"Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"
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Allfein
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"Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"
Hallo in die Runde,
meine Tochter ist im Oktober zur Welt gekommen und ich stille sie voll. Das war für mich von Anfang an klar.
Meine Schwiegermutter war die erste Person, die mit Kommentaren á la "Es kann sein, dass du zu wenig Milch hast" kam (sie selbst hat ihre Kinder nicht gestillt, weil "keine Milch"). Sie hat dann auch meinem Mann ggü öfter vor der Geburt gesagt, dass wir uns Pre holen sollen, "falls es nicht klappt". Darüber hatte ich mir nie Gedanken gemacht, es hat mich auch nicht verunsichert. Habe das nur weggenickt und gesagt, dass falls es dazu kommen sollte, es zig Möglichkeiten gibt, die Milchproduktion anzukurbeln und Pre könne man immer noch kaufen, wenn es nötig sein sollte (hatte das aber selbtverständlich nie in Betracht gezogen, wollte das Thema nur vom Tisch haben).
Nachdem die Milch seit Tag 3 problemlos fließt und wir fleißig stillen, kommen jetzt aber wieder Kommentare bzw. Überlegungen seitens meiner Schwiegermutter und auch meines Mannes und ich wollte mal in die Runde fragen, wie ihr mit sowas umgeht:
1. Mein Mann möchte gerne, dass wir mit der eingefrorenen Muttermilch (aufgefangen über Milchcups, weil es tw echt viel ist) ausprobieren, ihr die Flasche zu geben.
Hintergrund ist, dass er sagt, dass wenn ich aus irgendwelchen Gründen unpässlich bin, das Kind ja trotzdem trinken muss. Oder wenn wir mal zusammen ohne das Kind einkaufen oder irgendwo ausgehen wollen, das Kind dann ja nicht gestillt werden kann. (Ich plane nicht, ohne Kind wegzugehen, aber gut^^). Oder wenn ich mich mit einer Freundin treffen möchte und er mit dem Kind zu Hause bleibt (ist ja wirklich superlieb, aber ich würde sie in diesem Alter nicht stundenlang alleine lassen, wenn sie noch keinen Stillrythmus hat, den ich abpassen könnte).
2. Meine Schwiegermutter fragte ihn vor ein paar Tagen, ob die Kleine denn schon aus der Flasche trinken kann (da war sie gerade mal drei Wochen alt).
Hintergrund hier: Anfang Dezember habe ich einen Nachsorgetermin beim Gyn und mein Schwiegervater würde mich hinfahren (damit ich mit der Kleinen nicht mit den Öffis hinmuss). Meine Schwiegermutter hat sich jetzt gedacht, dass sie derweil zu Hause auf die Kleine aufpassen kann und da muss sie dann ja aus der Flasche trinken. Sie fügte dann noch hinzu, dass ich trotzdem hingefahren werden würde.
Zum Glück hat mein Mann gesagt, dass ich die Kleine auf jeden Fall mitnehmen werde ("Wirklich? Und wo bleibt sie dann während der Untersuchung?" - mein Mann:"Na da kommt sie mit, ist doch klar!?!?).
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe meinem Mann schon öfter gesagt, dass ich nicht möchte, dass sie aus der Flasche trinkt (Stichwort Saugverwirrung) und dass, wenn ich nicht da bin, sie aus dem Becher/Löffel trinken soll (haben wir aber auch noch nie ausprobiert).
Mein Mann wendet dann ein, dass das nur funktioniert, wenn sie nicht so wild ist (sie ist teilweise sehr "wild" und sucht die BW, findet sie nicht (obwohl direkt vor der Nase oder im Mund) ...).
Das kann ich ja verstehen, aber wie kann ich ihm klarmachen, dass ich Fläschchen definitv nicht möchte? Denn ich habe das Gefühl, dass auch meine Schwiegermutter ihn dahingehend beeinflusst (gut gemeint), dass wir ihr die Flasche geben bzw sie dran gewöhnen, damit sie dann einspringen kann. Also "beeinflussen" im Sinne von immer wieder das Thema ansprechen.
3. Auch, weil ich ein Jahr EZ (bis 10/25) mache und geplant ist, dass die Kleine dann, während wir beide arbeiten, bei den Schwiegereltern ist, weil wir sie erst im Sommer 26 in die Kita geben wollen. Da hat mich mein Mann dann auch drauf angesprochen, dass ich sie ja abstillen müsse, bevor ich wieder arbeiten gehe. Ich bin der Meinung, dass wir trotzdem weiterstillen können. Das "Problem" ist, dass wir beide keine Erfahrungswerte haben, wie und ob das funktioniert und ich daher auch keine Argumente habe.
4. Dasselbe auch beim Schnuller. Ich möchte keinen Schnuller. Finde das unnatürlich und ich denke da auch immer dran, dass das Abgewöhnen dann stressig und leidvoll wird.
Mein Mann sagt öfter sowas wie "Es wäre einfacher, ihr den Schnuller zu geben, wenn sie sich einfach nur beruhigen muss. Und dann bekommen deine BW auch mal Ruhe. Aber das ist nur ein Vorschlag, ich weiß, dass du das nicht möchtest."
