Brust tropften aufgefangen. Die habe ich ihm dann auch gefüttert... (ich habe immer wieder die Brüste massiert, viel Stilltee getrunken, Globulis genommen und versucht mir keinen Druck zu machen...)
Jedenfalls musste Arvid dann in die anliegende Kinderklinik, weil ich ja entlassen wurde. Zum Glück habe ich ein Elternzimmer (eher kleines Kabuff) im Krankenhaus bekommen - er lag mit 4 anderen Kindern zusammen. Dort war einmal eine nette Stillberaterin, die sich dafür einsetzte, dass Arvid während des Stillens mit einer Spritze und kleinem Schlauch zugefüttert wurde - sie hatte ja gesehen, dass er nicht trank, wenn keine Milch kommt. Leider hatte sie nur an dem Tag Dienst, sonst hätte sie mir ihr BES mitgebracht. Von da an, war bei jedem Stillen eine Kinderkrankenschwester dabei und hat Arvid mit einer Spritze zugefüttert... Nebenbei hab ich weiter gepumpt und alles weiter gemacht.
Ich muss dazu sagen, dass bis heute beim Pumpen max. 10 - 20 ml aus beiden Brüsten zusammen rauskommt... Genaus viel tropft allein beim Stillen aus einer Brust...
Naja, die Sache geht weiter... Mein Mann hatte ein BES bereits bei der Apo bestellt... Am Mittwoch abend wurden wir entlassen, leider kam das BES erst am Freitag... Die Tage waren furchtbar, am Donnerstag abend waren alle am heulen und ich habe Arvid die Flasche gegeben. Hier war so ein Trubel - Arvid war absolut nicht an die Brust zu bekommen und meine Tochter war am Ausrasten, so dass mein Mann nicht mit Spritze zufüttern konnte. Ich war kurz davor, alles hinzuschmeißen. Am Freitag kam dann das BES und ich habe mit meiner Hebi besprochen, dass wir jetzt erstmal vorrangig den Stress abbauen und die Milchbildung hintenanstellen. Das Stillen mit dem BES lief von Anfang an total suuuuper...
Dann, ein paar Tage später machte ich die Windel auf - Blut!!!
Wir sind dann am Mittwoch ins Krankenhaus, wo wir bis letzten Freitag waren... Arvid hat eine MIlcheiweißallergie und verträgt die normale Pulvermilch nicht und muss nun Spezialnahrung bekommen... Im Krankenhaus habe ich weiter mit dem BES gestillt und angefangen alle 2 Stunden zu pumpen (im Wechsel mit dem Stillen). Ich habe es einmal geschafft über den Tag verteilt 100 ml Milch abzupumpen und mit den Milchauffangschalen aufzufangen. Für mich ist das echt viel!!! Jetzt kommt dazu, dass die neue Milch (Pregomin) sehr dickflüssig ist und total schwer durch das BES geht. Hab mit meiner Hebi gesprochen und rühre die Milch tagsüber etwas dünner an (dann kommt er auch öfter - statt alle 5 - 6 h, alle 4 h).
Jedenfalls habe ich zwei Probleme: ich habe immer noch viel zu wenig Milch (trotz der ganzen Maßnahmen) und Arvid saugt nicht richtig an der Brust (ohne BES). Er nuckelt zwar, aber es fehlt das richtige Ansaugen. Ich höre ihn auch nicht schlucken, wie beim BES... Wenn ich doch nur mehr Milch hätte! Manchmal denke ich, es fehlt ein "Anzünder", damit ich von 10 ml auf 100 ml komme.
Meine Hebi meinte, dass es kein Wunder ist, bei dem ganzen Stress, den ich seit der Geburt gehabt habe und dass viele Frauen schon längst aufgegeben hätten...
Habt ihr ein "Wundermittel" für die Milchbildung?? Ich weiß, dass ich ihn oft anlegen muss, ich mache das so oft es geht (oft lässt er sich nur durch die Brust beruhigen), und pumpe zusätzlich noch. Allerdings zieht Arvid während einer Stillmahlzeit 130 ml aus dem BES, da komm ich mit meinen 10 ml nicht gegenan. Ich denke jedoch, dass dauerstillen nichts bringen würde außer schmerzenden Brüsten, heulendem Kind und damit heulender Mutter...
Ach es ist doch echt zum Heulen, ich versuch mir keinen Stress zu machen, weil das nichts bringen würde...
Habt ihr noch Ideen?
So, nun endlich habe ich Zeit zu schreiben - ich war ja laaaaaaaaaaaange weg... Ich habe am 21.01.09 (8 Tage über ET) meinen Sohn Arvid nach erfolglosem Spontan-Entbindungs-Versuch mit einem KS entbunden. Es war aber ein für mich schönes Geburtserlebnis und dieser KS war im Vergleich zu dem traumatischen KS meiner Tochter echt total super! Ich habe ihn noch während der OP bei mir gehabt und er wurde mir hinterher komplett nackt auf die Brust (an-)gelegt. Alles so, wie ich es für diesen Fall haben wollte.
