Hallo,
vielen Dank für die Gratulationen und die vielen Antworten!

Elina schläft gerade mit Papi im Familienbett, da werd ich mal fix versuchen auf alles einzugehen.
Stillen auf dem Rücken: habe ich gestern mal probiert, ging aber garnicht. Sie muss sich dann wahnsinnig anstrengen ihr Köpfchen zu halten, um nicht in der Brust zu vesinken und zu ersticken - sie hat es probiert, aber es klappte garnicht. Ich kann höchstens nochmal versuchen, sie kopfüber anzulegen, also von oben - aber auch da haben wir glaube ich das selbe Problem.
Grösse und Gewicht: sie ist mit 50cm und 3580g geboren. Ich weiss aber nicht, ob das wirklich einen Unterschied macht, zumindest kann ich es mir schwer vorstellen. Hmh.
MissChippy: oh, ich hätte auch gern einen Aha-Effekt - ein Stillkissen habe ich ja (zwei sogar, ein langes gerades und ein kürzeres Halbrundes zum hinten zubinden - letzteres leistet mir auf dem Sofa gute Dienste, ersteres liegt noch unbenutzt in Elinas Bett). Leider stelle ich mich gerade ein wenig zu doof an, um deine Beschreibung zu verstehen

Wie hilft denn ein Stillkissen zwischen meinen Knien, meinen Kopf zu stützen? Legt man es hinten am Rücken lang, so dass man oben mit dem Kopf draufliegt und unten den anderen Zipfel zwischen den Beinen hat? Oder irgendwie vorne lang und das Baby drauf?
Tuch unter die Brust klemmen: da werde ich wohl nochmal etwas experimentieren müssen. Bei bisherigen Versuchen hatte ich eher den Eindruck, dass die Brustwarze dann noch weiter nach unten kippt.
Verformung der Brustwarze: Hmh, die Stillberaterin im Krankenhaus (die sehr kompetent wirkte) meinte, das wäre ein Zeichen, dass die Brustwarze falsch im Mund liegt. Sie wäre dann nicht mittig genug und würde in eine bestimmte Richtung gesaugt, was dann Schmerzen verursachen könnte. Das Muster meiner Verletzungen passt auch irgendwie zu dieser Theorie. Allerdings wird auch die andere Brustwarze dreieckig und die kam bisher ohne Schäden davon... hmh? Nun gut, dann werde ich es einfach so halten, mir so lange keine Gedanken darüber zu machen, solange es nicht übermässig wehtut.
Pflege der Brustwarzen: momentan gebe ich ab und zu etwas Lansinoh auf die Warzen und nachts trage ich Kohleinlagen. Der Kohl scheint gut zu helfen, allerdings habe ich das Gefühl, Elina mag den Geruch nicht - sie zappelt viel mehr an der Brust herum und schiebt sie weg, wenn ich vorher Kohl drauf gehabt habe. Da müssen wir beide wohl noch einen Kompromiss finden

Denn solange es hilft und meine Brüste mit dem Milcheinschuss zu kämpfen haben, möchte ich gern wenigstens nachts dieses Hilfsmittel nutzen.
Mittlerweile klappt es eigentlich recht gut. Im Liegen stille ich mittlerweile, indem ich den Oberkörper auf den Ellenbogen stütze und mit der gleichen Hand im C-Griff meine untere Brust festhalte. Mit der anderen Hand stütze ich Elina oder habe sie frei, um selbst z.B. zur Wasserflasche zu greifen (ich bin nachts immer sehr durstig, und beim Stillen erst recht). Zum Glück trinkt meine Maus nachts sehr zügig und konzentriert - so klappt es ganz gut, dass wir ca. 10 Minuten so stillen, dann wickeln, dann nochmal 10-15 Minuten so stillen, bis sie wieder einschläft. Auf diese Weise ist die Zeit, in der mein Arm auf diese Weise belastet wird, kurz genug, um einigermassen bequem zu sein.
Im Sitzen muss ich einfach etwas rumprobieren. Meistens binde ich mir das Stillkissen um und variiere dann je nachdem was mir grad besser erscheint, ob ich sie vorn herum oder im Football hold anlege. Mit einer Hand muss ich dann meistens im C-Griff die Brust halten (manchmal bleibt sie jedoch sogar nach einer Weile in Position liegen), mit der anderen Hand kann ich Elina halten oder ihre Position korrigieren. Allerdings liegt sie halt auf dem Stillkissen und hat nur Gesichtskontakt zur Brust - nicht auf meinem Arm oder an meinem Bauch. Auch nachts hat sie nur meine Brust im Gesicht, der Rest von ihr liegt "alleine" auf dem Bett. Ich hoffe, das ist okay für sie - denn eigentlich finde ich doch gerade den Hautkontakt beim Stillen so wichtig. Aber leider scheint das bei uns einfach nicht so zu klappen

Und ich muss sie ja satt bekommen, also bleibt mir nichts übrig als mit dem zu arbeiten, was ich ihr geben kann.
Ich versuche den fehlenden Hautkontakt beim Stillen einfach wettzumachen, indem ich hinterher ausgiebig mit ihr kuschle und sie auf meinem Bauch/meiner Brust schlafen lasse. Ich hoffe, das ist okay für sie.
Die Schmerzen halten sich zum Glück auch in Grenzen. Sicherlich merke ich, dass meine Brustwarzen ungewohnt beansprucht sind - sie sind empfindlich und ab und zu merke ich einen stechenden Schmerz darin, als müssten sie sich ab und zu mal Luft machen und meckern. Aber beim Stillen klappt es erstaunlich gut. Die ersten Züge beim Anlegen tun wahnsinnig weh, so weh, dass ich aufschreien könnte... aber sobald Elina erstmal mit trinken anfängt, fühlt es sich total normal an. Das macht es mir im Moment leicht, gut mit dem Stillen klarzukommen.
Am schwersten sind die Schreiphasen, in denen sie alle naselang an die Brust will, andockt, ein paar Züge macht, und dann wieder den Kopf wegdreht und meckert und die Brust anschreit. Aber auch die gehn zum Glück vorbei.
Sorge macht mir momentan eher ihr Zungenbändchen - das scheint sehr kurz zu sein, so dass sie eine Doppelspitzenzunge bekommt, wenn sie die Zunge herausstreckt. Ist das normal bei Babys oder ein Zeichen, dass das Zungenbändchen zu kurz ist? Wenn es zu kurz ist, wächst es eventuell von selbst noch länger? Muss es zwangsläufig Stillprobleme bedeuten, wenn wir es nicht behandeln, oder kann man möglicherweise auch mit verkürztem Zungenbändchen normal stillen?
Bei beiden Elternteilen musste es durchtrennt werden, allerdings im Grundschulalter erst.
Ohje, was für ein Roman
Nun kommt ja noch dazu, dass ich gerne windelfrei mit Elina probieren möchte. Bisher halten wir sie nur beim Windeln wechseln ab, wir wollen aber ganz bald anfangen, sie öfter abzuhalten. Während des Stillens scheint sie regelmässig zu machen, so dass das ein sinnvoller Anfangspunkt wäre. Nun frage ich mich nur - wo soll bei alldem denn noch das Gefäss fürs Windelfrei Platz finden? Ich bin ja froh, wenn ich das Kind irgendwie vernünftig positioniert bekomme - wo und wie bringe ich da jetzt ein Gefäss unter, und welches?
Hat da zufällig jemand Erfahrungen oder Tips? Oder sollte ich dazu sinnvollerweise ein neues Thema eröffnen? "Windelfrei mit grossen Brüsten"?
Fragen über Fragen...