Brauche Hilfe - Stillschwierigkeiten durch grossen Busen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Pupu
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Brauche Hilfe - Stillschwierigkeiten durch grossen Busen

Beitrag von Pupu »

Endlich ist meine kleine Elina da und wird mit viel Liebe gestillt. Leider jedoch gestaltet sich das ganze wesentlich schwieriger als vermutet.
Ich habe einen sehr grossen Busen - ich trage Still-BHs mit Körbchengrösse K und selbst die sitzen jetzt nach dem Milcheinschuss teilweise knapp :roll: Das Gewicht zieht tierisch nach unten, so dass sie ziemlich hängen - und dadurch auch die Brustwarzen nicht vorn, sondern eher unten sitzen. Obwohl sie sich steinhart anfühlen, sind die Brüste weich genug um nie in einer sinnvollen Position zu bleiben. Ich muss sie beim Stillen ständig halten.

Nun habe ich ein riesiges Problem damit, dass ich nicht weiss, wie ich meine Kleine anlegen soll! Tummy to tummy, ihr Hals etwas gestreckt um an die Warze zu kommen, klappt bei uns überhaupt nicht. Meine Brüste sind ein Vielfaches grösser als ihr kleiner Kopf. Im Liegen stillen ist auch extrem unhandlich, weil mir dabei immer der Arm einschläft, weil ich die Brust ja festhalten und mich deshalb auf den Ellenbogen stützen muss. Im Moment scheint es am besten in sitzenden Positionen zu klappen, mit oder ohne Stillkissen - wobei da leider erschwerend hinzukommt, dass ich dank schmerzender Dammnaht nicht richtig sitzen kann und das deshalb nicht allzu lange mitmachen kann. Aber gerade nachts hat meine Kleine so Phasen, wo sie ständig wieder nach der Brust sucht. Es wäre also echt wichtig, endlich eine BEQUEME Stillposition zu finden.

Nur wie? Ich habe probiert sie vor mir auf dem Schoss zu haben, im Football hold, liegend auf dem Bett (sowohl mit der oberen als auch mit der unteren Brust, beides ist mit verspannenden Verrenkungen verbunden). Oft liegt sie dabei auf dem Rücken und dreht den Kopf zur Seite, um an die BW zu kommen. Das klappt einigermassen, aber so recht wohl fühl ich mich nicht dabei - da drücken doch die Halsmuskeln die Schluckwege ab, oder nicht? :| Sie hat auch entsprechend oft Luft im Bauch und spuckt immermal wieder einiges aus, wenn sie aufstossen muss. Arme kleine Maus. Aber nicht nur für sie, auch für mich ist es unangenehm. Ich merke ja, dass sie die Brustwarze nicht richtig zu fassen bekommt - daran, dass das Stillen wehtut und meine Brustwarzen lädiert und teilweise blutig sind. Ausserdem haben sie oft diese Dreiecksform nach dem Stillen. Eindeutig falsch, aber wie mach ichs richtig?

Es wird ja immer gesagt, sie sollte die Brust nehmen wie einen grooossen Hamburger: Mund weit auf und den Hals leicht nach oben gestreckt. Das leuchtet mir durchaus ein, nur habe ich keine Ahnung, wie ich das anstellen soll :?: Ich brauche wirklich dringend Tips, wie ich die kleine richtig angelegt bekomme. Im Krankenhaus haben sie mir zwar ab und zu beim Anlegen geholfen, aber da war ich in einem Bett, halb liegend mit der Rückenlehne hochgestellt. Sowas haben wir hier nicht, zumal es da auch nicht besser geklappt hat. Stillberaterinnen oder Nachsorgehebammen, die zu einem nach Hause kommen und sich das vor Ort angucken, haben wir hierzulande leider nicht.

Deshalb baue ich auf eure Hilfe. Wie stillt man mit Brüsten, mit denen man Leute erschlagen könnte, so ein winzig kleines Neugeborenes? Sobald ich mich einen cm falsch bewege, hat sie die Brust im ganzen Gesicht und bekommt keine Luft. Ich bin nur noch froh, wenn ich sie überhaupt gefüttert kriege - aber es tut weh, und ich muss das ändern.

