* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Bisher 2 mal mit abgepumpter MuMi über das BES. Damit kamen wir ganz gut klar. Ab jetzt wäre es dann Pre-Nahrung, falls nötig.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Aktuell stillen wir meist die rechte Brust (in der wohl nicht viel drin ist), dann kurze Pause, dann meldet sie sich entweder direkt oder meist spätestestens nach einer halben Stunde wieder und wir stillen die (vollere) linke Brust. Dieser Rhythmus wiederholt sich ca. alle 3 Stunden, manchmal auch schon nach 2 Stunden. Morgens hatten wir gestern und heute jeweils einmal 5 Stunden. Ich habe sie einfach nicht eher vernünfitg geweckt bekommen

Vermutlich muss ich da rabiater werden.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Urin ist meist in der Windel, wenn sie gewickelt wird. Stuhlgang so 3x am Tag. Manchmal wirkt sie etwas unleidlich und drückt und dreht sich. Dann geht sie nicht gut an die Brust. Wenn sie dann endlich wieder Stuhlgang hatte, ist sie entspannter und es geht wieder besser.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Im Krankenhaus haben wir sehr viel gestillt. Dabei hatte ich vor allem Beim Andocken bis die Milch floss starke Schmerzen. Die Hebamme im KH meinte, es würde aber gut aussehen. (So sicher war ich mir da gar nicht.) Die Schmerzen kämen von den BW. Die müssten sich erst drangewöhnen. Ich hatte aber eher das Gefühl, die Schmerzen kämen aus dem Inneren der Brust. Das kannte ich schon. Ich hatte bei meinen anderen Kindern ähnliche Schmerzen (allerdings kann ich mich nicht mehr erinnern, ob die auch sooo doll waren; auch mit Vasospasmen hatte ich immer ein Bisschen zu kämpfen). Ich wusste noch, dass die Schmerzen bei meinem mittleren Kind nach 2 Wochen wieder weg waren. Deshalb wollte ich mich einfach durchbeißen.
Die Schmerzen wurden zu Hause allerdings eher noch schlimmer, vor allem in der rechten Brust. Inzwischen war die BW dort auch richtig wund und blutig. Nach dem Stillen zieht es in den ganzen Brüsten noch eine Weile. Das wird aber langsam etwas besser. Außerdem sind sie ziemlich kälteempfindlich.
Meine Hebamme hatte verschiedene Theorien, woher meine Schmerzen kommen (BW -> sie gab mir ein Stillhütchen, was aber schmerztechnisch erstmal keinen Unterschied gemacht hat; dann meinte sie, das Zungenbändchen der Kleinen sei zu kurz -> kann ich nicht beurteilen. Inzwischen findet die Hebamme eigentlich, dass der Mund weit genug auf ist. Dann vermutete sie einen SOOR, der sich vlt. in dem Milchgängen befindet. An der BW und im Mund der Kleinen sieht man nix davon. -> Ich nehme jetzt Nystatin-Salbe. Tabletten wollte mir meine FA nicht verschreiben, weil sie nicht an die SOOR-Therapie glaubt.)
Meine Hebamme kann sich meine Vasospasemen-Theorie nicht vorstellen. Sie meinte, dann hätte man Schmerzen gegen Ende/nach dem Stillen, und nicht am Anfang. Hm.
Ich nehme trotzdem, seit ich zu Hause bin, täglich Magnesium, Calcium und Vit B6 (so wie ich es hier im Stillwissen gelesen habe). Ich bilde mir einfach mal ein, dass das hilft.
Mit dem Milcheinschuss kam dann auch noch ein Milchstau/eine Brustentzündung mit Fieber und Schüttelfrost dazu. Dadurch war alles nochmal schlimmer. Außerdem hat es rechts immer sehr lange gedauert, bis der MSR endlich einsetzte. Dadurch zogen sich die Schmerzen also auch noch in die Länge.
Vor 3 Tagen habe ich es nicht mehr ausgehalten und einen Tag nur noch links gestillt. Rechts habe ich (elektrisch) abgepumpt. Ergebnis: Beim ersten Mal 60 ml, dann zweimal etwa 20 ml, dann einmal gar nix.
