"Stillen nach Bedarf" - und das wird ohne Ausnahme von ALLEN Experten empfohlen - heißt: ohne jegliche zeitliche Einschränkung, weder bzgl. der Häufigkeit noch der Dauer. Dies ist keinerlei Geheimwissen, sondern seit Jahrzehnten (genau genommen seit Jahrtausenden...) bekannt.
Diese 3-(oder 4)-Std.-Empfehlung ist uuuuuuuuuuuuuralt und stammt aus Zeiten, in denen die künstliche Säuglingsmilch dermaßen schlecht für Babys Gesundheit war, dass die Babys tatsächlich einige Stunden Verdauungspause brauchten, sonst wurden sie mit dem Pamps gar nicht fertig. Dies gilt heute für die künstliche Säuglingsmilch ausdrücklich NICHT mehr - auch diese sollte vollständig nach Bedarf gefüttert werden.
Für Muttermilch waren starre Zeitpläne zu keiner Zeit sinvoll. Dass "Mindestabstände" - wie klein sie auch sein mögen - irgendwelche Vorteile für Mutter und Kind hätten, wurde in keinerlei Studie belegt. "Stillen nach Bedarf" hingegen ist gut untersucht: dies ist die ausdrücklich empfohlene Still-Praktik.
Muttermilch hat den Magen übrigens nach spätestens 60-90 Minuten verlassen - und die meisten Babys fühlen sich am wohlsten und gedeihen am besten, wenn immer ein bisschen was - nicht zu viel und nicht zu wenig

- im Bäuchlein ist.
Kompliziert ist es also GAR NICHT

- einfach immer stillen, wenn Mutter und/oder Kind das Bedürfnis danach haben.
LG;
Julia
PS: die kräftige Gewichtszunahme in den ersten Lebenswochen ist gar nicht ungewöhnlich. Mit 4-6 Monaten nehmen solche Stillbabys dann i.d.R. sehr viel weniger zu.