Stillen als Thema für mich abschließen?
Verfasst: 23.02.2024, 12:56
Hallo zusammen.
Ich lese hier schon seit einigen Monaten still mit, habe mich nun doch dazu durchgerungen, einen Beitrag zu schreiben. Ich
muss direkt dazu sagen, dass ich nicht sicher bin, was ich mir davon erhoffe. Ein großes Danke erstmal an die vielen Schreiber hier mit ihren tollen Tips. Ich habe bereits sehr viele Beiträge gelesen.
Nun zu uns. Meine Tochter ist 5 Monate alt und wir hatten - wie so viele hier - einen nicht so tollen Start. 10 Tage über ET wurde ich zur Einleitung ins KH eingewiesen. Einen Tag vor der Einleitung stürzte ich auf der Straße direkt vor der Arztpraxis und schlug mit meinem Knie stark auf. Meinem Kind passierte Gott sei Dank nichts aber für mich begann die Einleitung dann mit einer riesen Wunde am Knie und starken Schmerzen. Das war eventuell auch der Auslöser für das, was danach kam: 5 Tage Einleitung mit diversen Mitteln, alles ohne Erfolg. Am sechsten Tag Abbruch und Kaiserschnitt. Ich war mit den Nerven und auch körperlich am Ende, kann mich an den Tag der Geburt kaum erinnern und habe auch, so denke ich, ein Trauma von alledem. Die kleine Maus kam dann auch nach wenigen Stunden auf die Säuglingstation da sie einen Infekt hatte, wir waren also die ersten Tage gar nicht richtig zusammen. Ich selbst saß die ersten zwei Tage im Rollstuhl, da ich keine Kraft hatte aufzustehen. Es war alles nicht schön und ich habe bittere Tränen vergossen, Tag und Nacht. Das Stillen hat folglich gar nicht geklappt, sie wurde mir kaum angelegt, war auch zu schwach zum andocken, ich selbst hatte keine Milch.. Im Krankenhaus folgten Stillhütchen, die auch nicht viel brachten, sodass die Maus dann recht schnell per Flasche zugefüttert wurde
Ich begann im KH mit dem abpumpen, was auch nach Tagen nur mäßig klappte. Ich hatte keinen richtigen Milcheinschuss und so kamen nur wenige Tropfen zusammen. 10 Tage später waren wir endlich zuhause und es ging mir langsam besser. Ich besorgte mir direkt eine Pumpe und versuchte weiter sie mit Hütchen anzulegen. Ein paar Tage klappte das immer mal aber nie so, dass sie satt war. Ich hasste die Hütchen, die immer verrutschten und die Kleine brüllte ohne Ende, ich jedes Mal am Heulen …. Immer mehr Flaschen wurden gemacht und die Stillhütchen warf ich täglich unter Tränen durchs Zimmer, weil ich einfach nicht mehr wollte. So entwickelte es sich über Wochen, dass ich nur noch abpumpte und gar nicht mehr anlegte aus Angst, dass es eh nicht klappt. Da war sie ca 3 Wochen alt. Das bereue ich sehr, bis heute.
Die Situation heute ist, dass ich immernoch abpumpe und ihr diese geringe Menge Milch per Flasche gebe. Es ist wenig, an guten Tagen 180ml. Den Rest bekommt sie Pre Nahrung. Ich bin immer noch so unendlich traurig, dass es mit dem Stillen nicht geklappt hat, dass ich täglich deswegen weine. Vor allen, wenn ich andere Frauen beim stillen sehe oder mir das ganze Stillzubehör in der Drogerie entgegenkommt. Das versetzt mir so einen großen Stich ins Herz.
Ab und an versuche ich sie heute noch anzulegen mit Hütchen, sie verzieht dann nur das Gesicht und brüllt. Auch, wenn ich die Hütchen schon mit Milch fülle (mit einer Sonde) macht das keinen Unterschied. Ich füttere sie meist mit nackten Oberkörper und in Stillhaltung. Gelegentlich leckt sie an den nackten Warzen wenn ich einen Tropfen Milch ausdrücke und macht auch den Mund weit auf und nimmt sie Brust in den Mund, aber sie saugt nicht daran. Dennoch sind das die Momente, für die ich weiter pumpe. Es macht mich so glücklich sie dann lächelnd an der Brust zu sehen, auch wenn sie nicht saugt.
