wir haben seit ein paar Wochen ein riesiges Problem und langsam aber sicher komme ich an's Ende meiner Kräfte.
Matilda ist nun fast sechs Monate alt und hatte einen schweren Start ins Leben. Die Geburt dauerte 28 Stunden und letzten Endes wurde sie mit der Saugglocke geholt.
Sie hat von anfang an viel geschrieen und schlecht geschlafen.
Sie wurde viel getragen, durfte bei uns im Bett schlafen und nach Bedarf gestillt. Sie bekam von anfang an alle Zärtlichkeit die wir ihr nur geben konnten.
Familienbett hätten Mama und Papa zwar gerne gehabt, aber Matilda beanspruchte ihren Platz für sich und mochte es nicht, wenn man sich im Schlaf ihr Näherte oder sich selbst bewegte.
Im 3. Monat angelagt schlief Matilda plötzlich durch. Große Freude!
Wir waren alle zufrieden mit der Situation.
Später dann pendelte sich ein Rhythmus ein der das zu Bett gehen um 19 Uhr einläutete. Die Nächte wurden zwar kontinuierlich schlecheter, aber wir wußten und trösteten uns damit, dass um 19 Uhr der Tag zu Ende sein würde.
Ebenso schlief sie vormittags von 10-12 Uhr.
Wir konnten die Uhr danach stellen.
Einschlafen ging immer nur an der Brust - kein Problem für uns, auch wenn sie häufig durchs Ablegen in die Wiege wieder wach wurde und ich sie ein fünftes Mal anlegen musste.
Seit einigen Wochen ist es nun aber wirklich sehr schlimm.
Matilda brüllt die Brust an, Matilda brüllt wenn ich mich neben sie lege, Matilda schlägt meine Hände weg wenn ich sie streicheln und beruhigen will, Matilda ist wütend und außer sich und schreit und schreit und schreit - häufig von 18 bis 23 Uhr.
Hinzu kommt nun, dass sie in den letzten Tagen alle 20 Minuten
Kann mir jemand sagen, was mein Kind hat?
Welche Lebensqualität hat man denn, wenn man dauermüde ist?
Das schlimmste ist, dass ich beginne mir Vorüwrfe zu machen.
Mittlerweile glaube ich, dass ich etwas falsch mache und ich der Grund dafür bin, dass sie nicht schlafen kann.
Ein großer Fehler: Ich hatte das Schlafbuch von Anna Wahlgren in den Händen.... wonach ich ja alles falsch mache, was ich nur falsch machen kann.
Aber wie schaffe ich es denn, dass sie zur Ruhe kommen kann, dass sie das Einschlafen genießen kann, dass sie gerne schläft.
Wie zeige ich ihr, dass vom Bett und vom Schlafen keine Gefahr ausgeht?
.... durchs Einschlafstillen wohl kaum.....
Ich bin mit meinen Nerven am Ende und muss gestehen dass ich auch kaum noch Geduld habe.
Gestern hatte ich mir nach dem X ten Versuch Einschlafstillen, nachdem sie urplötzlich beim Einschlafen wieder anfaning zu schreien geschworen, sie nicht mehr anzulegen.
Nicht an diesem Abend.
Was folgte war schrecklich! Matilda schrie auf dem Arm, Matilda schrie im Bett als würde sie abgeschlachtet werden.
Irgendwann gabs dann eben doch wieder Brust und nach nochmals X Versuchen schlief sie dann auch... aber eben nur 20 Minuten.
Welchen Fehler mache ich?
Hört dieses Szenario noch einmal auf?
An Zähne oder Schub glaube ich schon gar nicht mehr
Bitte schreibt mir jemand... bitte macht mir jemand Mut!
Mir graut es so sehr vor der Nacht... gerade ist wieder ein Einschlafstillversuch misslungen... nun trägt sie der Papa umher, aber es ist nur eine Frage der Zeit bis sie wieder brüllt.