Und noch eine Frage am Rande: wie schläft man mit solchen Brüsten? Sie sind riesig, steinhart und tun weh, sind kurz vorm Platzen... ich weiss nicht wie ich sie ausstreichen kann, und so tropfen sie munter vor sich hin und selbst die Stilleinlagen laufen aus. Ich kann nur noch auf dem Rücken liegen, selbst in der Schwangerschaft war ich nicht so eingeschränkt, und hab das Gefühl ich bin kurz vorm Milchstau. Was kann ich dagegen tun, ausser anlegen, anlegen, anlegen und hoffen, dass es vorbeigeht? Ich geh gleich mal mein Stillbuch befragen... zumindest dazu sollte sich darin etwas finden. Aber das riesige-Brüste-Problem stellt mich echt auf die Probe.
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Re: Brauche Hilfe - Stillschwierigkeiten durch grossen Busen

Beitrag von zwieback »

Erstmal
Glückwunsch zum Töchterchen.

HM wie ist es denn wenn du halb liegend auf dem Rücken stillst.
sie bäuchlings auf dir drauf?
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SuperNova
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Re: Brauche Hilfe - Stillschwierigkeiten durch grossen Busen

Beitrag von SuperNova »

Hallo!

Herzlichen Glückwunsch zur kleinen Maus, schön dass sie jetzt da ist! *freu*

Ich hab auch recht große Brüste, und die BW haben auch eher die Tendenz nach unten... Ich hab meine Babys einfach in den Arm genommen und angelegt - wir hatten nie Probleme... *hmm* Am Anfang habe ich darauf geachtet dass die Nase frei bleibt damit sie Luft bekommen, aber das ging immer gut.

Wie groß und schwer ist Elina denn? Meine beiden waren ja immer relativ groß und schwer geboren... *hmm*
Viele Grüße SuperNova mit Maxi, Midi und Mini
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Landmaus
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Re: Brauche Hilfe - Stillschwierigkeiten durch grossen Busen

Beitrag von Landmaus »

Liebe pupu,
erst mal meinen herzlichen Glückwunsch zur kleinen Maus!

Ich bin zwar jetzt keine Stillberaterin, aber ich mag trotzdem mal versuchen, Dir den ein oder anderen Tip zu geben:

So, wie Du es beschreibst, wie es im Moment ist (Sie sind riesig, steinhart und tun weh, sind kurz vorm Platzen...) hast Du wohl gerade Deinen Milcheinschuss..
Mir hat es da immer geholfen, mich unter die warme Dusche zu stellen, und die Brüste unter dem fließenden Wasser auszustreichen.

Gestillt habe ich meine beiden Mäuse dann in der ersten Zeit in recht abenteuerlichen Positionen: Ich lag z.B. auf der Couch, Baby von oben über die Schulter/Brust gelegt und Köpfchen mit der Hand abgestützt. Oder Baby seitlich neben mir in halb aufrechter Position über mich/meine Brust gelegt und wieder Köpfchen gestützt.

Beim Stillen im Liegen habe ich mich am Anfang (eigentlich bis einschließlich das erste viertel bis halbe Jahr des zweiten Kindes) auch immer ziemlich verkrampft - mir war es immer ein Rätsel, wie es Frauen geben kann, die das bequem finden :wink:
Nach ettlichem Hin-und-Herprobieren habe ich jetzt aber ENDLICH (zum Glück :wink: ) eine Stillposition gefunden, die für mich bequem ist: Der Aha-Effekt trat ein, als ich mir ein (Still-)Kissen zwischen die Knie geklemmt habe - ich lag gleich insgesamt viel entspannter und konnte mich oben richtig hinlegen (also nicht auf den Ellenbogen stützen, sondern ich lege immer den unteren Arm unter meinen Kopf; mit dem anderen Arm kann man dann die Brust zum Kind hindirigieren). Insgesamt solltest Du aber immer darauf achten, dass Du Dich erst bequem hinsetzt/-legst und erst dann Dein Baby an die Brust nimmst, und zwar so, dass Du Dich dabei nicht umsetzen musst (also: Baby zur Brust, nicht Brust zum Baby)

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen...
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Re: Brauche Hilfe - Stillschwierigkeiten durch grossen Busen

Beitrag von julimoon »

Alles Gute zu kleinen Elina :konfetti:

Ich habe zwar bei weitem nicht so große Brüste wie Du, jedoch ähnliche Probleme.
Meine Brust hängt sehr und ist ziemlich schwer, die Brustwarzen sind ganz unten und bilden somit den tiefsten Punkt der Brust.

