Unsicherheiten beim Stillen / Trinkschwäche

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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sammy
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Unsicherheiten beim Stillen / Trinkschwäche

Beitrag von sammy »

Hallo zusammen,

seit 16.8. diesen Jahres bin ich Mutter eines wunderbaren Sohns. Leider haben wir von Beginn an erhebliche Probleme mit dem Stillen und auch mit der Gewichtszunahme. Gefühlt haben wir schon eine Odyssee durch und immer wieder gibt es Rückschläge. Mittlerweile ist er dadurch sehr in den Perzentilen gedroppt (17. auf 2. Perzentil nach meinen Daten), was mich sehr beunruhigt. Ich würde sehr gerne zumindest tagsüber voll stillen und mir keine Sorgen mehr über die Zunahme machen müssen. Zur Zeit belastet das uns alle sehr und ich überlegt mittlerweile, komplett auf Pumpstillen umzustellen, obwohl ich das eigentlich nicht möchte. Heute war ich allerdings schon wieder total verzweifelt, da der Kleine nach 2h Stillen nur am Schreien war und ich mittlerweile nicht mehr weiß, ob er genug Milch aus der Brust bekommt oder ich zusätzlich eine Flasche geben soll oder er vllt nur Clustern will etc...

Hier unsere "Stillgeschichte":
Die ersten Tage waren wir nach Kaiserschnitt im Krankenhaus, dort gab es allerdings keine Stillberatung. Am Tag vor unserer Entlassung hat er gegen 16 Uhr zuletzt gestillt und wir wurden am nächsten Mittag entlassen, ohne dass ich ihn noch mal anlegen konnte (er hat einfach nicht angedockt und war auch sehr schwach und gestresst). Die Schwestern konnten da auch nicht helfen und sind meiner Einschätzung nach auch recht grob und unsensibel mit ihm bzw. uns umgegangen, er hat irgendwann nur noch geschrien, wenn er die Brust gesehen hat. Wir wurden entlassen, nachdem der Kleine schon ca. 20h nichts zu sich genommen hatte :( Wir hatten gehofft, dass das Stillen eher klappt, wenn wir zu Hause in entspannterer Atmosphäre sind. Leider hat es auch zu Hause gar nicht funktioniert, so dass wir nach 30h ohne Mahlzeit bei großer Hitze Kontakt zu einer LLL-Beraterin aufgenommen haben an dem Samstagabend und sie uns zuriet, ihm Pre zu geben, um erstmal übers Wochenende zu kommen.
Mit meiner Hebamme hatte ich einen Termin am Montag darauf und zusammen haben wir es dann geschafft, den Kleinen wieder anzulegen. Das Zufüttern haben wir erstmal beibehalten bzw. dann nach einigen Tagen angefangen zu reduzieren. Das hat erstmal erstaunlich gut geklappt und am 30.8. haben wir zuletzt ein Fläschchen gegeben. Leider war die Freude zu früh und die Gewichtszunahme hat wieder stagniert, Hebamme war im Urlaub. Wir sind deswegen nach ein paar Tagen zur Kinderärztin, die uns dringend zum Zufüttern geraten hat. Wir sind davon ausgegangen, dass ich nicht genug Milch produziere. KiÄ meinte, ich könne ja froh sein, überhaupt kurz gestillt zu haben nach Kaiserschnitt und sollte maximal 10-15 Minuten pro Brust Stillen. Bis dahin hatte ich nach Bedarf gestillt, manchmal bis zu 90 Minuten pro Stillmahlzeit. Zufütterung erfolgt durch Flasche.
Durch sehr viel Pumpen konnte ich zumindest das Pre sehr bald durch Muttermilch ersetzen. Da ich aber immer noch das Ziel hatte voll zu stillen, sind wir zu einer Stillberatung gegangen. Sie hat das Stillen beobachtet und festgestellt, dass der Kleine sehr langsam trinkt. Sie meinte, er müsste seine Saugmuskulatur noch trainieren, das sollte 1-2 Wochen dauern und wir sollen Wechselstillen betreiben. Am Zungenbändchen ist wohl alles i.O.. Wechselstillen setzen wir sowieso ein und Brustkompression auch gelegentlich. Nach der Stillberatung habe ich wieder länger gestillt, also dauern die Stillmahlzeiten nun so 40-60 Minuten mit ein paar Ausreißern nach unten wenn der Kleine nicht will. Wir sollen den Kleinen auf keinen Fall zum Stillen wecken laut Stillberatung und Hebamme.