Er meint es nur gut. Aber ich möchte erst gar nicht damit anfangen.
Wie kann ich meinen Standpunkt klar machen, wenn das Argument "aber im Notfall muss sie dann die Flasche kriegen" kommt? Wie habt ihr so etwas gehandhabt?
meine Tochter ist im Oktober zur Welt gekommen und ich stille sie voll. Das war für mich von Anfang an klar.
Meine Schwiegermutter war die erste Person, die mit Kommentaren á la "Es kann sein, dass du zu wenig Milch hast" kam (sie selbst hat ihre Kinder nicht gestillt, weil "keine Milch"). Sie hat dann auch meinem Mann ggü öfter vor der Geburt gesagt, dass wir uns Pre holen sollen, "falls es nicht klappt". Darüber hatte ich mir nie Gedanken gemacht, es hat mich auch nicht verunsichert. Habe das nur weggenickt und gesagt, dass falls es dazu kommen sollte, es zig Möglichkeiten gibt, die Milchproduktion anzukurbeln und Pre könne man immer noch kaufen, wenn es nötig sein sollte (hatte das aber selbtverständlich nie in Betracht gezogen, wollte das Thema nur vom Tisch haben).
Nachdem die Milch seit Tag 3 problemlos fließt und wir fleißig stillen, kommen jetzt aber wieder Kommentare bzw. Überlegungen seitens meiner Schwiegermutter und auch meines Mannes und ich wollte mal in die Runde fragen, wie ihr mit sowas umgeht:
1. Mein Mann möchte gerne, dass wir mit der eingefrorenen Muttermilch (aufgefangen über Milchcups, weil es tw echt viel ist) ausprobieren, ihr die Flasche zu geben.
Hintergrund ist, dass er sagt, dass wenn ich aus irgendwelchen Gründen unpässlich bin, das Kind ja trotzdem trinken muss. Oder wenn wir mal zusammen ohne das Kind einkaufen oder irgendwo ausgehen wollen, das Kind dann ja nicht gestillt werden kann. (Ich plane nicht, ohne Kind wegzugehen, aber gut^^). Oder wenn ich mich mit einer Freundin treffen möchte und er mit dem Kind zu Hause bleibt (ist ja wirklich superlieb, aber ich würde sie in diesem Alter nicht stundenlang alleine lassen, wenn sie noch keinen Stillrythmus hat, den ich abpassen könnte).
2. Meine Schwiegermutter fragte ihn vor ein paar Tagen, ob die Kleine denn schon aus der Flasche trinken kann (da war sie gerade mal drei Wochen alt).
Hintergrund hier: Anfang Dezember habe ich einen Nachsorgetermin beim Gyn und mein Schwiegervater würde mich hinfahren (damit ich mit der Kleinen nicht mit den Öffis hinmuss). Meine Schwiegermutter hat sich jetzt gedacht, dass sie derweil zu Hause auf die Kleine aufpassen kann und da muss sie dann ja aus der Flasche trinken. Sie fügte dann noch hinzu, dass ich trotzdem hingefahren werden würde.
Zum Glück hat mein Mann gesagt, dass ich die Kleine auf jeden Fall mitnehmen werde ("Wirklich? Und wo bleibt sie dann während der Untersuchung?" - mein Mann:"Na da kommt sie mit, ist doch klar!?!?).
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe meinem Mann schon öfter gesagt, dass ich nicht möchte, dass sie aus der Flasche trinkt (Stichwort Saugverwirrung) und dass, wenn ich nicht da bin, sie aus dem Becher/Löffel trinken soll (haben wir aber auch noch nie ausprobiert).
Mein Mann wendet dann ein, dass das nur funktioniert, wenn sie nicht so wild ist (sie ist teilweise sehr "wild" und sucht die BW, findet sie nicht (obwohl direkt vor der Nase oder im Mund) ...).
Das kann ich ja verstehen, aber wie kann ich ihm klarmachen, dass ich Fläschchen definitv nicht möchte? Denn ich habe das Gefühl, dass auch meine Schwiegermutter ihn dahingehend beeinflusst (gut gemeint), dass wir ihr die Flasche geben bzw sie dran gewöhnen, damit sie dann einspringen kann. Also "beeinflussen" im Sinne von immer wieder das Thema ansprechen.
3. Auch, weil ich ein Jahr EZ (bis 10/25) mache und geplant ist, dass die Kleine dann, während wir beide arbeiten, bei den Schwiegereltern ist, weil wir sie erst im Sommer 26 in die Kita geben wollen. Da hat mich mein Mann dann auch drauf angesprochen, dass ich sie ja abstillen müsse, bevor ich wieder arbeiten gehe. Ich bin der Meinung, dass wir trotzdem weiterstillen können. Das "Problem" ist, dass wir beide keine Erfahrungswerte haben, wie und ob das funktioniert und ich daher auch keine Argumente habe.
4. Dasselbe auch beim Schnuller. Ich möchte keinen Schnuller. Finde das unnatürlich und ich denke da auch immer dran, dass das Abgewöhnen dann stressig und leidvoll wird.
