wasserratte hat geschrieben:oh, das hört sich phantastisch an!
Magst uns noch ein paar Zitate oder Ideen verraten?
Ja, gern. Ich tippe gerade mal ein paar Dinge ab, die ich mir markiert habe:
..."daß im Rahmen einer Erziehung alles veränderbar und erneuerbar ist - man muß es nur wollen. Nicht wieder gutzumachende Fehler gibt es nicht.
Unser Hauptziel sollte es dabei sein, unsere Kinder so zu erziehen, daß sie in ihrem Leben einen Sinn sehen. Ohne Lebenssinn gibt es kein Lebensglück.
[...]
"Nur die Kinder werden zukünftig eine Chance haben, die gelernt haben, in rastlosen Zeiten anzuhalten, um wieder Kraft für ihre Seele zu schöpfen. Das werden die Kinder sein, die in ihrer Kindheit gelernt haben, sich von innen treiben zu lassen, statt von außen getrieben zu werden.Das werden die Kinder sein, die umsorgt und behütet vor der Welt da draußen in Ruhe zu glücklichen und erfolgreichen Erwachsenen heranreifen dürfen."
Das Leben in Bullerbü kennt keine nennenswerten Probleme, und wenn Lasse bei der Einschulung noch nicht still sitzen kann, dann wird er nicht zum Therapeuten geschickt, sondern die Lehrerin sagt: >>Lasse, geh spielen. Komm nächstes Jahr wieder.<< Niemand regt sich darüber auf, wie Elisabeth von Thadden in der Zeit anmerkte."
Das find ich so toll und wichtig, weil ich hier ja auch so ein "Zappelkind" habe und mich immer so beunruhigen lasse.
"Brave Kinder verändern nichts. Was bringt es, ein nettes Kind zu haben, das nur funktioniert, das gegenüber Nachbarn, Lehrern und zukünftigen Arbeitgebern einen guten Eindruck hinterläßt, das aber beim ersten starken Lebenssturm umfällt?"
"Eigensinn ist erwünscht! Gerade den "Dickschädel" unserer Kinder sollten wir stärken, damit sie auf gesellschaftliche Erwartungen reflektiert antworten können, ohne sich selbst zu verlieren, sich dabei zu verbiegen oder infrage stellen zu müssen."
"Nehmen wir uns die berühmte "Supermarktsituation" vor. Unser Kind wollte uns beim Großeinkauf für die Familie unterstützen. Dabei nahm es die Flasche aus dem Regal und unterschätzte ihr Gewicht. Die Flasche fiel und ging zu Bruch. Was hier zählen sollte, ist der soziale Einsatz des Kindes für die Familie. Die Fehleinschätzung des Flaschengewichts sollte in unserem Gehirn unter der Kategorie "Lernen" verbucht werden. Schimpfen Sie Ihr Kind nun nicht! Danken Sie ihm stattdessen kurz für die Mithilfe, und organisieren Sie gemeinsam mit ihm Hilfe durch das Personal des Supermarkts, ohne das Kind zum Sündenbock zu machen. So wird die Hilfsbereitschaft des Kindes Ihnen gegenüber erhalten bleiben. Ihr Kind wird das Ereignis in jeder Hinsicht positiv in Erinnerung behalten. Sie werden sehen: Das nächste Mal wird es die Flasche vorsichtiger aus dem Regal nehmen oder Sie um Hilfe bitten!"
Weiter bin ich leider noch nicht.
Die Autorin bezieht sich auch noch auf Jean Liedloff und zitiert kurz aus "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück", und ich habe bisher ein paar Ansätze von Montessori und Bezüge zu Jesper Juul finden können, also alles, was ich gut finde, ist eigentlich in diesem Buch versammelt!
