ich würde mich freuen, wenn eine Stillberaterin eine Einschätzung zur Gewichtskurve meiner zweiten Tochter geben könnte. Sie ist sehr leicht geboren, hat dann einen Monat sehr gut zugenommen bis zur U3 (Perzentilen raufgeklettert laut meiner App), aber laut Messung bei der U4 heute ist sie quasi wieder runter aufs Niveau ihrer Geburtsperzentile/niedrigstes Gewicht. Ich kann so einen "Bogen nach oben und dann wieder nach unten" echt nicht einschätzen und würde mich freuen, wenn jemand mir sagen kann, ob wir alles so weitermachen können (bin eigentlich zufrieden mit der Stillsituation insgesamt) oder ob man schon genauer hinschauen muss (oder ob die App Müll ist und da ist gar kein Bogen).
KiA war zufrieden (aber in Eile) und will uns erst zur U5 wiedersehen in drei Monaten. Und ich hab den Wert erst später in meiner App auch notiert und dann gesehen, dass ich eigentlich so gar nicht zufrieden damit bin ... obwohl ich einen fitten Sonnenschein habe!
Konkret:
2.9.22 2880 g Geburt
4.9.22 2750 g niedrigstes Gewicht
5.9.22 2870 g Entlassung KH/U2
6.9.22 3005 g Hebamme Digitalwaage
9.9.22 3125 g Hebamme Digitalwaage
13.9.22 3330 g Hebamme Digitalwaage
20.9.22 3570 g Hebamme Tuchwaage
28.9.22 3820 g Kinderarzt U3
12.12.22 5350 g Kinderarzt U4
Zwischen U3 und U4 hab ich ein paar einzelne Werte als Differenzmessung mit unserer Personenwaage, also eher unzuverlässig. Soll ich die trotzdem auch posten?
Babywaage besitzen wir nicht - würde ich erst besorgen, wenn mir gesagt wird, es ist unbedingt nötig ...
Zu den Fragen:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ca. 10-15x Stillen pro Tag. Wir hatten Mitte November eine Phase, wo ich gefühlt sehr selten gestillt habe, habe dann (zeitgleich) versucht nochmal öfter anzulegen und ca. 3 Tage getrackt. Da hatten wir durchschnittlich 15x/Tag und ich würde im Vergleich schätzen, dass ich schon 8-10x als "sehr selten" empfinde.
Länge: unterschiedlich, von wenige Schlucke bis in einstündigem Schlafstillen endendem Wechselstillen ist momentan alles dabei ...
Es war nie so, dass ich die Stillmahlzeiten als besonders lang oder kurz empfunden habe, aber ich gucke eigentlich nie auf die Uhr.
Oft will sie die zweite Seite nicht mehr, neuerdings gelegentlich aber auch das Gegenteil und sie macht quasi Wechselstillen (trinkt - meckert die Brust an bis ich Seite wechsle - trinkt - meckert usw)
Lange Schlafpause von +/-6 h nachts von ca. 0-1:00 und 5-7:00 (schon seit ca. 1 Woche nach Geburt, es gibt sie anscheinend wirklich, diese ab Geburt durchschlafenden Babies).
Auch vormittags wird viel geschlafen, dafür stille ich nachmittags und abends in viel kürzeren Abständen.
Zusammenfassend würde ich sagen, eigentlich macht sie Nachtschlaf von 0:00-12:00. Vormittags bin ich inzwischen dazu übergegangen, mich möglichst beim ersten Mucks danebenzulegen und die Brust reinzuschieben und nicht erst zu warten, ob sie doch noch so weiterschläft, nachdem sie vor ein paar Wochen mal 12 h mit nur einer Stillunterbrechung geschlafen hat und ich mir dann doch Sorgen gemacht hab, ob sie sich so genug Milch holt.
Als schläfriges Baby würde ich sie aber nicht beschreiben! Nachmittags und abends (und spätabends ...) hat sie gern auch mal lange aktive Wachphasen (bestimmt 3-4 h am Stück). Sie geht halt einfach spät ins Bett (dass sie "schon" gegen 22:30 auf dem Sofa an der Brust richtig einschläft ist leider Ausnahme) und schläft daher am Vormittag lange.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Ich hab noch nie mitgezählt, sicherlich 6-8 feuchte/dreckige Windeln pro Tag. Wir wickeln mit Stoff und halten auch ab, daher sind wir eigentlich tagsüber oft nach 1,5-2 h schon wieder am Wickeltisch und fast immer ist es da schon Nase. Stuhlgang halten wir oft erfolgreich ab, Pipi manchmal.
Stuhlgang jeden Tag. Im Moment 3-4x täglich, denke ich, war anfangs häufiger (manche Tage quasi bei fast jedem Abhalten, bestimmt 6+x).