Mein Mann sagt öfter sowas wie "Es wäre einfacher, ihr den Schnuller zu geben, wenn sie sich einfach nur beruhigen muss. Und dann bekommen deine BW auch mal Ruhe. Aber das ist nur ein Vorschlag, ich weiß, dass du das nicht möchtest."
Er meint es nur gut. Aber ich möchte erst gar nicht damit anfangen.
Wie kann ich meinen Standpunkt klar machen, wenn das Argument "aber im Notfall muss sie dann die Flasche kriegen" kommt? Wie habt ihr so etwas gehandhabt?
Mit Haselmaus 10/24
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Allfein
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"
Nachtrag: Vielleicht ist auch eher meine Frage, wie ich meinen Mann die Sicherheit geben kann, dass das Stillen funktioniert und es auch ohne Flasche klappen kann? Vor allem ist ja gar nicht gesagt, dass die Kleine das Allheilmittel "Flasche" überhaupt annimmt, oder? Oder würde jedes Baby aus der Flasche trinken, wenn es ihm angeboten werden würde?
Mit Haselmaus 10/24
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Serafin
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"
Also, ich habe hier zwei Kinder, die nie ne Flasche bekommen haben. Schnuller hatten sie auch nicht. Beim kleinen hatten wir es probiert, weil er im Fahrradanhänger so dermaßen gebrüllt hat. Nix zu machen gewesen, der hat uns sehr deutlich gemacht, was er von dem Stöpsel hielt.
Ich bin mit meinen Kindern immer und überall Öffis gefahren, war auch bei den Nachsorgeterminen bei der Gym. Die freuen sich auch wenn sie die Kinder sehen dürfen. Und halten die halt schnell wenn's nötig ist.
Beim großen habe ich mit 7 Monaten wieder gearbeitet, den hat der Mann zum stillen vorbei gebracht. Man konnte das Büro vom Küchenfenster aus sehen. Beim kleinen offiziell wegen Corona etc erst, als er 16 Monate war. Als er 4 Wochen alt war habe ich meine Doktorarbeit fertig gemacht. Wir hatten nie das Bedürfnis nach Flasche.
Ich weiß, dass da viele Schwiegermütter scharf drauf sind. Aber ohne Not würde ich keine Flasche geben. Gibt keinen Grund zu
Ich bin mit meinen Kindern immer und überall Öffis gefahren, war auch bei den Nachsorgeterminen bei der Gym. Die freuen sich auch wenn sie die Kinder sehen dürfen. Und halten die halt schnell wenn's nötig ist.
Beim großen habe ich mit 7 Monaten wieder gearbeitet, den hat der Mann zum stillen vorbei gebracht. Man konnte das Büro vom Küchenfenster aus sehen. Beim kleinen offiziell wegen Corona etc erst, als er 16 Monate war. Als er 4 Wochen alt war habe ich meine Doktorarbeit fertig gemacht. Wir hatten nie das Bedürfnis nach Flasche.
Ich weiß, dass da viele Schwiegermütter scharf drauf sind. Aber ohne Not würde ich keine Flasche geben. Gibt keinen Grund zu
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
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Serafin
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"
Zum Beruhigen soll dein Mann halt tragen und seinen kleinen Finger zum nuckeln geben. Hat bei uns wunderbar funktioniert.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
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Lösche Benutzer 24994
Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"
Erstmal noch herzlichen Glückwunsch zum Baby und toll, dass du da schon so einen super Standpunkt hast.
Zur Untersuchung beim Gyn war ich auch mit den Babys. Das war nie ein Problem, wie serafin auch schreibt.
Ich hatte auch nie das Bedürfnis, dass die Kinder lernen aus der Flasche zu trinken.
Der Große hatte im Alter von ca 1 Woche Gelbsucht und durfte in dem Bettchen mit der Lampe nicht gestillt werden. Er bekam abgepumpte Muttermilch aus der Flasche. Das funktionierte dann in der Situation schon. Er wurde davor und danach per Spritze zugefüttert.
Ich hatte insbesondere beim Großen auch Angst vor dem Schnuller und einer Saugverwirrung. So mit ca 4 Wochen hat er dann dosiert einen bekommen. Beim mittleren ähnlich. Ich habe den Schnuller aber nur angewendet, wenn es anders schwierig war. Also zum Beispiel im Auto, im Kinderwagen auf dem Weg zur Bahn oder wenn sie satt wären und mal aus irgendeinem Grund im eigenen Bett schlafen sollten. Das hat trotzdem nicht immer funktioniert. Beide Kinder wollten noch vor dem ersten Jahr keinen Schnuller mehr. Da mussten wir dann zum Glück nix mehr abgewöhnen.
Mit Start der Beiksost haben die Kinder auch immer mal wieder eine Flasche mit Wasser bekommen, das haben die dann ganz fix raus.
