Hallo!
Bei meinem Großen war das auch so. Er ist auf der 50. Perzentile geboren und nach dem Abstillen auf die 3. Perzentile abgerutscht, wo er seit 4 Jahren rumkrebst.
Dieses Kind hatte einfach nie Hunger und ist am Esstisch unheimlich zappelig. Sehr lange war er nach zB einer Nudel "satt" und nicht mehr zum Essen zu bewegen. Er hat auch bis vor einem Jahr nie Hunger geäußert.
Die Abklärung hat nichts ergeben und wir haben folgendes als hilfreich etabliert:
Viele kalorienreiche Snacks zwischendurch, also beim Spielen zB einen Teller hinstellen mit Avocado, Banane und Nüssen (je nach Alter Mus, gehackt oder ganz), Käse, Maroni, Butterkekse etc. Häufig anbieten ohne Zwang.
Essen mit der ganzen Familie am Esstisch, dabei hinnehmen, wenn er nach 2 Bissen aufsteht. Teller am Tisch stehen lassen, oft kommt er etwas später nochmal und isst im Vorbeigehen einiges
Mahlzeiten anreichern: immer ein Extraschuss Öl / Stückchen Butter / Schwupp Schlagsahne in sein Essen
Was nicht funktioniert hat:
Warten, bis er Hunger hat (nie)
Zwischenmahlzeiten streichen, damit er zu den Hauptmahlzeiten mehr isst
Zwingen, sitzenzubleiben, bis alle fertiggegessen haben
Ermahnen, füttern...
Diagnostik ist auf alle Fälle wichtig. Es gibt ganz einfach gesagt 3 Gründe, warum ein
Dorkas hat geschrieben: 18.01.2024, 12:31
Und: es gibt tatsächlich Menschen, die Essen als notwendiges Übel betrachten (ich kenne da sogar Erwachsene). Für mich völlig unvorstellbar, aber in der Regel können die viel besser auf ihren Körper hören, wann sie Essen brauchen, als ich. Das muss also nicht negativ besetzt sein.
ind nicht zunimmt
1. Es isst zu wenig (zB bei Eisenmangel, oder auch bei zu geringem Angebot)
2. Es kann das Gegessene nicht gut verwerten (zB bei Zöliakie)
3. Es hat einen zu hohen Kalorienbedarf (zB bei Schilddrüsenüberfunktion)
(Und selten sind Syndrome, die mit einem niedrigeren Gewicht einhergehen.)
Was an Intersuchungen sinnvoll ist, sollte die Kinderärztin nach Wahrscheinlichkeiten entscheiden. Wurde schon Diagnostik gemacht?