Ich habe leider die letzten Jahre mit Studium und Arbeit „verplempert“ und nun bin ich schon 39,5 Jahre alt und es ist schon sehr spät für unsere weitere Familienplanung, was mich sehr traurig macht.
Unsere kleine Tochter kam im März diesen Jahres zur Welt, nachdem wir ein Jahr dafür üben mussten. Sie wird noch nach Bedarf gestillt, isst über den Tag schon Fingerfood und Brei aber besonders abends und nachts braucht sie das Stillen noch sehr und wir beide lieben und genießen diese kuschelige Zweisamkeit. Wobei ich den Eindruck habe, dass es weniger Nahrung als eher Nähe, Geborgenheit und Tag verarbeiten für mein Baby ist.
Unsere Kleine soll aber kein Einzelkind bleiben und jetzt drängt die Zeit etwas.
Bis zum heutigen Tag ist meine Menstruation nicht wieder gekommen und ich habe Angst, dass ich eine von den Frauen bin, die da zwei Jahre drauf warten...
Ich war schon bei zwei Gynäkologen:
Beim ersten hieß es ich müsse sofort abstillen, damit es noch klappt- was ich eigentlich nicht möchte. Wir hatten einen dramatischen Stillstart und haben hart gekämpft, damit das Stillen überhaupt klappt, wir haben es aber trotz toller Beratung nie über 70% geschafft. Zum Vollstillen hat es leider nie gereicht.
Beim zweiten Arzt hieß es, ich solle das Baby erstmal mindestens 6 Monate so weiter stillen und hoffen, dass es dann später noch klappen wird mit dem zweiten - auch das will ich nicht, denn dann ist die Gefahr groß, dass unser Baby ein Einzelkind bleibt.
Wir haben das Stillen schon deutlich reduziert aber auch bei Stillabständen von 12-16 h passiert in meinem Körper leider nicht viel - außer dass ich das Gefühl habe, dass meine Brüste platzen.
Beide Ärzte haben einen Schall gemacht, darauf waren eine nicht aufgebaute Gebärmutterschleimhaut und inaktive Eierstöcke zu sehen.
Habt ihr hilfreiche Tipps für mich, wie ich trotz stillen meine Fruchtbarkeit wieder erlange? Ich messe seit einigen Wochen wieder die Basaltemperatur aber da kommt mangels Eisprung keine auswertbare Kurve raus.
Seit wenigen Wochen hab ich zumindest wieder Zervixschleim, der war tatsächlich für ca. 7 Monate komplett weg. Ebenfalls habe ich ein Ziehen im Unterleib, was sich wie Regelschmerzen anfühlt aber bis jetzt passiert hier nichts und der letzte Ultraschall ist erst vor zwei Tagen gemacht worden.
Ich habe einen Termin in der KiwuKl vereinbart aber die Wartezeiten sind so lang, dass ich so traurig bin um die verlorene Zeit bis dahin.
Habt ihr Ideen, wie ich bis dahin etwas optimieren kann?
Kann ich den Stillrhythmus irgendwie verändern, so dass mein Zyklus eher wieder einsetzt? Wenn ich die Stillabstände noch weiter vergrößere z.B. mal 24 h gar nicht stille, könnte dann der Zyklus wieder kommen? Und funktioniert das Stillen dann danach noch wie vorher? Abpumpen darf ich doch sicher auch nicht, das regt doch die Prolaktinbildung wieder an, was wiederum die Eizellbildung hemmt, oder?
Gibt es stillfreundliche Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel, die mir helfen könnten?
Und worst case, falls ich wirklich komplett abstillen muss um wieder fruchtbar zu sein: Eine Relaktation ist in der Frühschwangerschaft wohl nicht sinnvoll und machbar oder?
Vielen lieben Dank für Eure Hilfe!!!