jusl hat geschrieben:Es ist nicht so selten, dass Stillbabys lieber auf Mamas Rückkehr warten. Die vielen Stunden Stillpause sind ungewöhnlich, aber möglich (immerhin soll es ja auch Babys geben, die nachts durchschlafen und somit auch 8 oder mehr Stunden nichts trinken). Auf jeden Fall empfehlenswert ist es:
* die Gewichtsentwicklung und das allgemeine Gedeihen sehr gut im Auge zu behalten,
* direkt vor Abwesenheitsbeginn ("das letzte eh man aus der Tür geht") und direkt nacht dem Heimkommen ("das erste wenn man wieder da ist") stillen.
* den Rest des Tages und ganz wichtig: NACHTS uneingeschränkt nach Bedarf stillen.
Zusätzliches Abpumpen kann auf diese Weise vermieden werden; wenn bei langer Abwesenheit der Druck in der Brust zu groß und arg unangenehm wird, ist etwas Entleeren sicherlich sinnvoll. Aber vermutlich stellt sich die Brust drauf ein.
Und vielleicht noch folgende Bemerkung: bei regelmäßiger längerer Abwesenheit passiert es recht leicht, zu schnell ins vorzeitige Abstillen "versehentlich hineinzurutschen". (Z.B wenn das Baby nachmittags noch bei der Oma ist, oder nachts plötzlich länger oder gar durchschläft o.ä.). Du kannst das durch eine gewisse Wachsamkeit verhindern, falls Du gerne länger stillen möchtest

(z.B. erstmal jegliche Beikost in die Zeit Deiner Abwesenheit zu legen, konsequentes Co-Sleeping usw.)
LG,
Julia
Liebe Julia, ich hatte gestern schon geschrieben, aber mein Beitrag war plötzlich futsch, und dann hatte ich keine Zeit mehr...
Danke für deine Antwort!! Genau so mache ich es: Bevor ich aus dem Haus gehe, biete ich Valentin noch mal die Brust an, und bei der Heimkehr dockt er gleich an. Am Abend will er auch etwa drei, vier Mal trinken - da holt er sich wohl das, was er braucht. Heute Nacht wollte er dagegen nur einmal trinken!! Er ist halt ein lieber Kerl und schont seine Mama:-)) Nein, so ist es nicht jede Nacht, aber ab und zu. Und natürlich stille ich nach Bedarf, sobald ich da bin, auch nachts (er liegt im Bettchen neben mir).
Was für mich auch eine große Erleichterung ist: Gestern hat mein Mann das erste Mal Möhrchenbrei gegeben, und nach den ersten zwei Bissen, die er ausgespuckt hat, hat er nach dem Löffel geschnappt!!! Immerhin ein Viertel Gläschen ist in ihn hineingewandert

Ich bin so froh... wir hätten zwar gerne noch gewartet, aber wenn er nichts trinken will, ist das vielleicht die bessere Lösung.
Zum Thema Abstillen: Meine innere Grenze liegt bei etwa einem Jahr. Dann hätte ich meinen Körper ganz gerne wieder für mich allein. Aber mal schauen, wie ich darüber denke, wenn er eins wird

Jakob hat sich mit elf Monaten selbst abgestillt. Da war ich zwar zuerst sehr traurig, im Nachhinein aber froh, dass ich diese Entscheidung nicht treffen musste und es möglicherweise Stress gegeben hätte. Bei Valentin war das Stillen die ganze Zeit außerdem eh stressiger als bei Jakob, so dass ich zeitweise schon am liebsten abgestillt hätte (ständiges An- und Abdocken, war furchtbar unruhig an der Brust, hat viel gespuckt - hatte aber keine Blockaden, ich war mit ihm bei der Craniosacralen Therapie). Aber ich hab mir dann immer überlegt, wie ätzend es ist, nachts in die Küche rennen zu müssen, um Fläschchen zu machen... naja, und da er eh keins nimmt, hatte sich das auch erledigt.
Liebe Grüße