So viel zur Historie, hier noch die Antworten auf die Fragen und die Daten:

* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen? Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde. Siehe unten
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Nachts (ca. 22 Uhr bis 8 Uhr nur Flasche) nur MuMi aus Flasche. Meistens abends 1 Portion (80ml) und nachts eine größere Portion (120ml). Ich pumpe parallel ab während mein Partner ihn mit FLasche füttert. Wir haben ihn bis vor ein paar Tagen auch nachts nicht geweckt, er hat schon 5-7 Stunden geschlafen und das vor ein paar Tagen auf 9 Stunden gesteigert. Das schien nun wirklich zu lange zu sein, so dass wir ihn nun nach 4-5 Stunden wecken, um die Flasche zu geben. Tagsüber gibt es die Flasche nach Bedarf (wenn nach dem Stillen der Eindruck entsteht, dass er noch Hunger hat). Ich pumpe täglich 400-500ml ab (nachts und nach dem Stillen). Tagsüber stille ich ihn sehr ausgiebig (meistens bis er schläft oder zumindest eingedöst ist, er dockt fast nie von selbst ab, wenn er wach ist). Ich biete die Brust an, wenn er Hunger zeigt oder sonst nach ca. 2 Stunden, wenn nicht geschlafen wird oder er gerade einen längeren Ausflug im Kinderwagen macht.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang? 6-8 nasse Windeln am Tag, ca. 4x nennenswerter Stuhlgang (kleine Portionen)
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme? Siehe oben. Er trinkt sehr langsam, schläft häufig ein oder ist manchmal auch extrem unruhig ("Picken" nach der Brust, an und abdocken, überstrecken, weinen/schreien mit Brust im Mund).
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? Wir verwenden die Medela Calma Flasche. Stillhütchen und Schnuller haben wir zwar beides mal probiert, aber wurde nie wirklich verwendet.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...? Siehe oben.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme? Einnahme von Bockshornklee (ca. 2400mg/Tag). Ich leide an Depressionen mit starken Schlafstörungen, weswegen ich z.Z. lieber nachts nicht stillen möchte. Bei der Dauer der Stillmahlzeiten und einem Abstand von 4h würde ich es wahrscheinlich gar nicht schaffen, zwischendurch zu schlafen. Falls wir es hinbekommen würden, dass mein Sohn effektiver (schneller) trinkt, würde ich ihn natürlich auch gerne nachts stillen anstelle der Flasche.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern. 1. Kind.

Ich freue mich über eure Meinungen, Kommentare und Tipps. Es wäre toll, wenn wir das Stillen nicht aufgeben müssten, sondern zu einer entspannten Stillbeziehung finden könnten. Allerdings will ich uns auch nicht Quälen mit meinem Wunsch danach, wenn es einfach nicht funktioniert. Ich sehe das hier also als eine Art letzten Anlauf..

Vielen Dank im Voraus und Grüße
sammy

Daten:

