Mein Kleiner ist jetzt 9 Monate alt und im Moment macht es mir ziemlich zu schaffen, dass er nachts immer noch so häufig zum Stillen wach wird. Nach dem Zubettbringen ist der erste Abstand meist der größte, zwischen 20 Uhr (noch Sommerzeit-Uhrzeiten) und 23 Uhr oder manchmal auch etwas später. Danach ist das Längste am Stück höchstens zweieinhalb Stunden, manchmal auch schon wieder nach anderthalb oder zwei Stunden, so dass wir meistens auf drei oder vier Unterbrechungen kommen.
Ich hatte zwar eigentlich kaum irgendwelche "Erwartungen", wie sich das entwickelt und denke ja grundsätzlich bedürfnisorientiert und will ihm dieses häufige Trink-Bedürfnis auch gern erfüllen. Ich merke halt nur, dass das für mich grade körperlich echt anstrengend ist und mir auch zusetzt, was meine Laune tagsüber betrifft. Natürlich stelle ich meine Bedürfnisse oft hintenan, aber es wäre mir sooo ein Bedürfnis, mal wieder mehr als zweieinhalb Stunden am Stück zu schlafen... Eigentlich dachte ich auch, dass sich mit der Beikost die Stillhäufigkeit nachts mit der Zeit von selbst reduzieren würde, bisher aber gar nicht. Und das, obwohl er seine Breimahlzeiten mit Begeisterung isst und auch inzwischen recht ordentliche Mengen. Will ihm natürlich nicht extra irgendwas "schwer verdauliches" geben, nur damit er länger schläft.
Ein, zwei Mal kam auch der Gedanke hoch, ob das noch "normal" ist, in dem Alter. Wobei mir klar ist, dass Babies halt extrem unterschiedlich sind und man am besten gar nicht erst irgendwelche Durchschnitts-Werte oder -Statistiken angucken sollte. Ist aber so, dass man ja immer mal irgendwo was liest oder hört, wie sich das mit dem "Durchschlafen" so entwickelt...
Egal ob "normal" oder nicht, ich weiß nicht was ich machen soll um weiterhin seinem Bedürfnis gerecht zu werden, aber auch selbst besser klar zu kommen. Eine Freundin meinte heute, vielleicht sei das gar nicht unbedingt Milch-Hunger sondern einfach Kuschel-Bedürfnis, dass er wach würde. Was aber nicht viel ändern würde. Denn wach bin ich dann ja so-oder-so. Abstillen ist für mich bzw. uns kein Thema, das möchte ich nicht. Die Frage ist, ob es überhaupt irgendwas gibt, das man machen könnte, um die Schlafzeiten zu verlängern und die Abstände zwischen dem Stillen zu vergrößern. Denn eigentlich will ich ja auch nichts "manipulieren" oder künstlich herbeiführen, was einfach im natürlichen Rhythmus so ist, wie's halt ist. Nur helfen gut gemeinte schlaue Sätze wie "du musst es halt einfach nur annehmen, wie es ist" irgendwann auch nicht mehr, wenn man sich halt einfach körperlich wie emotional daneben fühlt...
Habt ihr Ideen, Tipps, Ratschläge? Und wie ist das bei euch? Wie oft wurden/werden eure Kleinen in dem Alter wach zum Stillen? Und wie steckt ihr das weg?
Liebe Grüße in die Runde
die Lena