ich brauche mal ein bisschen Rat und Mitgefühl, unsere Schlafsituation hier bringt mich um den Verstand. Bis jetzt war immer nur der Mittagsschlaf problematisch, aber inzwischen ist es auch abends furchtbar.
Mittags läuft es so: wenn ich mich mit Becci hinlege, muss ich mit ihr liegenbleiben, die ganze Zeit! Stehe ich auf, merkt sie das sofort und steht 2 Minuten später total müde und quengelig neben mir. Eine Zeit lang ging es total gut, dass ich solange bei ihr war, bis sie schlief, und dann konnte ich aufstehen und habe mich entweder später noch kurz zu ihr gelegt, um selbst auszuruhen, oder eben nicht. Da hatte ich dann mittags 2 Stunden für mich, das war himmlisch.
Zugegeben, oft brauche ich den Mittagsschlaf auch, weil die Nächte so schlimm sind, aber ich brauche auch einfach mal Zeit für mich allein am Tag, und ich weiß nicht, wann ich die kriegen soll!
Inzwischen ist es seit mindestens 5 Monaten wieder so, dass ich immer bei ihr liegen muss beim Mittagsschlaf, bis zu 3 Stunden.
und abends läuft es im Moment so:
Ins Bett gehen ist das schlimmste auf der Welt, sie wehrt sich mit Händen und Füßen gegen das Umziehen und Zähneputzen, ihr fällt ein, dass sie noch spielen oder unbedingt essen muss. Jetzt in den Weihnachtsferien war unser Rhythmus ziemlich doof, sie war oft erst gegen 22 Uhr im Bett und hat dann morgens bis 10 Uhr gepennt, dadurch verschob sich alles.
Heute habe ich dann mal wieder angefangen, gegen 20 Uhr mit ihr im Bett zu liegen, damit ich am Abend etwas Zeit für mich habe. Und dann wachte sie nach genau 1 Stunde wieder auf. Ich bin dann wieder reingegangen, und obwohl sie schlief, als ich neben ihr lag, gingen SOFORT die Augen auf, als ich aufstehen wollte Was ist das denn nur, ein "Mama-geht-weg"-Sensor oder was??
Ich hab ihr dann gesagt, dass sie bitte schlafen soll und dass ich zu ihr komme, wenn ich fertig bin. Das klappt sonst NIE, heute aber zum Glück schon, und sie ist dann alleine eingeschlafen. Trotzdem habe ich hier im Wohnzimmer Blut und Wasser geschwitzt, weil ich nie weiß, wann sie wieder im Zimmer steht und ich zu ihr muss.
Meinen Mann akzeptiert sie nicht zum Einschlafen. Wenn ich ihn abends zu ihr reinschicke, kann ich davon ausgehen, dass sie um Mitternacht immer noch wach ist und mit ihm rumalbert oder Bücher guckt, oder eben einfach wach liegt und erzählt. Und das will ich auch nicht, weil sie dann morgens so lange schläft und der Tag komplett chaotisch ist.
Ich dreh hier gerade komplett durch, muss aber auch dazu sagen, dass ich im Moment echt keine Kraft habe, irgendeine größere Veränderung durchzuziehen, wie etwa den Umzug in ihr eigenes Zimmer oder so. Ich bring es einfach im Moment nicht, sie 10 Mal am Abend zu beruhigen und wieder ins Bett zu bringen, ich will einfach nur mal meine Ruhe ohne dauernd wachsam sein zu müssen, ob sie wieder wach ist. Und die Gewissheit, dass IMMER ich zu ihr muss, um sie wieder in den Schlaf zu bringen, macht es auch nicht besser.
Aber sowas wie "sie muss den Papa akzeptieren" funktioniert hier halt nicht, wie gesagt, dann ist sie bis in die Puppen wach und ich muss sie trotzdem, wenn ich dann später ins Bett komme, erst wieder zum Einschlafen bringen, bevor ich selber entspannt schlafen kann.
Die Nächte sind im Moment auch der totale Wahnsinn bei uns. Mein Mann schläft jetzt schon seit mindestens 6 Monaten auf der Couch, weil wir es zu 3. im Bett nicht aushalten. Becci liegt quer in unserem Bett und neuerdings immer an mir dran, auf mir drauf, quer über mir drüber, möglichst nah an mir dran und immer mit Körperkontakt, so dass ich kaum noch schlafen kann.
Sie sagt auch immer, dass sie nicht will, dass ich wieder aufstehe, wenn sie schläft. Aber ich will ihr auch nicht vorgaukeln, dass ich abends bei ihr bleibe, wenn es nunmal nicht so ist. Das finde ich falsch.
Oh mann, wieder so ein wirrer Roman, sorry.
Der Knackpunkt, der mich so kirre macht, ist halt, dass sie immer SOFORT merkt, wenn ich mich aus dem Zimmer schleiche, egal wie müde sie ist. aber halt nur beim Mittagsschlaf, abends war das bis vor kurzem kein Problem.
Abends ist das Problem nun, dass ich zwischen 2 Übeln wählen kann: entweder ich lasse sie sehr lange aufbleiben (22 Uhr oder später) und habe dann selber nichts mehr vom Abend, weil ich auch total müde bin, wenn sie dann schläft. Oder ich gehe um 20 Uhr mit ihr ins Bett und bin um kurz vor 21 Uhr wieder "draußen", muss aber immer wachsam sein, weil sie dann mindestens 1 Mal wieder reinkommt und ich sie nochmal in den Schlaf begleiten muss, was im Moment total lange dauert.
Hat irgendwer Überlebensstrategien für mich?

mit 16-jähriger Pferdeflüsterin
und dem Dinoexperten :