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Spontangeburt mit Traum-Stillstart ... Ich war soooo happy, vor allem nach schlechtem Stillstart mit der Großen ...
Andocken klappte schon wenige Stunden nach Geburt sehr gut, Baby fing auch schnell an hörbar zu schlucken. Wollte oft stillen, war viel an der Brust, trotzdem hatte ich nie(!) wunde Brustwarzen. Milcheinschuss ca. an Tag 2, volle Brüste aber keine Schmerzen (war bei meiner ersten Tochter genauso, die hat bombig zugenommen, siehe unten).
Im November hatten wir ein paar Tage viel Geschrei an der Brust (wir vermuteten schiebende Zähne? Oder verstopfte Nase? Sie war auch mal ein Tage verschnupft ... kleines Geschwisterchen halt, leider ...), ich hab seltener gestillt und oft im Gehen ... War aber dann wieder ok, bevor ich mir Sorgen gemacht hab deswegen.
Seitdem ist unser größtes "Problem", dass ihr liebstes Hobby GUCKEN ist. Wenn es nichts zu gucken gibt, ist das momentan fast der einzige Grund, warum sie mal schreit. Ist manchmal nicht so kompatibel mit stillen. Hatte ich bisher aber an sich auch nicht als problematisch eingeschätzt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Mein Rückbildungskurs ist schon vorbei, ich hatte bei den ersten paar Terminen dem Mann jeweils ein frisches Milchfläschchen dagelassen plus ganz bescheidenen TK-Vorrat, Baby hat das aber abgelehnt und vielleicht in drei Versuchen in Summe 20 ml getrunken, mein Mann hat es dann sein gelassen und das Baby hat halt lieber 3 h gewartet. Letzter Versuch liegt einige Wochen zurück.
Schnuller und Hütchen: nie
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme war die ersten 2-3 Wochen nach Geburt da, seitdem nicht mehr.
Kinderarzt war sehr zufrieden bei U3 und U4. U4 war heute und die Praxis deutlich im Stress ... 5350 g auf 61 cm vom Arzt mit "das passt zusammen" kommentiert (hmmm.....naja?), altersgerecht entwickelt (übt schon seit gut einem Monat das Drehen; ausdauernd in Bauchlage/Unterarmstütz - da kann man ja auch gut GUCKEN)
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein.
Geboren an ET+6.
Ich war vor der Schwangerschaft etwas untergewichtig, im Moment habe ich noch die Hälfte meiner Schwangerschaftskilos und bin es nicht
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Erste Tochter SGA-Spontangeburt: 2320 g an ET+1 nach Einleitung wg. pathologischem CTG. Bonding und Stillstart fielen aus zugunsten von lebensrettenden Maßnahmen (für das Baby, Agpar 2/3/6). Kind: kurzzeitig auf Neo-Intensiv, Magensonde, Glucoseinfusion. Ich: Milcheinschuss an der Milchpumpe.
Zuerst mit Pre massiv zugefüttert, bis ich meine Milchprosuktion mit der Pumpe erfolgreich angekurbelt hatte. Überwachungsmonitor statt Rooming-In ...
Trotzdem noch im KH ca. an Tag 6 von mir in Eigenregie von Voll-Flasche auf Voll-Stillen umgestellt. Stillberatung im KH war eher nicht hilfreich - Umstellung mit Stillproben begleitet (nie wieder!).
Vollstillend entlassen, nie wieder zugefüttert, keine Stillprobleme.
Kind hat durchgehend BOMBIG zugenommen, Auszug:
7.12.19 2320 g Geburt
9.12.19 2240 g niedrigstes Gewicht
16.12.19 2585 g Entlassung KH
20.01.20 4050 g U3
26.3.20 6450 g U4
9.6.20 8280 g U5
Heute drei Jahre alt, normalgewichtig mit ca. 13,5 kg auf 92 cm.
Nach der Erfahrung wage ich zu behaupten, dass ich stillen kann
Die Große wird heute noch 1x/Tag gestillt (nur vorm Schlafen abends), ich lasse sie aber nur noch links ran (rechts war in der Schwangerschaft so empfindlich, dass ich da ganz abgestillt hatte. Milch war eh komplett weg ein paar Monate lang).
Ich achte von Anfang an darauf, dass das Baby nach Möglichkeit zuerst noch dort stillt, bevor die Große darf, das klappt aber nicht immer bzw. wird das Angebot nicht immer angenommen.
Milch ist da. Als ich zu Beginn des Rückbildungskurses ein paar Mal gepumpt hatte, hatte ich immer problemlos 50 ml in ein paar Minuten zusammen. Mein Baby dockt auch gern mal ab, wenn die Milch tropft
Sollte ich mir nachts einen Wecker stellen? Von mir aus Wechselstillen machen? Nochmal stillen tracken?
Danke schon mal fürs Lesen dieses Romans.