16.08.2023; Gewicht: 3050; Waage: Krankenhaus; Geburt per Kaiserschnitt
17.08.2023; Gewicht: 2850; Waage: Krankenhaus
18.08.2023; Gewicht: 2790; Waage: Krankenhaus; Milcheinschuss
19.08.2023; Gewicht: 2760; Waage: Krankenhaus; Stillen: 0; Entlassung. 30 h keine Nahrungsaufnahme durch Stillen daher in der Nacht Zufütterung Pre
20.08.2023; Waage: -; Stillen: 0; Pre: 230
21.08.2023; Gewicht: 2820; Waage: Hebamme; Pre: 240
22.08.2023; Gewicht: 2850; Waage: Hebamme; Pre: 320
23.08.2023; Pre: 380
24.08.2023; Gewicht: 2780; Waage: Hebamme; Pre: 260
25.08.2023; Gewicht: 2900; Waage: Hebamme; Pre: 250
26.08.2023; Pre: 280
27.08.2023; Pre: 280
28.08.2023; Gewicht: 3020; Waage: Hebamme; Pre: 210; Ausschleichen Pre in Absprache mit Hebamme
29.08.2023; Pre: 100
30.08.2023; Gewicht: 3120; Waage: Hebamme; Pre: 60
31.08.2023
01.09.2023; Gewicht: 3040; Waage: ab hier: Waage geliehen aus Apotheke (5g Messgenauigkeit, getestet)
02.09.2023; Gewicht: 3070
03.09.2023; Gewicht: 3030; MuMi aus Flasche: 27; 1. Mal Abpumpen; Zufütterung wieder gestartet wegen schlechter Gewichtszunahme
04.09.2023; Pre: 110; Kinderarzt empfiehlt dringend Zufütterung
05.09.2023; Gewicht: 3080; Pre: 220; MuMi aus Flasche: 50
06.09.2023; Gewicht: 3190; Pre: 140; MuMi aus Flasche: 75
07.09.2023; Gewicht: 3220; Pre: 150; MuMi aus Flasche: 60
08.09.2023; Gewicht: 3230; Pre: 70; MuMi aus Flasche: 110
09.09.2023; Gewicht: 3250; Pre: 30; MuMi aus Flasche: 210
10.09.2023; Gewicht: 3320; Pre: 70; MuMi aus Flasche: 190
11.09.2023; Gewicht: 3370; Pre: 70; MuMi aus Flasche: 125
12.09.2023; Gewicht: 3360; MuMi aus Flasche: 190
13.09.2023; Gewicht: 3370; MuMi aus Flasche: 190
14.09.2023; Gewicht: 3410; MuMi aus Flasche: 225
15.09.2023; Gewicht: 3440; MuMi aus Flasche: 180; Stillberatung vor Ort, Diagnose Trinkschwäche durch schwache Saugmuskulatur
16.09.2023; Gewicht: 3540; Stillen: 3; MuMi aus Flasche: 310
17.09.2023; Gewicht: 3600; Stillen: 4; MuMi aus Flasche:: 260
18.09.2023; Gewicht: 3540; Stillen: 5; MuMi aus Flasche: 180
19.09.2023; Gewicht: 3550; Stillen: 7; MuMi aus Flasche: 170
20.09.2023; Gewicht: 3610; Stillen: 7; MuMi aus Flasche: 200
21.09.2023; Gewicht: 3630; Stillen: 7; MuMi aus Flasche: 200
22.09.2023; Gewicht: 3670; Stillen: 6; MuMi aus Flasche: 120
23.09.2023; Gewicht: 3740; Stillen: 6; MuMi aus Flasche: 255
24.09.2023; Gewicht: 3780; Stillen: 5; MuMi aus Flasche: 325
25.09.2023; Gewicht: 3780; Stillen: 6; MuMi aus Flasche: 120
26.09.2023; Gewicht: 3770; Stillen: 6; MuMi aus Flasche: 240
27.09.2023; Gewicht: 3810; Stillen: 7; MuMi aus Flasche: 240
28.09.2023; Gewicht: 3840; Stillen: 7; MuMi aus Flasche: 100
29.09.2023; Gewicht: 3840; Stillen: 6; MuMi aus Flasche: 100
30.09.2023; Gewicht: 3860; Stillen: 4; MuMi aus Flasche: 250
01.10.2023; Gewicht: 3930; Waage: evtl. Messfehler wegen Zappeln; Stillen: 9; MuMi aus Flasche: 250
02.10.2023; Gewicht: 3820; Stillen: 5; MuMi aus Flasche: 270
03.10.2023; Gewicht: 3900; Stillen: 6; MuMi aus Flasche: 350
Liebe Grüße, sammy mit A. (8/23)
OrangerStier
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Re: Unsicherheiten beim Stillen / Trinkschwäche

Beitrag von OrangerStier »

Da habt ihr ja was mit gemacht.
Kannst du ihn den im Liegen stillen das du trotzdem versuchen kannst ihn nachts zu stillen und dabei weiter zu schlafen?
Gerade nachts ist wohl für die Milchbildung wichtig.
Ob er eine Trinkschwäche hat oder nicht kann ich nicht sagen ich mag dir nur da lassen das es einfach auch Babys gibt die gerne an der Brust sind und lange da dran sind ( mein Sohn könnte im Schlaf ständig an der Brust sein).
Stiermama mit Fee 02/19 und Zauberer 12/22

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sammy
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Re: Unsicherheiten beim Stillen / Trinkschwäche

Beitrag von sammy »

Hallo OrangerStier,

danke für die schnelle Antwort! Ich müsste ihn zum Stillen ja wecken, was sich in der Vergangenheit als sehr schwierig bis unmöglich herausgestellt hat. Das war auch ein Grund, weswegen wir ihn haben weiterschlafen lassen in letzter Zeit. Als ich ihn nachts noch zum Stillen geweckt habe, hat sich das meistens über 2 Stunden gezogen und er hat noch nicht mal gut getrunken dabei leider.. Ich pumpe stattdessen nachts ab, so dass ich bisher mit der Milchbildung keine Probleme habe. Pumpe täglich 400-500ml ab zusätzlich zum Stillen.

