Hörgerät

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schlangengurke
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Hörgerät

Beitrag von schlangengurke »

Hi,
worauf muss ich beim Kauf eines Hörgerätes für eine Seniorin achten? Sie hat derzeit ein Kassenmodell, das aber viel zu fummelig beim Einsetzen und Batterienwechseln ist. Ein Kassenmodell, das nicht getragen wird, ist halt einfach nutzlos.
Ich weiß, dass es auch Geräte gibt, die einfach, schwupps, drin sind. Und ich habe gehört, dass manche ein paar tausend Euro pro Stück kosten. Wenn man soviel ausgibt (falls das nötig ist), dann will man ja auch, dass alles stimmt.
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fritzchen69
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Re: Hörgerät

Beitrag von fritzchen69 »

Mein Vater hat seit Jahren ein Hörgerät. Er lässt sich immer in so einem Hörgeräte Geschäft beraten. Das ist dann ganz ausführlich und lange und wirklich sehr individuell. Er kann dann diverse Geräte mit nach Hause nehmen und über längere Zeit testen, bis er sich endgültig entscheidet. Ich weiß nicht, ob das überall geht, aber ich finde das extrem wichtig. Kostet ja doch eine Menge!
Lieben Gruß
fritzchen69
Enni
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Re: Hörgerät

Beitrag von Enni »

Auf jeden Fall mehrere probieren und auch das Handling im Geschäft und zu Hause ausprobieren.
Mittlerweile gibt es viele Modelle mit Akku, da muss man gar keine Batterien mehr wechseln.
Enni mit Sohn 1 (12/10), Sohn 2 (04/14) und Sohn 3 (03/19)
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Amber
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Re: Hörgerät

Beitrag von Amber »

Die Suche nach dem optimalen Hörgerät bringt nur was, wenn sich der spätere Träger aktiv damit beschäftigt und es wirklich tragen möchte. Das beste Hörgerät taugt nix, wenn der Träger sich der Technik bzw. dem Handling verweigert (was aus Erfahrung der häufigste Grund ist, dass die Dinger nicht getragen werden oder als "zu kompliziert" bezeichnet werden). Es gibt einfache Geräte mit Batterien oder modernere mit USB Aufladung (dafür müssen die Geräte über Nacht richtig rum in eine Aufladebox gesteckt werden, die Box wird ans Stromnetz gesteckt). Fummelig ist beides... Dazu müssen die Dinger (und auch die Ohren) regelmäßig gesäubert werden, das Ohrenschmalz verstopft sonst die feinen Kanäle.

Gibt neuerdings auch Brillen mit Hörverstärker in den Brillenbügeln. Soll ganz praktisch sein und ist je nach Art des Hörverlusts evtl. einen Versuch wert.
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
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Glöckchen
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Re: Hörgerät

Beitrag von Glöckchen »

fritzchen69 hat geschrieben: 27.01.2026, 18:50 Mein Vater hat seit Jahren ein Hörgerät. Er lässt sich immer in so einem Hörgeräte Geschäft beraten. Das ist dann ganz ausführlich und lange und wirklich sehr individuell. Er kann dann diverse Geräte mit nach Hause nehmen und über längere Zeit testen, bis er sich endgültig entscheidet. Ich weiß nicht, ob das überall geht, aber ich finde das extrem wichtig. Kostet ja doch eine Menge!
Das ist bei meiner Mutter auch so.
Hat zwei Töchterlein von 09/14 und 03/17 und einen Schützling von 08/18
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Dorkas
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Re: Hörgerät

Beitrag von Dorkas »

Ich weiß nur von meinem Schwiegervater, dass die teureren Modelle die Hintergrundgeräusche besser rausfiltern und halt nicht einfach alles verstärken. Darauf sollte man also wohl beim Kauf achten.
Dorkas mit dem Großen (11/2016) und der Kleinen (09/2019).
erdbeerbrot
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Re: Hörgerät

Beitrag von erdbeerbrot »

Ich trage ja auch ein Hörgerät und durfte auch mehrere Geräte über Wochen testen.
Anfangs war es super anstrengend das Hörgerät zu tragen, weil mein Gehirn halt gar nicht mehr an so viel Input gewöhnt war.
Ist fast ein Kassengerät, ich glaube die Zuzahlung war 20€ statt immer 10€ oder so.
Mein Akustiker hat sich echt sehr viel Zeit genommen und nimmt sich auch jedes halbe Jahr beim Check Up viel Zeit.
Bei mir mit Batterien und das ist schon bisschen friemelig auf jeden Fall - häufiger ist mir die Batterie schon runter gefallen.
Rein geht es ganz einfach - ist ein in-ear-Gerät, wobei man schon bisschen den richtigen Winkel treffen muss ... Hm.

Ich vermute, dass da eigentlich kein Gerät mit großen Zuzahlungen Sinn macht. Die kommen vor allem durch Bluetooth und so Sachen. Könnte sein, dass bei Akku auch eine Zuzahlung ansteht.

Meine Barriere muss ich nur alle paar Tage (ca.5?) mal wechseln - gibt es da nicht jemanden, der/die das übernehmen könnte eventuell? Nicht ideal... Und bei den in-ear-Geräten soll man auch mit offenem Batteriefach über Nacht lagern.
Also ich fürchte, das hat alles so ein kleines bisschen seine Tücken.

Aber ein guter Akustiker sollte sich da auskennen. Vielleicht mal in der Gegend umhören, welche gute Bewertungen/zufriedene Kundschaft haben?

Etwas Hintergrundrausfiltern haben eigentlich mittlerweile alle... Und die verstärken auch verschieden über die Frequenzen je nach Hörverlust.
Und je nachdem wie gravierend der Hörverlust ist, ist es auch nicht so relevant wie genau die Programme funktionieren. Mein Akustiker meinte sofort, dass da bei mir eher keine Rolle spielen wird.
Also wirklich: am besten einen guten Akustiker finden!
Mit 12/2017 und 06/2020
schlangengurke
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Re: Hörgerät

Beitrag von schlangengurke »

Die Batterie muss sie gerade täglich wechseln und das Einsetzen ins Ohr findet sie auch nicht so leicht. Es gibt da leider niemanden vor Ort, der so regelmäßig helfen könnte.
Einmal die Woche kommt jemand wegen Medikamenten, evtl könnte die Person auch die Batterie wechseln, wenn es nur alle paar Tage sein müsste.

Hörverstärker in Brillenbügeln klingt interessant, ebenso das Aufladen in einer Box. Wegpacken muss sie sie ja sowieso.
schlangengurke
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Re: Hörgerät

Beitrag von schlangengurke »

Wegen einem guten Akustiker, kann man da nach bestimmten Ketten gehen? Ich weiß, dass Tapella, Geer und Becker in der Nähe sind.

Bzw eine Idee habe ich, wenn ich nach persönlicher Erfahrung fragen könnte.
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FloppyDisc
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Re: Hörgerät

Beitrag von FloppyDisc »

Aufladen in der Box schafft sogar meine 99jährige halbblinde Oma. Ansonsten schließe ich mich der Empfehlung an, eine:n gute:n Hörgeräteakustiker:in zu suchen. Da steht und fällt einfach sehr viel mit der Einstellung.
LG Floppy
mit Krötenkind 9/16 und "Paulchen" 5/19
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