(Beim Kleinen ist aufgrund von Frühgeburt alles etwas anders, der hat viel und früh Erfahrung mit Sauger nimmt aber auch die Brust)
Also lange Rede kurzer Sinn: Flasche muss man nicht üben, wenn man es nicht sowieso geplant hat. Später nehmen es eigentlich die meisten Kinder. Bechern oder Löffeln würde dein Kind auch lernen, sobald die ersten Tropfen den Mund berühren und die Kinder merken da kommt was sie wollen, werden sie ruhiger. Und davor ist halt ein bisschen gekleckere, ist ja auch egal. Und mit einem Jahr wird dein Kind ja auch schon essen können bei der Oma.
Schnuller könntest du warten bis dein Kind 6 Wochen ist, dann ist die Gefahr der Saugverwirrung geringer.
Will die Oma sich vielleicht einfach auch gerne einbringen und kennt einfach positive Stillerfahrung nicht? Ich würde da einfach sagen, schau es klappt gut und dann von deinen (fiktiven) Freundinnen erzählen, wo das alles ohne Flasche geklappt hat.
Und vielleicht der Oma andere Möglichkeiten geben, sich einzubringen. Mit Baby spazieren gehen, Baby beaufsichtigen, wenn du duscht, Baby wickeln, beim Baden helfen etc? Vielleicht kommt sie dann von dem Thema weg, weil ihr Bedürfnis nach Baby unsorgen gestillt ist. Alles natürlich nur, wenn du das möchtest
Zur Untersuchung beim Gyn war ich auch mit den Babys. Das war nie ein Problem, wie serafin auch schreibt.
Ich hatte auch nie das Bedürfnis, dass die Kinder lernen aus der Flasche zu trinken.
Der Große hatte im Alter von ca 1 Woche Gelbsucht und durfte in dem Bettchen mit der Lampe nicht gestillt werden. Er bekam abgepumpte Muttermilch aus der Flasche. Das funktionierte dann in der Situation schon. Er wurde davor und danach per Spritze zugefüttert.
Ich hatte insbesondere beim Großen auch Angst vor dem Schnuller und einer Saugverwirrung. So mit ca 4 Wochen hat er dann dosiert einen bekommen. Beim mittleren ähnlich. Ich habe den Schnuller aber nur angewendet, wenn es anders schwierig war. Also zum Beispiel im Auto, im Kinderwagen auf dem Weg zur Bahn oder wenn sie satt wären und mal aus irgendeinem Grund im eigenen Bett schlafen sollten. Das hat trotzdem nicht immer funktioniert. Beide Kinder wollten noch vor dem ersten Jahr keinen Schnuller mehr. Da mussten wir dann zum Glück nix mehr abgewöhnen.
Mit Start der Beiksost haben die Kinder auch immer mal wieder eine Flasche mit Wasser bekommen, das haben die dann ganz fix raus.
(Beim Kleinen ist aufgrund von Frühgeburt alles etwas anders, der hat viel und früh Erfahrung mit Sauger nimmt aber auch die Brust)
Also lange Rede kurzer Sinn: Flasche muss man nicht üben, wenn man es nicht sowieso geplant hat. Später nehmen es eigentlich die meisten Kinder. Bechern oder Löffeln würde dein Kind auch lernen, sobald die ersten Tropfen den Mund berühren und die Kinder merken da kommt was sie wollen, werden sie ruhiger. Und davor ist halt ein bisschen gekleckere, ist ja auch egal. Und mit einem Jahr wird dein Kind ja auch schon essen können bei der Oma.
Schnuller könntest du warten bis dein Kind 6 Wochen ist, dann ist die Gefahr der Saugverwirrung geringer.
Will die Oma sich vielleicht einfach auch gerne einbringen und kennt einfach positive Stillerfahrung nicht? Ich würde da einfach sagen, schau es klappt gut und dann von deinen (fiktiven) Freundinnen erzählen, wo das alles ohne Flasche geklappt hat.
Und vielleicht der Oma andere Möglichkeiten geben, sich einzubringen. Mit Baby spazieren gehen, Baby beaufsichtigen, wenn du duscht, Baby wickeln, beim Baden helfen etc? Vielleicht kommt sie dann von dem Thema weg, weil ihr Bedürfnis nach Baby unsorgen gestillt ist. Alles natürlich nur, wenn du das möchtest
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sutnahpele
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2327
- Registriert: 28.08.2011, 00:21
Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"
Hier noch eine Stimme fürs Nicht-Üben. Falls du aus irgendwelchen Gründen über längere Zeit nicht verfügbar sein solltest, kann dein Mann eurem Baby ohne Vorübung die Flasche geben. Für kurze Zeitspannen tut es ein Löffel oder Becher. DAS könnte dein Mann ja mal üben, wenn er Sicherheit braucht.
Zum Gyn kannst du dein Baby mitnehmen. Bei mir lagen die Babys dann immer im Kinderwagen oder Babyschale und eine der Arzthelferinnen hat kurz geschaltet. Dein Schwiegervater kann ja auch in der Praxis das Baby hüten oder deine Schwiegermutter kommt mit und passt dort aufs Baby auf. Es gibt viele Möglichkeiten, die keine Flaschenfütterung beinhalten.