Da mich das alles wirklich so sehr belastet überlege ich nun, das Pumpen einzustellen und einen Schlussstrich zu ziehen. Aber ich bringe es nicht übers Herz. Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Ich hätte so wahnsinnig gerne wenigstens ein Mal das Gefühl erlebt wie es ist, wenn sie an der Brust saugt. Oder sie zur Beruhigung nuckelt. Oder in den Schlaf stillen. Ist dieser Zug für mich abgefahren? Bin ich so sehr von diesem Thema eingenommen, dass es keinen Sinn mehr macht?
Ich bedanke mich bei euch fürs lesen.
Ich lese hier schon seit einigen Monaten still mit, habe mich nun doch dazu durchgerungen, einen Beitrag zu schreiben. Ich
muss direkt dazu sagen, dass ich nicht sicher bin, was ich mir davon erhoffe. Ein großes Danke erstmal an die vielen Schreiber hier mit ihren tollen Tips. Ich habe bereits sehr viele Beiträge gelesen.
Nun zu uns. Meine Tochter ist 5 Monate alt und wir hatten - wie so viele hier - einen nicht so tollen Start. 10 Tage über ET wurde ich zur Einleitung ins KH eingewiesen. Einen Tag vor der Einleitung stürzte ich auf der Straße direkt vor der Arztpraxis und schlug mit meinem Knie stark auf. Meinem Kind passierte Gott sei Dank nichts aber für mich begann die Einleitung dann mit einer riesen Wunde am Knie und starken Schmerzen. Das war eventuell auch der Auslöser für das, was danach kam: 5 Tage Einleitung mit diversen Mitteln, alles ohne Erfolg. Am sechsten Tag Abbruch und Kaiserschnitt. Ich war mit den Nerven und auch körperlich am Ende, kann mich an den Tag der Geburt kaum erinnern und habe auch, so denke ich, ein Trauma von alledem. Die kleine Maus kam dann auch nach wenigen Stunden auf die Säuglingstation da sie einen Infekt hatte, wir waren also die ersten Tage gar nicht richtig zusammen. Ich selbst saß die ersten zwei Tage im Rollstuhl, da ich keine Kraft hatte aufzustehen. Es war alles nicht schön und ich habe bittere Tränen vergossen, Tag und Nacht. Das Stillen hat folglich gar nicht geklappt, sie wurde mir kaum angelegt, war auch zu schwach zum andocken, ich selbst hatte keine Milch.. Im Krankenhaus folgten Stillhütchen, die auch nicht viel brachten, sodass die Maus dann recht schnell per Flasche zugefüttert wurde
Die Situation heute ist, dass ich immernoch abpumpe und ihr diese geringe Menge Milch per Flasche gebe. Es ist wenig, an guten Tagen 180ml. Den Rest bekommt sie Pre Nahrung. Ich bin immer noch so unendlich traurig, dass es mit dem Stillen nicht geklappt hat, dass ich täglich deswegen weine. Vor allen, wenn ich andere Frauen beim stillen sehe oder mir das ganze Stillzubehör in der Drogerie entgegenkommt. Das versetzt mir so einen großen Stich ins Herz.
Ab und an versuche ich sie heute noch anzulegen mit Hütchen, sie verzieht dann nur das Gesicht und brüllt. Auch, wenn ich die Hütchen schon mit Milch fülle (mit einer Sonde) macht das keinen Unterschied. Ich füttere sie meist mit nackten Oberkörper und in Stillhaltung. Gelegentlich leckt sie an den nackten Warzen wenn ich einen Tropfen Milch ausdrücke und macht auch den Mund weit auf und nimmt sie Brust in den Mund, aber sie saugt nicht daran. Dennoch sind das die Momente, für die ich weiter pumpe. Es macht mich so glücklich sie dann lächelnd an der Brust zu sehen, auch wenn sie nicht saugt.
Da mich das alles wirklich so sehr belastet überlege ich nun, das Pumpen einzustellen und einen Schlussstrich zu ziehen. Aber ich bringe es nicht übers Herz. Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Ich hätte so wahnsinnig gerne wenigstens ein Mal das Gefühl erlebt wie es ist, wenn sie an der Brust saugt. Oder sie zur Beruhigung nuckelt. Oder in den Schlaf stillen. Ist dieser Zug für mich abgefahren? Bin ich so sehr von diesem Thema eingenommen, dass es keinen Sinn mehr macht?
Ich bedanke mich bei euch fürs lesen.