Saugverwirrung beheben während zufüttern

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msloryg
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Saugverwirrung beheben während zufüttern

Beitrag von msloryg »

Hallo liebes Forum,

meine Tochter wurde am 7.10.23 geboren und ist aktuell 12 Wochen alt.

Stillstart:
Anlegen im KH hat gut geklappt, ich hatte allerdings sehr starke Schmerzen am Anfang in den Brustwarzen und Baby musste in der ersten Zeit wach gehalten werden zum trinken, da sie schnell eingedöst ist. Sie war auch immer sehr lange an der Brust. Da sie sehr viel geweint hat und immer unzufrieden war, habe ich sie oft auch zum Beruhigen angelegt. Meine Hebamme meinte, wir sollen ihr mal nach jeder Mahlzeit Pre anbieten, um auszuschließen, dass sie noch hungrig ist und deswegen so viel weint. Haben wir dann 2/3 Mal gemacht (mit Flasche) aber auch wieder verworfen, weil sie nicht viel zusätzlich getrunken hat.
Die krassen Schmerzen beim Stillen haben sich gelegt, aber ich habe immer noch gereizte Brustwarzen bis heute, mal mehr, mal weniger schlimm.

Aktuelles Problem:

Aufgrund von schlechter Zunahme hat KiA am 19.12. Zufütterung empfohlen. Da ich viel im Internet lese war ich sehr skeptisch bzgl. Saugverwirrung und habe es an selbigen Tag dann nur ein Mal gemacht.
Zu dem Zeitpunkt hatten wir neben der schlechten Gewichtsentwicklung schon das Problem, dass sie immer öfter sehr unruhig war beim trinken. Sie dockt immer wieder ab oder dreht den Kopf weg, sucht dann aber mit geöffnetem Mund direkt wieder, zieht die Brustwarze lang, überstreckt sich usw.
Über die Feiertage haben wir dann gar nicht zugefüttert, die Unruhe ist mir aber weiterhin aufgefallen, sodass am 27.12. eine Stillberaterin (IBCLC) zu uns kam (auch wegen der gereizten Brustwarzen). Sie hat mir das asymmetrische Anlegen nochmal gezeigt und aufgrund der Symptomatik auch den Verdacht auf ein verkürzten Zungenbändchen geäußert. Da sind wir noch in der Abklärung, es ist aber wenn nicht sehr ausgeprägt.
Sie meinte auch, dass man bzgl. des Gewichts etwas tun sollte, da Baby von der 88. auf die 12. Perzentile abgerutscht ist. Empfohlen hat sie häufigeres Anlegen (wir waren nur bei 6/7 Mal in 24h) und Wechselstillen + Brustkompression, weil sie meinte, dass mein Milchfluss eher langsam ist und das Baby durch sein Verhalten versucht, das zu beschleunigen.
Da diese Maßnahmen erstmal keine Verbesserungen bzgl des Gewichts brachten und wir langsam nervös wurden, haben wir mit ihr das zufüttern besprochen: Möglichst wenig zufüttern, nur wenn wir nach dem Stillen (ca. 4x Seite Wechseln) das Gefühl haben, sie ist noch hungrig und vorzugsweise abgepumpte Milch geben. Sie hat uns vor die Methodenwagö gestellt, ich konnte mir BES wegen des Handlings nicht so recht vorstellen und weil ich eh schon den ganzen Tag mit stillen beschäftigt war. Becher haben wir dann mal probiert, das hat aber leider gar nicht geklappt und dann sind wir bequemerweise bei der Flasche geblieben.
Ihr Gewicht hat sich jetzt langsam eingependelt, aber sie trinkt tagsüber immer schlechter an der Brust und die Unruhe wird immer mehr, sodass ich auf Saugverwirrung tippe. Nachts trinkt sie gut und döst dann irgendwann ein, sodass ich nicht glaube, dass der Milchfluss noch schlechter geworden ist.
Zum Abpumpen komme ich kaum. Schnuller geben wir nicht, da sie den eh fast nie möchte, dafür öfter mal den kleinen Finger.

Stillalltag/Ausscheidung
Wir stillen bzw probieren es aktuell 8-10Mal in 24h, abhängig davon, wie oft sie nachts aufwacht. Tagsüber schläft sie kaum, höchstens mal 30min in der Trage.
Stuhl: aktuell 3-6/Tag, war die ersten Monate ockerfarben, nach der ersten Impfung am 14.12. grün und eher Durchfall für mehrere Wochen, wird gerade langsam besser (evtl durch die Pre?)
Pipi: tu ich mich schwer mit zählen, weil ich nicht weiß, wie oft sie Pipi gemacht hat wenn ich die Windel Wechsel..

nun zur Frage:
Ich kenne die gängigen Empfehlungen bei Saugverwirrung aus dem Internet. Aber wie kann ich die Flasche weglassen, wenn ich aktuell zufüttern muss und Becher nicht klappt? BES bringt ja auch nur was, wenn es an der Brust nicht nur ein einziger Kampf ist.. Oder?
Ich möchte gerne wieder voll stillen, so wie es aktuell läuft stresst es mich aber total und darauf hab ich auf Dauer keine Lust.
Andererseits muss ich ab März auch wieder voll arbeiten (Homeoffice) und mein Mann ist zuhause, da ist eh die Frage, ob voll stillen dann noch klappen kann. Wenn es zeitlich so viel Aufwand ist wie jetzt dann sehe ich da schwarz.