Zur eingefrorenen Milch wollte ich noch nachfragen: Meinst du mit Milchcups diese Auffangschalen, die man in den BH steckt? Meines Wissens ist das nicht ausreichend hygienisch, um die Milch noch zu verfüttern. Beim Abpumpen sollte die abgepumpte Milch auch nicht die Haut berühren.
Zum Gyn kannst du dein Baby mitnehmen. Bei mir lagen die Babys dann immer im Kinderwagen oder Babyschale und eine der Arzthelferinnen hat kurz geschaltet. Dein Schwiegervater kann ja auch in der Praxis das Baby hüten oder deine Schwiegermutter kommt mit und passt dort aufs Baby auf. Es gibt viele Möglichkeiten, die keine Flaschenfütterung beinhalten.
Zur eingefrorenen Milch wollte ich noch nachfragen: Meinst du mit Milchcups diese Auffangschalen, die man in den BH steckt? Meines Wissens ist das nicht ausreichend hygienisch, um die Milch noch zu verfüttern. Beim Abpumpen sollte die abgepumpte Milch auch nicht die Haut berühren.
Dezemberkind 2011, Novemberkind 2014, Oktoberkind 2018, Maikind 2023, Januarbaby 2026.
- Carraluma
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2331
- Registriert: 28.04.2013, 10:57
Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"
Herzlichen Glückwunsch zum Baby.
Solange du da\in der Nähe bist, gibt es für dein Baby normalerweise keinen Notfall, dass es die Flasche kriegen muss.
Andersherum können Flasche und Schnuller eine Stillbeziehung gefährden und zu Problemen mit wunden Brustwarzen usw. führen. Und meiner Meinung nach bist du die einzige, die entscheiden darf, ob du diese Gefahr eingehen willst.
Hier wurden drei Kinder problemlos ohne Flasche und (fast) ohne Schnuller aufgezogen. Ältere Babys kann man dann ja sowieso auch Essen geben und trinken irgendwann sogar allein aus einem Becher.
Wenn du erst ab 1 Jahr wieder arbeiten oder dein Baby längere Zeit abgeben willst, ist es meist kein Problem, mit anderen Nahrungsmitteln zu überbrücken und dann zu stillen, wenn du daheim bist.
Zur Situation des Arztbesuches hätte ich mich vom Schwiegervater mitsamt Baby, Kinderwagen\Tragetuch und Oma zum Gyn fahren lassen. Du stillst das Baby vorher. Während du beim Arzt drin bist,schiebt\trägt die Oma das Baby um den Block. Meistens klappt das mit Minibaby. Ansonsten, soll sie wieder mit dem Baby zu dir kommen.
Solange du da\in der Nähe bist, gibt es für dein Baby normalerweise keinen Notfall, dass es die Flasche kriegen muss.
Andersherum können Flasche und Schnuller eine Stillbeziehung gefährden und zu Problemen mit wunden Brustwarzen usw. führen. Und meiner Meinung nach bist du die einzige, die entscheiden darf, ob du diese Gefahr eingehen willst.
Hier wurden drei Kinder problemlos ohne Flasche und (fast) ohne Schnuller aufgezogen. Ältere Babys kann man dann ja sowieso auch Essen geben und trinken irgendwann sogar allein aus einem Becher.
Wenn du erst ab 1 Jahr wieder arbeiten oder dein Baby längere Zeit abgeben willst, ist es meist kein Problem, mit anderen Nahrungsmitteln zu überbrücken und dann zu stillen, wenn du daheim bist.
Zur Situation des Arztbesuches hätte ich mich vom Schwiegervater mitsamt Baby, Kinderwagen\Tragetuch und Oma zum Gyn fahren lassen. Du stillst das Baby vorher. Während du beim Arzt drin bist,schiebt\trägt die Oma das Baby um den Block. Meistens klappt das mit Minibaby. Ansonsten, soll sie wieder mit dem Baby zu dir kommen.
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
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Schlumpfine32
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2544
- Registriert: 30.03.2021, 09:37
Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"
Hier mal eine Stimme für die Flasche.
Ich hätte es ab einem Alter von drei Monaten absolut super gefunden, wenn die Mutz auch die Flasche genommen hätte. Ich empfand es als sehr belastend, dass alles immer an mir "hing". Mein Partner hat sich wahnsinnig gut gekümmert und war auch gerne mal mit der Mutz unterwegs, das war immer irgendwie angespannt für alle, da sie immer häufig getrunken hat. Dann ist der Bus ausgefallen und schon wurde es problematisch.
Ich hatte auch zunehmend den Wunsch mal etwas "alleine" zu machen. Tatsächlich auch mal abends mit einer Freundin etwas essen aber auch so ganz praktische Dinge. Klar, mit 8 Wochen war die Mutz auch mit zum Frauenarzt (und hat durchgängig gebrüllt, sodass ich keine Frage loswerden konnte) aber aber mit 4/5/6/8 Monaten wollte ich gerne in Ruhe zum Arzt oder auch einfach in Ruhe etwas in der Stadt einkaufen mit Beratungsgespräch bei dem ich auch zuhören kann.