Ja, Dauerstillen hört man oft. Ich bin auch gerne bereit, ihm das zu geben, wenn er es braucht, tagsüber lasse ich ihn immer ewig nuckeln. Nur irgendwann müsste er halt auch trinken.. in der jetzigen Situation verunsichert es mich immer, wenn er ewig nuckelt und gefühlt trotzdem nicht satt wird :/
Viele Grüße
sammy
Liebe Grüße, sammy mit A. (8/23)
sammy
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Re: Unsicherheiten beim Stillen / Trinkschwäche

Beitrag von sammy »

Was ich noch hinzufügen wollte: Ich habe Mitte September über 10 Tage bei jedem Stillen vorher und nachher gewogen. Mittlere Milchmenge pro Mahlzeit waren 50ml mit starker Varianz (Std = 25). Mir kommt das eigentlich gar nicht so wenig vor, allerdings waren halt auch öfters Mahlzeiten dabei, bei denen er nur 10ml getrunken hat. Maximale Menge waren 105ml (finde ich ziemlich viel). Die Stillberaterin hat trotzdem eine Saugschwäche diagnostiziert auf Basis ihrer Beobachtung vor Ort.
Liebe Grüße, sammy mit A. (8/23)
Kambly
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Re: Unsicherheiten beim Stillen / Trinkschwäche

Beitrag von Kambly »

Willkommen im Forum :D
Ich habe auch so einen kleinen Knopf neben mir liegen und ich habe sehr viel Respekt vor Leuten, die so für das Stillen kämpfen müssen und das dann auch tun!
Mir (als Laie und Mami) ist aufgefallen, dass die zugefütterte Menge pro Mahlzeit eher hoch ist. Vielleicht wäre es eine Möglichleit, da weniger zuzufüttern und das Kind würde dadurch vielleicht auch weniger lange schlafen (Stichwort „Fresskoma“ :) ). Aber da wird sicher noch eine Stillberaterin etwas dazu sagen.
Mein erstes Kind hat auch immer seeeehr lange getrunken und genuggelt. Ich weiss noch, wie sehr das auslaugt. Einfach mal schnell stillen funktioniert hier halt nicht. Bei uns hat die Zunahme aber immer gut gepasst, daher war es nie ein Problem.

Ich finde es übrigens eine totale Katastrophe, dass du so aus der Geburtsklinik entlassen wurdest und das tut mir sehr Leid für dich und dein Kind.
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Mondenkind
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Re: Unsicherheiten beim Stillen / Trinkschwäche

Beitrag von Mondenkind »

Ich melde mich innerhalb der nächsten Tage.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

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sammy
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Re: Unsicherheiten beim Stillen / Trinkschwäche

Beitrag von sammy »

Kambly hat geschrieben: 04.10.2023, 07:23 Willkommen im Forum :D
Ich habe auch so einen kleinen Knopf neben mir liegen und ich habe sehr viel Respekt vor Leuten, die so für das Stillen kämpfen müssen und das dann auch tun!
Mir (als Laie und Mami) ist aufgefallen, dass die zugefütterte Menge pro Mahlzeit eher hoch ist. Vielleicht wäre es eine Möglichleit, da weniger zuzufüttern und das Kind würde dadurch vielleicht auch weniger lange schlafen (Stichwort „Fresskoma“ :) ). Aber da wird sicher noch eine Stillberaterin etwas dazu sagen.
Mein erstes Kind hat auch immer seeeehr lange getrunken und genuggelt. Ich weiss noch, wie sehr das auslaugt. Einfach mal schnell stillen funktioniert hier halt nicht. Bei uns hat die Zunahme aber immer gut gepasst, daher war es nie ein Problem.

Ich finde es übrigens eine totale Katastrophe, dass du so aus der Geburtsklinik entlassen wurdest und das tut mir sehr Leid für dich und dein Kind.
Danke, Kambly, für deinen Zuspruch! Ja, die Mengen sind recht groß, das ist mir auch aufgefallen beim Lesen von anderen Threads hier im Forum. Meine Logik dahinter war "wenn er größere Portionen in der Flasche bekommt, muss er nicht so oft die Flasche kriegen und eine Saugverwirrung wird unwahrscheinlicher". Wahrscheinlich macht das wenig Sinn. :?
Liebe Grüße, sammy mit A. (8/23)
sammy
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Re: Unsicherheiten beim Stillen / Trinkschwäche

Beitrag von sammy »