Gewichtsentwicklung
Messungen zuhause mit Babywaage 10g Genauigkeit
7.10. 3800 (KH)
9.10. 3600 (KH)
6.11. 4200 (KiA)
5.12. 4520 (KiA und zuhause gleiches Gewicht gewogen)
19.12. 4700 (KiA)
27.12. 4850 (ab hier zuhause)
28.12. Nicht gewogen 100ml Pre
29.12. 4840
30.12. 4790 1x 60ml Pre + 35ml Mumi
31.12. Nicht gewogen 1x 30ml Pre, 1× 60ml pre
01.01. 4900
02.01. 4920 1x 40ml Pre
03.01. 4920 1x 60ml Pre
04.01. 4940 1x 100ml + 20ml Mumi
05.01. 4990 2x 60ml Pre

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!
Theolino
ist nicht mehr wegzudenken
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Registriert: 24.03.2015, 14:14
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Re: Saugverwirrung beheben während zufüttern

Beitrag von Theolino »

Ich melde mich im Laufe der nächsten 12h bei Dir...
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
msloryg
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Re: Saugverwirrung beheben während zufüttern

Beitrag von msloryg »

Die Stillberaterin meinte heute, dass ich, wenn ich mich vorerst mit BES unwohl fühle es auch erstmal so weiter machen kann, zusätzlich vllt noch Power Pumpen, damit die Milchmenge auf jeden Fall nicht runter geht. Evtl bringt die Zungenbanddiagnostik nochmal neue Einsichten und würde dem Baby auch helfen, an mehr Milch zu kommen. Und das BES könnte ich immer noch ausprobieren, wenn ich das möchte.
Ich fühle mich jetzt erstmal ok damit, sie einfach weiter anzulegen aber auch zu akzeptieren, wenn sie nicht lange trinkt und dann noch Pre/Mumi mit der Flasche zu geben. Ich freue mich aber über weitere Anregungen/Erfahrungen auch bzgl. des BES und wie lange man eine Saugverwirrung noch "beheben" kann.
msloryg
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Re: Saugverwirrung beheben während zufüttern

Beitrag von msloryg »

msloryg hat geschrieben: 06.01.2024, 06:31 Hallo liebes Forum,

meine Tochter wurde am 7.10.23 geboren und ist aktuell 12 Wochen alt.

Stillstart:
Anlegen im KH hat gut geklappt, ich hatte allerdings sehr starke Schmerzen am Anfang in den Brustwarzen und Baby musste in der ersten Zeit wach gehalten werden zum trinken, da sie schnell eingedöst ist. Sie war auch immer sehr lange an der Brust. Da sie sehr viel geweint hat und immer unzufrieden war, habe ich sie oft auch zum Beruhigen angelegt. Meine Hebamme meinte, wir sollen ihr mal nach jeder Mahlzeit Pre anbieten, um auszuschließen, dass sie noch hungrig ist und deswegen so viel weint. Haben wir dann 2/3 Mal gemacht (mit Flasche) aber auch wieder verworfen, weil sie nicht viel zusätzlich getrunken hat.
Die krassen Schmerzen beim Stillen haben sich gelegt, aber ich habe immer noch gereizte Brustwarzen bis heute, mal mehr, mal weniger schlimm.

Aktuelles Problem:

