Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Heli
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Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Beitrag von Heli »

Hallo,
Ich habe vor fast acht Monaten mein 2. Kind bekommen. Schon während der Schwangerschaft war ich oft unglücklich, schnell gereizt und extrem müde. Nach der Geburt war es kurz besser. Aber seit einigen Monaten komme ich aus dieser Talfahrt nicht raus. Das Familienleben leidet darunter und was mir auffällt: wenn ich viel sitille, ist es ganz schlimm. Meinte Tichter stillt nachts 4-6 mal) und tagsüber neben Beikost 2-4 mal. Je nachdem wie viel Brei sie ist. Kann es da einen Zusammenhang geben?
Mit freundlichen Grüßen Heli
pqr
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Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Beitrag von pqr »

Ich bin nur Laie und denke nicht, dass es durch das Stillen kommt.
Da der Alltag mit kleinem Kind bzw. sogar 2 Kindern anstrengend ist, insbesondere mit wenig Nachtschlaf, könnte das einen Einfluß haben.
Warst Du schon beim Arzt? Des weiteren könnte man sich bzgl. Eisenmangel oder Vitamin D Mangel testen lassen, da dies auch Erschöpfung und schlechte Stimmung auslösen könnte. Ein Arzt könnte auch schauen, ob eine postpartale Depression vorliegt.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
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Serafin
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Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Beitrag von Serafin »

Ich würde auch wegen Eisenmangel schauen lassen. Ich bin auch müder, genervter, gesteresster, wenn die Nächte mies sind. Das ist denke ich jede. Aber da ist zwar das häufige Stillen das ein Symptom, jedoch nicht die Ursache. Ich meine, dass es eben bei vier Mal Flasche genau so mieser ist am nächsten Tag als bei zwei Mal Flasche. Aber bei Flasche in Summer noch mieser, weil das ja mehr Arbeit macht.

Und mein Kind hat viel viel häufiger gestillt in dem Alter, schlechte Nächte sind echt gemein.
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Sommermama2017
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Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Beitrag von Sommermama2017 »

Es gibt hier irgendwo einen Thread, da ging es auch um durch Stillen ausgelöste Depression. Ist schon ein paar Monate her, bzw. ursprünglich Jahre (war ein update zum zweiten Kind, glaub ich).
Natürlich kann es auch andere Ursachen haben, aber es gibt es zumindest, dass die Hormone beim stillen eine tiefe Traurigkeit auslösen können.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
Nusserl
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Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Beitrag von Nusserl »

Ich würde auch bei Arzt mal ein grosses Blutbild machen lassen, damit man ausschliessen kann, dass es "nur" Eisenmangel oder so ist.
Und der nächste Schritt wäre dann wegen postnataler Depression zu überlegen. Sollte dein Hausarzt damit überfordert sein, bekommst du hier im Forum sicher gute Tipps-
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Lösche Benutzer 24617

Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Beitrag von Lösche Benutzer 24617 »

Hallo heli! Mir ging es in der 3.Sws auch so und mit der Geburt wurde es nur bedingt, bzw ganz langsam besser. Ich war richtig fertig, hatte Stimmungsschwankungen, habe viel geweint, war überfordert, schaffte nichts...ich war kurz davor, zum Arzt zu gehen und mir was verschreiben zu lassen. Da ich aber weiß daß nichts ohne Ursache ist, und man sich oft, wenn auch nicht immer, selbst helfen kann, habe ich eine (große)Ernährungsumstellung gemacht.
Die Umstellung hat mir von einem auf den anderen Tag geholfen. Mir ging es kontinuierlich besser. Seitdem habe ich nur noch schlechte(1-3) Tage, wenn ich "schlecht" esse. Seit 4 Jahren bin ich in diesem Prozess drin. (eigentlich aber schon länger)
Für mich erklärt es sich so: der Körper braucht bei Belastungen Nährstoffe, zudem können Überlastungen(psych, physisch, auch aus zb einer einseitigen/"falscher" Ernährung) den Körper übermäßig fordern. Sws, Stillzeit, der Alltag mit Baby belasten und je nach Ausgangslage(individuelle Belastbarkeit) schafft der eine es mit links und der andere erträgt sein Kind keine 10min. Diese Ausgangslage ist nicht nur "Schicksal", sondern man kann sehr viel selbst machen: Belastungen vermindern(Auszeit, Haushaltshilfe, viel Schlaf, positive Denkweise...) oder eben sich selbst stärken, wobei ich eine individuell gesunde Ernährung als einen großen Faktor ansehe, gerade was Stimmungslagen und körperl. Belastbarkeit angeht.
Stillen ist daher für mich nicht die Ursache, sondern der Auslöser.
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auri82
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Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Beitrag von auri82 »

Es gibt eine durch Stillen ausgelöste Stimmungsverschiebung, ich komme leider grade nicht auf den Namen. Das ist aber nur ganz kurzfristig um den MSR rum für einige Minuten.
Ich guck mal schnell, ob ich den Artikel darüber noch finde.....
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auri82
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Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Beitrag von auri82 »

Da hab ichs schon: https://www.stillkinder.de/wenn-stillen ... end-macht/
Ich weiß nicht, ob sowas bei dir vorliegen könnte, aber vllt. lohnt es sich, in die Richtung zu forschen.
Auri mit 2 Mädels 06/2015 und 04/2017
Sommermama2017
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Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Beitrag von Sommermama2017 »

Jetzt hab ichs endlich auch hier im SuT wiedergefunden, passend zu dem anderen Link:
viewtopic.php?f=2&t=180457
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
Heli
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Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Beitrag von Heli »

Ganz herzlichen Dank für die vielen Antworten, Tipps und Erfahrungen.
Also die Traurigkeit, Verstimmung, tw Ängste, sind über den Tag verteilt. Nicht unbedingt unmittelbar beim Stillen. Nur heftiger, wenn ich viel gestillt habe.
Ich werde sicherlich ein Blutbild machen lassen.
Postnatale Depression macht mir Angst. Hilft aber nichts. Ich muss rausfinden was los ist. Die ganze Familie leidet darunter. Freundinnen wundern sich schon, sind tw angefressen, weil ich mich kaum melde.

Danke noch mal an Euch alle. Toll wie hier alle zusammen halten.
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