Mondenkind hat geschrieben: 04.10.2023, 11:57 Ich melde mich innerhalb der nächsten Tage.
Super, danke! Werde hier noch ein paar Sachen ergänzen, wenn ich dazu komme. Heute war meine Hebamme da und wir haben die Situation auch besprochen und unabhängig davon, überlege ich nun doch wieder nachts zu stillen (habe ich letzte Nacht gemacht, da er nach der Flasche gar nicht zur Ruhe kam).
Liebe Grüße, sammy mit A. (8/23)
sammy
hat viel zu erzählen
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Re: Unsicherheiten beim Stillen / Trinkschwäche

Beitrag von sammy »

Heute hatte ich mal wieder einen Hebammenbesuch und der Tenor war, dass die Gewichtszunahme nicht so dramatisch schlecht sei. Hat sie wahrscheinlich recht, ich bin wohl auch irgendwie überängstlich wegen den ganzen Vorkommnissen und sehe in den letzten 2 Wochen eher einen negativen Trend. Wir haben dann länger darüber gesprochen wie es weitergehen soll (Zufütterung reduzieren oder eventuell sogar erhöhen; wecken oder nicht wecken, eventuell Untersuchung beim Osteopathen) und versucht, die Vor- und Nachteile abzuwägen. So ganz viel klüger bin ich leider nicht. Meiner Meinung nach sind Experimente auch nur noch bedingt möglich, da das Gewicht und die Zunahme schon am unteren Limit sind. Sie meint auch er wäre ein bisschen 'schlaffi' und ein Osteopath könnte abklären, ob es am Bewegungsapparat läge. Und wir sollten viel mit ihm an die frische Luft, da könnte er schlafen und wäre danach wieder fit. Das machen wir allerdings eh schon mindestens 2 mal am Tag und im Kinderwagen bleibt er mittlerweile auch wach :/

Außerdem wollte ich noch kurz von letzter Nacht berichten, das lief nämlich leider nicht so wie erhofft: Weil die Gewichtszunahme nicht so toll war, wollten wir den Kleinen ja nach 5-6 h wecken, was auch dieses mal gut gelungen ist. Gegen 2 Uhr wurde er also geweckt, gewickelt und mit Flasche gefüttert (100ml). Die hat er getrunken und kam danach allerdings gar nicht mehr zur Ruhe. Bis um 4 haben wir versucht ihn zu trösten, er hat nur noch geschrien. Dann habe ich ihn gestillt, was ihn sehr getröstet hat und ich hatte den Eindruck, dass er auch sehr gut getrunken hat. Allerdings hat ihn das auch immer nur kurz beruhigt, er ist für ein paar Minuten eingeschlafen, und dann sofort wieder aufgewacht, wenn die Brust weg war. Also habe ich mit Unterbrechungen bis 6.30 gestillt. Danach dann abgepumpt, da sich die Brust nicht so gut angefühlt hat, und war dann um 7.15 Uhr wieder im Bett. Um 9 Uhr war er dann wieder wach und wir haben weiter gestillt.

Nach dieser Nacht habe ich überlegt, ihn nun doch nachts wieder zu stillen, wenn wir ihn wecken, in der Hoffnung, dass er dann leichter wieder zur Ruhe kommt. Außerdem machte er einen so zufriedenen Eindruck als er "endlich" an der Brust war, so dass ich ihm das eigentlich lieber nicht nehmen will. Die Flasche könnte man dann ja zusätzlich danach anbieten, damit er auf jeden Fall genug trinkt.

Außerdem habe ich mich bemüht heute tagsüber so oft wie möglich anzulegen, bisher bin ich bei 8 mal und einmal werde ich ihn wohl noch stillen, bevor er dann seine Abendflasche bekommt und hoffentlich schläft (schafft er leider seit heute Mittag nicht mehr). Leider ist er wieder sehr häufig an der Brust ganz schnell eingeschlafen, so dass die Trinkmenge fraglich ist.

Das wars erstmal.. entschuldige bitte, dass das alles etwas unstrukturiert ist. Das spiegelt ganz gut wieder, wie es in meinem Kopf zur Zeit aussieht...
Ach so, Gewicht war heute bei 3930g.

Schönen Abend!
sammy
Liebe Grüße, sammy mit A. (8/23)
Glyzinie
ist nicht mehr wegzudenken
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Registriert: 05.02.2017, 11:51

Re: Unsicherheiten beim Stillen / Trinkschwäche

Beitrag von Glyzinie »

Guten Abend und herzlichen Glückwunsch zum Baby,

Wie oft stillst du deinen Sohn denn in 24h? Wenn er da ruhiger ist, spricht ja nichts gegen häufig.
Das mit dem Krankenhaus ist ja wirklich schlecht gelaufen, aber hier kann man dir bestimmt helfen.
Mit eiligem Piffi (11/2016)
Gesperrt

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