Nur leider habe ich das gleiche Problem wie bei meiner Tochter: kaum Milch. Dazu kamen leider bescheidene Umstände: Er wog über 4 kg (genau: 4.070 g) und musste leider wegen des Blutzuckerspiegels zugefüttern werden (wurde anfangs mit der Spritze gemacht) Dazu kam, dass er sich trotz KS meine B-Streptokokken eingefangen hat, so dass er am 2. Lebenstag auf die Neo-Station eine Etage über meinem Zimmer bekam. Ich habe dann angefangen zusätzlich zum Anlegen die (nicht vorhandene) Milch abzupumpen. Ich wurde immer gerufen, wenn er hungrig wurde. Allerdings hat es bei weitem nicht gereicht und er wurde zugefüttert. Erst 20 ml, dann 40 ml, usw... Erst habe ich ihn gestillt und dann zugefüttert.
Leider kommt dazu, dass er nicht gut trinkt. Wenn nicht gleich die Milch kommt, brüllt er nur. Also stimulierte er die Brust nur unzureichend. Habe dann immer wieder abgepumpt und die 2 ml von den Schwestern auf Spritzen ziehen lassen.
Milcheinschuss war auch unspektakulär, ein paar leicht gehärtete Stellen an den Brüsten... Zum Glück habe ich mir von Avent die Milchauffangschalen gekauft, und habe die wertvollen Tropfen, die während des Stillens aus der anderen Brust tropften aufgefangen. Die habe ich ihm dann auch gefüttert... (ich habe immer wieder die Brüste massiert, viel Stilltee getrunken, Globulis genommen und versucht mir keinen Druck zu machen...)
Jedenfalls musste Arvid dann in die anliegende Kinderklinik, weil ich ja entlassen wurde. Zum Glück habe ich ein Elternzimmer (eher kleines Kabuff) im Krankenhaus bekommen - er lag mit 4 anderen Kindern zusammen. Dort war einmal eine nette Stillberaterin, die sich dafür einsetzte, dass Arvid während des Stillens mit einer Spritze und kleinem Schlauch zugefüttert wurde - sie hatte ja gesehen, dass er nicht trank, wenn keine Milch kommt. Leider hatte sie nur an dem Tag Dienst, sonst hätte sie mir ihr BES mitgebracht. Von da an, war bei jedem Stillen eine Kinderkrankenschwester dabei und hat Arvid mit einer Spritze zugefüttert... Nebenbei hab ich weiter gepumpt und alles weiter gemacht.
Ich muss dazu sagen, dass bis heute beim Pumpen max. 10 - 20 ml aus beiden Brüsten zusammen rauskommt... Genaus viel tropft allein beim Stillen aus einer Brust...
Naja, die Sache geht weiter... Mein Mann hatte ein BES bereits bei der Apo bestellt... Am Mittwoch abend wurden wir entlassen, leider kam das BES erst am Freitag... Die Tage waren furchtbar, am Donnerstag abend waren alle am heulen und ich habe Arvid die Flasche gegeben. Hier war so ein Trubel - Arvid war absolut nicht an die Brust zu bekommen und meine Tochter war am Ausrasten, so dass mein Mann nicht mit Spritze zufüttern konnte. Ich war kurz davor, alles hinzuschmeißen. Am Freitag kam dann das BES und ich habe mit meiner Hebi besprochen, dass wir jetzt erstmal vorrangig den Stress abbauen und die Milchbildung hintenanstellen. Das Stillen mit dem BES lief von Anfang an total suuuuper...
Dann, ein paar Tage später machte ich die Windel auf - Blut!!!
Jedenfalls habe ich zwei Probleme: ich habe immer noch viel zu wenig Milch (trotz der ganzen Maßnahmen) und Arvid saugt nicht richtig an der Brust (ohne BES). Er nuckelt zwar, aber es fehlt das richtige Ansaugen. Ich höre ihn auch nicht schlucken, wie beim BES... Wenn ich doch nur mehr Milch hätte! Manchmal denke ich, es fehlt ein "Anzünder", damit ich von 10 ml auf 100 ml komme.
Meine Hebi meinte, dass es kein Wunder ist, bei dem ganzen Stress, den ich seit der Geburt gehabt habe und dass viele Frauen schon längst aufgegeben hätten...
Habt ihr ein "Wundermittel" für die Milchbildung?? Ich weiß, dass ich ihn oft anlegen muss, ich mache das so oft es geht (oft lässt er sich nur durch die Brust beruhigen), und pumpe zusätzlich noch. Allerdings zieht Arvid während einer Stillmahlzeit 130 ml aus dem BES, da komm ich mit meinen 10 ml nicht gegenan. Ich denke jedoch, dass dauerstillen nichts bringen würde außer schmerzenden Brüsten, heulendem Kind und damit heulender Mutter...
Ach es ist doch echt zum Heulen, ich versuch mir keinen Stress zu machen, weil das nichts bringen würde...
Habt ihr noch Ideen?