Und wie gesagt, auch für die Beziehung zum Vater halte ich es für extrem förderlich, wenn die die Möglichkeit haben zu zweit mit voller Verantwortung bei dem Mann unterwegs zu sein.
Rückbildungskurs habe ich mit Baby gebucht. Das ließ sich aber nicht ablegen und hat nur geweint. Deswegen hat dann doch mein Papa aufs Baby aufgepasst. Ich war nur 1,5 Stunden weg aber Mutz hat oft im zwei Stunden Rhythmus gestillt. Es war also immer so, dass ich direkt vorher stillen musste und ein Kaffee mit den anderen Müttern auch nicht mehr drin war.
Wir haben mit ca. 3 Monaten versucht die Flasche einzuführen und es hat erst geklappt als es wirklich nicht anders ging, weil ich wieder arbeiten war mit 9 Monaten. Becher hat zu dem Zeitpunkt nicht geklappt.
Meine - extrem stillfördernde Hebamme mit mehreren Jahrzehnten Erfahrung - sagte dass sie noch nie eine Saugverwirrung nach mehreren Wochen erfolgreichen Stillens hatte. Sie sah gar kein Problem mit der Einführung der Flasche nach etwa 4 Wochen. Wenn die Stillbeziehung einmal gefestigt sei, wäre das noch nie problematisch gewesen.
Bei uns hat es wie gesagt nicht geklappt. Beikost hat sie mit 9 Monaten noch quasi gar nicht gegessen. Da würde ich nicht drauf "setzen". Ich habe bis zu meinem Jobstart mit 9 Monaten mindestens zweistündig gestillt. Und das ging natürlich auch. War alles machbar und auch dann ok für uns alle aber ich werde es beim nächsten Kind auf jeden Fall früher und intensiver versuchen. Für mich gibt es eigentlich nur Vorteile und keine Nachteile.
Und ich selber war zB ein vollgestilltes Kind was keine Flasche kannte, dann musste meine Mutter ins Krankenhaus und ich habe die Flasche erst nach vielen vielen verzweifelten Stunden genommen. Klar geht es im Notfall aber es war halt für alle Beteiligten schlimm. Mein Vater der neben der Sorge um seine Frau auch noch das vor Hunger verzweifelt brüllende Kind hatte und es nicht füttern konnte und für meine Mutter im Krankenhaus die sich auch nicht auf sich konzentrieren konnte. Klar geht das dann irgendwie und so wahrscheinlich ist so eine Situation auch nicht.
Für mich wäre es aber gut gewesen zu wissen, dass ich im Notfall ausfallen "könnte" ohne dass zuhause alles zusammen bricht.
Schnuller hatten wir keinen. Wollte Mutz nicht und ich hab es nicht näher forciert.
Gestillt habe ich trotz Arbeit übrigens noch sehr viel. Dann halt auch viel nachts
. Mein Mann war dann mit Mutz in Elternzeit und ich war Vollzeit arbeiten und war trotzdem außerordentlich beliebte Hauptnahrungsquelle. Mit 15 Monaten kam sie in die Kita und das Stillen war nie ein Problem. Sie wurde natürlich nicht in der Kita gestillt aber vorher / nachher sehr oft. Die Kita hat explizit gesagt, dass das absolut unproblematisch ist. Warum sollte es denn auch ein Problem sein? Ich habe mit 20 Monaten abgestillt weil ich einfach Schlaf brauchte. Das hat für uns sehr gut funktioniert. Ich kenne aber viele die trotz Kita mit 3/4 sehr regelmäßig stillen.
Gruß
Schlumpf
Ich hätte es ab einem Alter von drei Monaten absolut super gefunden, wenn die Mutz auch die Flasche genommen hätte. Ich empfand es als sehr belastend, dass alles immer an mir "hing". Mein Partner hat sich wahnsinnig gut gekümmert und war auch gerne mal mit der Mutz unterwegs, das war immer irgendwie angespannt für alle, da sie immer häufig getrunken hat. Dann ist der Bus ausgefallen und schon wurde es problematisch.
Ich hatte auch zunehmend den Wunsch mal etwas "alleine" zu machen. Tatsächlich auch mal abends mit einer Freundin etwas essen aber auch so ganz praktische Dinge. Klar, mit 8 Wochen war die Mutz auch mit zum Frauenarzt (und hat durchgängig gebrüllt, sodass ich keine Frage loswerden konnte) aber aber mit 4/5/6/8 Monaten wollte ich gerne in Ruhe zum Arzt oder auch einfach in Ruhe etwas in der Stadt einkaufen mit Beratungsgespräch bei dem ich auch zuhören kann.
Und wie gesagt, auch für die Beziehung zum Vater halte ich es für extrem förderlich, wenn die die Möglichkeit haben zu zweit mit voller Verantwortung bei dem Mann unterwegs zu sein.
Rückbildungskurs habe ich mit Baby gebucht. Das ließ sich aber nicht ablegen und hat nur geweint. Deswegen hat dann doch mein Papa aufs Baby aufgepasst. Ich war nur 1,5 Stunden weg aber Mutz hat oft im zwei Stunden Rhythmus gestillt. Es war also immer so, dass ich direkt vorher stillen musste und ein Kaffee mit den anderen Müttern auch nicht mehr drin war.