Aufgrund von schlechter Zunahme hat KiA am 19.12. Zufütterung empfohlen. Da ich viel im Internet lese war ich sehr skeptisch bzgl. Saugverwirrung und habe es an selbigen Tag dann nur ein Mal gemacht.
Zu dem Zeitpunkt hatten wir neben der schlechten Gewichtsentwicklung schon das Problem, dass sie immer öfter sehr unruhig war beim trinken. Sie dockt immer wieder ab oder dreht den Kopf weg, sucht dann aber mit geöffnetem Mund direkt wieder, zieht die Brustwarze lang, überstreckt sich usw.
Über die Feiertage haben wir dann gar nicht zugefüttert, die Unruhe ist mir aber weiterhin aufgefallen, sodass am 27.12. eine Stillberaterin (IBCLC) zu uns kam (auch wegen der gereizten Brustwarzen). Sie hat mir das asymmetrische Anlegen nochmal gezeigt und aufgrund der Symptomatik auch den Verdacht auf ein verkürzten Zungenbändchen geäußert. Da sind wir noch in der Abklärung, es ist aber wenn nicht sehr ausgeprägt.
Sie meinte auch, dass man bzgl. des Gewichts etwas tun sollte, da Baby von der 88. auf die 12. Perzentile abgerutscht ist. Empfohlen hat sie häufigeres Anlegen (wir waren nur bei 6/7 Mal in 24h) und Wechselstillen + Brustkompression, weil sie meinte, dass mein Milchfluss eher langsam ist und das Baby durch sein Verhalten versucht, das zu beschleunigen.
Da diese Maßnahmen erstmal keine Verbesserungen bzgl des Gewichts brachten und wir langsam nervös wurden, haben wir mit ihr das zufüttern besprochen: Möglichst wenig zufüttern, nur wenn wir nach dem Stillen (ca. 4x Seite Wechseln) das Gefühl haben, sie ist noch hungrig und vorzugsweise abgepumpte Milch geben. Sie hat uns vor die Methodenwagö gestellt, ich konnte mir BES wegen des Handlings nicht so recht vorstellen und weil ich eh schon den ganzen Tag mit stillen beschäftigt war. Becher haben wir dann mal probiert, das hat aber leider gar nicht geklappt und dann sind wir bequemerweise bei der Flasche geblieben.
Ihr Gewicht hat sich jetzt langsam eingependelt, aber sie trinkt tagsüber immer schlechter an der Brust und die Unruhe wird immer mehr, sodass ich auf Saugverwirrung tippe. Nachts trinkt sie gut und döst dann irgendwann ein, sodass ich nicht glaube, dass der Milchfluss noch schlechter geworden ist.
Zum Abpumpen komme ich kaum. Schnuller geben wir nicht, da sie den eh fast nie möchte, dafür öfter mal den kleinen Finger.

Stillalltag/Ausscheidung
Wir stillen bzw probieren es aktuell 8-10Mal in 24h, abhängig davon, wie oft sie nachts aufwacht. Tagsüber schläft sie kaum, höchstens mal 30min in der Trage.
Stuhl: aktuell 3-6/Tag, war die ersten Monate ockerfarben, nach der ersten Impfung am 14.12. grün und eher Durchfall für mehrere Wochen, wird gerade langsam besser (evtl durch die Pre?)
Pipi: tu ich mich schwer mit zählen, weil ich nicht weiß, wie oft sie Pipi gemacht hat wenn ich die Windel Wechsel..

nun zur Frage:
Ich kenne die gängigen Empfehlungen bei Saugverwirrung aus dem Internet. Aber wie kann ich die Flasche weglassen, wenn ich aktuell zufüttern muss und Becher nicht klappt? BES bringt ja auch nur was, wenn es an der Brust nicht nur ein einziger Kampf ist.. Oder?
Ich möchte gerne wieder voll stillen, so wie es aktuell läuft stresst es mich aber total und darauf hab ich auf Dauer keine Lust.
Andererseits muss ich ab März auch wieder voll arbeiten (Homeoffice) und mein Mann ist zuhause, da ist eh die Frage, ob voll stillen dann noch klappen kann. Wenn es zeitlich so viel Aufwand ist wie jetzt dann sehe ich da schwarz.

Gewichtsentwicklung
Messungen zuhause mit Babywaage 10g Genauigkeit
7.10. 3800 (KH)
9.10. 3600 (KH)
6.11. 4200 (KiA)
5.12. 4520 (KiA und zuhause gleiches Gewicht gewogen)
19.12. 4700 (KiA)
27.12. 4850 (ab hier zuhause)
28.12. Nicht gewogen 100ml Pre
29.12. 4840
30.12. 4790 1x 60ml Pre + 35ml Mumi
31.12. Nicht gewogen 1x 30ml Pre, 1× 60ml pre
01.01. 4900
02.01. 4920 1x 40ml Pre
03.01. 4920 1x 60ml Pre
04.01. 4940 1x 100ml + 20ml Mumi
05.01. 4990 2x 60ml Pre
06 01. 5110 1x 60ml Pre, 1x 100ml Pre

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!
msloryg
Herzlich Willkommen
Beiträge: 4
Registriert: 30.12.2023, 11:28

Re: Saugverwirrung beheben während zufüttern

Beitrag von msloryg »

Sorry, der letzte Beitrag war aus Versehen, wollte eigentlich nur im Ursprungspost das Gewicht von heute ergänzen
Theolino
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Saugverwirrung beheben während zufüttern

Beitrag von Theolino »

Herzlich Willkommen hier im Forum. So wie ich Dich lese, hast Du vor Ort eine Stillberatung, die Dich gut begleitet. Eine doppelte Beratung stiftet eher Verwirrung und möchten wir gerne vermeiden.
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
Theolino
ist nicht mehr wegzudenken
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Registriert: 24.03.2015, 14:14
Wohnort: Breisgau-Hochschwarzwald

Re: Saugverwirrung beheben während zufüttern

Beitrag von Theolino »

Liebe msloryg wünschst Du Dir hier noch Beratung ? Ansonsten würde ich hier zeitnah schließen.
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
Theolino
ist nicht mehr wegzudenken
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Registriert: 24.03.2015, 14:14
Wohnort: Breisgau-Hochschwarzwald

Re: Saugverwirrung beheben während zufüttern

Beitrag von Theolino »

Ich schließe dann hier. Bei Bedarf kannst Du Dich gerne wieder melden.
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
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