Nachts habe ich mir dann nochmal eine sehr ausführliche Beschreibung durchgelesen, wie man entspannt und richtig stillt/andockt in Laid-Back-Haltung. Das habe ich dann erst links versucht und mich dann getraut, es auch rechts nochmal zu probieren. Und da ging es plötzlich wieder. Die Andock-Schmerzen waren noch da, aber wieder etwas so wie am Anfang und nicht so krass wie zwischenzeitlich. Seitdem stillen wir wieder beide Seiten. Allerdings kommt halt nicht so viel. Ich habe das Gefühl, es kommt auch rechts nach und nach etwas mehr, aber lange nicht so gut wie links.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Seit vorgestern stille ich rechts nur noch mit Hütchen, weil ich die Schmerzen dann besser vertrage. Links stille ich weiter ohne, damit sie sich nicht zu sehr an das Hütchen gewöhnt. Sobald die rechte Brust noch besser verheilt ist, soll das Hütchen gern wieder ganz weg.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
naja, meine Hebamme kommt regelmäßig. Aber sooo hilfreich war das bisher nicht.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
- Bei der U2 (morgens) war der Billi-Wert der Kleinen relativ hoch. Sie haben ihn dann nachmittags nochmal im Blut gemessen. Da war er plötzlich total unauffällig. Zwei Tage später hat die Hebamme zu Hause nochmal Blut abgenommen. Der Wert war weiterhin okay. Sie sieht aber immer noch irgendwie gelb aus, finden die Hebamme.
- Bei meinen Schwangerschaftsuntersuchungen waren alle gemessenen Größen immer relativ durchschnittlich. Ab der 35. SWS oder so fiel dann plötzlich auf, dass ihr Bauchumfang extrem groß ist. Das blieb dann bis zur Geburt so. Bei der Geburt war ich 38+3. Laut Computerberechungen war sie da aber so groß wie 41+6. Meine Schwangerschaftsdiabeteswerte waren aber immer unauffällig. Ich bin auch sonst eher vom Typ her leicht unter Durchschnittsgewicht und habe auch nicht extrem zugenommen in der Sws (außer am Bauch - der war dieses Mal riesig...)
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
- 1. Kind: verlief ähnlich. Extremer Milcheinschuss. Brustentzündung und Schmerzen. Dann habe ich beide Seite mal leergepumpt. Da kam sehr viel und danach kaum noch was. Ich glaube, wir hatten ein paar Tage lang zugefüttert. Danach konnten wir es schon wieder weglassen.
Hatte die erste Zeit Schmerzen beim Anlegen. Weiß aber nicht mehr genau, wie doll und wie lang. Ich hatte auch mit Vasospasmen ein wenig zu tun. Die gingen aber auch bald wieder weg.
- 2. Kind: etwas besser. Wieder extremer Milcheinschuss. Wieder dicke Brust, Fieber, Schüttelfrost. Ging aber ohne Pumpen sondern nur mit Ausstreichen wieder weg. Danach hab ich mit der vielen Milch wild um mich geschossen

Wir hatten keine Gewichtsprobleme.
Hatte ebenfalls dolle Schmerzen beim Anlegen. Die waren aber nach 2 Wochen weg. Auch Vasospasmen hatte ich wieder. Aber auch die gingen wieder weg. Darauf hoffe ich dieses Mal ja auch.
Zusammenfassende Fragen:
- Soll ich zufüttern? Und wenn ja, wie häufig und wieviel? Die Hebamme hatte gemeint, ich soll immer, wenn ich rechts anlege, so 50ml ins BES tun, und sie dann trinken lassen, bis sie satt ist. Das kommt mir aber so viel vor. Außerdem kommt sie doch dann seltener, wenn sie so satt ist, oder nicht?
- Gibts noch Tipps wegen der Schmerzen oder hoffe ich einfach weiter auf die Zeit?
Das Stillen macht mich emotional aktuell noch ein bisschen fertig. Ich weiß eigentlich, dass ich zum Ankurbeln möglichst oft anlegen sollte, dann am besten immer jede Seite, gern auch mehrmals etc. Aber das bedeutet eben auch jedes Mal Schmerzen. Sobald ich merke, dass sie sucht, geht mein Alarmlicht im Kopf an. Ich versuche, dann trotzdem ihr schnell zu geben, was sie braucht, aber es bedarf jedes Mal wieder neu Überwindung. Dabei sind die Schmerzen ja jetzt schon etwas besser, aber ich habe trotzdem jedes Mal Angst. Inzwischen tut es weiterhin sehr weh beim Andocken bis noch etwa eine Minute nachdem die Milch fließt. Danach ist das Stillen dann angenehm.