Ich muss beim Stillen eine Hand unter der Brust haben um sie zu unterstützen, ansonsten würde der Kleinen die BW aus dem Mund flutschen. Zu Hause mache ich es oft so, dass ich ein Tuch unter die Brust schiebe wenn ich beide Hände brauche.
Blöd ist es, da ich halt draussen nicht so dezent stillen kann, wie ich es mir wünschen würde. Da beneide ich echt die Frauen, die ihre Baby einfach so andocken können.

Anfangs konnte ich im liegen auch nicht gut stillen, weil mir die Brust zu sehr zur Seite gekippt ist. Mit einem Tuch zur Unterstützung ging es besser, aber wirklich gut geht es erst seit Fehmke sich selber so positionieren kann wie sie es gut findet.

Ansonsten musst Du halt versuchen mit Kissen und Decken Deine Postion zu finden.
Hast Du ein gutes Stillkissen, das ausreichend stützt?
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channa
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Re: Brauche Hilfe - Stillschwierigkeiten durch grossen Busen

Beitrag von channa »

hallo pupu!

herzlichen glückwunsch zur geburt!

hab nicht soviel zeit und die antworten nur überflogen, also kommt jetzt hier vielleicht einiges doppelt:

1. wenn deine brüste steinhart sind, dann wärme sie (warmes wasser, waschlappen usw.) damit du keine entzündung bekommst. lass die überschüssige milch ruhig abfließen, die müssen sich erst darauf einstellen wieviel milch sie produzieren müssen.
2. schlafen fand ich am anfang mit den dolly buster brüsten auch unangenehm, ich hab entweder ganz nackt oder mit so bustiers geschlafen, also keinen bh, der drückte. entweder aufm rücken oder auf der seite, aber das wird mit der zeit besser. versprochen!
3. zum stillen: ich würde dir stillen im liegen empfehlen, aber so: auf die seite liegen, kopf auf kissen, unterer arm unter das gesicht, nicht ellenbogen aufstellen!! du kannst deinem baby ein kleines kissen in der rücken legen, damit du es nicht festhalten musst und du die obere hand zum halten deiner brust benutzen kannst. ich hab auch gerne selber ein kissen/ decke im rücken.
4. und zu der verformung der brustwarze (du hast geschrieben deine wird dreieckig): gaaanz normal!! meine wird lang und dreieckig :lol: (und das nach über 20 monaten noch!) klar, denn sie passt sich dem mund an und wird ja reingesaugt.

und dann noch: in der ersten woche hatte ich solche schmerzen beim stillen, ich hab gedacht mein kleiner wird mir die brustwarze absaugen, so stark hat der gesaugt und meine BW waren einfach sooo empfindlich! aber nach einer woche und viel zuspruch, dass man das nur über stehen muss, war der schmerz weg und meine BW vollprofis! also, es wird. und wenn du das gefühl hast deine kleine hat die BW nicht richtig drin, einfach abdocken und nochmal probieren.

Aller Anfang ist schwer, aber es lohnt sich!

lg channa
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Belucha
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Re: Brauche Hilfe - Stillschwierigkeiten durch grossen Busen

Beitrag von Belucha »

Ich gratuliere dir auch zur Geburt deiner kleinen Tochter!!!! Alles Liebe für euch!