Wir haben mit ca. 3 Monaten versucht die Flasche einzuführen und es hat erst geklappt als es wirklich nicht anders ging, weil ich wieder arbeiten war mit 9 Monaten. Becher hat zu dem Zeitpunkt nicht geklappt.
Meine - extrem stillfördernde Hebamme mit mehreren Jahrzehnten Erfahrung - sagte dass sie noch nie eine Saugverwirrung nach mehreren Wochen erfolgreichen Stillens hatte. Sie sah gar kein Problem mit der Einführung der Flasche nach etwa 4 Wochen. Wenn die Stillbeziehung einmal gefestigt sei, wäre das noch nie problematisch gewesen.
Bei uns hat es wie gesagt nicht geklappt. Beikost hat sie mit 9 Monaten noch quasi gar nicht gegessen. Da würde ich nicht drauf "setzen". Ich habe bis zu meinem Jobstart mit 9 Monaten mindestens zweistündig gestillt. Und das ging natürlich auch. War alles machbar und auch dann ok für uns alle aber ich werde es beim nächsten Kind auf jeden Fall früher und intensiver versuchen. Für mich gibt es eigentlich nur Vorteile und keine Nachteile.
Und ich selber war zB ein vollgestilltes Kind was keine Flasche kannte, dann musste meine Mutter ins Krankenhaus und ich habe die Flasche erst nach vielen vielen verzweifelten Stunden genommen. Klar geht es im Notfall aber es war halt für alle Beteiligten schlimm. Mein Vater der neben der Sorge um seine Frau auch noch das vor Hunger verzweifelt brüllende Kind hatte und es nicht füttern konnte und für meine Mutter im Krankenhaus die sich auch nicht auf sich konzentrieren konnte. Klar geht das dann irgendwie und so wahrscheinlich ist so eine Situation auch nicht.
Für mich wäre es aber gut gewesen zu wissen, dass ich im Notfall ausfallen "könnte" ohne dass zuhause alles zusammen bricht.
Schnuller hatten wir keinen. Wollte Mutz nicht und ich hab es nicht näher forciert.
Gestillt habe ich trotz Arbeit übrigens noch sehr viel. Dann halt auch viel nachts
Gruß
Schlumpf
Mit Mutzelmade 10/22
- Dorkas
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"
Herzlichen Glückwunsch zum Baby! Und klasse, wie du schon für deine Ansichten einstehst. Das ist nicht leicht, wenn man von engen Verwandten ständig andere Meinungen gepredigt bekommt.
Ich kann mich den anderen nur anschließen: Baby bei der Untersuchung ist gar kein Problem. Das kann die paar Minuten im Maxicosi oder bei einer Arzthelferin auf dem Arm warten. Schnuller würde ich ohne Not auch nicht geben. Bei meinem Sohn war ich zwar manchmal dankbar dafür, aber meine Tochter wollte nie einen und es ging auch ohne prima.
Ich persönlich wäre aber inzwischen entspannter und würde Schnuller und Fläschchen nicht komplett verteufeln. Eure Stillbeziehung wird nicht daran scheitern, wenn ihr es mal ausprobiert. Und sei es nur, um dann sagen zu können, dass das Baby es nicht mag.
Und vielleicht möchte dein Mann dich ja wirklich etwas entlasten und auch einen Anteil haben. Ich glaube, wir Frauen blenden das manchmal ein bisschen aus, dass Männer sich manchmal etwas abseits fühlen mit frischem Baby.
Du könntest ihm natürlich auch Alternativen zeigen, wie er sich mit ums Baby kümmern und es beruhigen kann. Habt ihr schon eine Trage? Mein Mann hat das Kuscheln immer sehr genossen und war mit den Babys viel in der Trage spazieren.
Zur Schwiegermutter: Sie gibt halt das weiter, was sie als junge Mutter nach bestem Wissen und Gewissen gemacht hat. Und niemand möchte von der nächsten Generation hören, dass das ja komplett falsch war und man das heute ganz anders und besser macht. Auch wenn es schwer fällt, ist es meiner Meinung nach am besten, alles abzunicken, sich für den Rat zu bedanken - und dann zu ignorieren. Und vielleicht das Gespräch dann auf ein anderes Thema zu lenken. So in der Art
„Das Baby muss sich ans Fläschchen gewöhnen!“
„Danke für den Tipp, ich kann ja beim nächsten Einkauf mal nach einem Fläschchen gucken. Ich bin immer dankbar, wenn jemand mit mehr Erfahrung mir helfen kann. Sag mal, wie war denn das bei euch früher - hast du mit Pampers gewickelt oder hattest du Stoffwindeln?“
Also das Gespräch auf etwas weniger Emotionales lenken und ihr das Gefühl geben, dass sie dir mit ihrer Erfahrung helfen kann.
