whoopsy2006 hat geschrieben:legt er super viel wert auf eine möglichst frühe akademische laufbahn. am besten noch in der wiege!
Ich steh dem sehr skeptisch gegenüber, ohne fachliche Argumente, reines Bauchgefühl.
jetzt schlug er mir vor ich solle emily das lesen beibringen (sie wird ja immerhin schon 3),
Dem steh ich noch skeptischer gegenüber. Das Thema "Beibringen" kommt m. E. erst in der Schule zum Tragen. Die Kinder lesen von alleine, wenn sie soweit sind bzw. Spaß dran haben. Und selbst hier find ich nicht gut, wenn sie zu früh damit anfangen. Mailin fing mit 2 (vor nem knappen Jahr) damit an Buchstaben von Leuchtreklamen zu lesen, also "E" von Edeka oder bei Apotheke kam sie bis "APOT". Sie hatte so Holzbuchstaben zum Spielen und ich beschloß dann diese wegzupacken. Bestimmt werden jetzt welche denken, so ein Blödsinn, warum denn dem Kind etwas verwehren wo es anscheinend Spaß dran hat? Weil ich es einfach nicht für notwendig halte, daß sich ein 2jähriges Kind mit Lesen beschäftigt. Ich hab's ihr ja auch nicht verboten, sondern schlichtweg die Buchstaben weggepackt und das ganze geriet ein bißchen in Vergessenheit. Jetzt schreibt sie vielleicht mal nen "A" oder ein "M" auf eine Tafel, aber das ist auch alles. Natürlich hat das ganze mit meiner eigenen Vergangenheit zu tun, denn da ich überaus früh lesen und schreiben konnte, hab ich mich in meinem Leben nie mehr so gelangweilt wie in den ersten vier Grundschuljahren. (Und dies hat mir nachhaltig geschadet

)
Also kein Problem, wenn jetzt 3 oder 4jährige mit Lesen und Schreiben anfangen, aber das sollte von alleine kommen bzw. man sollte zumindest nicht mehr tun als Fragen zu beantworten. Und zugegeben, man kann's ja auch nicht verhindern. Die Allerkleinsten sitzen heutzutage am PC, wenn die Mutter mal kurz auf'm Klo ist und schreiben diverse Buchstaben auf der Tastatur.
denn selbst barack obama wäre ja im alter von 4 jahren von seiner mutter morgens um 5 uhr aufgeweckt worden
Abgesehen von der Weckzeit (

) und der zweifelhaften Förderung möcht ich sehr hoffen, daß aus meiner Tochter kein weiblicher Obama wird.
ich bin nämlich der meinung dass emily ein "normal" intelligentes kind ist (ihre derzeitigen interessen liegen ganz klar im musikalischen!) das man nicht "drillen" muss. schule kommt wenn die zeit reif ist.
Da sind wir uns einig.
Wobei, wenn Du sagst, ihre Interessen liegen in der Musik, dann spricht ja nichts dagegen irgendwas in dieser Richtung zu machen.
Aber selbst in dem Bereich bin ich überaus vorsichtig. Ich hatte ja hier kürzlich auch mal angefragt wegen Instrument spielen oder Ballett. Hab halt dann immer so Extrembeispiele von Kindern im Kopf mit so leidlich gestörten Eltern (man kennt ja so Turnereltern oder Eiskunstlaufeltern, ein Graus..

).