Das Problem mit den großen Brüsten kenne ich nur zu gut. Und das mit dem Milcheinschuss und Milch, die einfach nur rausließt auch. Wie meine Vorschreiberinnen schon geschrieben haben, warm duschen ist ein gutes Mittel. Um die Milchmenge etwas zu reduzieren habe ich am Anfang oft Quarkumschläge gemacht (Quark auf eine Stoffwindel streichen und um den Busen wickeln, wenn es irgendwie geht, dann noch einen BH drüber, damit das ganze hält.) Später bin ich auf Kohlwickel umgestiegen (Kohlblätter etwas ausdrücken/stampfen und dann in den BH um die Brust legen). Was das Schlafen angeht, so habe ich die ersten zehn Monate nur mit BH geschlafen, ohne ging gar nicht, dann hatte ich gleich einen Milchstau.
Zum Stillen selbst ist es schwierig, dir aus der Ferne konkrete Ratschläge zu geben. Kannst du dich nicht an eine Hebamme oder Stillberaterin wenden, die sich anschauut, wie du versuchst zu stillen und dir direkt vor Ort Tipps gibt. Das hat mir jedenfalls sehr geholfen. Ich habe eine Brust, die entzündet und ständig voller Milch war entweder nur im Liegen oder etwas später dann sitzend nur in der Haltung, wo das Kind die Beine nach hinten streckt, genutzt. Das lag aber hauptsächlich daran, dass ich in den seitlichen Milchdrüsen einen Milchstau hatte und diese eben leergetrunken werden mussten.
Ich will dir jetzt aber nicht meine Stillgeschichte schreiben, die äußerst schmerzhaft und mit Problemen begonnen hat. Aber zumindest kann ich dir sagen, dass es hilft, wenn du fest daran glaubst, dass es besser wird und das wird es. Ich selbst hatte solche Schmerzen, dass ich das Stillen oft nur ausgehalten habe, indem ich mir in die Hände/Finger gebissen habe, einfach nur, um vom Schmerz in der Brust abzulenken. Es war wirklich alles nicht so toll. Unsere Stillbeziehung hat siche eigentlich erst so nach zweieinhalb-drei Monaten normalisiert. Nach drei Monaten konnte ich auch irgendwann ohne Schmerzen stillen und beginnen das Stillen zu geniessen. Aber ich selbst habe einfach keine Alternative zum Stillen gesehen und hatte einen festen Willen Stillen zu wollen. Das hat mir sehr geholfen.
Jetzt ist Timoscha 17 Monate alt und immer noch ein Stillfanatiker. Bei uns hat es sich also gelohnt!
Ich wünsche dir noch viel Kraft!
Liebe Grüße aus Thüringen von Belucha mit Tima (08/2007) und Theo (02/2010)!
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Pupu
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Re: Brauche Hilfe - Stillschwierigkeiten durch grossen Busen

Beitrag von Pupu »

Hallo,
vielen Dank für die Gratulationen und die vielen Antworten! :)
Elina schläft gerade mit Papi im Familienbett, da werd ich mal fix versuchen auf alles einzugehen.

Stillen auf dem Rücken: habe ich gestern mal probiert, ging aber garnicht. Sie muss sich dann wahnsinnig anstrengen ihr Köpfchen zu halten, um nicht in der Brust zu vesinken und zu ersticken - sie hat es probiert, aber es klappte garnicht. Ich kann höchstens nochmal versuchen, sie kopfüber anzulegen, also von oben - aber auch da haben wir glaube ich das selbe Problem.

Grösse und Gewicht: sie ist mit 50cm und 3580g geboren. Ich weiss aber nicht, ob das wirklich einen Unterschied macht, zumindest kann ich es mir schwer vorstellen. Hmh.

MissChippy: oh, ich hätte auch gern einen Aha-Effekt - ein Stillkissen habe ich ja (zwei sogar, ein langes gerades und ein kürzeres Halbrundes zum hinten zubinden - letzteres leistet mir auf dem Sofa gute Dienste, ersteres liegt noch unbenutzt in Elinas Bett). Leider stelle ich mich gerade ein wenig zu doof an, um deine Beschreibung zu verstehen :oops: Wie hilft denn ein Stillkissen zwischen meinen Knien, meinen Kopf zu stützen? Legt man es hinten am Rücken lang, so dass man oben mit dem Kopf draufliegt und unten den anderen Zipfel zwischen den Beinen hat? Oder irgendwie vorne lang und das Baby drauf?

Tuch unter die Brust klemmen: da werde ich wohl nochmal etwas experimentieren müssen. Bei bisherigen Versuchen hatte ich eher den Eindruck, dass die Brustwarze dann noch weiter nach unten kippt.