Ich kann mich den anderen nur anschließen: Baby bei der Untersuchung ist gar kein Problem. Das kann die paar Minuten im Maxicosi oder bei einer Arzthelferin auf dem Arm warten. Schnuller würde ich ohne Not auch nicht geben. Bei meinem Sohn war ich zwar manchmal dankbar dafür, aber meine Tochter wollte nie einen und es ging auch ohne prima.
Ich persönlich wäre aber inzwischen entspannter und würde Schnuller und Fläschchen nicht komplett verteufeln. Eure Stillbeziehung wird nicht daran scheitern, wenn ihr es mal ausprobiert. Und sei es nur, um dann sagen zu können, dass das Baby es nicht mag.
Du könntest ihm natürlich auch Alternativen zeigen, wie er sich mit ums Baby kümmern und es beruhigen kann. Habt ihr schon eine Trage? Mein Mann hat das Kuscheln immer sehr genossen und war mit den Babys viel in der Trage spazieren.
Zur Schwiegermutter: Sie gibt halt das weiter, was sie als junge Mutter nach bestem Wissen und Gewissen gemacht hat. Und niemand möchte von der nächsten Generation hören, dass das ja komplett falsch war und man das heute ganz anders und besser macht. Auch wenn es schwer fällt, ist es meiner Meinung nach am besten, alles abzunicken, sich für den Rat zu bedanken - und dann zu ignorieren. Und vielleicht das Gespräch dann auf ein anderes Thema zu lenken. So in der Art
„Das Baby muss sich ans Fläschchen gewöhnen!“
„Danke für den Tipp, ich kann ja beim nächsten Einkauf mal nach einem Fläschchen gucken. Ich bin immer dankbar, wenn jemand mit mehr Erfahrung mir helfen kann. Sag mal, wie war denn das bei euch früher - hast du mit Pampers gewickelt oder hattest du Stoffwindeln?“
Also das Gespräch auf etwas weniger Emotionales lenken und ihr das Gefühl geben, dass sie dir mit ihrer Erfahrung helfen kann.
Dorkas mit dem Großen (11/2016) und der Kleinen (09/2019).
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Re: "Im Notfall muss das Baby die Flasche kriegen"
Herzlichen Glückwunsch zur Geburt!
Für mich liest sich das so als wüsstest du ganz klar was du willst und deine Schwiegermutter und der Mann respektieren dein Nein nicht. Da würde ich ansetzen. Vielleicht kannst du eine klare Ansage machen, sowas wie: "Wir haben oft genug darüber geredet, ich habe meine Meinung deutlich gemacht. Ich will das Thema Fläschchen die nächsten drei Monate nicht mehr besprechen."
Wenn danach noch Kommentare kommen, kannst du dich immer wieder auf diese Ansage berufen. Gar nicht auf Diskussionen einlassen, sondern immer wieder kurz und bündig antworten: "Darüber will ich nicht diskutieren. Lass uns das Thema neu aufmachen, wenn das Baby 3 Monate alt ist."
Gegenüber deiner Schwiegermutter könntest du noch deutlicher werden: "Danke, dass du helfen willst, aber das Thema Stillen und Fläschen ist meine Entscheidung." oder "Ich habe deine Ratschläge gehört, danke dafür. Aber entscheiden werde ich selbst."
Vielleicht hilft gegenüber deinem Mann auch, dass du seine Unsicherheit anerkennst. "Ich verstehe, dass du unsicher bist/dir Sorgen machst. Es ist alles neu und wir haben keine Erfahrung. Aber schau mal: Baby gedeiht gut, die Hebamme ist zufrieden, das Stillen klappt super. Es gibt im Moment keinen Grund etwas zu ändern. Probier mir und meinem Körper zu vertrauen."
Für mich liest sich das so als wüsstest du ganz klar was du willst und deine Schwiegermutter und der Mann respektieren dein Nein nicht. Da würde ich ansetzen. Vielleicht kannst du eine klare Ansage machen, sowas wie: "Wir haben oft genug darüber geredet, ich habe meine Meinung deutlich gemacht. Ich will das Thema Fläschchen die nächsten drei Monate nicht mehr besprechen."
Wenn danach noch Kommentare kommen, kannst du dich immer wieder auf diese Ansage berufen. Gar nicht auf Diskussionen einlassen, sondern immer wieder kurz und bündig antworten: "Darüber will ich nicht diskutieren. Lass uns das Thema neu aufmachen, wenn das Baby 3 Monate alt ist."
Gegenüber deiner Schwiegermutter könntest du noch deutlicher werden: "Danke, dass du helfen willst, aber das Thema Stillen und Fläschen ist meine Entscheidung." oder "Ich habe deine Ratschläge gehört, danke dafür. Aber entscheiden werde ich selbst."
Vielleicht hilft gegenüber deinem Mann auch, dass du seine Unsicherheit anerkennst. "Ich verstehe, dass du unsicher bist/dir Sorgen machst. Es ist alles neu und wir haben keine Erfahrung. Aber schau mal: Baby gedeiht gut, die Hebamme ist zufrieden, das Stillen klappt super. Es gibt im Moment keinen Grund etwas zu ändern. Probier mir und meinem Körper zu vertrauen."
mit der Ritterin vom "Ni" 5/17