Verformung der Brustwarze: Hmh, die Stillberaterin im Krankenhaus (die sehr kompetent wirkte) meinte, das wäre ein Zeichen, dass die Brustwarze falsch im Mund liegt. Sie wäre dann nicht mittig genug und würde in eine bestimmte Richtung gesaugt, was dann Schmerzen verursachen könnte. Das Muster meiner Verletzungen passt auch irgendwie zu dieser Theorie. Allerdings wird auch die andere Brustwarze dreieckig und die kam bisher ohne Schäden davon... hmh? Nun gut, dann werde ich es einfach so halten, mir so lange keine Gedanken darüber zu machen, solange es nicht übermässig wehtut.

Pflege der Brustwarzen: momentan gebe ich ab und zu etwas Lansinoh auf die Warzen und nachts trage ich Kohleinlagen. Der Kohl scheint gut zu helfen, allerdings habe ich das Gefühl, Elina mag den Geruch nicht - sie zappelt viel mehr an der Brust herum und schiebt sie weg, wenn ich vorher Kohl drauf gehabt habe. Da müssen wir beide wohl noch einen Kompromiss finden ;) Denn solange es hilft und meine Brüste mit dem Milcheinschuss zu kämpfen haben, möchte ich gern wenigstens nachts dieses Hilfsmittel nutzen.

Mittlerweile klappt es eigentlich recht gut. Im Liegen stille ich mittlerweile, indem ich den Oberkörper auf den Ellenbogen stütze und mit der gleichen Hand im C-Griff meine untere Brust festhalte. Mit der anderen Hand stütze ich Elina oder habe sie frei, um selbst z.B. zur Wasserflasche zu greifen (ich bin nachts immer sehr durstig, und beim Stillen erst recht). Zum Glück trinkt meine Maus nachts sehr zügig und konzentriert - so klappt es ganz gut, dass wir ca. 10 Minuten so stillen, dann wickeln, dann nochmal 10-15 Minuten so stillen, bis sie wieder einschläft. Auf diese Weise ist die Zeit, in der mein Arm auf diese Weise belastet wird, kurz genug, um einigermassen bequem zu sein.

Im Sitzen muss ich einfach etwas rumprobieren. Meistens binde ich mir das Stillkissen um und variiere dann je nachdem was mir grad besser erscheint, ob ich sie vorn herum oder im Football hold anlege. Mit einer Hand muss ich dann meistens im C-Griff die Brust halten (manchmal bleibt sie jedoch sogar nach einer Weile in Position liegen), mit der anderen Hand kann ich Elina halten oder ihre Position korrigieren. Allerdings liegt sie halt auf dem Stillkissen und hat nur Gesichtskontakt zur Brust - nicht auf meinem Arm oder an meinem Bauch. Auch nachts hat sie nur meine Brust im Gesicht, der Rest von ihr liegt "alleine" auf dem Bett. Ich hoffe, das ist okay für sie - denn eigentlich finde ich doch gerade den Hautkontakt beim Stillen so wichtig. Aber leider scheint das bei uns einfach nicht so zu klappen :( Und ich muss sie ja satt bekommen, also bleibt mir nichts übrig als mit dem zu arbeiten, was ich ihr geben kann.
Ich versuche den fehlenden Hautkontakt beim Stillen einfach wettzumachen, indem ich hinterher ausgiebig mit ihr kuschle und sie auf meinem Bauch/meiner Brust schlafen lasse. Ich hoffe, das ist okay für sie.

Die Schmerzen halten sich zum Glück auch in Grenzen. Sicherlich merke ich, dass meine Brustwarzen ungewohnt beansprucht sind - sie sind empfindlich und ab und zu merke ich einen stechenden Schmerz darin, als müssten sie sich ab und zu mal Luft machen und meckern. Aber beim Stillen klappt es erstaunlich gut. Die ersten Züge beim Anlegen tun wahnsinnig weh, so weh, dass ich aufschreien könnte... aber sobald Elina erstmal mit trinken anfängt, fühlt es sich total normal an. Das macht es mir im Moment leicht, gut mit dem Stillen klarzukommen. :)

Am schwersten sind die Schreiphasen, in denen sie alle naselang an die Brust will, andockt, ein paar Züge macht, und dann wieder den Kopf wegdreht und meckert und die Brust anschreit. Aber auch die gehn zum Glück vorbei.

Sorge macht mir momentan eher ihr Zungenbändchen - das scheint sehr kurz zu sein, so dass sie eine Doppelspitzenzunge bekommt, wenn sie die Zunge herausstreckt. Ist das normal bei Babys oder ein Zeichen, dass das Zungenbändchen zu kurz ist? Wenn es zu kurz ist, wächst es eventuell von selbst noch länger? Muss es zwangsläufig Stillprobleme bedeuten, wenn wir es nicht behandeln, oder kann man möglicherweise auch mit verkürztem Zungenbändchen normal stillen?
Bei beiden Elternteilen musste es durchtrennt werden, allerdings im Grundschulalter erst.

Ohje, was für ein Roman :oops:
Nun kommt ja noch dazu, dass ich gerne windelfrei mit Elina probieren möchte. Bisher halten wir sie nur beim Windeln wechseln ab, wir wollen aber ganz bald anfangen, sie öfter abzuhalten. Während des Stillens scheint sie regelmässig zu machen, so dass das ein sinnvoller Anfangspunkt wäre. Nun frage ich mich nur - wo soll bei alldem denn noch das Gefäss fürs Windelfrei Platz finden? Ich bin ja froh, wenn ich das Kind irgendwie vernünftig positioniert bekomme - wo und wie bringe ich da jetzt ein Gefäss unter, und welches?
Hat da zufällig jemand Erfahrungen oder Tips? Oder sollte ich dazu sinnvollerweise ein neues Thema eröffnen? "Windelfrei mit grossen Brüsten"? :lol:

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Re: Brauche Hilfe - Stillschwierigkeiten durch grossen Busen

Beitrag von jusl »

Sorge macht mir momentan eher ihr Zungenbändchen - das scheint sehr kurz zu sein, so dass sie eine Doppelspitzenzunge bekommt, wenn sie die Zunge herausstreckt. Ist das normal bei Babys oder ein Zeichen, dass das Zungenbändchen zu kurz ist?
Die Herzform ist ein Zeichen dafür, dass das Zungenbändchen KURZ ist. Wenn Dein Baby dehalb die Zunge kaum rausstrecken kann, also die Zunge gar nicht über die untere Zahnleiste legen kann, dann ist es ZU KURZ. (aber vermutlich wäre das der Stillberaterin schon aufgefallen).

Wenn es zu kurz ist, wächst es eventuell von selbst noch länger?
Ja, das ist auf jeden Fall möglich: oft dehnen sich die Bändchen innerhalb der ersten Wochen noch.

Muss es zwangsläufig Stillprobleme bedeuten, wenn wir es nicht behandeln, oder kann man möglicherweise auch mit verkürztem Zungenbändchen normal stillen?
Probleme entstehen dann, wenn die Zunge nicht gut über die untere Zahnleiste geschoben werden kann, denn dann ist 1. eine Melkbewegung der Zunge kaum möglich (und das Baby hat evtl Schwierigkeiten an genug Milch zu kommen) und 2. saugt das Baby dann oft nur an der Warze (was i.d.R. zu wunden BW führt)
Wenn solche Probleme über die ersten Wochen hinaus bestehen, sollte erwogen werden, das Frenulum zu durchtrennen (dieser "Knipser" dauert nur 1 Sekunde und heilt i.d.R. innerhalb weniger Stunden. Stillen ist sofort problenlos möglich.)

LG;
Julia
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daifuku
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Re: Brauche Hilfe - Stillschwierigkeiten durch grossen Busen

Beitrag von daifuku »

Ich hab keine großen Brüste, fand das Stillen im Liegen aber anfangs auch soooo unbequem! Das kommt mit der Zeit, hab Geduld! Ihr findet sicher ein paar gute Positionen und lernt, mit der großen Brust umzugehen. Die Brüste werden bald auch wieder etwas kleiner und weicher, bei mir waren sie nach ein paar Monaten quasi wieder "normal".
LG von Alex



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